Bilinguale Erziehung: Schon Säuglinge können Grammatik unterscheiden

UBC Infant Studies Centre Wie können bilinguale Babys scheinbar mühelos zwei völlig verschiedene Sprachen erlernen? Eine Studie hat ergeben: Sie nehmen Laute anders wahr als einsprachige Kleinkinder. Schon im Alter von sieben Monaten achten sie auf Rhythmus und Melodie des Gesprochenen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-883487.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Ergebnisse ihrer Studie würden den weit verbreiteten Irrtum auszuräumen, dass zweisprachige Kleinkinder gegenüber einsprachigen in ihrer Sprachentwicklung benachteiligt sind, so die Forscherin.
    Das glaubt doch in der Sprachwissenschaft schon längst keiner mehr.
  2. #2

    Schon viel früher können Kinder die Sprachen unterscheiden!

    Hallo. Wir haben einige Kinder und ich spreche vorwiegend Englisch mit denen. Meistens recht konsequent. Also ich meinem Sohn im Alter von 3-4 Monaten mal mit recht flüssigem französisch volltextete, merkte ich an seinem Verhalten / Ausdruck, dass er registrierte, dass diese Sprache nicht zu den üblichen Sprachen von Mama oder Papa gehört, sondern irgendwie anders zu sein scheint. Später probierte ich es noch mal mit Spanisch und konnte ein ähnliches Phänomen beobachten.
    Es ist einfach unglaublich, wie schnell und einfach so junge Kinder eine neue Sprache aufnehmen. Als wäre es das natürlichste der Welt. Daher kann ich jeden nur eine bilinguale Erziehung anraten, auch wenn es mehr Mühe und Anstrengungen bedeutet. Es ist es alle mal wert!
  3. #3

    Und der link?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie können bilinguale Babys scheinbar mühelos zwei völlig verschiedene Sprachen erlernen? Eine Studie hat ergeben: Sie nehmen Laute anders wahr als einsprachige Kleinkinder. Schon im Alter von sieben Monaten achten sie auf Rhythmus und Melodie des Gesprochenen.
    Dass die Beachtung der Prosodie erhebliche Vorteile beim Erlernen einer Sprache mit sich bringt (auch für Erwachsene!) ist ja seit langem bekannt. Dennoch würde ich gerne die Veröffentlichung lesen, ob sie nicht doch etwas neues enthält. Ist aber leider sehr gut versteckt.

    Gibt es einen genaueren link?
  4. #4

    Zitat von danou Beitrag anzeigen
    Hallo. Wir haben einige Kinder und ich spreche vorwiegend Englisch mit denen. Meistens recht konsequent. Also ich meinem Sohn im Alter von 3-4 Monaten mal mit recht flüssigem französisch volltextete, merkte ich an seinem Verhalten / Ausdruck, dass er registrierte, dass diese Sprache nicht zu den üblichen Sprachen von Mama oder Papa gehört, sondern irgendwie anders zu sein scheint. Später probierte ich es noch mal mit Spanisch und konnte ein ähnliches Phänomen beobachten.
    Es ist einfach unglaublich, wie schnell und einfach so junge Kinder eine neue Sprache aufnehmen. Als wäre es das natürlichste der Welt. Daher kann ich jeden nur eine bilinguale Erziehung anraten, auch wenn es mehr Mühe und Anstrengungen bedeutet. Es ist es alle mal wert!
    Sofern Ihre Muttersprache NICHT Deutsch sein sollte möchte ich Ihnen DRINGEND davon abraten, mit Ihren Kindern Deutsch zu sprechen!

    Sollte Ihre Muttersprache doch Deutsch sein, so würde ich Ihnen raten, erstmal die eigene Sprache richtig zu lernen, bevor Sie mit Ihren Kindern auswärts parlieren...
  5. #5

    Prosodie wird offenbar bereits pre-natal wahrgenommen...

    ...wie ich kürzlich in eiener Forschung über bi, und tri-linguale Kinder gelesen habe.
  6. #6

    optional

    Unsere 3 Kinder sind dreisprachig aufgewachsen, was für uns als Eltern mit unterschiedlichen Muttersprachen und einer Kommunikationssprache die nicht eine der Muttersprachen ist, nicht immer ganz einfach war und ist. Unser Hauptpunkt der Kommunikation in der Familie war stets dass die Kinder eine Sprache mit einer Person assoziierten, um Konfusion zu vermeiden. Heute sind die Kinder Teenager und sprechen drei Sprachen fließend, außerdem haben sie anscheinend auch weniger Probleme, neue Sprachen zu erlernen, was ich mit der frühen und ständigen Auseinandersetzung mit Sprachen erkläre.
  7. #7

    Das sind ja mal gute Nachrichten für unsere Multikulti-Schiebermützen-Hipster.
  8. #8

    Zitat von danou Beitrag anzeigen
    Hallo. Wir haben einige Kinder und ich spreche vorwiegend Englisch mit denen. Meistens recht konsequent.
    Ich hoffe, Englisch ist Ihre Muttersprache. Ich wüsste nämlich nicht, wozu es gut sein sollte, Englisch mit dem ziemlich sicher vorhandenen deutschen Akzent zu lernen.
  9. #9

    Zitat von dr doolittle Beitrag anzeigen
    Unsere 3 Kinder sind dreisprachig aufgewachsen, was für uns als Eltern mit unterschiedlichen Muttersprachen und einer Kommunikationssprache die nicht eine der Muttersprachen ist, nicht immer ganz einfach war und ist. Unser Hauptpunkt der Kommunikation in der Familie war stets dass die Kinder eine Sprache mit einer Person assoziierten, um Konfusion zu vermeiden.
    Ich erinnere mich an einige ältere Studien, die genau dazu raten: entweder sollten Sprachen personen- oder situationsgebunden sein, um Konfusion zu vermeiden. (Also z. B. Papa Sprache A, Mama Sprache B oder auch Zu Hause A, draußen B - je nachdem, wie die Situation eben ist.)

    Zitat von dr doolittle Beitrag anzeigen
    Heute sind die Kinder Teenager und sprechen drei Sprachen fließend, außerdem haben sie anscheinend auch weniger Probleme, neue Sprachen zu erlernen, was ich mit der frühen und ständigen Auseinandersetzung mit Sprachen erkläre.
    Auch diese Beobachtung wird durch Studien, an die ich mich erinnere (aber es ist eine Weile her), gestützt.