Termin für Konklave: Vatikan will Papst-Wahl vorziehen

AFPDas Konklave zur Wahl des Nachfolgers von Papst Benedikt XVI. findet möglicherweise früher als bisher angekündigt statt. Die Kardinäle hätten genug Zeit, auch vor dem 15. März anzureisen, sagte ein Vatikansprecher. Derzeit werde geprüft, ob die vatikanische Verfassung dies zulässt.

http://www.spiegel.de/panorama/rueck...-a-883829.html
  1. #120

    Kritikerbashing

    Zitat von spontifexmaximus Beitrag anzeigen
    Kirchen- oder Katholikenbashing scheint neuerdings Mode zu werden. Bedeutsam dabei scheint Uns zu sein, dass der größte Teil derer, die sich entsprechend äußern, nicht zur Kirche, sehr wohl aber bildungsfernen Schichten angehören. Bei vieler berechtigter Kritik darf doch festgehalten werden, dass das übliche Gejammere über den Zölibat, über die Rolle der Frau in der Kirche, etc. weltkirchlich keine größere Rolle spielt. Das vergessen leider viele. Das Petrusamt soll die Kirche weltweit zusammenhalten, mit all ihren kulturellen Eigenarten. Das begreifen hier offensichtlich viele nicht. Aber was erwartet man von Leuten, die Papst mit b schreiben...
    Kirchen- oder Katholikenbashing wird also hauptsächlich von Angehörigen bildungsferner Schichten betrieben? Eine etwas billige Reaktion auf Kritik, sei sie berechtigt oder unberechtigt.

    Ihnen sollte eigentlich zu denken geben, dass die Mehrzahl der Katholiken weltweit Schichten angehört, die Sie als bildungsfern bezeichnen würden.

    Je aufgeklärter die Gesellschaft, desto mehr Menschen wenden sich von der RKK ab.
  2. #121

    Zitat von syracusa Beitrag anzeigen
    Weil im Artikel der Chefexorzist der katholischen Kirche erwähnt wird, und weil ich mal gehört habe, dass laut Ratzinger die Existenz eines leibhaftigen Satans zum Lehrgebäude der katholischen Kirche gehört, sei mir die laienhafte Frage erlaubt: Wie verträgt sich der Glaube an Satan mit dem Monotheismus?
    den leibhaftigen Bösen brauchen Sie, wenn Sie an der Lehre festhalten wollen, dass Gott nur für das Gute zuständig ist bzw. dass Gott die Liebe ist, wie Papst Benedikt XVI. in einer seiner Enzykliken schrieb.
    Zu Ihrem Polytheismus-Problem: die Götterwelt der Katholiken ist auch mit einer Vielzahl von Heiligen bevölkert, allen voran der Jungfrau Maria, die von den Gläubigen in Notsituationen angerufen werden.

    Jeder rechtgläubige Katholik - und der Papst sowieso - würden zwar energisch bestreiten, dass der Glaube an Satan, Dämonen und Heilige mit den polytheistischen Götterwelten früherer oder heutiger Völker vergleichbar wäre. Weil der Katholik zwischen Verehrung (der Heiligen) und Anbetung (Gottes) unterscheidet. Das ändert allerdings nichts daran, dass Sie hier Ihren Finger in eine Wunde gelegt haben.

    Und von einem afrikanischen oder südamerikanischen Papst darf man da keine Besserung erhoffen.
  3. #122

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Was mich immer mehr erstaunt ist die unglaubliche Aggressivität, Häme und Intoleranz, mit der bekennende Atheisten gegen alles vorgehen, was Ihrer Weltsicht zuwiderläuft..
    nachdem gestern mein Beitrag, in dem ich Ihnen eine Liste mit unglaublich aggressiven und intoleranten Sprüchen des heutigen und möglicher künftiger Päpste zu nicht-religiösen Menschen erstellt habe, nicht durchging, fasse ich es einfach nur zusammen:

    sowohl Papst Benedikt XVI. als auch die ins Konklave einziehenden Kardinäle behaupten ungeheuerlicherweise, dass ohne christlichen Glauben Ethik und Moral nicht möglich sind. Eine Falschaussage, die durch die Tatsache, dass die Mehrheit nicht-religiöser Menschen gesetzestreue Bürger sind, klar widerlegt wird.
    Was die Toleranz angeht, so ist jeder nicht-religiöse Mensch darin dem Papst und den Kardinälen haushoch überlegen. Denn nicht-religiöse Menschen lassen auch Homosexuelle und Andersgläubige leben wie sie wollen, haben keine Probleme mit Frauen in jeder beliebigen beruflichen Position und mischen sich schon gar nicht in intime Angelegenheiten fremder Menschen ein.

    Nach den Zitaten des Papstes und der Kardinäle zu den angesprochenen Themen werden Sie leider selbst googlen müssen.
  4. #123

    ...

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Wer ist denn "wir"??
    Meiner Wahrnehmung zufolge wird gerade im Namen einer ganz anderen Religion getötet, wobei Christen nicht gerade selten Opfer sind.
    Das mag zur Zeit stimmen. Aber wen interessiert denn, in welchem Namen man tötet? Letztendlich sind es Menschen, die so etwas machen - und auch heute sind diese Menschen zum größten Teil Christen.

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Was mich immer mehr erstaunt ist die unglaubliche Aggressivität, Häme und Intoleranz, mit der bekennende Atheisten gegen alles vorgehen, was Ihrer Weltsicht zuwiderläuft. Ein wenig überzeugende Alternative. Der Ausfluss welcher Form von Bildung und Aufklärung soll das eigentlich sein?
    Das hat mit Atheismus überhaupt nichts zu tun.
    Wenn der FC Bayern sich auf einmal zur moralischen Instanz aufschwingen würde, alle Manager vom Steuerzahler bezahlt würden, über den Wechsel in der Führungsspitze 14 Tage 24 Stunden lang im vom Steuerzahler finanzierten Fernsehen berichtet würde und Mitgliederbeiträge vom Staat eingezogen würden, dann würden sich viele Menschen zurecht beschweren. Nicht anderes verhält es sich mit der Kirche.
    Anhänger der katholischen Kirche oder Anhänger des FC Bayern zu sein ist Privatsache. Es lässt sich daraus überhaupt nichts ableiten - schon gar nicht, wer ethisch oder moralisch ein besserer Mensch ist.

    Sie können sicher sein, dass es keinen Atheisten interessiert, ob Sie Katholik, Protestant oder Moslem sind, ob Sie an Odin, Winnetou, den heiligen Stuhl oder Brians Sandale glauben - solange Sie ihn mit Ihrem Glauben nicht behelligen - ob persönlich oder durch staatliche Gängelei.
  5. #124

    Zitat von widower+2 Beitrag anzeigen
    Ihnen sollte eigentlich zu denken geben, dass die Mehrzahl der Katholiken weltweit Schichten angehört, die Sie als bildungsfern bezeichnen würden.

    Je aufgeklärter die Gesellschaft, desto mehr Menschen wenden sich von der RKK ab.
    Diese atheistische Selbstbeweihräucherungs-Legende wird auch dadurch nicht wahrer, dass man sie gebetsmühlenartig wiederholt.
    Spätestens seit ALLBUS 2002 ist klar: Der "klassische" Nichtreligiöse in den Industrieländern ist eben nicht der aufgeklärte Bildungsbürger, sondern - im Gegenteil! - der goldkettchentragende Proll mit niedrigem Schulabschluss.

    Im Übrigen stünde Ihnen etwas weniger neokolonialistische Überheblichkeit gut zu Gesicht.
    Die gravierenden Unterschiede im Bildungsniveau, die Sie hier festgestellt haben wollen, gibt es schon lange nicht mehr.
  6. #125

    Zitat von zahlwerk Beitrag anzeigen
    Diese atheistische Selbstbeweihräucherungs-Legende wird auch dadurch nicht wahrer, dass man sie gebetsmühlenartig wiederholt.
    Spätestens seit ALLBUS 2002 ist klar: Der "klassische" Nichtreligiöse in den Industrieländern ist eben nicht der aufgeklärte Bildungsbürger, sondern - im Gegenteil! - der goldkettchentragende Proll mit niedrigem Schulabschluss.
    Ich weiß ja nicht, was genau ALLBUS 2002 untersucht hat (bei knapp über 2800 Befragten wohl nicht viel), aber sie widerspricht so ziemlich allen Studien, die versucht haben, einen Zusammenhang zwischen Religion und Bildungsstand herzustellen.

    So ist zum Beispiel auf Wikipedia zu lesen:
    Religiosität
    Eine im Jahr 2005 veröffentlichte wissenschaftliche Studie der Europäischen Kommission weist einen Zusammenhang zwischen dem Bildungsgrad und der Tendenz zur Religiosität nach. So ist in der Europäischen Union der Glaube an einen Gott oder eine sonstige höhere Macht in den bildungsfernen Schichten am stärksten verbreitet und nimmt mit zunehmender Bildung ab.

    Aber wie geschrieben ist WikiPedia nur ein Beispiel.

    P.S.: Gerade habe ich noch ein wenig über die ALLBUS Studie gelesen. Interessanterweise sagt sie nicht das aus, was sie behaupten. Es ist allenfalls eine leichte Schwäche im mittleren Bildungsbereich zu erkennen. Außerdem gilt die Studie wohl nur für Deutschland. Dem OP ging bezog es jedoch weltweit, und da sind die Daten eindeutiger.

    MfG Stefan Fröhlich
    42 ;-)
  7. #126

    Zitat von Galgenstein Beitrag anzeigen
    Die Frage, weshalb Gott das Böse zulässt, ist so alt wie die Menschheit und läuft unter dem Stichwort Theodizee. Das Böse ist der Preis der Freiheit sich für oder gegen das Gute entscheiden zu können.
    Und trotz des Alters ist es noch niemandem gelungen das Problem zu lösen. Auch Ihr Ansatz funktioniert nicht - was immer der positive Effekt der von Ihnen angeführten Entscheidungsfreiheit sein soll, ein allmächtiger Gott müsste ihn auch ohne Böses (sogar ohne Leiden) erzielen können. Also muss der Theodizee-Fürsprecher entweder Abstriche bei der Allmacht machen (Gott kann es halt nicht besser), oder bei der Güte (Gott mag das Böse, es ist daher Selbstzweck).
  8. #127

    xxx

    Zitat von zahlwerk Beitrag anzeigen
    Diese atheistische Selbstbeweihräucherungs-Legende wird auch dadurch nicht wahrer, dass man sie gebetsmühlenartig wiederholt.
    Spätestens seit ALLBUS 2002 ist klar: Der "klassische" Nichtreligiöse in den Industrieländern ist eben nicht der aufgeklärte Bildungsbürger, sondern - im Gegenteil! - der goldkettchentragende Proll mit niedrigem Schulabschluss.
    Sie missverstehen da etwas.
    Die Gebildeten, die ja auch in den Industriestaaten nicht die Mehrheit darstellen, waren immer schon tendenziell religionsfern. Da hat sich nichts geändert. Nun kommen noch die weniger gebildeten Schichten dazu. Und die machen nun mal die Mehrheit in jeder Gesellschaft aus. Leider. Aber mit abnehmender Tendenz. Immerhin sind die mittlerweile schon so aufgeklärt, dass sie Mummenschanz von Realität unterscheiden können.
    Also: Wenn eine Gesellschaft mehrheitlich den religiösen Stuss ablehnt, umfasst das eben mehrheitlich auch die weniger Gebildeten.
    Für die RKK wirklich kein Grund zum Frohlocken.

    Im Übrigen stünde Ihnen etwas weniger neokolonialistische Überheblichkeit gut zu Gesicht.
    Die gravierenden Unterschiede im Bildungsniveau, die Sie hier festgestellt haben wollen, gibt es schon lange nicht mehr.
    Natürlich gibt es die. Das festzustellen, hat mit Neokolionalismus nichts zu tun.
    Lesen Sie die Untersuchungen,Verlautbarungen und Statistiken der UNO.

    Gerade das südliche Afrika ist von Bildungsstandards, wie wir sie kennen, noch endlos weit entfernt.
  9. #128

    Wahl im Vatikan

    Der Bischofssitz des Römischen Patriarchats wird auch nach der Wahl vakant bleiben!
  10. #129

    Zitat von slider Beitrag anzeigen
    Jesus hat sich auch mal eben so hinrichten lassen und nicht wg. Altersgründen gekündigt und aufs Altenteil zurückgezogen.
    Jesus wurde von Paulus erfunden und dann von den Evangelisten ausgeschmückt. Der Vergleich zieht also nicht.