Selbstjustiz von mexikanischen Bürgerwehren: "Wir werden die Stadt komplett säubern"

APDrogenbanden verbreiten seit langem Angst und Schrecken in Mexiko. Im Bundesstaat Guerrero greifen Bürgerwehren nun zur Selbstjustiz: Sie gehen Streife, nehmen Verdächtige fest und lassen diese von eigenen Gerichten aburteilen. "Es gibt kein anderes Mittel", sagen sie.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...-a-883795.html
  1. #30

    Zitat von carahyba Beitrag anzeigen
    Das geht einfacher, unterwandern und kaufen. Ist keine neue Methode und funktioniert 100%-tig.
    In Brasilien hat man teilweisen Erfolg gehabt die Kartelle zu zerschlagen, indem man umgekehrt sie selber unterwandert hat.
    Nur das Problem ist, dass wenn einKartell zerschlagen wird, tritt unmittelbar ein anderer oder neuer an seine Stelle. Hunderttausende von Jugendlichen warten auf ihre Karrierechance, auch wenn diese Karriere nur sehr kurz dauert und häufig mit dem Tode endet.
    das Einzige was wirklich helfen würde, wäre Drogen freizugeben Jahrzehnte der Anti Drogenpolitik haben nichts gebracht eigentlich hätte man diese Lehre schon aus der Prohibition ziehen können. Wer das Zeug nehmen möchte nimmt auch illegale Wege in Kauf hinzu kommt noch die unwiderstehliche Anziehung des Verbotenen.
  2. #31

    Zitat von Malshandir Beitrag anzeigen
    Die USA sind Mitschuld an der Krise, da sie den Kampf gegen Drogen nicht effizient führen.
    Gleichzeitig führt man diesen Kampf in Mexiko auch falsch.

    Klar Bürgerwehren helfen lokal, aber sind keine Lösung. Gerade Kartalle werden sich sammeln und ggfs. gemeinsame Sache gegen die Bürgerwerhen machen.
    Googeln sie mal nach "Iran-Contra-Affäre". Da hat man ein Beispiel wie sich die CIA am Drogenschmuggel beteiligt haben und das aufgeflogen ist.

    Auch in Afghanistan sind nach dem NATO-Einmarsch die Heroin-Anbaumengen in die Höhe geschossen.

    Die USA sind nicht Teil der Lösung sondern ein wesentlicher Teil des Problems. Denn die Waffe Droge ist viel zu wichtig, um sie nicht selbst zu kontrollieren.

    Und irgendwie müssen die Undercoveropperationen ja auch finanziert werden.
  3. #32

    Gemischte Gefühle

    Der Staat Mexiko ist relativ schwach. Land und Leute sind sehr inhomogen und die meisten Leute wollen auch nicht, dass sich der Staat zu sehr in ihre Angelegenheiten einmischt. Wir waren vor zwei Wochen in Guerrero und an der Strassensperre wo letztes Jahr ein Militär stand, stand dieses Jahr ein bewaffneter Zivilist. Macht eigentlich nur optisch einen Unterschied. Über die letzten Jahre sind die Drogenkartelle (mit kriminellen Methoden) vermehrt in legale Geschäfte eingestiegen und haben vielerorts dörfliche Strukturen empfindlich gestört. Die Bürgerwehren sind wohl eine Antwort darauf. Mal sehen, was draus wird.
  4. #33

    leider

    [QUOTE=caecilia_metella;12031682]solange man Menschen als Schmutz betrachtet und glaubt, es sei Ziel irgendeines Menschen, endlich kriminell zu werden.
    QUOTE]

    solange sich dort die lebensumstände nicht radikal ändern, die menschen dort keine entwicklungsperspektive haben wird sich auch durch die selbstjustiz gar nichts zum guten ändern.
    eher wirds zu einem bürgerkrieg kommen
  5. #34

    wirklich

    [QUOTE=leser008;12032435]Man kann den Dorfbewohnern nur gutes Gelingen wünschen. Obwohl ich es für riskant halte diese Drogisten "aufzubewahren" stimmt natürlich, dass die Aussicht auf regelmässige Arbeit bei diesen Gestalten Albträume und maximale Abschreckung auslöst. Als Kompromiss könnte man sie ja so lange schuften lassen, bis sie dood umfallen.
    QUOTE]

    glauben Sie wirklich, dass die mehrzahl der mexikanischen jugendlichen keinen bock auf ehrlich arbeit hat und lieber ein kriminelle karriere und einen frühzeitigen tod sowie ein leben in ständiger gefahr und angst anstreben?
    ich denke eher den meisten bleibt nur:
    entweder obdachlos und betteln oder drogen handel

    da helfen auch keine bürgerwehren, ganz im gegenteil
    es wird alles noch viel schlimmer werden
  6. #35

    Saubere...

    Aktion. Das wäre in europäischen Städten, die hauptsächlich von muslimischen Tottreter, Drogendealer, Mörder und Vergewaltiger bevölkert sind, längst überfällig.
  7. #36

    Die Bestechung

    Zitat von G. Spiegelt Beitrag anzeigen
    Darf ich mal herzlich lachen? NUR durch die Drogenprohibition konnte es doch überhaupt zu diesen Zuständen kommen. Diese Banden leben geradezu von der Prohibition. Sie sind es, die am meisten zu verlieren hätten, wenn die Prohibition durch eine vernünftige Drogenpolitik ersetzt würde, die mit ideologiefreier Aufklärung in den Schulen beginnt und alle naheliegenden Maßnahmen, von der kontrollierten Abgabe für Abhängige bis hin zur Legalisierung, differenziert einsetzt. Deswegen werden die Banden dies mit ALLEN Mitteln (die Bestechung von Politikern gehört dabei eher zu den harmloseren) zu verhindern suchen.

    Drogen hat es immer schon gegeben, seit es Menschen gibt - bzw auch schon vorher; sie haben gewiss ihren Anteil an der Evolution. Die heutigen Probleme hingegen sind durch und durch der Prohibition geschuldet.
    von Politikern ist das Schlimmste von allen, denn es pervertiert den Rechtsstaat. Dagegen sind alle anderen Sünden Peanuts.