Spielemarkt: Valve öffnet Steam für Linux

Valve hat am Donnerstag seine Spiele-Plattform Steam für Linux veröffentlicht - und damit die Jagd auf Microsoft, Sony und Nintendo eröffnet. Wenn viele Spiele-Entwickler auf den Linux-Zug aufspringen, könnte es der Konsolen-Konkurrenz tatsächlich an den Kragen gehen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/v...-a-883600.html
  1. #1

    Interessante Entwicklung

    ......auch wenn die derzeitige Spieleauswahl noch ziemlich begrenzt ist im Vergleich zu allen anderen Systemen.

    Zugute kommen könnte Steam auf Linux, dass 1. viele Leute langsam von Windows die Schnauze voll haben (warum kauft wohl keiner Smartphones mit der Windows-SP-Variante? weil sich niemand den Ärger auf dem PC auch noch aufs Handy holen will) und 2. selbst die Installation und Einrichtung gerade von Ubuntu mittlerweile beinahe selbsterklärend ist.

    Alle Versionen von Ubuntu seit 9.04 waren auf meinen diversen Laptops seit dieser Zeit einfacher und schneller installiert als irgendeine Windows-Version.

    Die Windows-Monokultur muss einfach mal langsam enden. Hoffentlich ist dies ein erster Schritt.
  2. #2

    Vorreiter

    Ich glaube das wird sich durchsetzen. Viele User sind es leid Windows auf Linux betreiben zu müssen, um Spiele spielen zu können. Der Markt ist da, das Angebot folgt.
  3. #3

    Weniger Gebühren?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für Spiele-Entwickler könnte das geringere Lizenz-, Vertriebsgebühren und Einstiegshürden bedeuten
    Wieso hat ein Entwickler dadurch weniger Gebühren und Einstiegshürden? Kaum ein Entwickler wird Spiele nur für Linux entwickeln. Er wird nun einfach nur eher eine Linux-Version zusätzlich anbieten. Genau so, wie es auch jetzt schon beim Mac läuft. Der PC-Spiele-Markt ist nach wie vor sehr auf Windows fokussiert bzw. auf Konsolen und Windows. Alles andere macht rein finanziell überhaupt keinen Sinn.

    Insgesamt aber eine schöne Entwicklung und ein guter Zug von Valve. Auch wenn ich mit Windows voll zufrieden bin, begrüsse ich grundsätzlich die Möglichkeit, in Zukunft auch als Gamer auf Linux umsteigen zu können.
  4. #4

    optional

    Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist: "Veröffentlicht" trifft es nicht ganz genau. Man kann bereits seit längerer Zeit die öffentliche Beta-Version spielen. Der einzige Unterschide ist jetzt, dass Steam für Linux nicht mehr als Beta geführt wird und dass es jetzt im Software-Center verfügbar ist.

    Den Schritt von Valve finde ich aber einen Schritt in die richtige Richtung, je mehr Betriebssysteme unterstützt werden, desto besser. Viele meiner Bekannten (und ich selbst auch) haben mittlerweile nur noch ein Windows parallel installiert, um ab und zu spielen zu können. Das wird nun hoffentlich langsam entfallen können.
  5. #5

    fraglich

    Es ist nicht gesagt, ob Sega da wirklich mithalten kann. Immerhin hat Windows noch Priorität bei Sony und Microsoft. Der Spielezug fährt sehr gemütlich an, allerdings abgefahren ist er hingegen noch lange nicht für die Windows-Strategen.
  6. #6

    Sehr fein.

    Eines der größten Probleme, die Linux auf dem Desktop Markt hat, war das Fehlen der allermeisten Spiele. Wer spielen wollte, war in den meisten Fällen auf Windows oder eine Konsole angewiesen. Mit der Öffnung von Steam für Linux wird hier eine große Hürde abgebaut. Für Firmen und Behörden mag Windows ja im falle eines Falles noch unausweichlich sein, weil es viele speziell angelegte Programme gibt, deren Portierung zu teuer wäre. Im Privaten gilt das schon lange nicht mehr, Brief schreiben, Bild bearbeiten, Mail lesen und Internet surfen (die statistisch häufigesten privaten Anwendungen auf dem PC) kann Linux schon lange - nur Spielen war schwierig bis oft unmöglich. Schön, dass sich das nun beginnt zu ändern.
  7. #7

    Zitat von tuscreen Beitrag anzeigen
    ......auch wenn die derzeitige Spieleauswahl noch ziemlich begrenzt ist im Vergleich zu allen anderen Systemen.

    Zugute kommen könnte Steam auf Linux, dass 1. viele Leute langsam von Windows die Schnauze voll haben (warum kauft wohl keiner Smartphones mit der Windows-SP-Variante? weil sich niemand den Ärger auf dem PC auch noch aufs Handy holen will) und 2. selbst die Installation und Einrichtung gerade von Ubuntu mittlerweile beinahe selbsterklärend ist.

    Alle Versionen von Ubuntu seit 9.04 waren auf meinen diversen Laptops seit dieser Zeit einfacher und schneller installiert als irgendeine Windows-Version.

    Die Windows-Monokultur muss einfach mal langsam enden. Hoffentlich ist dies ein erster Schritt.
    Witzig, ich bin von Linux wieder zurück zu Windows gewechselt, weil ich die Nase voll hatte. Die Hardwareunterstützung ist ja mittlerweile okay, aber mit GNOME oder KDE kann ich überhaupt nichts anfangen. Im Vergleich zur Windows-Oberfläche dauert jeder Bedienschritt fast doppelt so lange und wenn man Pech hat und mal etwas Kompliziereres haben möchte, muss man sich tief in die /etc/*-configs begeben. Am besten gleich in der Konsole mit dem Hammertool "vi". "Toll" ist auch der Stress mit den Paketabhängigkeiten. So können sich 2 Programme auch schonmal beißen, wenn sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten entwickelt wurden und sich somit Abhängigkeiten zu untersch. Version bestimmter Bibliotheken ergeben. Da krieg ich jedes Mal einen Krampf. Schlimm auch, wenn man von anderen Distributionen was installieren möchte und "gcc" bei jedem Mist meckert. Bei jeder Installation hatte ich Angst und dachte mir: "Oh Gott, hoffentlich klappt es auch!".
    Klar baut man während seiner "Linux-Abenteuer" auch eine Art Bindung zu seinem System auf, die Win/Mac-User sicher so nicht kennen, aber ich bleib dabei: für den Buisiness-Server-Bereich ist Linux perfekt. Für den Customer-Bereich eher nur beding geeignet, da sich für den Developer Probleme ergeben (welche Distribution?, welche Fenstermanager, welche was auch immer?), wo Windows im Vergleich dazu nur eine API hat und sogar noch ein schönes Framework (.NET). Damit kann man dann auch gut Arbeiten...
  8. #8

    Naja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Valve hat am Donnerstag seine Spiele-Plattform Steam für Linux veröffentlicht - und damit die Jagd auf Microsoft, Sony und Nintendo eröffnet. Wenn viele Spiele-Entwickler auf den Linux-Zug aufspringen, könnte es der Konsolen-Konkurrenz tatsächlich an den Kragen gehen.

    Valve öffnet Spiele-Plattform Steam für Linux - SPIEGEL ONLINE
    Funktionieren wird das nur mit der Steambox. Den größten Anteil an verkauften Spielen haben immer noch mit Abstand die Konsolen. Kein Konsolero wird sich nen Ubuntu-PC zusammenbasteln. Das ist erstmals ein netter Wetterballon zum testen. Das nächste was ich als negativ empfinde ist Valve selbst oder besser gesagt Steam. Mir streuben sich schon die Haare das die ganze Taktik von denen auf die Konsolen übergeht mit Accountgebundenen Spielen. Das hat Steam erfolgreich eingeführt und alle freuen sich noch drüber. Ich hoffe das wenigstens eine der nächsten Konsolen noch Gebrauchtspiele zulässt. Und zum Schluss kommt noch das ihnen ja gar nichts anderes übrig bleibt bevor ihnen Apple und MS den Hahn abdrehen. Oder glaubt einer ernsthaft das diese beiden es freudig sehen wenn auf ihrem OS ein anderer die Kohle verdient.
  9. #9

    Jepp ...

    Zitat von net-zwerg123 Beitrag anzeigen
    Witzig, ich bin von Linux wieder zurück zu Windows gewechselt, weil ich die Nase voll hatte. Die Hardwareunterstützung ist ja mittlerweile okay, aber mit GNOME oder KDE kann ich überhaupt nichts anfangen. Im Vergleich zur Windows-Oberfläche dauert jeder Bedienschritt fast doppelt so lange und wenn man Pech hat und mal etwas Kompliziereres haben möchte, muss man sich tief in die /etc/*-configs begeben. Am besten gleich in der Konsole mit dem Hammertool "vi". "Toll" ist auch der Stress mit den Paketabhängigkeiten. So können sich 2 Programme auch schonmal beißen, wenn sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten entwickelt wurden und sich somit Abhängigkeiten zu untersch. Version bestimmter Bibliotheken ergeben. Da krieg ich jedes Mal einen Krampf. Schlimm auch, wenn man von anderen Distributionen was installieren möchte und "gcc" bei jedem Mist meckert. Bei jeder Installation hatte ich Angst und dachte mir: "Oh Gott, hoffentlich klappt es auch!".
    Klar baut man während seiner "Linux-Abenteuer" auch eine Art Bindung zu seinem System auf, die Win/Mac-User sicher so nicht kennen, aber ich bleib dabei: für den Buisiness-Server-Bereich ist Linux perfekt. Für den Customer-Bereich eher nur beding geeignet, da sich für den Developer Probleme ergeben (welche Distribution?, welche Fenstermanager, welche was auch immer?), wo Windows im Vergleich dazu nur eine API hat und sogar noch ein schönes Framework (.NET). Damit kann man dann auch gut Arbeiten...
    Schließe mich dem an. Ich entwickle Software für Windows, Linux und diverse andere Betreibssysteme und habe über Jahre untersucht, welches System am einfachsten zu installieren und zu bedienen ist ... und für mich ist es Windows (XP und 7). Die Krankheiten von vor 10 Jahren sind weitestgehend weg. Das Einzige, was mich nervt, ist das auch MS mehr die DAUs unterstützt, als halbwegs fähige Benutzer. Ich weiß, wo was auf welcher Platte liegt und schreibe den Programmnamen nicht in ein dusseliges Suchfeld. Selbiges mit Dokumenten, Bildern, ... All die Unterstützungen für Orientierungslose machen mir nur das Leben schwer. Naja und der neue Kachelkram kann mir natürlich gestohlen bleiben. "AppStores" sowieso.