Meteoriten-Gefahr: Warten auf Gottes Hammer

NASAMit einem Meteoriteneinschlag wie in Russland hat kaum jemand gerechnet - dabei kreuzen Millionen kosmische Bomben die Erdbahn. Wie groß ist die Gefahr einer Kollision? Gibt es Einschläge in Deutschland? Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Gefahr aus dem All.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-883696.html
  1. #450

    Wissenschaft und Religion

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Nur: vielleicht geht die Religion da weiter wo die Wissenschaft aufhört?
    Mag sein. Nur was hilft das?

    Eine theorische Erklärung zu finden, die sich irgendjemand ausgedacht und deren Wahrheitwert niemand überprüfen kann?
    Braucht man das wirklich?

    Was anderes sind ethisch und moralischen Masstäbe zu setzen. Das war auch mal Aufgabe der Religionen. Ob dies heute noch zutrifft mag jeder für sich entscheiden.

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Daher kann ich für mich Wissenschaft und Religion problemlos vereinen und in mein Leben integrieren.
    Natürlich kann man in einer Religion all das einfach ausblenden was offensichtlich widersprüchlich zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen ist. Dann mag das vielleicht gehen.

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Also, ich kenne eine Reihe Wissenschaftler, die einer Religion nachgehen.
    Es kommt darauf an was man als Wissenschaftler bezeichnet. Wenn Sie Theologen, Philosophen etc. dazurechnen mag das sein. Bei Naturwissenschaftlern mag es einige geben. Ein Beispiel hatte ich auch genannt). Aber die Regel oder gar die Mehrheit sind die heutzutage nicht.
  2. #451

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Daher kann ich für mich Wissenschaft und Religion problemlos vereinen und in mein Leben integrieren.
    Es kommt darauf an, was man unter Religion versteht und wie die Religion aussieht. Können Sie als Chemiker auch die Schöpfungsgeschichte, die Jungfrauengeburt, die Auferstehung, Leben nach dem Tod (als Chemiker!) und weiteren Krimskrams in Ihr Weltbild integrieren?

    Religion gibt keine Antworten, sie tut nur so. Aber wenn Sie mit jeder Antwort zufrieden sind, dann können Ihnen auch Grimms Märchen Antworten geben. Als Wissenschaftler sind Sie doch nicht mit jeder Antwort zufrieden, sondern stellen sie auf den Prüfstand des Experiments oder der Logik. Warum nicht bei Religion? Natürlich hat die Naturwissenschaft Grenzen der Erkenntnis, aber brauchen Sie deswegen solche Krücken für Ihr Leben?

    Lesen Sie vielleicht mal dieses: Die Kunst des Resignierens.
  3. #452

    Zitat von fritzihansi Beitrag anzeigen
    Mag sein. Nur was hilft das?
    Tja, was hilft Spiritualität?

    Zitat von fritzihansi Beitrag anzeigen
    Eine theorische Erklärung zu finden, die sich irgendjemand ausgedacht und deren Wahrheitwert niemand überprüfen kann?
    Braucht man das wirklich?
    s.o. - bis heute hat es niemand geschafft, die sogenannte "Weltformel" zu postulieren. Ich sehe allein schon in der Ordnung an naturwissenschaftlichen Gesetzen und dass es diese überhaupt gibt, einen Schöpfungsgeist am Werke.

    Überhaupt ist der Gedanke sehr tröstlich, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist.

    Zitat von fritzihansi Beitrag anzeigen
    Was anderes sind ethisch und moralischen Masstäbe zu setzen. Das war auch mal Aufgabe der Religionen. Ob dies heute noch zutrifft mag jeder für sich entscheiden.
    Der Mensch ist von Natur aus schlecht und sucht seinen eigenen Vorteil. Ich erkenne keinen Vorteil darin, ob nun Leute nicht so schnell fahren, weil sie sich von Gott beobachtet fühlen oder schlicht und ergreifend Angst vor der nächsten Radarfalle haben.

    Zitat von fritzihansi Beitrag anzeigen
    Natürlich kann man in einer Religion all das einfach ausblenden was offensichtlich widersprüchlich zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen ist. Dann mag das vielleicht gehen.
    Ich muss dazu nichts ausblenden. Und kommen Sie mir bitte nicht mit der Schöpfungsgeschichte oder so etwas.

    Zitat von fritzihansi Beitrag anzeigen
    Es kommt darauf an was man als Wissenschaftler bezeichnet. Wenn Sie Theologen, Philosophen etc. dazurechnen mag das sein. Bei Naturwissenschaftlern mag es einige geben. Ein Beispiel hatte ich auch genannt). Aber die Regel oder gar die Mehrheit sind die heutzutage nicht.
    Ich rede von Naturwissenschaftlern, die meisten Wissenschaftler, die ich kenne, sind das.
  4. #453

    Fast richtig!

    Zitat von fritzihansi Beitrag anzeigen
    Rechnen Sie das nach erhalten sie für jede Geschwindigkeitskomponente ¼ der Ursprungsgeschwindigkeit und somit stimmt auch die Energiebilanz wieder da jede einzelne Komponente auch nur ein Viertel der Urspungsenergie besitzt.


    Da Energie im Gegensatz zur Geschwindigkeit kein Vektor ist kompensiert die sich auch nicht vektoriell.


    Sie können zwar Geschwindigkeiten vektoriell addieren aber nicht Energien, da wie oben gesagt die Energie kein Vektor ist.
    Sie sollten noch einmal genau nachrechnen!

    Wenn wenn jede Geschwindigkeitskomponente 1/4 der Ursprungsgeschwindigkeit hat, kann kann ja nicht jede Energiekomponente ebenfalls 1/4 der Ursprungsenergie haben, denn die Energie wächst ja quadratisch mit der Geschwindigkeit! Die Energiebilanz stimmt natürlich, nur Ihre Geschwindigkeitskomponenten sollten sie noch einmal nachrechnen.

    Nun zur Vektoraddition der Energien: Das ist natürlich Quatsch! Die Energie ist ja ein Skalar und kein Vektor. Das weiß jeder, der etwas von Physik versteht. Ich bezog mich ja nur auf den Beitrag #332, wo behauptet wurde oder zumindest der Eindruck entstand, die Energie sei ein Vektor und Energien müsse man vektormäßig addieren. Ich habe mich nur etwas gewundert, dass dies niemanden aufgefallen ist.
  5. #454

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Es kommt darauf an, was man unter Religion versteht und wie die Religion aussieht. Können Sie als Chemiker auch die Schöpfungsgeschichte, die Jungfrauengeburt, die Auferstehung, Leben nach dem Tod (als Chemiker!) und weiteren Krimskrams in Ihr Weltbild integrieren?
    Weil in der Bibel die Schöpfung in 6+1 Tag abgelaufen ist, bedeutet das nicht, dass es sich um 24-Stunden-Abschnitte handelt. Wenn man sich die Bibel mal ansieht, ist eh ein großer Teil davon metaphorisch zu sehen. Und mit einem Haufen Weisheiten gespickt, die heute gerne als großartige neue Errungenschaften gefeiert werden.

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Religion gibt keine Antworten, sie tut nur so. Aber wenn Sie mit jeder Antwort zufrieden sind, dann können Ihnen auch Grimms Märchen Antworten geben. Als Wissenschaftler sind Sie doch nicht mit jeder Antwort zufrieden, sondern stellen sie auf den Prüfstand des Experiments oder der Logik. Warum nicht bei Religion? Natürlich hat die Naturwissenschaft Grenzen der Erkenntnis, aber brauchen Sie deswegen solche Krücken für Ihr Leben?
    Natürlich gibt die Religion Antworten. Und nein, ich bin nicht mit jeder Antwort zufrieden. Grimms Märchen sind übrigens ebenfalls ein Quell der Weisheiten. Viele Geschichten sind das, ich empfehle mal, ein paar zu lesen.

    Und: auch als Wissenschaftler akzeptiere ich Dinge, die ich mir nicht erklären kann. Es gibt längst nicht für alles eine Erklärung. Noch ist bei sehr vielen Dingen eine in Sicht. Ich vertraue darauf, dass es irgendwann eine gibt. Die muss ich nur als Mensch nicht unbedingt verstehen können - auch dem menschlichen Geist sind Grenzen gesetzt.

    Wir wissen soviele Sachen nicht - resigniere ich da gleich? Ich muss auch nicht alles streng logisch betrachten - ich habe großes Vergnügen an Naturschauspielen beispielsweise. Da ich ja Wissenschaftsjournalist bin, kommt mir das auch sehr entgegen, eine kreative Seite zu haben. Ich mache auch gerne Musik. Zum Beispiel. Wo ist da die Logik? Damit kommen Sie dort nicht weiter.
  6. #455

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Natürlich gibt die Religion Antworten.
    Natürlich darf jeder Mensch glauben, was er will. Man muss unterscheiden zwischen Religion allgemein und einer bestimmten Religion oder Weltanschauung. Man darf Glaubensinhalte, die wissenschaftlich oder empirisch nicht prüfbar sind, auf keinen Fall als Wahrheiten verkaufen und man darf daraus nicht Normen oder Vorschriften für die Lebensweise ableiten. Vor allem soll man andern Menschen nicht mit Dummheiten und Höllendrohungen auf die Nerven gehen.

    Auch die Naturwissenschaften kennen keine Wahrheiten, sondern kausale Erklärungen. Die Erklärungen müssen mit Klassen objektiver Beobachtungen und Erfahrungen übereinstimmen und sie sollen zuverlässige Aussagen über künftige Ereignisse zulassen, um das Leben bewältigen und gestalten zu können.
  7. #456

    Ziemlich richtig.

    Zitat von querulant_99 Beitrag anzeigen
    Sie sollten noch einmal genau nachrechnen!
    Kommen Sie mir nicht mit dem kleinen Tippfehler.

    Den Rechenweg habe ich klar aufgezeigt.

    Denn v1 = v/√(2) und v1x = v1*cos(45°) = v1/√(2) . Also v1x also ½ der Ursprungsgeschwindigkeit und nicht ¼. Da war ich gedanklich schonbei der Energie.

    Der Fehler lag in Ihrer Rechnung wo sie eine 45°-Komponente einfach als 1/2 angenommen haben anstatt mit cos(45°) zu rechnen.

    Hoffe das dies hiermit klar ist.


    Zitat von querulant_99 Beitrag anzeigen
    Nun zur Vektoraddition der Energien: Das ist natürlich Quatsch! Die Energie ist ja ein Skalar und kein Vektor. Das weiß jeder, der etwas von Physik versteht. .
    Schön das sie das auch so sehen. Bei Ihren anderen Post haben Sie mir ja widersprochen und man hatte den Eindruck Sie würden dem zustimmen. Da war ich auch nicht der Einzige. Sie schrieben nämlich:
    Zitat von querulant_99 Beitrag anzeigen

    Wenn also Physiker davon reden das die Energie sich addiert - dann meinen sie zwingend das die "Gesamtenergie" sich mit ihren "Vektorprodukten" addieren - das kann aber bei genau entgegengesetzen Vektoren auch "NULL" sein!
    Zitat von querulant_99 Beitrag anzeigen
    Ich bezog mich ja nur auf den Beitrag #332, wo behauptet wurde oder zumindest der Eindruck entstand, die Energie sei ein Vektor und Energien müsse man vektormäßig addieren. Ich habe mich nur etwas gewundert, dass dies niemanden aufgefallen ist.
    Nun, mir ist es aufgefallen, deshalb mein Post dem sie ja glatt widersprachen und behaupte dass dem nicht so wäre .
  8. #457

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Natürlich darf jeder Mensch glauben, was er will. Man muss unterscheiden zwischen Religion allgemein und einer bestimmten Religion oder Weltanschauung. Man darf Glaubensinhalte, die wissenschaftlich oder empirisch nicht prüfbar sind, auf keinen Fall als Wahrheiten verkaufen und man darf daraus nicht Normen oder Vorschriften für die Lebensweise ableiten. Vor allem soll man andern Menschen nicht mit Dummheiten und Höllendrohungen auf die Nerven gehen.
    Was sollen das für Dummheiten sein? Es heißt ja "Glaube", weil man's nicht weiß. Wäre die Hölle, der Himmel und Gott empirisch nachprüfbar, bräuchten wir die Kirche nicht als Ort zum Beten, sondern dann gäbe es so eine Art Wissenschaftspriester (nicht dass solche Leute nicht tatsächlich gäbe).

    Und natürlich leitet man daraus Verhaltensweisen ab - das war ja Sinn und Zweck der Übung. Leute dazu zu bringen, sich nicht die Köpfe einzuschlagen sondern sich zu respektieren. Leuten ohne Hintergedanken etwas Gutes zu tun, sich um andere Leute kümmern, auch wenn die nicht zur Verwandtschaft oder zur eigenen sozialen Gruppe gehören.

    Und bitte keine Hinweise auf Glaubenskriege oder sonst was - kriegerisches Verhalten ist unchristlich. Egal was wann wer gesagt hat. Sie werden auch nicht allzu viele Kirchenleute finden, die in der Neuzeit zur Gewalt aufgerufen haben.

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    ... und sie sollen zuverlässige Aussagen über künftige Ereignisse zulassen, um das Leben bewältigen und gestalten zu können.
    Wieso? Genau das ist ist diese Art von Forschung, die ich kritisch sehe - Forschung um eines kurzfrisitg verwertbaren Ergebnisses willen. Es wird viel zu wenig Aufwand in Grundlagenforschung gesteckt. Ein Haufen wichtiger Sachen wurde eh beim Weg zu etwas völlig anderem entdeckt.
  9. #458

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Und natürlich leitet man daraus Verhaltensweisen ab - das war ja Sinn und Zweck der Übung. Leute dazu zu bringen, sich nicht die Köpfe einzuschlagen sondern sich zu respektieren.
    Selbstverständlich darf man aus subjektiven Glaubenssätzen für sich selbst Verhaltensweisen ableiten, meinetwegen auch Ratschläge oder Empfehlungen, aber nicht Normen und Vorschriften für die Allgemeinheit, auch keine staatlichen Gesetze.
    Genau das ist ist diese Art von Forschung, die ich kritisch sehe - Forschung um eines kurzfrisitg verwertbaren Ergebnisses willen.
    Von verwertbaren Ergebnissen oder von Anwendungsforschung hatte ich nichts geschrieben, sondern von Schlussfolgerungen auf künftige Ereignisse. Prognosen sind neben den Erklärungen vergangener Ereignisse ein wesentlicher Teil der Wissenschaft und haben Bedeutung für die Prüfung der Erkenntnisse und für die Lebensplanung. Wissenschaft ist nicht nur Forschung, sondern auch Alltagsarbeit wie der Wetterbericht, Medizin, oder Umwelt- und Verbraucherschutz.

    Das Seltsame ist, dass viele Leute heute sehr kritisch sind gegenüber Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Politik, aber unbekümmert und blind an die Märchen der Kleriker glauben!
  10. #459

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Selbstverständlich darf man aus subjektiven Glaubenssätzen für sich selbst Verhaltensweisen ableiten, meinetwegen auch Ratschläge oder Empfehlungen, aber nicht Normen und Vorschriften für die Allgemeinheit, auch keine staatlichen Gesetze.
    Und warum nicht? Solange die nicht mit Gesetzen im Widerspruch stehen?

    Ich finde z.B. keinen objektiven Grund, den Sonntag als Feiertag abzuschaffen, bloß weil es sich dabei um einen kirchlichen Feiertag handelt. Ist aber eine rein kirchlich.

    Nur denke ich, es ist eine durchaus geschickte Sache, einen Tag in der Woche nicht arbeiten zu müssen. Und viele, viele hundert Jahre war die Kirche der einzige Grund, diesen Feiertag einzuhalten. Lange vor irgendwelchen Gewerkschaften.

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Von verwertbaren Ergebnissen oder von Anwendungsforschung hatte ich nichts geschrieben, sondern von Schlussfolgerungen auf künftige Ereignisse. Prognosen sind neben den Erklärungen vergangener Ereignisse ein wesentlicher Teil der Wissenschaft und haben Bedeutung für die Prüfung der Erkenntnisse und für die Lebensplanung. Wissenschaft ist nicht nur Forschung, sondern auch Alltagsarbeit wie der Wetterbericht, Medizin, oder Umwelt- und Verbraucherschutz.
    Das sehe ich weniger als Wissenschaft denn als Handwerk. Und geforscht wird in den angegebenen Gebieten allemal.

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Das Seltsame ist, dass viele Leute heute sehr kritisch sind gegenüber Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Politik, aber unbekümmert und blind an die Märchen der Kleriker glauben!
    Das ist nicht Ihr Ernst. Ich begegne nicht zuletzt hier massiver Intoleranz gegenüber dem Glauben.

    Die Wissenschaft wird von vielen nicht verstanden, was Grund zur Ablehnung ist, Politik erzeugt Verdruss, weil sie so tut, als ob sie Probleme ratzfatz lösen könnte, was natürlich nicht der Fall ist, die Wirtschaft hat durch die viele verbrannte Kohle an Glaubwürdigkeit verloren.

    Aber: so viele Leute, die aktiv gegen einen dieser Punkte vorgehen, finden Sie nicht, ganz im Gegensatz zum Glauben.