Urteil gegen Hausbesetzer: Immobilienfirma darf Kommune räumen lassen

DPAKommune, Kulturzentrum, Wohnzimmer: Seit zehn Jahren halten Studenten ein früheres Uni-Gebäude in Frankfurt besetzt. Nun müssen sie ihr "Institut für vergleichende Irrelevanz" wohl räumen. Die Immobilienfirma, die das Haus gekauft hat, siegte vor Gericht.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-883686.html
  1. #1

    Sollte sich...

    ..noch irgendjemand fragen warum immer weniger Privatinvestoren in Wohnraum investieren braucht man sich nur dieses Beispiel anzusehen...wenn es 10 Jahre und wahrscheinlich endlose Prozesse mit Anwaelten und Kosen benoetigt um Hausbesetzer aus der Immobilie rauszubekommen die einem selbst gehoert...tja...da braucht sich keiner zu wundern das viele ihre Haeuser und Wohnungen lieber leer stehen lassen als sie zu vermieten....auch wenn das hier ein Sonderfall war...die Praxis ist bei Privatvermietern aehnlich...
  2. #2

    optional

    Der "klammheimliche Verkauf" des Gebäudes und der Umgang mit den Ivi-Aktivisten hätten die Lage mit eskalieren lassen.
    Tja nur bloed dass das Gebaeude der Uni gehoert und diese somit machen kann was sie will. Sie braucht sicherlich keine Genehmigung von illegalen Hausbesetzern um eigenen Besitz zu verkaufen
  3. #3

    Interessant oder nicht?

    Es war oder ist ein Wohnexperiment - und wenn da, auf Unigelände, wo sonst kann es laufen?
    Das hätte - längst! - untersucht werden können, und wenn mit positivem Ergebnis kann es woanders - nicht gerade in teurer Innenstadtlage mit denkmalgeschützter Substanz - weiter geführt werden.
    Zu vermuten ist aber eher - da spricht mehrmalige Erfahrung! - , dass auch hier nur billig gewohnt werden wollte und der hochtrabende Titel nur ein Witz war.

    Und dann sollte auch hier gelten, dass Schmarotzer genau so wenig Recht haben, zu schmarotzen, wie alle Anderen.
    10 Jahre sollten mehr als genug Geschenk sein.

    Aber es könnte ja sein, dass hier ein positives Wohnbeispiel mit viel Resultat (wissenschaftlich) und mit ja auch viel Geldeinsatz (10 Jahre Mietverlust) entstanden ist, die Hoffnung stirbt zuletzt....
  4. #4

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kommune, Kulturzentrum, Wohnzimmer: Seit zehn Jahren halten Studenten ein früheres Uni-Gebäude in Frankfurt besetzt. Nun müssen sie ihr "Institut für vergleichende Irrelevanz" wohl räumen. Die Immobilienfirma, die das Haus gekauft hat, siegte vor Gericht.

    Gerichtsurteil: Polizei darf gegen Hausbesetzer in Frankfurt am Main vorgehen - SPIEGEL ONLINE
    Gutes Urteil.
  5. #5

    Wozu haben wir das GG?

    Wieso verkauft eine öffentliche Einrichtung heimlich? Warum erfolgt keine Ausschreibung, an der sich das Besetzerkollektiv hätte beteiligen können? Wem wird hier was zu welchem Preis zugeschanzt?
    Ein Versäumniss-Urteil darf nicht gesprochen werden, wenn eine partei offensichtlich vertreten ist. Die Verhandlunghätte vertagt werden müssen, wenn Zweifel an der Vertretungsbefugniss bestehen.
  6. #6

    schmarotzer?

    Zitat von lef Beitrag anzeigen
    Und dann sollte auch hier gelten, dass Schmarotzer genau so wenig Recht haben, zu schmarotzen, wie alle Anderen.
    10 Jahre sollten mehr als genug Geschenk sein.
    Die schlimmsten Schmarotzer von allen sind immer noch diejenigen, welche ein Vermögen alleine auf Grundlage von Vermögen und Besitz machen. Und da gehören Immobilienfirmen größtenteils einfach dazu.
    Wohnraum sollte immer denen gehören die ihn nutzen, vor allem wenn sich keiner für eine so lange Zeit dafür interessiert hat.
    Aber gut, wenn es um Studenten, Asta, Hausbesetzer und Kommune geht, klingeln die kleinbürgerlichen Arlarmglocken der Mißgunst und des Selbsthasses. Einfach mal die Klappe halten und schön weiter "arbeiten" im falschen Glauben man trage etwas nennenswertes zum Steueraufkommen bei und wird eines Tages reich.
  7. #7

    Rechtsfreie Räume

    sind ein tödliches Gift für Rechtsstaat und Demokratie und verunsichern den Bürger, der letzten Endes auch für solche Spielchen die Zeche bezahlt. Wozu hier überhaupt eine Gerichtsverhandlung. Die Rechtslage ist doch klar.
  8. #8

    Zitat von fatherted98 Beitrag anzeigen
    ..noch irgendjemand fragen warum immer weniger Privatinvestoren in Wohnraum investieren braucht man sich nur dieses Beispiel anzusehen...wenn es 10 Jahre und wahrscheinlich endlose Prozesse mit Anwaelten und Kosen benoetigt um Hausbesetzer aus der Immobilie rauszubekommen die einem selbst gehoert...tja...da braucht sich keiner zu wundern das viele ihre Haeuser und Wohnungen lieber leer stehen lassen als sie zu vermieten....auch wenn das hier ein Sonderfall war...die Praxis ist bei Privatvermietern aehnlich...
    Da steht nichts von horrenden Kosten, endlosen Prozessen, 10 Jahre...
    da steht 1 Jahr und Versäumnisurteil plus 14Tage Widersrpuchsfrist.
    Wie kommen Sie auf den Rest?
    Der Francovertreter war laut eigener Aussage nie in dem Haus. Vielleicht hätte man da mal vorbeigehen sollen ( allein schon als Investor) und dann hätte man sich auch mal mit den Leuten unterhalten können... Das kann durchaus kosten- und zeitsparender sein. Nerven schont´s ausserdem.
  9. #9

    Hohe Kosten entstanden dadurch, dass sämtliche Strom- und Wasserkosten von der Uni jahrelang bezahlt wurden und die Schmarotzer auf diese Weise die Uni ausgenutzt haben. Und als man den Stromzufuhr unterbrechen wollte, seitens der Stadtwerke, da wurden die Mitarbeiter ständig von den Protestlern aufgehalten. Es ist also weit aus mehr geschehen, als in diesem Artikel beschrieben wird...