Bilinguale Erziehung: Schon Säuglinge können Grammatik unterscheiden

UBC Infant Studies Centre Wie können bilinguale Babys scheinbar mühelos zwei völlig verschiedene Sprachen erlernen? Eine Studie hat ergeben: Sie nehmen Laute anders wahr als einsprachige Kleinkinder. Schon im Alter von sieben Monaten achten sie auf Rhythmus und Melodie des Gesprochenen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-883487.html
  1. #30

    @dr doolittle

    Bei uns gab es auch anfangs drei Sprachen, die von Pappa, die von Mamma und die von dem Land, in dem wir lebten. Letztere war irgendwie die staerkste, wohl wegen des Kindermaedchensund der ganzen Umwelt und weil Mamma und Pappa sie auch gut und gern sprachen. Mit drei fing unser Sohn irgendwie schlimm an zu stottern und wir beschlossen instinktiv, die Sprache des Pappas wegzulassen, das Stottern verschwand. Im Grundschulalter fing er von sich aus an, Pappas Sprache zu sprechen, die ja passiv vorhanden war, da mein Mann und ich untereinander in dieser Sprache kommunizieren. Jetzt, als junger Erwachsener hat er praktisch drei Muttersprachen und ist fliessend in zwei weiteren Sprachen, ganz normal bei uns.
  2. #31

    @sancho1980

    Das ist vollkommener Unsinn. In der Sprachwissenschaft, vor allem der Forschung zum Erwerb von Zweitsprache etc., wird in Deutschland lebenden Migranten mittlerweile empfohlen, Deutsch als Erstsprache zu sprechen, selbst, wenn das eigene Deutsch nicht sonderlich gut ist. Denn, selbst bei schlechtem Deutsch, haben Nachbarn, Erzieher oder Lehrer die Chance zu verbessern. Gerade bildungsfernen Menschen, die die eigene Muttersprache meist auf einem niedrigen Niveau sprechen, wird dies empfohlen. Denn wie soll die Erzieherin das schlechte Türkisch verbessern? Da wäre ein verbesserungswürdiges Deutsch weniger fatal.
  3. #32

    Sprache ist nicht NUR SPRECHEN

    Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Arbeit mit mehrsprachigen Kindern und Erwachsenen, habe ich erfahren, dass mehrsprachige Kleinkinder eine komplexere Wahrnehmung ihrer Umwelt entwickeln, als Kinder die nur in einer Sprache angesprochen werden. Sie nehmen durch die angebotene Kontaktsprache viel mehr Interessensreize mit auf.
    Je nach der Entwicklung und nach Alter jedes Einzelnen, bilden sie ohne jeglichen Hilfe der Erwachsenen, ihr eigenes Denk - und Sprachmuster. Solche Kleinkinder haben einen sehr offenen, angstrfeien Zugang zu Sprachen und selbst ihr Verhalten den anderen Kindern und Erwachsenen gegenüber ist viel sicherer und sozialer.
    Wenn die Eltern einen Einblick in die tatsächliche Praxis von Kinderkrippen für ihr Kind gewinnen wollen, so können diese vor der Anmeldung des Kindes, sich selbst vor Ort überzeugen.
    Im täglichen Umgang miteinander, in gut organisierten Kinderkrippen, unter Führung und Mittarbeit von exzellentem pädagogischen Personal ist so ein Spiegel der Bilingualität am Kind sofort sichtbar.
  4. #33

    Zitat von leilaoe Beitrag anzeigen
    Das ist vollkommener Unsinn. In der Sprachwissenschaft, vor allem der Forschung zum Erwerb von Zweitsprache etc., wird in Deutschland lebenden Migranten mittlerweile empfohlen, Deutsch als Erstsprache zu sprechen, selbst, wenn das eigene Deutsch nicht sonderlich gut ist. Denn, selbst bei schlechtem Deutsch, haben Nachbarn, Erzieher oder Lehrer die Chance zu verbessern. Gerade bildungsfernen Menschen, die die eigene Muttersprache meist auf einem niedrigen Niveau sprechen, wird dies empfohlen. Denn wie soll die Erzieherin das schlechte Türkisch verbessern? Da wäre ein verbesserungswürdiges Deutsch weniger fatal.
    Dieses Problem scheinen tatsächlich vor allem Immigranten zu haben die nach Deutschland kommen. Komischerweise haben alle Kinder deutschsprachiger Eltern hier in Spanien in null komma nix Spanisch gelernt durch den Schulbesuch, obwohl sie mit den Eltern zuhause weiterhin Deutsch sprachen/sprechen. Scheint wohl auch eine Sache des "Wollens" zu sein.....
  5. #34

    Menschenoptimierung

    Man kann schließlich nicht früh genug anfangen, die Kleinen "optimal zu fördern", indem man sie suboptimal überfordert.

    Die kapitalistische Totalität hat längst auch die ehemalige Enklave Familie durchdrungen. Das war abzusehen. Zum Heulen ist, dass es gerade Linke und Grüne sind, die sich Adorno nur allzu gerne auf die Fahnen schreiben, um seine Dystopie zu zementieren.