Belgische Studie: Weniger Frühgeborene nach Rauchverbot

DPAÖffentliche Rauchverbote können ungeborene Kinder schützen: In Belgien hat das Risiko für eine Frühgeburt abgenommen, seitdem in Restaurants und Bars nicht mehr geraucht werden darf. Pro tausend Geburten verhindert das Rauchverbot sechs Frühgeburten, heißt es in einer Studie.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-883567.html
  1. #10

    Das habe ich auch gedacht

    Zitat von xvulkanx Beitrag anzeigen
    Wenigstens sind die Autoren der Studie ja soweit ehrlich, dass sie feststellen, dass man aus dem statistischen Zusammenhang nicht auf einen Kausalzusammenhang schliessen kann. Der Artikel suggeriert dies aber. Da gleichzeitig die Anzahl der Raucherinnen rückläufig war, ist eher zu vermuten, dass die sinkende Anzahl von Fehlgeburten auf weniger rauchende schwangere Mütter zurückzuführen ist, nicht jedoch auf weniger Passivrauchen in Gaststätten durch Rauchverbote.,
    Nachdem ich die Studie gelesen habe, hatte ich das auch gedacht. Da spielen möglicherweise auch andere Gründe eine Rolle.

    Nicht, dass ich ausschließe, dass es mit dem Rauchverbot zusammen hängen könnte. Nur so wie der SPIEGEL es darstellt, kann ich das nicht erkennen.
  2. #11

    Toller Artikel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Öffentliche Rauchverbote können ungeborene Kinder schützen: In Belgien hat das Risiko für eine Frühgeburt abgenommen, seitdem in Restaurants und Bars nicht mehr geraucht werden darf. Pro tausend Geburten verhindert das Rauchverbot sechs Frühgeburten, heißt es in einer Studie.

    Belgische Studie: Öffentliches Rauchverbot senkt Frühgeborenen-Rate - SPIEGEL ONLINE
    Ein nachgewiesener Rückgang um satte 6 Promille. Geben wir noch ein wenig statistische Toleranz dazu, dann werden noch ein paar Prozent daraus.
  3. #12

    .

    Zitat von mime-sis Beitrag anzeigen
    Unser Kind wurde während der Schwangerschaft und während des ersten Lebensjahres von unseren Nachbarn (Personal und Kunden einer Tankstelle in München-Untermenzing) trotz Rauchverbot systematisch durchgeräuchert. Das zuständige Gewerbeamt völlig machtlos. Kinder sind in Deutschland, solange sie noch keine laufenenden Geldbeutel darstellen nichts Wert. Wir leben im Ausland, Rauchen in der Öffentlichkeit ist zwar nicht verboten, aber verpöhnt. Hier ist es unvorstellbar, dass man in der Gegenwart von Schwangeren und Kinder massiv raucht. Man würde hier anderen auch keine brennende Zigarette absichtlich vor die Hautüre und unters offene Schlafzimmer legen. Das machen nur Leute, die von irgendwelchen niederen Trieb(n)e(r)n gesteuert sind. Ich hab die Gesichte mal unseren jetzigen Nachbarn erzählt. Die waren fassunglsos "Lieben die Deutschen ihre Kinder etwa nicht" wurde ich gefragt.
    Ich verstehe das nicht ganz: wie haben denn die Leute an der Tankstelle nebenan das Kind in Ihrem Haus "durchgeräuchert"?
  4. #13

    Zitat von person012 Beitrag anzeigen
    Ich verstehe das nicht ganz: wie haben denn die Leute an der Tankstelle nebenan das Kind in Ihrem Haus "durchgeräuchert"?

    Wir haben über der Tankstelle gewohnt. In anderen Stadtteilen von München ist das gar nicht mehr zulässig (wussten wir aber nicht). Die drei ersten drei Monate nach unserem Einzug war es noch ruhig, danach gab es einen Pächterwechsel und wir hatten plötzlich einen Gastraum (ohne dazu Schank-und Gaststättenerlaubniss) in dem massiv geraucht wurde, deshalb der Name "Raucherstüberl". Der Pächter wollte zudem "unseren Garten", natürlich umsonst zum Biergarten umfunktionieren.
  5. #14

    Statistik für Anfänger

    Zitat von teufelsküche Beitrag anzeigen
    Ein nachgewiesener Rückgang um satte 6 Promille. Geben wir noch ein wenig statistische Toleranz dazu, dann werden noch ein paar Prozent daraus.
    32.000 Frühgeburten bei 600.000 Geburten sind 5,33 %.
    Die Senkung des Frühgeburtsrisikos um 6 Promille senkt ihn also auf 4,73 %.
    Oder 0,6 % von 5,33 % sind 11,26 % effektive Verminderung.
  6. #15

    ;)

    Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast ;)

    http://www.math.uni-paderborn.de/~ag...01-2_Matth.pdf
  7. #16

    @vulkanx

    Warum ist eher zu vermuten, dass der Rueckgang auf die geringere Zahl von Raucherinnen zurueckzufuehren ist? Können sie uns das mal bitte vorrechnen? Welches statistsiche Verfahren haben sie denn angewendet, um zu dieser Schlussfolgerung zu kommen?
  8. #17

    optional

    Ich bin zwar - trotz dessen, dass ich selber rauche - für das Rauchverbot, aber ich frage mich wirklich an welcher Billig-Uni diese "Wissenschaftler" studiert haben, denn dass so etwas eine sogenannte Scheinkausalität ist, das lernt man im ersten Semester im Fach "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten".
  9. #18

    Rechnen

    Zitat von teufelsküche Beitrag anzeigen
    Ein nachgewiesener Rückgang um satte 6 Promille. Geben wir noch ein wenig statistische Toleranz dazu, dann werden noch ein paar Prozent daraus.
    Naja wer lesen kann ist klar im Vorteil. "Pro tausend Geburten verhindert das Rauchverbot sechs Frühgeburten" steht im Artikel, da steht aber nichts darüber wieviele der Geburten Frühgeburte sind. Nach Ihrere Annahme ja 100%. In Detschland sind es wohl etwas weniger als 10%, wie es in Belgien ist, keine Ahnung. Aber ich denke, das die Studie dennoch die Richtung weist, die eingeschlagen werden sollte. Nämlich Rauchverbot in der Öffentlichkeit.
  10. #19

    Außerdem ...

    Zitat von teufelsküche Beitrag anzeigen
    Ein nachgewiesener Rückgang um satte 6 Promille. Geben wir noch ein wenig statistische Toleranz dazu, dann werden noch ein paar Prozent daraus.
    ... hat auch Belgien im fraglichen Zeitraum einen generellen Geburtenrückgang zu verzeichnen. Wo nicht mehr geboren wird, wird auch icht mehr "zu früh geboren". Freuen wir uns also auf die Meldung in 60 Jahren, dass Belgien (dann) einen Rückgang an Sterbefällen unter den 60- bis 70jährigen erlebt.