Autoindustrie: Rückrufaktionen erreichen Rekord

REUTERSRückrufaktionen sind die Geißel der Autohersteller: Sie kosten Unsummen und sind verheerend für das Image. Trotzdem bekommen die Branchenriesen das Problem nicht in den Griff. Einer Studie zufolge wurden 2012 so viele Autos in die Werkstatt zurückbeordert wie noch nie.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/a...-a-883625.html
  1. #40

    Qualität

    Zitat von Rinax Beitrag anzeigen
    Wie geil, alle Anti-VWler, sind jetzt auf den Verschwörungszug aufgesprungen. Was nicht sein darf, das nicht sein kann. Die Deutschen bauen eben gute Autos, wo die Reisschüsseln nicht mithalten können. Genau das deckt meine Erfahrung (Früher fuhr ich Mitusbishi jetzt Skoda) und ich bleib dabei, VAG, Mercedes, BMW und Porsche sind eben besser und teurer als die kisten aus Fernost. Aber natürlich - das ist eine Kampagne der deutschen Autoindustrie und ohnehin ist alles erstunken und erlogen wenns nicht ins Weltbild passt :D
    Ich Fuhr früher BMW und nun Daihatsu. In meinen Umkreis ist man von VW weg zu Opel gewechselt. Alles wegen schlechter Qualität dieser Hersteller nach paar Jahren Nutzung dieser Fahrzeuge. Ich selber werde nicht mehr zu den Deutschen Herstellern so einfach zurück gehen.
    Mein Daihatsu fahre ich inzwischen doppelt so lange (9 Jahre) wie die bisherigen Fahrzeuge (jeweils 5 Jahre) und habe fast keine Probleme damit.
    VW Produziert zu viele Montags Autos daher will ich so was nicht mal Geschenkt haben.
  2. #41

    Zitat von zick-zack Beitrag anzeigen
    Zitat von expendable: " ...je komplexer, desto unzuverlässiger, je elektronischer desto kaputt. Man wird den Eindruck nicht los, das manche Hersteller irgendwie den Plan verloren haben..."
    Ich glaube eher, DAS ist der Plan!
    Der Plan ist eher dafür zu sorgen das Ausländische Marken nicht nach Europa kommen durch immer neuen Vorschriften was an Sicherheitssystemen ein Neuwagen haben muß.
    Ich würde gerne mir Überlegen ein Ausländisches Modell aus dem Ausland zu Importieren was es hier nicht zu kaufen gibt.
  3. #42

    moderne Autos

    Der Begriff der geplanten Obsoleszenz ist in diesem Zusammenhang völlig deplaziert. Technische Geräte wurden schon immer auf eine gewisse Lebensdauer ausgelegt. Nur ist es heute möglich diese Grenze mittels FEM, realistischen Versuchen, usw. wesentlich genauer vorherzusagen. Heutige Fahrzeuge sind genau für den im Lastenheft geforderten Fall ausgelegt (siehe z.B. ECE-Verbrauch) und nicht für mehr, denn dazu kommen noch enormer Kostendruck, Designvorgaben (Thema Rundumsicht und Luftwiderstand) und Marketing. Und leider zählt sowas heute wesentlich mehr, als technischer Sachverstand. Trotzdem sind heutige Fahrzeuge sicherer für Insassen und andere Verkehrsteilnehmer (Crashverhalten, elektr. Helfer, ...), einfacher zu fahren (Fahrerassistenzsysteme) und leistungsfähiger bei gleichzeitig weniger Verbrauch, als ältere Fahrzeuge.
  4. #43

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Naja. Vergleichen Sie mal die Vorderachskonstruktion eines 80er Jahre Volvo 240 mit der eines modernen V60.
    Frueher war das eine massive Stahlkonstruktion. Alles geschmiedet und mit hochqualitativen Gummimetallbuchsen. Made in Sweden. Alles einstellbar und so beschaffen das man nach einem Unfall alles mit einem grossen Brecheisen und einem noch groesseren Hammer wieder hinbiegen konnte.
    Die Blech- und Materialstaerken wurden nach der Pi-mal-Daumenmethode ermittelt "und dann noch ein bisschen zur Sicherheit drauf". Das haelt einfach.

    Heute ist alles auf den letzten Cent mit dem Computer optimiert, alles ist aus Aluminium und zerbricht sofort (trotzdem sind die Autos doppelt so schwer wie damals...) und alles ist "dauergeschmiert" und "wartungsfrei" was soviel heisst "ist kein Schmiernippel mehr dran und haelt nur noch halb so lange".
    Beim kleinsten "Pups" gibt es sofort eine fatale Kettenreaktion und alles ist Klump.
    Das ganze garniert mit einem Haufen Elektronik damit der kostenoptimierte Mist ueberhaupt noch irgendwie geradeaus faehrt.
    Na ja ich denke es gibt vielfaltige Gründe warum sich der Automobilbau so verändert hat.
    1. Bauteiloptimierung heißt Kostenoptimierung. Hätte man wahrscheinlich früher auch schon gemacht, aber erst mit der leistungsfähigeren EDV ist es möglich geworden dies so genau auszurechnen. Die Ings die damals benötigt worden wären für so komplexe Rechnungen, wäre teurer gewesen als das etwas grobschlächtigere Bauteil.
    2. Kurzfristige Renditerwartung der "Anleger" und Boni des Mangments, d.h im Zweifel lieber erst mal billiger und wenn's schief geht ist, hat man seine Kohle ja schon im Sack. Gilt für alle Hersteller.
    3. Die Erstkäufer sind i.d.R. Leasingkäufer, d.h. nach 2-3Jahren geht die Kiste eh wieder weg und solange hälts schon.
    4. Hersteller mit robusten Komponenten gelten als nicht innovativ und werden entsprechen niedergemacht. Schönes Beispiel Benzin DI. Ich bin mir sicher, kaum einer weiß wofür die gut ist, aber es ist ganz sicher, das ein Hersteller der dies nicht hat nur Schrott sein kann.
  5. #44

    Automobilindustrie

    @Jobuch: Ich bin auch überzeugter Youngtimer-Fahrer, habe sogar immer ein baugleiches Fzg "auf Halde" stehen. Falls mal einer reinrauscht oder irgendwann doch mal was grobes Defekt sein sollte.

    Wenn man mal einen Blick in die Fabriken wirft, kann einem auch ziemlich schlecht werden. Da stehen Leihschnuffis an millionenteuren Produktionsanlagen, die weder die Landessprache können, geschweige denn die Messmittel richtig einzusetzen wissen. Von der korrekten Bedienung der Anlagen mal abgesehen. Und bis ein Bauteil dann mal wirklich am Band landet, ist das bei 3 verschiedenen Herstellern gewesen und hat einen Haufen Prozesse hinter sich. Wenn in dieser Kette auch nur irgendwo ein Depp (und davon gibt es genügend im gesamten Produktionsablauf) was verkehrt gemacht hat, kann das bittere Folgen für den Endkunden haben. Die Qualitätskontrolle kann da auch nur die gröbsten und offensichtlichen Fehler rausfiltern, bei versteckten Materialfehlern und womöglich noch Konstruktionsfehlern ist die Fehlfunktion quasi schon eingearbeitet.
    Ein deutsches Premiumauto zu kaufen hilft da auch nicht viel, da gewisse Produkte baugleich in vielen Fabrikaten eingesetzt werden. Und eine Firma produziert auch immer nur so gut, wie der Kunde verlangt. Wenn der Kunde nur eine Lebensdauer von etwa 100.000km verlangt, dann bekommt er auch Teile die mindestens 100.000km halten. Wenn wir jetzt noch 20% Sicherheit draufrechnen, dürften die Teile etwa 120.000km überleben, bis sie defekt sind.
    Das das aber nicht der Erwartungshaltung der Kunden entspricht, dürfte wohl klar sein.

    Deswegen kommt bei mir auch nur ein Auto infrage, was bis Anfang der 1990er Jahre produziert wurde, mindestens 150.000 km gelaufen hat und der Vorbesitzer die Modellspezifischen Mängel bereits behoben hat. Wer dann noch die fälligen Ersatzteile vor dem Einbau genau anschaut, dem stehen Kilometerleistungen jenseits von gut und böse ins Haus. In den 80er Jahren hatte ein Mercedes 200D statistisch gesehen alle 700.000km einen außerplanmäßigen Werkstattaufenthalt.
  6. #45

    Zitat von hdudeck Beitrag anzeigen
    gelesen oder verstanden. Gerade die elektronischen Komponenten haben ein erhoehtes Ausfallrisiko. Bezweifle, das Ihre alte Drecksschleuder (hat das Ding eigentlich schon einen Katalysator?) auch nur eine davon unter der (warscheinlich) verrosteten Haube hat.
    Ich bin mir ziemlich sicher, das ein 98er Astra F Benziner im Realbetrieb sparsamer und sauberer ist, als das was sie fahren. Geändert hat sich in den letzten Jahren nur die Ansprechzeit des Katalysators. Wenn das Ding erst mal läuft gibt es nahezu keine Schadstoffe mehr. Aber wenn man keine Ahnung von Technik hat....
  7. #46

    Das wird noch schlimmer

    Immer mehr Elektronik wird in die Fahrzeuge eingebaut, die unzuverlässig arbeitet. Angeblich wünscht sich der Kunde den ganzen Kram.
    Man baut jetzt umfangreiche Infotainmentsysteme ein die lediglich den Fahrer ablenken. Aber Hauptsache der Kunde kann nun bei 200 km/h seinen Facebook Status ändern und fröhlich Twittern.
    Und damit dem Vollhorst, der mit der Technik während der Fahrt rumspielt anstatt auf die Strasse zu schauen, nichts passiert wird noch mehr Elektronik eingebaut.
    Anstatt also aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und solide, zuverlässige Autos zu bauen wird immer mehr eingebaut, was noch nicht einmal Beta ist. Das Bananen-Prinzip:
    Das Produkt reift beim Kunden.
    Es ist die eine Komponente nocht nicht einmal serienreif wenn sie eingebaut wird, da folgt schon das nächste unausgereifte Feature.
    Nach dem letzten ADAC-Test funktioniert die automatische Abblendung von Scheinwerfern unzuverlässig, obwohl sie einen satten Aufpreis kostet. Scheibenwischer mit Regensensor fangen bei strahlendem Sonnenschein fröhlich an über die Scheibe zu wischen, dafür bringen aber Heizungen im Auto im Winter nur klägliche Leistungen.
  8. #47

    Humorig

    Zitat von hdudeck Beitrag anzeigen
    gelesen oder verstanden. Gerade die elektronischen Komponenten haben ein erhoehtes Ausfallrisiko. Bezweifle, das Ihre alte Drecksschleuder (hat das Ding eigentlich schon einen Katalysator?) auch nur eine davon unter der (warscheinlich) verrosteten Haube hat.
    Offensichtlich verstehen Sie aber auch nichts vom Thema. Einen Katalysator gab es schon beim Vorläufer des Astra, dem Kadett-E.
    Rost ist bei Autos ab ca. Bj.90 eigentlich kein Thema mehr. Im Prinzip waren also diese Autos sehr robust:
    Kein Rost, keine anfällige Elektronik.
    Bei meinen letzten Neuwagen war weder Rost noch Mechanik das Thema.
    Aber Fensterheber die über Nacht selbstständig herunterfuhren, sich von selbst anklappende Spiegel, wiederspenstige Wegfahrsperren, fehlerhafte Airbagsteuergeräte etc.
    Und das waren deutsche Fabrikate, keine Japaner.

    Es mag einerseits richtig sein, dass die deutschen Hersteller weniger Rückrufaktionen starten und Mängel verheimlichen. Aber andererseits die Qualität am amerikanischen Markt fest zu machen, wo ja hinlänglich bekannt ist dass die meisten Fehler/Unfälle vom Fahrer verursacht wurden?
    Irgendwelche Reports aus einem Land, in dem die Fahrer Gas- und Bremspedal nicht auseinanderhalten können?
  9. #48

    Nicht ganz aktuell

    Zitat von chaps Beitrag anzeigen
    ..das die besagten Japaner in den Pannenstatistiken und den Kundenzufriedenheits-Studien immer die ersten Plätze einnehmen.
    Sie sollten mal die Statistiken von 2000-2010 beiseite legen und die aktuellen Statistiken lesen.
  10. #49

    Na ja....

    Zitat von Rinax Beitrag anzeigen
    Wie geil, alle Anti-VWler, sind jetzt auf den Verschwörungszug aufgesprungen. Was nicht sein darf, das nicht sein kann. Die Deutschen bauen eben gute Autos, wo die Reisschüsseln nicht mithalten können. Genau das deckt meine Erfahrung (Früher fuhr ich Mitusbishi jetzt Skoda) und ich bleib dabei, VAG, Mercedes, BMW und Porsche sind eben besser und teurer als die kisten aus Fernost. Aber natürlich - das ist eine Kampagne der deutschen Autoindustrie und ohnehin ist alles erstunken und erlogen wenns nicht ins Weltbild passt :D
    Nach meinen Erfahrungen hat die Qualität bei VW stark nachgelassen.
    Sowohl mit Touran als auch aktuellem Polo gab es oft Probleme. Die sollten sich mal an der Konzerntochter Skoda orientieren.
    Die Autos sind besser ausgestattet, sinnvoller konzipiert, zuverlässiger und günstiger.