Gänsehaut-Landebahn: Berüchtigter Flughafen von Quito macht dicht

APEr gilt als einer der gefährlichsten Flughäfen in Südamerika: Der Mariscal Sucre International Airport mitten in Quito hat schon einigen Passagieren echten Nervenkitzel beschert. Jetzt wird er geschlossen - doch auch der Nachfolger ist Piloten nicht ganz geheuer.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-883603.html
  1. #20

    sehr schade

    Zitat von re@list Beitrag anzeigen
    seinerzeit Hong Kong - Kai Tak... da konnte man beim Anflug sehen, was die Leute in den Häusern gerade auf dem Herd hatten... bevor man das Gefühl hatte in einem Express-Lift nach unten gezogen zu werden und krachend auf der Piste ankam... damals bin ich lieber mit Cathay Pacific geflogen, die kennen sich da aus... ;-)
    KaiTak war schon richtig cool, dort konnten nur richtig gute Piloten mit der einer vollbeladenen Boeing 747-400 landen. Die Piloten wurden speziell ausgebildet. So eine Landung mitten in Hongkong war ein echtes Airlebnis, Chek Lap Kok ist dagegen stinklangweilig.
  2. #21

    Oh ja, Honduras fehlt hier

    Zitat von raber Beitrag anzeigen
    Dieser Flughafen gehört mit auf die Liste. Bei der Landung muss das Flugzeug hinter einem Berg abrupt Hóhe verlieren um auf der kurzen Landebahn landen zu können und zu verhindern auf der am Ende mit einer Ampel versehenen Strasse einen Unfall zu verursachen (schon vorgekommen) oder noch ein Stückchen weiter in einen Abgrund zu fallen (ebenfals passiert).
    Quito bin ich oft angeflogen und es war wirklich interessant; oft auch durchgestartet bei Nebel z.B. Beim Abflug kann man allerdings einen sehr schönen Anblick auf den schneegekrönten Vulkan und die zerklufte Landschadft um Quito herum geniessen.

    Erst eine Kurve um einen Hügel, dann knapp über einen Hügel, und dann quasi auf die Landebahn plumpsen... da wird einem schon ganz anders.
  3. #22

    Der alte Flughafen ist für mich einer der Besten der Welt. Im Landeanflug eben gucken, ob das Haus noch steht, 15min nach Landung im heimischen Bett und wenn man grad nicht selbt unterwegs ist, kann man von der Dachterrasse aus immer wieder 1-2 Pilsener auf das Wohl der ankommenden Passagiere trinken.
    Außer für die direkten Anwohner von UIO wird der neue Flughafen auch keine Verbesserungen mit sich bringen.Der Verkehr ist auch ohne Flughafen schon unmöglich. 90 Minuten dürften da -je nach Tageszeit- noch sehr wohlwollend geschätzt sein...
  4. #23

    Sehr schöne spanndende Momente

    unvergeßlich bleibt meine erste Landung, nachts in Quito, wie ein leuchtender Weihnachtsbaum, die ganze Stadt so dicht unter mir und die Häuser so gefährlich nah. Meine ersten Eindrücke...

    Ein anderes Mal, als ich komplett pleite war, es reichte nicht mal fürs Taxi zum Flughafen, zum Glück hatte ich noch paar Tausend Sucres für den normalen Bus (mit Mühe konnte ich mit meinem Rucksack überhaupt aussteigen, denn niemand sonst stieg aus) - unvergesslich und unwiderruflich gehört das jetzt der Vergangenheit an. Aber sicherlich steht die Sicherheit und Moderne an erster Stelle.

    Sao Paulos Congonhas fand ich gefährlicher, 7 Tage nach meiner Landung hat es da gecrasht. Oder die Flüge über den Anden, bspw. nach Cuzco oder/von La Paz. Super Bilder.
  5. #24

    Noch einer: Risikoliebhaber GERMANWINGS

    Noch einer wurde vergessen: Zweibrücken im Saarland wurde angeflogen von GERMANWINGS für ein paar Jahre.. Am Ende der kurzen Landebahn eine SCHLUCHT und geflogen wurde auf Sicht. Grauenhaft, heute aus Sicherheits und Geldgründen eingestellt... Die zahlreichen Male bei denen man nur in Köln landen konnte und die Passagiere mit Bussen herumwarfen musste.. Das war zu abenteuerlich.
  6. #25

    Zitat von lafrench Beitrag anzeigen
    Noch einer wurde vergessen: Zweibrücken im Saarland wurde angeflogen von GERMANWINGS für ein paar Jahre.. Am Ende der kurzen Landebahn eine SCHLUCHT und geflogen wurde auf Sicht. Grauenhaft, heute aus Sicherheits und Geldgründen eingestellt... Die zahlreichen Male bei denen man nur in Köln landen konnte und die Passagiere mit Bussen herumwarfen musste.. Das war zu abenteuerlich.

    Naja, die Bahn in Zweibrücken ist über 2600 m lang und damit absoluter Durchschnitt für einen Regionalflughafen. Das Hornbachtal würde ich auch nicht als "Schlucht" bezeichnen, es ist nicht so, dass die Flieger am Ende der Bahn in einen Abgund stürzen würden, wie das vor ein paar Jahren in Indien passiert ist.
    Es gibt außerdem ein Instrumentenlandesystem, dass ist aber nur nach CAT I zugelassen, erfordert also immer noch relativ gute Sichtbedingungen.

    Eingestellt wurde der Germanwings-Betrieb hauptsächlich aus Geldgründen - Der Luftverkehrszuschlag machte das Billigkonzept zu teuer, aber auch die Umleitungen nach Köln wg. unzureichender Sichtbedingungen kosteten Geld. Der Flughafen ist aber nicht "unsicher". Andere Charter-Airlines fliegen auch heute noch den Flughafen an, passiert ist noch nie was.
    Zweibrücken z.B. mit Kai Tak zu vergleichen finde ich dann doch ein bisschen reisserisch.

    Und warum mussten die Passagiere mit Bussen herumwerfen? Aus Wut?
  7. #26

    und dann gibt's noch...

    Tegucigalpa, Medellin COL, u.v.a.mehr. Fliegen ist schön!
  8. #27

    Einzigartige Erlebnisse

    Ein toller Flughafen den ich mit einzigartigen persönlichen Erlebnissen verbinde. So hatte ich das Vergnügen direkt in der Einflugschneise bei sehr lieben Menschen zu wohnen. Frustrierend war nur die Unberechenbarkeit des Nebels der oft zur Schließung der Landebahn zwang.

    Demzufolge: schade aber ich bin gespannt auf den neuen Flughafen und viele weitere Reisen zum Äquator.