Studiengebühren-Aus in Niedersachsen: Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

dapdRot-Grün in Niedersachsen schafft die Campus-Maut ab, Langzeitstudiengebühren aber bleiben. 100 Millionen Euro müsste das Land den Hochschulen dafür jährlich geben. Die Lösung der designierten Wissenschaftsministerin: Ministerkollegen sollen abgeben.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-883621.html
  1. #20

    Die Unwissenden?

    Warum wird jetzt die Vorgängerregierung denunziert: sie war FÜR die Studiengebühr und Bildung und hat in dem Wissen auch diesen Zukunftsvertrag 2 mit den Hochschulen geschlossen.
    Die neue Kolition tut jetzt so, als hätte sie VOR ihrem Wahlversprechen nichts von dem Doppelhaushalt 2013, den 107 Mio. und dem Vertrag gewusst, oder wie? Bis zum letzten Tag sind die Grünen mit Plakaten "Studiengebühren abwählen" durch die Straßen gegangen.
    Ich bin selbst Student im 5. Semester, wir sind mit 90 Leuten im Studiengang angefangen und sind jetzt nur noch ca. 50, weil sich der Rest über die Zeit aus verschiedensten Gründen umentschieden hat. Diese 40 Abbrecher haben anderen den Studienplatz weggenommen, die ihn wirklich gerne gehabt und genutzt hätten. Vielleicht sollte man von den Abbrechern eine Gebühr/Rückzahlung verlangen.
  2. #21

    Abbrecher

    Zitat von dermaddy Beitrag anzeigen
    Warum wird jetzt die Vorgängerregierung denunziert: sie war FÜR die Studiengebühr und Bildung und hat in dem Wissen auch diesen Zukunftsvertrag 2 mit den Hochschulen geschlossen.
    Die neue Kolition tut jetzt so, als hätte sie VOR ihrem Wahlversprechen nichts von dem Doppelhaushalt 2013, den 107 Mio. und dem Vertrag gewusst, oder wie? Bis zum letzten Tag sind die Grünen mit Plakaten "Studiengebühren abwählen" durch die Straßen gegangen.
    Ich bin selbst Student im 5. Semester, wir sind mit 90 Leuten im Studiengang angefangen und sind jetzt nur noch ca. 50, weil sich der Rest über die Zeit aus verschiedensten Gründen umentschieden hat. Diese 40 Abbrecher haben anderen den Studienplatz weggenommen, die ihn wirklich gerne gehabt und genutzt hätten. Vielleicht sollte man von den Abbrechern eine Gebühr/Rückzahlung verlangen.
    wird es immer wieder geben. Nach 1 oder spätestens 2 Semestern ist das sicher auch noch nachvollziehbar. Denn Vertrag mit den Hochschulen hat Frau Wanka mit der schwarz-gelben Regierung schon ganz alleine ausgehandelt. Schließlich saßen nicht die Grünen oder die SPD am Ruder. Ich hatte das Glück studieren zu dürfen ohne Gebühren, was sonst kaum möglich gewesen wäre. Es gab Bafög, wovon ein Teil als Darlehen zurückgezahlt werden musste. Und das aus eigenen Mitteln. Im übrigen - wer als Student Studiengebühren befürwortet, sollte auch dafür sorgen, sie selbst zu bezahlen. Ich würde meinen Eltern damit sicher nicht auf der Tasche liegen wollen.
  3. #22

    Naja

    Zitat von gastfürkurzezeit Beitrag anzeigen
    Die Abwrackprämie haben Besitzer von Autos bekommen, die älter als ca. 9 Jahre waren und die nachwiesen, dass a) der alte Wagen verschrottet und b) ein neuer gekauft wird. Das Programm diente vordergründig der Einschränkung der Kohlenstoffdioxidemissionen durch Fahrzeuge in D. Zeitlich war e...h. Wäre diese Maßnahme nicht gekommen, hätten Entlassungen stattgefunden oder es hätte vermehrt Kurzarbeit stattgefunden, was die Gesellschaft hätte finanzieren müssen. Es hätten zudem umfassende technische Rationalisierungsmaßnahmen stattgefunden, die auch Personalstände verringert hätten. Die Gewinne der Automobilindustrie wären ohne Abwrackprämie heute höchstwahrscheinlich noch höher.
    4) Genutzt hat es auch Merkel, die sich sonst auch ihre Abwrackprämie hätte abholen können.
    Dann hätte man auch eine Abwrackprämie für Schuhsohlen machen können, das nutzt auch vielen.

    @ Ich habe auch nichts gegen Maßnahmen aber die sind dann zurück zu zahlen.
  4. #23

    Zitat von Stimmviech Beitrag anzeigen
    Viele Frauen wollen nach der Kinderzeit wieder neu studieren, weil sie sich von ihrem Fach innerlich entfernt haben oder keinen Job in ihrem alten Beruf bekommen. Die Zweitstudiengebühren verhindern, das diese Frauen weiterhin akademisch arbeiten können. Sie sind gezwungen, einen unterbezahlten Job anzunehmen.
    Das wäre richtig, wenn diese Frauen dann nicht von den Studiengebühren komplett befreit werden würden. Was der Fall ist - muss man natürlich wissen, und auch beantragen. Wer ein Kind unter 14 Jahren betreut, zahlt keine Studiengebühren, und auch keine Langzeitstudiengebühren.
  5. #24

    Und diese Koalition

    soll 5 Jahre halten? Selten so gelacht.
    Arme Niedersachsen.
  6. #25

    Ein bißchen naiv, was?

    Zitat von allesamt Beitrag anzeigen
    Ätsche, bätsche...
    Wieder einmal: Ein Wahlversprechen, das nicht eingehalten wird. Frühestens 2014/15 sollen die Studiengebühren fallen. Nichts da mit sofort oder für`s nächste Semester. Dumm nur für jene Studenten, die so blöd waren, dem Käsegeruch folgten und den "Sozialen" in die (Mause-)Falle tappten.
    Sozis und Grüne: So etwas merken sich auch Studenten...
    Kein Politiker kann versprechen, dass sofort nach der Wahl eine Verwaltungsvorschrift ungültig oder geändert sein wird. Das tut in der Regel auch kein Politiker. Demokratische Entscheidungen und die Verwaltung brauchen halt Ihre Zeit.

    Es gibt aber immer wieder Dummbaxe, wie Sie, die denken, Politik ist so etwas Ähnliches wie "Mensch-ärger-Dich-nicht"-Spielen.

    Ihren Kommentar hätten Sie sich wirklich schenken können.

    Ratschlag: In Zukunft erst Gehirn einschalten, dann die Tasten quälen und den "Senden"-Button drücken.
  7. #26

    Wer wen ausnimmt ist da die Frage

    Zitat von Schlossenteiser Beitrag anzeigen
    Niedersachsen ist beim Ausnehmen seiner Studenten ganz vorne dabei. Zusätzlich zu den 500€ Studiengebühren gibt es schon seit den 90ern einen "Verwaltungskostenbeitrag" von derzeit 75€.
    Ein Student der Leibniz-Uni in Hannover zahlt für das kommende Semester insgesamt 822,21€!
    Nach dem letzten Bericht des Statistischen Bundesamtes "Hochschulen auf einen Blick 2012" gibt Niedersachsen im Schnitt 11700 Euro pro Jahr für jeden Studierenden aus. Ein Jahr Medizinstudium kostet mal so eben knapp 30000 Euro. Wer da von ausnehmen spricht, wenn er nur einen kleinen Bruchteil der durch ihn erzeugten Kosten übernimmt, macht sich schnell lächerlich.
  8. #27

    Zitat von quovadisgermania Beitrag anzeigen
    Weil der Doppelhaushalt 2012/2013 schon verabschiedet ist!
    Es gibt auch sowas wie einen Nachtragshaushalt, das mit entsprechenden Mehrheit verabschiedet werden kann.

    Für die Studenten lohnt sich so ein Aufwand aber nicht. Bis zur nächsten Wahl ist es wieder vergessen.
  9. #28

    Zitat von anton014 Beitrag anzeigen
    Kein Politiker kann versprechen, dass sofort nach der Wahl eine Verwaltungsvorschrift ungültig oder geändert sein wird. Das tut in der Regel auch kein Politiker. Demokratische Entscheidungen und die Verwaltung brauchen halt Ihre Zeit.
    Wo eine Wille da auch ein Weg.

    Bei der Einführen neuer Tempolimits kurz nach der Wahl hat es mit Grünen doch immer geklappt, da können Verwaltungsvorschriften ruck zuck geändert werden und bringen Mehreinnahmen in die Staatskasse.
  10. #29

    Meine Eltern...

    ...sind nicht reich. Ich musste neben dem Studium arbeiten gehen, um mich finanzieren zu können. Ich weiß nicht, ob ich studiert hätte, wenn da noch 500 Euro (damals DM) fällig gewesen wären. Zumindest für das Erststudium in der Regelzeit, sollten die Studiengebühren gestrichen werden. Früher ging es doch auch ohne.