Sicherheitskräfte im Ausstand: Streiks lähmen Flughäfen Hamburg und Köln/Bonn

DPAZahlreiche Flüge wurden gestrichen, vor den Personenkontrollen bildeten sich lange Schlangen: Die privaten Sicherheitsdienste am Flughafen Hamburg haben ihren Streik am Morgen fortgesetzt, auch die Kollegen in Köln/Bonn legten die Arbeit nieder. Sie fordern 30 Prozent mehr Lohn.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-883530.html
  1. #20

    Schluss mit der Grapscherei

    Zitat von nein_zur_vds Beitrag anzeigen
    Eine völlig überflüssige Branche mit einer völlig überflüssigen Aufgabenstellung (Schüren von Terrorhysterie als Profitbeschaffungsmaßnahme)...

    Weg mit den überflüssigen völlig überzogenen Kontrollen. 10% des derzeit betriebenen Aufwandes reicht völlig aus um Sicherheit zu gewährleisten. Alles andere ist Hysterie. Und schon wird man nicht mehr mit "Untersuchungen des Laptops auf Sprengstoffspuren" belästigt, könnte unbehelligt Deo und Shampoo ins Handgepck tun und würde auch ansonsten vor übellaunigen sich aufspielenden Wichtigtuern verschont bleiben...
    Absolut richtig - ich kenne hier einige, die ohne jede Ausbildung und Deutschkenntnisse direkt von Hartz IV zur "Sicherheitsfachkraft" bei Rhein-Main aufgestiegen sind. Jeder, der dort als billiger Leiharbeiter steht, ist einer zu viel. Sie tun nichts außer Passagiere belästigen.
  2. #21

    Streik

    Von mir aus können die noch bis in alle Ewigkeit streiken, da es in meiner Brache in der ich beschäftigt bin keine Tarifverträge gibt und ich somit kein Geld habe um irgendwo hin zu fliegen (oder zu fahren).
  3. #22

    Eine Unverschämtheit

    Die Streiks werden auf dem Rücken der Passagiere ausgetragen die entweder geschäftlich behindert werden oder ihren wohlverdienten urlaub opfern müssen. Hoffentlich trifft es in der Haupturlaubszeit die Beitragzahler der Gewerkschaften !
  4. #23

    Zitat von iffel1 Beitrag anzeigen
    kann der Bund eigene Mitarbeiter wieder hinstellen, schließlich ist dieses eine Aufgabe der Bundespolizei und dann wird die Aufgabe eben nicht delegiert, sondern mit Angestellten des Öffentlichen Dienstes durchgeführt - das ist nur eine Frage des Preises. Bei einer 30%igen Steigerung läßt sich das auch über den Öffentlichen Dienst abdecken. Streikt Euch weg !
    Das ist ja das Unerklärliche:
    Die Bundespolizei vergibt die hoheitliche Aufgabe der Gepäckkontrolle an private Firmen. Und dafür bezahlt sie 40,00 Euro pro Mannstunde.
    Und suchen Sie mal im Netz, welche Firma die Aufgabe an den Flughäfen Hamburg, Köln und Düsselsorf durchführt. (kleiner Tip: es ist nur eine).

    Clever sind die in München: Da kassiert der Flughafen das Geld von der BP und hat eine eigene Sicherheitsfirma.
  5. #24

    Zitat von bürgerundwähler Beitrag anzeigen
    Nichts für ungut, aber hier wird - mal wieder unterstützt von der ach so sozialen Gewerkschaft - ein Streik auf dem Rücken von Menschen ausgetragen, die nun gar nichts für die tarifliche Situation des Sicherheitspersonal können.
    Natürlich können sie das. Diese betroffenen Menschen sind der Bürger und Wähler und damit der Gesetzgeber, und der hat beschlossen, dass diese eigentlich hohheitliche Aufgabe in die Hände von Privatfirmen gelegt wurde. Würden dort Polizeibeamte stehen und kontrollieren, gäbe es keinen Streik. Aber Beamte sind ja so uncool.
  6. #25

    Zitat von Vielflieger Beitrag anzeigen
    Dafür sollten wir nicht mehr, sondern weniger bezahlen!
    Erinnert mich an das Komma beim Eisengehalt von Spinat.

    In irgendeinem Lehrbuch der Marktwirtschaft steht wohl, wenn man bessere Leistungen haben will, muss man einfach nur weniger bezahlen, und das wird nun überall in die Praxis umgesetzt.
  7. #26

    Der Fluch der Billigfliegerei

    Wenn Sie jede Woche mind. ein- bis zweimal berufsbedingt im Flieger sitzen fangen Sie irgendwann an, ihre Situation ernsthaft zu überdenken. Jeder Simpel fliegt heute für 99 € quer durch Europa - gefördert von den Luftlinien incl. Lufthansa, aber keine Airline macht sich Gedanken darüber, welchem Stress diejenigen ausgesetzt sind, wenn erst die Piloten, dann das Kabinenpersonal, dann das Personal auf dem Vorfeld und dann das sog. "Sicherheitspersonal" streikt, dessen Qualifikation - wenn man notgedrungen den Unterhaltungen zuhören muss - nicht weiter reicht als bis zum Ausfüllen eines Lottoscheins. Hier muss das gesamte System überdacht werden und alle an einen Tisch - die Gewerkschaften, die Regierung, die Airlines - lange lassen sich die vollzahlenden Kunden das nicht mehr bieten und überdenken die Notwendigkeit, im bisherigen Umfang überhaupt noch zu fliegen. Für die Juxreisenden spielt es ja keine Rolle, ob eine Übernachtung auf Feldbetten in Hamburg oder Düsseldorf im Sparpreis incl. ist.
  8. #27

    ich stamme aus der Branche

    und die Bezahlung ist mies. In Hamburg bekomme ich 12€ in der Stunde als Luftsicherheits Kontrollkraft. Damit bekomme ich als reiner Frachtkontrolleur sogar noch 4€ mehr als diejenigen, die für die Passagier- und Gepäckkontrollen zuständig sind.
    Wir sind diejenigen, die dafür sorgen, dass das Fliegen sicher ist und mensch keine Angst zu haben braucht, das eine Bombe oder ein Terrorist an Bord ist. Sicherheit wird verlangt, aber nicht ordentlich bezahlt, und 30% mehr bedeutet bei einem Lohn von 12€ eine Steigerung um 4€, was dann immer noch keine ordentliche Bezahlung für die Sicherheit darstellt, die wir den Menschen bieten und garantieren.
    Ich empfehle das Studium des Luftsicherheitsgesetzes (LuftSiG), wo die Aufgaben der Luftsicherheitsassistenten §5 und der Luftsicherheitskontrollkräfte §§8,9 beschrieben sind.
    30% Erhöhung sind eigentlich noch zu wenig.
    100% - das wäre fair für die Verantwortung, die wir tragen.
    Wir wollen doch alle sicher fliegen.......
  9. #28

    ich stamme aus der Branche

    es sind doch nicht wir, die die Gesetze so verschärft haben. Die gesetzlichen Vorgaben kommen von der ICAO, der IATA und der ECAC. Das BMI muß diese Vorgaben nur umsetzen - international sowie national über das Luftfahrtbundesamt (LBA). Und wenn manche suborganisierte Mitarbeiter lustlos, genervt und unfreundlich wirken, dann denke mensch nur an den miesen Lohn, der mit 200 Stunden monatlich keine 1300€ auf's Konto einbringt. Eine Flugreise kann ich mir seit Jahren nicht leisten. Ich gehe dann noch auf Nebenbewachungsjob (Einlasskontrolle) ins Volksparkstadion, damit ich keinen leeren Kühlschrank habe. Und meinen Kollegen geht es nicht anders.
    Es ist klar, das sich Leute beschweren, die sich einen Urlaub leisten können, aber haben sich diese mal über ihre eigene Arroganz Gedanken gemacht, wie diese Menschen uns Sicherheitskräfte behandeln?? Jaja - wir sind Untermenschen.............