Bundesverfassungsgericht: Großkalibrige Sportwaffen bleiben erlaubt

APGroßkalibrige Waffen bleiben in Deutschland für Sportschützen erlaubt - das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Gegen das bestehende Waffengesetz hatten Hinterbliebene des Amoklaufs von Winnenden geklagt.

Klage auf Sportwaffen-Verbot scheitert in Karlsruhe - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Waaaas?

    Waaaas, noch keiner hier, der gegen Sportschützen geifert? Sind die ganzen Supermoralisten und bekennende Verbieter noch auf dem Weg nach Hause und ins Wochenende? na ich schau in zwei Stunden nochmal vorbei...
  2. #2

    Alles verbieten

    Nachdem ich vorher den Artikel "Frankreichs Regierung kippt Alkoholttest-Pflicht (Auto, 15:33)" gelesen hatte, fiel mir prompt ein, ob unter denselben Umständen hier in Deutschland auf ein generelles Alkoholverbot geklagt worden wäre. Sachen gibt´s!
  3. #3

    Trennung

    Ich könnte gut damit leben, wenn GK Waffen nicht mehr für den "Sport" zugelassen wären.
    Schießsport, gegen den IMO überhaupt nichts spricht und sicher sehr viel Spaß macht, geht auch wunderbar ohne GK Waffen.

    Aber juristisch ist das Urteil sicher einwandfrei, deswegen kann ich damit leben.
    Allerdings wäre ich dann zumindest für eine Trennung von Waffe und Munition.
    Jeder darf seine Wumme mit nach Hause nehmen, alles wie gehabt.
    Nur die Munition bleibt an einer zentralen Stelle, gut gesichert aufbewahrt und wird streng gezählt und registriert.
    Da lassen sich gute Lösungen finden.

    Es wird sicher keine Einbruchsserien mit schwerem Gerät geben, nur um an Munition zu kommen.
    Wer und warum? Jugendliche? Ohne dann eine Wumme zu haben?
    Schwer kriminelle? Die kommen auch ohne solch ein Risiko an Munition.
    Und das Argument, dass man sich dann ja auch Munition selber basteln kann, greift nicht.
    Winnenden und Co. wären so niemals möglich gewesen, wenn sich da jemand erst seine Munition hätte basteln müssen.
  4. #4

    Zitat von pilatus0381 Beitrag anzeigen
    Waaaas, noch keiner hier, der gegen Sportschützen geifert? Sind die ganzen Supermoralisten und bekennende Verbieter noch auf dem Weg nach Hause und ins Wochenende? na ich schau in zwei Stunden nochmal vorbei...
    Es gibt eben tatsächlich Leute, die nicht ihren platten Vorurteilen entsprechen und dieses Thema differenziert betrachten. So wie z.B. ich.
  5. #5

    Kalte Intellektualität...

    nimmt die Realität nicht wahr.
    Wie wird es den Richtern gehen, wenn die nächsten Menschen erschossen worden sind?
  6. #6

    Zitat von kugelsicher99 Beitrag anzeigen
    Winnenden und Co. wären so niemals möglich gewesen, wenn sich da jemand erst seine Munition hätte basteln müssen.
    Alle Massenmorde, die mit Legalwaffen begangen worden sind, wären nicht passiert, wenn das geltende WaffG durchgesetzt worden wäre.

    Und im Falle von Emsdetten: Der Täter hatte sich seine "Munition" selber gebaut, und zwar mehrere Rauch- und Rohrbomben.

    Von daher: WaffG in Ruhe lassen und viel mehr auf die Einhaltung achten. Dann müssen sich Jäger und Sportschützen irgendwann nicht mehr unter Generalverdacht stellen lassen.
  7. #7

    Zitat von kugelsicher99 Beitrag anzeigen
    Es gibt eben tatsächlich Leute, die nicht ihren platten Vorurteilen entsprechen und dieses Thema differenziert betrachten. So wie z.B. ich.
    Nein nein, ich hab schon genau solche wie Sie gemeint. Bin selbst Sportschütze UND Jurist sowie in unserem Verein Stellv.Vors. und gehen Sie mal davon aus, dass ICH mir im Zweifel als Allererster sehr differenzierte Gedanken mache.
    Ich warte jedoch dann auf Leute wie Sie, die dann postulieren, dass Schießsport auch wunderbar ohne GK-Waffen geht, ohne dabei zu beachten, dass das vielleicht 1,5 Mio Sportschützen anders sehen.
    Möchte Sie mal mit ner .22 lfB auf dem 300m-Stand sehen..., lächerlich!
    Auf die unqualifizierten Vorschläge bzgl. der Waffen- und Munitionsaufbewahrung gehe ich auch nicht mehr ein; es ist einfach müßig. Ebenso müßig ist es wohl, nochmals auf die Eigenverantwortung der oben genannten Zahl von Sportschützen hinzuweisen.
    Nach meiner Erfahrung ist es leider so, dass die größten Sportwaffenkritiker auf regelmäßige Nachfrage ebenso regelmäßig einräumen, noch nie eine Waffe in der Hand gehabt zu haben geschweige denn den regelmäßig sehr strengen Verhaltensvorschriften auf Schiesständen ausgesetzt gewesen zu sein. Aber erst mal aus der Ferne blöken und trotz völliger Ahnungslosigkeit völlig lebens- welt- und realitätsfremde "Vorschläge" machen. Glücklicherweise haben die beim BGH ausreichenden Durchblick, das tröstet dann doch.
  8. #8

    Zitat von dersmue Beitrag anzeigen
    Alle Massenmorde, die mit Legalwaffen begangen worden sind, wären nicht passiert, wenn das geltende WaffG durchgesetzt worden wäre.
    Das Argument macht die tote Kinder aber auch nicht wieder lebendig.
    Der Mensch ist nun mal fehlbar. Sicher nicht nur im Hause K. besteht der Zugang zu Papas Waffe(n) für einen gewitzten Jugendlichen bzw. andere Familienmitglieder.
    Wenn alle sich dran halten würden, super. Ist aber leider nicht so. Und für Tragödien reicht dann eben auch 1% Fahrlässige.

    Und im Falle von Emsdetten: Der Täter hatte sich seine "Munition" selber gebaut, und zwar mehrere Rauch- und Rohrbomben.
    Und, was war das Ergebnis? Keine Toten außer ihm selber.

    Und spricht irgendetwas gegen meinen Vorschlag tödliche Munition nicht mit nach Hause zu geben?
  9. #9

    kein Ueberblick

    Zitat von Tacheles Von Überblick Beitrag anzeigen
    nimmt die Realität nicht wahr.
    Wie wird es den Richtern gehen, wenn die nächsten Menschen erschossen worden sind?
    Richtig plaziert kann auch ein Projektil vom Kalieber .22 (KK) toedlich sein. Nachdenken bevor man den Ueberblick verliert soll manchmal hilfreich sein.