Ross-Schlachterei: "Mittags Pferdefleisch, abends zum Reiten"

SPIEGEL ONLINEPferdefleisch in Rinderlasagne - der Lebensmittelskandal sorgt bei den Verbrauchern für Aufregung. Ross-Schlachter Uwe Poggensee bringt das neue, neugierige Kunden. Wer sein Geschäft in Hamburg-Eimsbüttel betritt, der will er nur eines: Pferdefleisch.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-883429.html
  1. #70

    Och Joh!

    Zitat von beegentoo Beitrag anzeigen
    Hierzulande muss ein Pferdebesitzer im Equidenpass (quasi dem Fahrzeugschein des Pferdes) vermerken lassen, ob das Pferd im Falle eines Falles geschlachtet werden oder anderweitig verarbeitet werden soll. Enstprechend diesem Vermerk dürfen Tierärzte bestimmte Medikamente nicht verabreichen. Pferdefleisch ist daher - zumindest in Deutschland - nicht gesünder oder ungesünder als Rind, Schwein oder Geflügel und unterliegt den gleichen Kontrollen.

    Es hat schon einige Pferdebesitzer gegeben, sie sich ärgerten das Pferd zum Schlachten freigegeben zu haben, als dieses bspw. einen Hufabszess hatte -- eben weil Antibiotika dann nicht bzw. nicht sinnvoll verabreicht werden dürfen.
    Eine Umwidmung zum "Nichtschlachtpferd" und somit der Vergabe wirksamer Medikamente ist jederzeit möglich. Anders herum allerdings nicht!
  2. #71

    Welthunger

    Zitat von astra1971 Beitrag anzeigen
    Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7–16 kg Getreide oder Sojabohnen. Dies kann ohne Übertreibung als die effektivste Form von Nahrungsmittelvernichtung bezeichnet werden. In den USA fressen die rund 8 Milliarden Schlachttiere 80% der Getreideernte. Bei den Sojabohnen dienen weltweit sogar 90% als Futtermittel. Rund ein Drittel des weltweit produzierten Getreides wird an Tiere verfüttert, um deren Fleisch zu essen. Würden z.B. die Amerikaner nur 10% weniger Fleisch essen, so könnte man mit dem dadurch eingesparten Getreide rund eine Milliarde Menschen vor dem Hungertod bewahren. Alle 3 Sekunden stirbt ein Kind an Unterernährung!!
    Abgesehen davon, dass die Gruende fuer hungernde Kinder sehr viel komplizierter sind, als Sie hier angeben, machen Sie eine Milchmaedchenrechnung: 1kg Fleisch+ 7-16kg Getreide/Sojabohnen.
    Kuehe und Schafe koennen da grasen, wo man weder Getreide noch Sojabohnen anbauen kann.
    Das Klima hier in Irland ist fantastisch fuer den Grass-Wuchs. Es waechst rund 9 Monate im Jahr. Kuehe und Schafe koennen das am besten nutzen. Es waere einfach nicht moeglich, die Viehwirtschaft in Ackerbau umzustellen. Selbst Kartoffeln wachsen nicht ueberall.
  3. #72

    Och Joh!

    Zitat von j.vantast Beitrag anzeigen
    Wenn der genmanipulierte Frass aus den USA hier verkauft werden soll ist es doch ganz einfach:
    Wenn es möglich ist Pferdefleisch statt deklariertem Rindfleisch zu verwenden ist es genauso möglich anstatt USA eben z.B. Belgien als Ursprungsland auf die Packung zu drucken.
    Esist schon frech genug dass es heute ausreicht "Hergestellt in der EU" aufzudrucken.
    Die ganze sog. Kennzeichnungspflicht ist ein Hohn, weil der Wahrheitsgehalt nie geprüft wird. Da wird gelogen und getrickst, und das alles mit der Rückendeckung der Politik.
    Schauen Sie doch einmal auf die Inhaltslisten von irgendwelchen Cremes. Da stehen alle Inhaltsstoffe auf englisch und das sogar gesetzlich gedeckelt. Nicht dass ich ein unglaublicher
    Nationalist wäre, aber was in Deutschland verkauft wird hat auch Inhaltsangaben in deutscher Sprache zu haben.
    Ich kann zwar englisch, aber bei den chemischen Begriffen hört es dann auch schnell auf.
    Hydrochloric acid hört sich doch harmlos an oder? Ist aber Salzsäure.
    Aber es ist für die Industrie natürlich so förderlicher. Wenn die Inhaltsangaben in deutscher Sprache aufgedruckt wären, dann würden vielleicht einige Verbraucher dankend ablehnen das Produkt zu kaufen.
    Wir haben in Deutschland keinen Verbraucherschutz, wir haben nur einen Wirtschaftsschutz.
    Es ist wohl wahr, das die "Kennzeichnungspflicht" eine absolute Verbraucherverarsche darstellt.

    Hier nenne auch ich immer wieder gerne den "Schwarzwälder Schinken", der lediglich im Schwarzwald verpackt sein muß, um diese Herkunftsbezeichnung tragen zu dürfen!
  4. #73

    Och Joh!

    Zitat von astra1971 Beitrag anzeigen
    Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7–16 kg Getreide oder Sojabohnen. Dies kann ohne Übertreibung als die effektivste Form von Nahrungsmittelvernichtung bezeichnet werden. In den USA fressen die rund 8 Milliarden Schlachttiere 80% der Getreideernte. Bei den Sojabohnen dienen weltweit sogar 90% als Futtermittel. Rund ein Drittel des weltweit produzierten Getreides wird an Tiere verfüttert, um deren Fleisch zu essen. Würden z.B. die Amerikaner nur 10% weniger Fleisch essen, so könnte man mit dem dadurch eingesparten Getreide rund eine Milliarde Menschen vor dem Hungertod bewahren. Alle 3 Sekunden stirbt ein Kind an Unterernährung!!
    Na und?

    Ich kann auch 15 kg Trauben essen oder eine Pulle Champagner trinken!

    Will ich noch 1 Milliarde Menschen mehr auf diesem Planeten? Nein!
  5. #74

    Zitat von user1991 Beitrag anzeigen
    Die Reitpferde sind wohl kaum teure Turnierpferde, die regelmäßig bei den großen Reitturnieren(CHIO Aachen)dabei waren. Denn es gibt auch genug Hobbyreiter/innen, die nur bei kleinen Turnieren dabei sind und da lohnt sich Doping einfach nicht.
    Es geht nicht um Doping, sondern um die vielen Medikamente, die einem Pferd während seines Lebens verabreicht werden (nicht zur Leistungssteigerung, sondern eben bei Krankheiten un Verletzungen). Ich habe es oft genug erlebt, dass so gut wie nie im Equidenpass nachgeschaut ist, ob das Pferd als Schlachtpferd deklariert ist (denn normalerweise muss, wenn das Pferd ein Medikament bekommt, der Eintrag "kein Schlachtpferd" in den Equidenpass erfolgen, welcher dann nicht mehr rückgängig gemacht wird. Gerade Depot-Cortisongaben, Antibiotika und Phenylbutazon sind häufig in der Pferdemedizin eingesetzte Mittelchen, die noch sehr lange im Pferdekörper verbleiben - aber wissen tut das der Pferdemetzger nur selten, da diese Mittel oft nicht in den Pass eingetragen werden.

    Deshalb muss ich hier doch herzlich über diejenigen lachen, die stur behaupten, Pferdefleisch sei doch sooo gesund und man soll sich doch nicht so aufregen. Erst informieren, dann essen...
  6. #75

    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    Sie haben noch nie eine Mücke, Fliege oder ähnlich Gefleuch erschlagen? Glaube ich nicht!
    Ich bin übrigens kein Vegetarier ;-)
    --> Dann lassen sie es sich schmecken!!!

    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    Dass es "gesundheitsschädlicher" als anderes Fleisch sein soll, setzt voraus, dass anderes Fleisch gesundheitsschädlich ist. Das ist natürlich Humbug.
    --> Fleisch begünstigt aber viele Krankheiten! Ist den meisten aber auch egal...dann kann man Ihnen auch nicht helfen!!! :-) Ist ja heutzutage normal, wenn einer ab einem bestimmten Alter einen Herzinfarkt, Krebs, Schlaganfall etc. bekommt!!! Da denkt keiner drüber nach! --> sicherlich, ein genereller Fleischverzicht (und: Bevor jetzt alle aufschreien, mir ist es egal, was bei Ihnen auf dem Teller liegt!!!) verhindert nicht in jedem Fall, dass solche Krankheiten einen heimsuchen, aber man muss ja die Risikofaktoren nicht überstrapazieren! Aber wer es macht, sollte dann nicht jammern!!! :-)

    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    Und das bestimmen Sie? Der Mensch ist ein Allesfresser, das zeigt sein Gebiss und auch sein Verdauungstrakt. Wenn Sie vegetarisch leben wollen, ist es Ihre Sache. Deswegen müssen Sie es sich nicht anmaßen, Menschen mit anderen Essgewohnheiten, die zudem der Natur des Menschen entsprechen, zu maßregeln.
    --> Und das bestimmen Sie? Es ist wohl eher so, dass es der Gewohnheit der heutigen Menschen entspricht, Fleisch zu essen oder essen zu wollen, aber ob die Natur das wirklich so eingerichtet hat??? Versuchen sie mal ein Rind "zu reißen"! Kochen ist schon sehr menschlich und da hat die Natur nichts mit zu tun!!! :-)

    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    Genauso wie alle anderen Omni- und Carnivoren! Pflanzen sind übrigens auch Lebewesen, denen wir den Garaus machen, um sie zu verspeisen.
    --> Pflanzen haben aber keine Nerven! Aber sei es drum...
  7. #76

    optional

    nicht nur Pferde sind treue Begleiter des Menschen,unsere Hunde auch! Na dann guten Appetit ihr Barbaren
  8. #77

    Vegetarier sein REICHT oft NICHT

    Zitat von donadoni Beitrag anzeigen
    Vorab: Ich bin Vergetarier und lebe nach dem Motto "Meinetwegen muss kein Tier sterben". Ich bin mit dieser Einstellung immer gut durch das Leben gekommen und scheine bisher gesund zu sein.
    ...
    Von den Qualen von und zum Schlachthof will ich gar nicht schreiben.
    Es gefällt mir, dass Sie Vegetarier sind um Tiere zu schützen, doch
    lesen Sie hier warum es vermutlich NICHT AUSREICHT, sofern Sie
    konventionelle Milchprodukte konsumieren:

    Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass weniger als zwei Prozent aller Menschen emotional in der Lage sind ihre Verantwortung überhaupt (an ) zu erkennen und/oder genügend Mitgefühl für die Tiere aufbringen.
    Wäre das nicht wahr, dann gäbe es diese unsagbaren Tiermisshandlungen gar nicht!

    Auch hier gilt wohl das Motto:

    "Warum hinsehen, wenn man auch wegsehen kann?"

    Was mich anwidert, ist die Tatsache, dass sehr oft die eigene Beteiligung an diesen Greueltaten beschwichtigt und als sehr geringfügig eingestuft wird.

    Die Lebensmittelkonzerne, die Bauern, die Schlächter und Metzger sollen (eher) die Schuldigen sein!

    Die Wahrheit ist, dass die allermeisten Menschen das Einsperren, Misshandeln und Töten dieser Kreaturen DELEGIEREN an oben genannten Akteure.
    Ja, der gemeine Konsument ist wohl insgeheim erleichtert und zufrieden damit, dass diese seelenlose grauenhafte Arbeit von anderen erledigt wird und die Fleischteile klein verpackt im Kühlregal zu greifen sind.

    Interessierte Leserin, interessierter Leser Ihnen sei also hiermit mitgeteilt, dass Sie sich beteiligen und das Tierleid möglich machen, sofern Sie nicht konsequent VEGAN leben.

    Also nochmal: Wer nicht vegan lebt oder nicht nur selten sehr ausgesuchtes "Biofleisch" bzw. Biomilchprodukte verzehrt.
    "verursacht mehr oder weniger schweres Leiden von wehrlosen Tieren.
    Und um dieses MEHR ODER WENIGER sollte es in einer
    ersten Betrachtung gehen.
    Das wird dann auch mitunter sehr KOMPLEX und kaum zu entscheiden bzw. zu bewerten.

    Ich denke zum Beispiel, wer vegetarisch lebt, aber dennoch regelmäßig konventionelle Milchprodukte kauft fördert das Leiden der Tiere eventuell MEHR als jemand der sehr wenig besonders ausgesuchtes und daher kostenintensives "Biofleisch" verzehrt.

    Vielen Menschen ist leider nicht klar, dass nur vegetarisch zu leben, zwar wegen des guten Willens und der Achtsamkeit Anerkennung gebührt, in der praktischen Umsetzung aber nicht funktioniert. Ein Landwirt sagte mir einmal, dass die Milchproduktion (also auch Käse und Joghurt etc.) ohne Kälbergeburten nicht funktioniert.
    Und die männlichen Tiere sind dann überflüssig, ja sogar STÖREND, wenn sie nicht aufgegessen werden.
    Und etliche weibliche Kälber wären einfach auch zahlenmäßig zu viel, wenn sie nicht aufgegessen werden.

    Klar sollte sein, dass "Bio-Fleisch" und "Bio-Milchprodukte" zwar ein anerkennenswerter Schritt zu mehr Achtung vor
    Tieren ist, aber auch hier noch viel zu verbessern wäre, WENN der Konsument (Geldgeber) mitmacht.
  9. #78

    Lebensmittelkreislauf

    Ich nehme mal an, das es sich bei dem Pferdefleisch aus Rumänien nicht wirklich um höherwertiges Fleisch handelt. Vermutlich wurden Tierkadaver, welche nicht in unsere Nahrungskette gelangen sollten teuer als Sondermüll über Zwischenhändler mit guter Gewinnmarge nach Rumänien verkloppt. Dort wurde man für die Beseitigung des Fleisches bezahlt. Der Rumäne an sich ist nicht dümmer als andere, aber deutlich ärmer. Den Abfall durch den Wolf gedreht, zu einem niedrigen Preis zurück an den Absender und der Kreislauf ist geschlossen und alle haben daran verdient! Nach dem Motto, Euer Geld nehme ich gerne - den Müll könnt Ihr aber selbst behalten.
  10. #79

    Zitat von astra1971 Beitrag anzeigen
    Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7–16 kg Getreide oder Sojabohnen. Dies kann ohne Übertreibung als die effektivste Form von Nahrungsmittelvernichtung bezeichnet werden. In den USA fressen die rund 8 Milliarden Schlachttiere 80% der Getreideernte. Bei den Sojabohnen dienen weltweit sogar 90% als Futtermittel. Rund ein Drittel des weltweit produzierten Getreides wird an Tiere verfüttert, um deren Fleisch zu essen. Würden z.B. die Amerikaner nur 10% weniger Fleisch essen, so könnte man mit dem dadurch eingesparten Getreide rund eine Milliarde Menschen vor dem Hungertod bewahren. Alle 3 Sekunden stirbt ein Kind an Unterernährung!!
    Sie wissen aber schon, wofür Riesenmengen an Mais und Raps angebaut werden? Nicht etwa als Viehfutter, sondern um den geheiligten sog. Biosprit zu erzeugen.