Der Papst-Rücktritt - Sturz in die Krise oder Chance zur Öffnung?

Nach dem Rückzug des deutschen Papstes Benedikt XVI. begann sofort sich sofort die Kandidatenbörse zu regen, und die Spekulationen, wer wohl die besten Chancen hätte, begannen auch unter den Gesichtspunkten der Neuausrichtung der katholischen Kirche. Vielfältige Probleme stehen an, die Benedikt XVI. nicht lösen konnte. Stürzt der Rücktritt des Papstes die Katholische Kirche in eine Krise, oder gibt er vielmehr Anlass zur Hoffnung auf eine Öffnung?
  1. #1

    Absurde Fragestellung...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auch die Papstwahl, so relativ selten sie stattfindet, unterliegt dem Abwägen zwischen den verschiedenen politischen, regionalen und ethnischen Überlegungen. Nach dem Rücktritt des deutschen Papstes Benedikt XVI. begann sich sofort sofort die Kandidatenbörse zu regen, und die Spekulationen, wer wohl die besten Chancen hätte, begannen auch unter den genannten Gesichtspunkten. Sollte daher der nächste Papst aus einem Schwellenland kommen?
    ... wann wird endlich einmal die eigentlich disktable Frage gestellt? Wann wird diese absurde römisch-katholische Fake-Religion, die mit massivstem Lug und Betrug in der Nachfolge von Jesus von Nazareth aufgebaut wurde, endlich eingestellt oder abgeschafft. Wenn Jesus, so es ihn tatsächlich gegeben haben sollte, diesen kruden und absurden Unsinn, der aus seinen Worten und Taten so entstanden ist, tatsächlich miterleben könnt, würde der sich jedenfalls ganz sicherlich im Grabe umdrehen.
  2. #2

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    würde der sich jedenfalls ganz sicherlich im Grabe umdrehen.
    Damit Besserung in Aussicht ist könnten wir uns darauf einigen das der nächste Papst zB aus einem afrikanischen Land stammt. Er könnte den Herren hinter den Vatikan Mauern mal erklären wozu Verhütung gut ist und wie schlimm Aids ist. Die Pille davor/danach. Und das man sich nicht an kleinen Jungs vergreift, und und und. Auch könnte diese steinreiche Kirche aktiv helfen den Hunger zu bekämpfen. vor allem sollte der Papst jung sein und im heute leben.

    PS. Jesus ist doch im Himmel. Nix mit im Grab umdrehen.
  3. #3

    Zitat von 1Piantao Beitrag anzeigen
    Damit Besserung in Aussicht ist könnten wir uns darauf einigen das der nächste Papst zB aus einem afrikanischen Land stammt. Er könnte den Herren hinter den Vatikan Mauern mal erklären wozu Verhütung gut ist und wie schlimm Aids ist. Die Pille davor/danach. Und das man sich nicht an kleinen Jungs vergreift, und und und. .
    Wer auch immer kommt, an der absoluten Rückständigkeit und Verlogenheit der katholischen Kirche wird auch der neue Papst nichts ändern wollen/können.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  4. #4

    Zitat von 1Piantao Beitrag anzeigen
    Damit Besserung in Aussicht ist könnten wir uns darauf einigen das der nächste Papst zB aus einem afrikanischen Land stammt. Er könnte den Herren hinter den Vatikan Mauern mal erklären wozu Verhütung gut ist und wie schlimm Aids ist. Die Pille davor/danach. Und das man sich nicht an kleinen Jungs vergreift, und und und. Auch könnte diese steinreiche Kirche aktiv helfen den Hunger zu bekämpfen. vor allem sollte der Papst jung sein und im heute leben.
    es gibt unter den wahlberechtigten Kardinälen keinen einzigen Afrikaner, der für Kondome oder chemische Verhütungsmittel ist. Es gibt dagegen afrikanische Kardinäle, die die Todesstrafe für Homosexuelle gutheissen. Und für Frauen in der Kirche haben die afrikanischen Kardinäle nur in dienender Funktion Verständnis.
    Peter Turkson - Wikipedia, the free encyclopedia
    der jüngste afrikanische Kardinal, ist immerhin erst 64 Jahre alt, er könnte die Kirche also viele Jahre lang leiten.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sollte daher der nächste Papst aus einem Schwellenland kommen?
    Es ist gleich, woher der nächste Papst kommt. Die, die wissen, was die Kirche alles falsch macht, werden das auch beim nächsten Papst nicht anders sehen- es sei denn, das Katholikentum schafft sich durch unentwegte Anpassung an den derzeit denunziatorischen Zeitgeist selbst so weit in die völlige Konturenlosigkeit, dass die Gegner ()auch die in diesem Thread) auf ein anderes Hassobjekt ausweichen müssen.
    Übrigens: Niemand wird gezwungen, dieser Religion anzugehören.
  6. #6

    re: Anpassung an den Zeitgeist?
    Zitat von werbe Beitrag anzeigen
    es sei denn, das Katholikentum schafft sich durch unentwegte Anpassung an den derzeit denunziatorischen Zeitgeist selbst so weit in die völlige Konturenlosigkeit, dass die Gegner ()auch die in diesem Thread) auf ein anderes Hassobjekt ausweichen müssen.
    es gibt schon seit längerem Reformbewegungen in der Kirche, die z.B. für verheiratete Priester plädieren. Eine Idee, die auch in Afrika gut ankommt. Schliesslich waren auch die 12 Apostel mehrheitlich verheiratete Männer und der Zölibat wurde erst später eingeführt, damit das Vermögen der Kirche nicht unter eventuellen weltlichen Erben aufgeteilt werden musste.
    Einer der afrikanischen Kardinäle wäre sogar dafür, die Polygamie - zumindest für Laien - zu tolerieren, weil dies der Lebenswirklichkeit in Afrika entspricht.

    Auch die Wiederverheiratung Geschiedener findet Unterstützung in der Kirche: 177 Priester und Diakone rebellieren gegen den Papst
    Und wie man an Kardinal Meisners Erklärung zur Pille danach gesehen hat, könnte man sich vermutlich auch in der Verhütungsfrage der modernen Gesellschaft annähern.

    Zu radikale Reformen durch einen neuen Papst könnten auch zu einer erneuten Kirchenspaltung führen. Ebenso wie ein auf den bisherigen Positionen eisern beharrender neuer Papst noch mehr Gläubige aus der RKK vertreiben könnte. Es bleibt spannend.
  7. #7

    Zitat von atech Beitrag anzeigen
    re: Anpassung an den Zeitgeist?

    es gibt schon seit längerem Reformbewegungen in der Kirche, die z.B. für verheiratete Priester plädieren. Eine Idee, die auch in Afrika gut ankommt. Schliesslich waren auch die 12 Apostel mehrheitlich verheiratete Männer und der Zölibat wurde erst später eingeführt, damit das Vermögen der Kirche nicht unter eventuellen weltlichen Erben aufgeteilt werden musste.
    Einer der afrikanischen Kardinäle wäre sogar dafür, die Polygamie - zumindest für Laien - zu tolerieren, weil dies der Lebenswirklichkeit in Afrika entspricht.

    Auch die Wiederverheiratung Geschiedener findet Unterstützung in der Kirche: 177 Priester und Diakone rebellieren gegen den Papst
    Und wie man an Kardinal Meisners Erklärung zur Pille danach gesehen hat, könnte man sich vermutlich auch in der Verhütungsfrage der modernen Gesellschaft annähern.

    Zu radikale Reformen durch einen neuen Papst könnten auch zu einer erneuten Kirchenspaltung führen. Ebenso wie ein auf den bisherigen Positionen eisern beharrender neuer Papst noch mehr Gläubige aus der RKK vertreiben könnte. Es bleibt spannend.
    Wenn es wahr sein sollte, was Sie da schreiben, ich kann es gar nicht glauben, daß ein hochrangiger afrikanischer Gottesmann die Priester-Polygamie fordert, ist allein das schon schlimm. Schlimmer noch ist die Begründung: Polygamie solle erlaubt sein, weil es der Lebenswirklichkeit entspreche. Mit diesem Argument könnte ein irischer Bischof den Sexualverkehr mit Kindern verteidigen oder Mixa die Prügelstrafe in Waisenhäusern.
  8. #8

    Das stimmt ja gar nicht!

    Zitat von werbe Beitrag anzeigen
    Übrigens: Niemand wird gezwungen, dieser Religion anzugehören.
    Die überwiegende Mehrheit wird gleich nach der Geburt in eine der christlichen Konfessionen mit der Taufe verortet. Viele müssen sich dann später drum kümmern wieder auszutreten.
  9. #9

    re: Einer der afrikanischen Kardinäle wäre sogar dafür, die Polygamie - zumindest für Laien - zu tolerieren, weil dies der Lebenswirklichkeit in Afrika entspricht.
    Zitat von RALF ALG III Beitrag anzeigen
    Wenn es wahr sein sollte, was Sie da schreiben...
    Celibacy? It's not foreign to African culture (Interview with Cardinal Peter Kodwo Appiah Turkson by Gianni Cardinale)
    "One of the practices, which helped to curtail the incidence of divorce, incidentally, was polygamy. In my country, for example, polygamy has historically been an element that has solved the problem of divorce at the root..."

    Kardinal Turkson sieht Scheidung als das größere Übel. Auch sieht er ein Problem für die Ausbreitung des christlichen Glaubens darin, wenn dieser mit alten afrikanischen Traditionen kollidiert und plädiert dafür, die strengen Regeln zu lockern, damit in Afrika noch mehr Menschen zum Glauben finden können.