Studie: Hirnschrittmacher bremst Parkinson früher

AP/ Inserm/ CNRS-INRIAHirnschrittmacher sind für manche Parkinson-Patienten die letzte Hoffnung. Sie kommen aber nur bei Älteren zum Einsatz, und wenn Medikamente nicht mehr helfen. Das könnte sich ändern. Eine Studie zeigt: Auch jüngere Kandidaten kommen für die heikle Operation in Frage.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-883163.html
  1. #1

    Deep Brain Stimulation

    Ich arbeite als nurse auf der Neuro-Science ICU im University of New Mexico Hospital (UNMH) und Dr Erich Marchand macht die DBS seit einigen Jahren sehr erfolgreich. Patienten bleiben ueber Nacht nach der Sonden plazierung und kommen dann nach einer Woche um die Battery (normalerweise unter der Haut in der Brust) anzustellen. Wenn richtig plaziert ist die Reduzierung von Symptomen erstaunlich und verbessert die Lebensqualitaet immens.
  2. #2

    Au weia

    Der Weg vom Hirnschrittmacher zum Chip im Hirn ist bestimmt nicht mehr weit.
  3. #3

    ein unglaublicher Erfolg...

    Mein Mann war Mitte 40, als ihm der Schrittmacher eingesetzt wurde. Medikamentös war eigentlich alles ausgereizt. Trotz der Medikamente war er feinmotorisch so eingeschränkt, das ihm das verfassen kürzester Texte unglaublich viel Mühe gemacht hat (1 Zeile dauerte schon mal 10 Minuten). Schlaflosigkeit wechselte sich mit Wachphasen ab. Teilweise konnte er Nachts garnicht mehr schlafen. Der Tremor war nicht, bzw. kaum noch medikamentös zu unterdrücken. Für eine Familie mit kleinen KIndern eine unglaubliche Belastung. Zusätzlich komt die existenzielle Sorge, nicht mehr arbeiten zu können und damit die Lebensgrundlage der Familie nicht mehr sichern zu können.
    Mit Einsetzung des Schrittmachers ist die Lebensqualität deutlich höher als im Text angegeben. Wenn man die Feinheiten des Parkinson nicht kennt, sieht man ihm die Erkrankung nicht mehr an. Wir hätten nie geglaubt, wenn auch gehofft, das die Deep Brain Stimulation einen so unglaublichen Erfolg bringen wird. Die 30.000 € Investition in die Operation lohnt sich auf jeden Fall, wenn junge, erwerbstätige Menschen so erheblich von der Methode profitieren. Wir hoffen, dass uns dieser Zustand noch lange erhalten bleibt.
  4. #4

    @karlsiegfried

    ihnen wäre es vermutlich lieber die Medizin und jeglich Fortschritt ganz abzuschaffen und die Menschen mit Krankheiten allein zu lassen damit sie mit ihrer Paranoia ruhig leben können
  5. #5

    Forschung

    Die Resultate der Deep Brain Stimulation sind beeindruckend, aber nicht immer so wie bei xantippe007. Daher muss weitergeforscht werden, um z.B. die Ursachen der unterschiedlichen Behandlungserfolge zu verstehen. Einen Grossteil der Forschungsergebnisse verdanken wir uebrigens elektrophysiologischen Untersuchungen an Affengehirnen.
  6. #6

    Spitzentechnik

    Ich bekam die tiefe Gehirnstimulation im August 2008. Zum Zeitpunkt der Operation war ich 60 Jahre alt und Parkinson war bei mir bereits vier Jahre diagnostiziert.
    Mir geht es gut und ich kann wieder Rad fahren.
    Ich bin den Ärzten des Universitätskliniums Kiel zu großem Dank verpflichtet.
    Ohne den Eingriff und die Fürsorge dieser Ärzte würde ich heute sabbernd und unkontrolliert wackelnd "hinterm Ofen sitzen".
  7. #7

    Hoffnungsfrohes Ergebnis ...

    ... auch wenn es ein schwerer und riskanter Eingriff bleibt. Hoffentlich wird auch künftig in Begleitstudien untersucht, wie es den Menschen mit Hirnschrittmacher geht.

    Jag
  8. #8

    Wesentlich risikoärmer ist es

    vor Medikamentengabe oder Einsetzen eines Hirnstimulators zunächst den Nährstoffstatus des Patienten mit Parkinson-Symptomen zu erheben und etwaige Fehlmengen zu substituieren. Statt einer Parkinson-Erkrankung können schwere Mikronährstoffmängel vorliegen, die ähnliche Symptome machen. Zu denken ist besonders an einen Cholecalciferol-Mangel.
  9. #9

    Hirnschrittmacher

    Habe in einer Tageszeitung mit der Überschrift gelesen: Parkinson ist nicht Heilbar.
    Dazu möchte ich Ihnen folgendes mitteilen. Ich war im voriegendem Jahr bis zum März 2013 ein Pflegefall, war im BetreutenWohnen untergebracht, konnte nicht mehr Radfahren, gehen, duschen, konnte nicht mehr ohne Hilfe Nahrung aufnehmen, bis ich meinem Psyschologen mitteilte, mein Schwager sah im Fernsehen einen Bericht über eine Hirnstimulation. Am anderen Tag teilte mir dieser Arzt eine Telefonnummer eines Neurochirurgen mit. Er machte einen Termin zur Erstuntersuchung mit.
    Ich suchte den Arzt auf und machte mit ihm einen OP- Termin aus.
    Dann war es soweit ich wurde operiert , der Arzt impatierte mir einen Neurostimulator in die Brust ein, zudem setzte er mir Elektroden und eine Verbindung zur Brust ein.
    Nach dieser Tiefenhirnstumalation war direkt nach der OP spürte ich eine deutliche Verbesserung meiner Krankheit (Dystonie (ähnlich Parkinbson)und Tremor beider Arme und am Kopf Dyskinesien).
    Nach nur 10 Tage Krankenhaus wurde ich entlassen. Der Arzt war begeistert. Während der Operation spürte ich dank einer Vollnarkose nichts.
    Jetzt habe ich eine Lebensqualität zurückgewonnen. Ich möchte nun allen an Parkinson, alle anBewegungsstörungen,Elepsienu.v-m. erkrankten Menschen helfen.
    Parkinson ist Dank eines Hirnschrittmachers heilbar.