Marke Adept: Rückruf von künstlichen Hüftgelenken

DPADer US-Hersteller DePuy ruft künstliche Hüftgelenke zurück. Die Prothesen versagen häufiger als zu erwarten wäre. Von den Metallgelenken der Marke Adept wurden 1800 nach Deutschland verkauft.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-883687.html
  1. #1

    Im klinkaltag ist das schon lange...

    bekannt. Bloß es scheint keinen zu stören oder aber die Mediziner können das Datum von dem Implantieren bis zur Entfernung einer prothese geistig nicht auseinander halten! Ich plädiere für ein Europa weites Melderegister, damit jeder weiß ob es -zumindest statistisch eine gute Prothese ist. Viele Ärzte werden von Herstellern,indirekt bezahlt um selbst den billigsten Mist zu implantieren;denn es geht nur um Zahlen und Geld!!!
  2. #2

    Vor 2 Jahren

    habe ich die Hüfte bekommen, noch ist alles ok. Würde mich freuen wenn Spon weiter darüber berichtet.
  3. #3

    So ein Quatsch

    ... Viele Ärzte werden von Herstellern,indirekt bezahlt um selbst den billigsten Mist zu implantieren;denn es geht nur um Zahlen und Geld!!!..

    So ein Blödsinn. Alle amerikanischen Hersteller müssen sich heute an bestimmte Spielregeln halten (Compliance), sonst wird es für sie richtig teuer. Keine amerikanische Firma schmiert heute im Bereich Endoprothetik noch Ärzte, das kann und will sich keiner mehr leisten. Mit dem Geldkoffer rennen heute nur noch kleinere deutsche Firmen rum, die der Meinung sind für sie gibt es keine Compliance-Regeln.
    Außerdem war die Adept keine billige Prothese sondern ganz hochpreisig. Meiner Meinung nach hatte man die Technologie einfach nicht im Griff und hat die Anforderungen an die Operateure unterschätzt. Die sind nämlich heutzutage das größte Problem. Das fachliche sprich operationstechnische Know-How der Götter in Weiß.
  4. #4

    hochwertig

    @abcd63 hochpreisig ist nicht gleich hochwertig.
  5. #5

    DePuy

    Ich habe mir die Product keys von DePuy und Finsbury geholt. Zum Glück bin ich nicht betroffen. Allerdings kann sich das ja noch ausweiten. Ist ja nicht das erste mal das es Probleme gibt.
  6. #6

    Was fehlt ist ein offizielles Medizinprodukte - Register

    mit dem - wie bei jedem Motorroller üblich - die Betriebssicherheit von Implantaten (und auch die Qualität der Kliniken) behördlich kontrolliert wird.
    Neben leicht erkennbaren Funktionsdefekten der Hüftprothesen selbst, besteht - glücklicherweise nur in sehr seltenen Fällen - auch noch die Gefahr einer chronischen Metallvergiftung durch Kobalt (einem Hauptbestandteil der Hartmetallköpfe). Daher sollte bei klinischem Verdacht (wie z.B. Schilddrüsenunterfunktion, Depression, Sehverschlechterung, Hörverlust, Herzschwäche etc) immer auch eine Kobaltbestimmung erfolgen. Wie komplex solch eine Vergiftung in Erscheinung tritt und wie schwierig es sein kann, diese zu erkennen, sieht man u.a. hier:
    http://www.thehousefan.com/view/2496/stern-tv-gefährliche-hüftprothesen-kobaltvergiftung-1/
  7. #7

    Zulassungsverfahren verbessern

    Wie bei der Durom-H ftprothese der Firma Zimmer oder der ASR-Hüftprothese von DePuy haben wir hier wieder ein Beispiel für die unverantwortliche Zulassungspraxis von Medizinprodukten. Die CE-Kennzeichnung ist eine Farce, wie der Artikel in der Süddeutschen Zeitung beweist. Hier hatten Reporter für ein offensichtlich fehlerhaftes Hüft-Prothesenmodell die CE-Kennzeichnung bei verschiedenen "Benannten Stellen", die hierfür zuständig sind, beantragt. Ohne Probleme hätten alle die für Patienten höchst gefährliche Prothese zugelassen. Wenn hier nichts geändert wird und gleichzeitig den Herstellern im schlimmsten Fall Schmerzensgeld- und Schadensersatzzahlungen in lächerlich geringer Höhe drohen, bleibt der Patient kostengünstiges Versuchskanninchen. Dies ist der eigentlich Skandal! Weitere Informationen unter www.durom-hueftprobleme.de