Steuersparmodelle: G20 wollen Schlupflöcher für Großkonzerne schließen

DPAApple tut es, Amazon tut es - und Facebook auch: Völlig legal schieben Großkonzerne ihre Gewinne ins Ausland und rechnen sich so arm. Das wollen sich einige G20-Staaten nun nicht mehr bieten lassen. Bei ihrem Treffen in Moskau kündigen sie harte Schritte gegen die Steuersparmodelle an.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-883774.html
  1. #1

    Schäuble forderte: "Globalisierung braucht Regeln."


    Diese Regeln braucht es dann aber auch global. Wenn man, dann aber selbst in den G20-Ländern Probleme hat genug Unterstützung zu finden, wie es in dem Artikel durchklingt, dann bringt diese Regel nichts Positives für die Länder, die eine solche Regel (wahrscheinlich nicht einmal einheitlich), einführen.
  2. #2

    Wäre schön

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Apple tut es, Amazon tut es - und Facebook auch: Völlig legal schieben Großkonzerne ihre Gewinne ins Ausland und rechnen sich so arm. Das wollen sich einige G20-Staaten nun nicht mehr bieten lassen. Bei ihrem Treffen in Moskau kündigen sie harte Schritte gegen die Steuersparmodelle an.

    G20 wollen Steuerschlupflöcher für Großkonzerne schließen - SPIEGEL ONLINE
    Klingt sehr gut! Aber warum glaube ich nicht daran?
  3. #3

    Die wären schön dumm, wenn sie gegen ihr wohlverstandenes Eigeninteresse vorgingen ..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Offen ist, ob dabei auch jene Staaten mitmachen, die bisher von
    den Praktiken (Steuersparmodelle der Großkonzerne) profitieren.
    Steuersparende Gewinnverschiebungen von Unternehmen in
    Niedrigsteuerländer sollen behindert werden. Durch die
    Globalisierung entstehen viele riesige Konzerne, die sogenannte
    Multis. Sie verdrängen durch ihren harten Preiskampf viele kleinere
    Unternehmen, insbesondere in der lokalen Industrie.
    Weil sie nicht viel Steuern zahlen, haben sie einen großen
    Wettbewerbsvorteil.

    Die Globalisierung zerstört auch die VWL-Theorien der
    Marktwirtschaft. Es gibt viel mehr Angebote bei begrenzter
    Nachfrage. Dies führt zu massiver Überproduktion und
    Ausschöpfung der Ressourcen. Die globalen Finanzströme werden
    vergrößert und beschleunigt. Deswegen geraten sie schneller
    außer Kontrolle und verursachen immer öfter weltweite Finanzkrisen.
  4. #4

    Das ist keine gute Idee!

    Das ist wieder der pure Egoismus der Politiker, unsozial und unsinnig diese Idee!

    Wenn das Unternehmen mehr Steuern zahlen MUSS, werden die Löhne vor allem in Niedriglohnsektor NICHT steigen! Hier bekommen Firmen wieder Argumente wieso sie die Löhne nicht anheben KÖNNTEN!

    Die Staaten sollen lieber dafür sorgen, dass die Löhne im Niedriglohn-Sektor angehoben werden!
  5. #5

    Globalisierung braucht Regeln! Ach was? Solange nur der Arbeitnehmer der Dumme war, dessen Arbeitsplatz in Billiglohnländer verlagert wurde, war das kein Problem, Regulierung unnötig! Und als dann das staatlich verordnete Lohndumping aka HartzIV eingeführt wurde, um mit diesen Billiglohnländern zu konkurrieren, war es sogar gut, daß es keine Regeln gab. Und solange die Konzerne die Politik mit lukrativen Aufsichtsratsposten (Prinzip: "Money for Nothing") belohnt und sie gegen fürstliche Saläre als Redner eingeladen hat, waren auch keine Regeln nötig.
    Nur ganz plötzlich verpissen sich die Konzerne ins Ausland, wenn die Rechnung geschickt wird und es profitiert im Land selber gar keiner mehr. JETZT ist das natürlich ein Problem, wozu sollte man auch einem Politiker noch was zahlen, wenn man sich ganz woanders für Minimalbeträge von jeglicher (Steuer)Schuld freikaufen kann!
    Aber keine Sorge, soweit kommt es ja gar nicht. Die Lobbyvertreter in den Zentren der Macht werden den Entscheidern schon kräftig einflüstern. Das ganze politisch-wirtschaftliche System ist inzwischen hochgradig korrupt und die Tatsache, daß das alles völlig legal ist, macht es nur noch schlimmer!
  6. #6

    USA wären größter Profiteur

    Die Summen, die US-Konzerne in den Steueroasen gebunkert haben bzw. dioe Steuern darauf, würden einen erklecklichen Teil der Staatsschulden der USA abdecken, die Rede ist von bis zu einem Drittel. Das würde der gerne kassieren und so die USA deutlich kreditwürdiger machen und zugleich den Spielraum der USA erhöhen und die Abhängigkeit gegenüber China senken.
  7. #7

    und das jetzt erst....

    ....und mit ungewissem Ausgang.

    Und Pratiken wie solche und der lange Atem der Politik machen mich wirklich wütend. Im Vergleich dazu sind mit einem Fingerschnippen Ausgaben des Staates im sozialen Bereich gekürzt. Die MwSt eben mal erhöht. Steuerschlupflöcher zu schließen dauert Jahre.
    Bevor nun die USA und Europa sich an eine gemeinsame Freihandelszone machen, sollte man genau hingucken, wer da am Ende wie lange wirklich von profitiert. Welche Lobbygruppen haben da ihre Finger mit im Spiel.
  8. #8

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Apple tut es, Amazon tut es - und Facebook auch: Völlig legal schieben Großkonzerne ihre Gewinne ins Ausland und rechnen sich so arm. Das wollen sich einige G20-Staaten nun nicht mehr bieten lassen. Bei ihrem Treffen in Moskau kündigen sie harte Schritte gegen die Steuersparmodelle an.

    G20 wollen Steuerschlupflöcher für Großkonzerne schließen - SPIEGEL ONLINE
    Das gibt es doch schon immer!
    selber erlebt in den siebzigern.
    Die Tochter in Europa verschiebt ihre Gewinne in die USA und macht buchmässig sogar Verluste. Uns Arbeitnehmern wurde dann gesagt, sorry ihr seit zu teuer wir müssen da was tun sonst dreht uns die Mutter den Geldhahn zu!
    Vera***ung hoch 3!!!
  9. #9

    na endlich

    Da werden Milliarden hinterzogen, die die kleinen Steuersünder in den Schatten stellen.Alles längst bekannt.Man hat lieber die kleinen Fische gejagt.