Urteil gegen Hausbesetzer: Immobilienfirma darf Kommune räumen lassen

DPAKommune, Kulturzentrum, Wohnzimmer: Seit zehn Jahren halten Studenten ein früheres Uni-Gebäude in Frankfurt besetzt. Nun müssen sie ihr "Institut für vergleichende Irrelevanz" wohl räumen. Die Immobilienfirma, die das Haus gekauft hat, siegte vor Gericht.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-883686.html
  1. #10

    Die Rechtslage ist sonnenklar. Was erwarten die Studenten denn? Diese Erwartungshaltung der Studenten weiterhin kostenlos dort wohnen zu können und das Ihnen schön alle Rechnungen bezahlt werden ist ein Unding. Wer mal in der Situation war sein hart erspartes Geld in eine Immobilie investiert zu haben sieht die Sache schon ganz anders.
    Von nichts kommt nichts, scheinbar haben die Bewohner es nichtmal gebacken bekommen sich vor Gericht zu präsentieren.
  2. #11

    Ein Politisches Urteil!

    1. Im IVI gibt es keine Heizung es wird mit kleinen Gasöfen beheizt. Heizkosten werden also definitiv nicht von der Uni bezahlt. Für den Strom gibt es eine Abmachung mit der Uni dass ein regelmäßiger Pauschalbetrag an sie gezahlt wird. Die Stromversorgung wurde von der Polizei nach dem Verkauf an Franconofurt unterbrochen!
    2. Öffentliche Einrichtungen haben ihre Gebäude öffentlich auszuschreiben. Das ist volkommen üblich und es ist eine Unverschämtheit dass es in diesem Fall nicht geschehen ist. Die 1.1 Millionen € hätte das Ivi mit sicherheit per Kredit o.ä aufbringen können, das ist ja wirklich nicht die Welt. Zudem hatte es Vereinbarungen mit der Uni gegeben, dass das IVI einen Mietvertrag mit der Uni bekommt! Die Entscheidung es einem Immobilienhai zu verkaufen war eine Politische, man wollte die linken Zecken endlich loswerden! Im Rahmen des Umzugs der Uni wird mit Studentischer Kultur ja z.Z ohnehin großreinegemacht!
  3. #12

    Zitat von saitenhexer Beitrag anzeigen
    1. Im IVI gibt es keine Heizung es wird mit kleinen Gasöfen beheizt. Heizkosten werden also definitiv nicht von der Uni bezahlt. Für den Strom gibt es eine Abmachung mit der Uni dass ein regelmäßiger Pauschalbetrag an sie gezahlt wird. Die Stromversorgung wurde von der Polizei nach dem Verkauf an Franconofurt unterbrochen!
    2. Öffentliche Einrichtungen haben ihre Gebäude öffentlich auszuschreiben. Das ist volkommen üblich und es ist eine Unverschämtheit dass es in diesem Fall nicht geschehen ist. Die 1.1 Millionen € hätte das Ivi mit sicherheit per Kredit o.ä aufbringen können, das ist ja wirklich nicht die Welt. Zudem hatte es Vereinbarungen mit der Uni gegeben, dass das IVI einen Mietvertrag mit der Uni bekommt! Die Entscheidung es einem Immobilienhai zu verkaufen war eine Politische, man wollte die linken Zecken endlich loswerden! Im Rahmen des Umzugs der Uni wird mit Studentischer Kultur ja z.Z ohnehin großreinegemacht!
    Sind kleine Gasöfen denn nicht auch Heizungen die Gas verbrauchen das wiederrum irgendwo herkommt und von irgendwem bezahlt werden muss?
    Wie weit der Pauschalbetrag für Strom von den echten verursachten Kosten abweicht wäre interessant zu wissen.
    Das mit der Ausschreibung ist völlig richtig, hier ist definitiv etwas falsch gelaufen. Allerdings glaube ich kaum, dass das Ivi finanziell mit einem privaten Investor mithalten hätte können. Woher hätte der Kredit kommen sollen, ich glaube kaum das irgendein Geldgeber 1,1 Millionen an eine nichtöffentliche Studentenorganisation rausrückt, die keinerlei Sicherheiten zu bieten hat, geschweige denn die Zins- und Tilgungszahlungen eines so hohen Kredits bedienen kann.

    Die Sache ist gegessen, das Haus ist verkauft, gehört nun jemand anderem der sein Eigentum anderweitig nutzen will. Was ich nicht verstehe ist, warum man das Haus nun nicht einfach zügig räumt und alles Parteien Zeit, Stress und Geld erspart, denn die Rechtslage ist klar.
  4. #13

    Zitat von mailwegenpoker Beitrag anzeigen
    Sind kleine Gasöfen denn nicht auch Heizungen die Gas verbrauchen das wiederrum irgendwo herkommt und von irgendwem bezahlt werden muss?
    Wie weit der Pauschalbetrag für Strom von den echten verursachten Kosten abweicht wäre interessant zu wissen.
    Das mit der Ausschreibung ist völlig richtig, hier ist definitiv etwas falsch gelaufen. Allerdings glaube ich kaum, dass das Ivi finanziell mit einem privaten Investor mithalten hätte können. Woher hätte der Kredit kommen sollen, ich glaube kaum das irgendein Geldgeber 1,1 Millionen an eine nichtöffentliche Studentenorganisation rausrückt, die keinerlei Sicherheiten zu bieten hat, geschweige denn die Zins- und Tilgungszahlungen eines so hohen Kredits bedienen kann.

    Die Sache ist gegessen, das Haus ist verkauft, gehört nun jemand anderem der sein Eigentum anderweitig nutzen will. Was ich nicht verstehe ist, warum man das Haus nun nicht einfach zügig räumt und alles Parteien Zeit, Stress und Geld erspart, denn die Rechtslage ist klar.
    Die Gasöfen werden von kleinen Gasflaschen befeurert. Das kommt nicht aus der Leitung. Die werden ganz normal gekauft so wie zB auch Getränke! Das mit dem Verkauf wäre natürlich nicht gelaufen wenn das IVI weiterhin nicht-öffentlich geblieben wäre. Aber man hätte sicherlich einen Unterstützer-Verein gründen können mit promineten Unterstützer_innen und der hätte u.U durchaus einen Kredit bekommen können.
    Dass es nicht freiwillig geräumt wird dürfte ja aber klar sein! Es ist nach wie vor ein Autonomes Zentrum in einem Besetzten Haus! Und auch klar ist dass die Frankfurter Innenstadt einiges erwartet wenn gewaltsam geräumt wird! Das heiße ich nicht unbedingt gut, aber überaschen dürfte es niemanden!
  5. #14

    Zitat von Afrojüdischer_Sozi-Sinti Beitrag anzeigen
    Die schlimmsten Schmarotzer von allen sind immer noch diejenigen, welche ein Vermögen alleine auf Grundlage von Vermögen und Besitz machen. Und da gehören Immobilienfirmen größtenteils einfach dazu.
    Wohnraum sollte immer denen gehören die ihn nutzen, vor allem wenn sich keiner für eine so lange Zeit dafür interessiert hat.
    Aber gut, wenn es um Studenten, Asta, Hausbesetzer und Kommune geht, klingeln die kleinbürgerlichen Arlarmglocken der Mißgunst und des Selbsthasses. Einfach mal die Klappe halten und schön weiter "arbeiten" im falschen Glauben man trage etwas nennenswertes zum Steueraufkommen bei und wird eines Tages reich.
    Au ja,darf ich bei ihnen demnächst kostenfrei einziehen ? Und,wenn sie`s nie kapieren werden,Vermögen und Besitz wird in der Regel erarbeitet.Begriff bekannt ? Und falls ererbt,dann haben die Erblasser dafür gearbeitet. Soch Haß auf vermögende Personen entsteht wohl in erster Linie,wenn man im Leben selbst nichts auf die Reihe kriegt.
  6. #15

    optional

    Man hat die Studenten beim Verkauf nicht gefragt,Hauptsache sie haben alle gefragt als sie eingezogen sind.Typisches Selbstverständnis dieser Generation.
  7. #16

    kein Problem

    Zitat von philip2412 Beitrag anzeigen
    Au ja,darf ich bei ihnen demnächst kostenfrei einziehen ? Und,wenn sie`s nie kapieren werden,Vermögen und Besitz wird in der Regel erarbeitet.Begriff bekannt ? Und falls ererbt,dann haben die Erblasser dafür gearbeitet. Soch Haß auf vermögende Personen entsteht wohl in erster Linie,wenn man im Leben selbst nichts auf die Reihe kriegt.
    Wenn Sie das unbedingt wollen, tun sie sich keinen Zwang an.
    Mir ist durchaus bewusst das Besitz und Vermögen im Endeffekt von irgendjemanden erarbeitet wurde. Allerdings ist Ihr "jeder bekommt doch was er verdient" glaube reichlich Naiv und geht weit an der Realität vorbei. Der Haß auf vermögende Personen kommt daher, dass man obwohl man was im Leben auf die Reihe kriegt, zusehen muss wie irgendwelche schnöselfritzen sich mit ihrer völlig überbezahlten Verwaltungsarbeit alles unter den Nagel reissen. Und da geht es um weitaus mehr als um irgendwelche besetzten Häuser. Man muss ja auch mal die Mengenvehältnisse betrachten: Wieviele besetzte Häuser gibt es, welcher wirtschaftlicher Schaden für den normalen Bürger entsteht dadurch? Und wieviele der achso verdienten, vermögenden Personen hat sich ihr Vermögen durch eigene Hände Arbeit angeeignet?
  8. #17

    Im Wintersemester 2002/2003 besetzten Studenten das leerstehende Haus im Kettenhofweg 130, nachdem die Goethe-Universität nach und nach das traditionelle Uni-Viertel verlassen und einen neuen Campus bezogen hatte.
    Sie hatten also etwa 10 Jahre das Haus ohne Miete -wie wärs mal mit einem Danke?

    Abgesehen davon - wenn man im WS 02/03 ein Haus besetzen konnte, das leersteht warum geht das nicht heute? Gibt in Frankfurt sicher noch mehr als ein leerstehendes Haus. und wenn es da heißt ausziehen bitte auf zum nächsten. Solange sich keiner dran stört ist eine Hausbesetzung nicht schlimm wenn aber jemand (nach JAHREN) seine Besitzansprüche geltend macht dann bitte austziehen ohne zu murren.
  9. #18

    Raub ist Raub

    Ob man nun jemanden auf der Strasse beklaut oder eine Immobilie widerrechtlich besetzt. Die Räumung ist völlig richtig. Bin mal gespannt ob Taschendiebe bald die gleiche Sympathie ernten wie diese "Besetzter".
  10. #19

    Zitat von Afrojüdischer_Sozi-Sinti Beitrag anzeigen
    Wenn Sie das unbedingt wollen, tun sie sich keinen Zwang an.
    Mir ist durchaus bewusst das Besitz und Vermögen im Endeffekt von irgendjemanden erarbeitet wurde. Allerdings ist Ihr "jeder bekommt doch was er ......
    Klingt für mich nach Vorurteil, Pauschalisierung und blankem Neid.
    Aber Sie können Ihre Ausführungen gerne quantifizieren.