Experiment mit Primat: Schimpanse Ai zaubert mit Zahlen

PRI/ WRCEs ist ein erstaunliches Experiment. Nur für eine halbe Sekunde sieht der Affe Ai die Zahlen von eins bis neun auf einem Bildschirm. Dann verschwinden die Ziffern und das Tier zeigt ihre Positionen in richtiger Reihenfolge auf. Ein Video zeigt den Test, an dem ein Mensch scheitern würde.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-883515.html
  1. #1

    Beeindruckend, aber ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein erstaunliches Experiment. Nur für eine halbe Sekunde sieht der Affe Ai die Zahlen von eins bis neun auf einem Bildschirm. Dann verschwinden die Ziffern und das Tier zeigt ihre Positionen in richtiger Reihenfolge auf. Ein Video zeigt den Test, an dem ein Mensch scheitern würde.

    Affen haben besseres Erinnerungsvermögen als Menschen - SPIEGEL ONLINE

    Schon beeindruckend, zumal es laut Video keine halbe Sekunde ist, die der Affe die Ziffern sehen kann, sondern nur 210 Millisekunden. Dass das KEIN Mensch schaffen würde bezweifele ich aber, wenn ich mir die Leistungen der deutschen Gedächtnismeisterschaften anschaue.

    MEMO MASTERS - Deutsche Gedchtnismeisterschaften - Regeln & Rekorde - Erwachsene

    Sich in 30 Minuten 1320 Ziffern einzuprägen, die man dann nach 60 Minuten in der richtigen Reihenfolge wiedergibt, erscheint mir doch noch etwas schwieriger. Und JEDER Schimpanse scheint zu dem Kunststück, das Ai beherrscht, auch nicht in der Lage.
  2. #2

    Den Film, damals bis 10, habe ich schon vor einiger Zeit gesehen, es ist schon sehr beeindruckend.

    Allerdings kann auch der Mensch sich lange hinsetzen und jahrelang solche Aufgaben üben. Er hat nur meist was Besseres zu tun. Dazu kommt, daß der gewählte Affe natürlich nicht einer von denen ist, die sich beim Experiment von Anfang an schwer tun.
  3. #3

    "- in exakt der richtigen Reihenfolge (siehe Video)"


    Ja wo isset denn, dat Video?
  4. #4

    yoooh

    Also das war schon mal vor ein paar Jahren im Fernsehen. Lang und breeeeit. Wahrscheinlich hat da der Schreiber geschlafen oder noch in die Windeln gemacht.
  5. #5

    Alter Hut

    Mir ist das Experiment seit Jahren bekannt. Was der Japaner da tut, hat lediglich Unterhaltungswert und ist wissenschaftlich redundant. Seine Schlussfolgerung, Chimpansen hätten ähnlich der Hundenase halt ein besseres Gedächtnis bzw. der Mensch habe dieses im Laufe der Evolution abgebaut, ist absolut abstrus. Zeugt jedenfalls nicht von einem fundierten Verständnis, was Gedächtnis ist. Tatsächlich hat sich die beim Menschen das Vergessen im Bewussten entwickelt. Unterbewusst vergisst der Mensch nichts. Dies lässt sich auch bei neurologischen Defekten nachweisen. Die Patienten können dann auch Kleinigkeiten und Details nicht vergessen. Sind natürlich deswegen dementsprechend überfordert.
  6. #6

    dann ist es an der zeit dass man wenigstens den höheren

    Primaten wie schimpansen bonobos gorillas und oran utans das gleichberechtigte Menschen recht zu gesteht um diese spezies. besser zu schützen . es sind eben die kulturellen und Umwelt tbedingten Einflüsse die die unterschiede heraus gearbeitet haben und in der Forschung werden wir noch so manche Überraschung erleben. Der homo hat eben und das seht sogar in der Bibel - vom Baum der Erkenntnis gegessen. er hat erkannt dass lebensmittel , die Signal Moleküle enthalten , das Gehirn stark beeinflussen. so wurden Gefühle aber auch die assoziazions Geschwindigkeit manipuliert. der nobelpreisträger e kandel weiss nach , dass durch Zuführung von neurotransmitter die nerven Zell Teilung angeregt wird. dadurch hat der homo sein Gehirn aktiv mitkonstruiert und ein extremes Gehirn Wachstum ausgelöst . selbst Heute sprechen psychologen von einer intelligenz Kapazitäten Erweiterung von 30 iq punkten in 100 jahren. hierbei ist das Gedächtnis nur weniger betroffen. besonders abstrakte Fähigkeiten wie logisches denken und intellektuelle Relationen sind betroffen
  7. #7

    Déjà-vu

    "In unserem Denken gibt eine Zukunft und eine Vergangenheit", sagt Matsuzawa. "Die Schimpansen dagegen leben im Hier und Jetzt."

    Mit diesem Zitat will ich keinem Redakteur etwas unterstellen, aber: Die Geschichte habe ich vor einiger Zeit hier schon einmal gelesen ...
  8. #8

    Lustige Studie, aber wohl keine Aussage dass Schimpansen ein allgemein besseres Gedächtnis als wir Menschen haben. Hier scheinen nämlich unterschiedliche Hirnbereiche in Benutzung zu sein: Während ein Mensch als Kind lernt, zahlen logisch in 1er, 10er, 100er usw zu zerlegen, und damit prinzipiell unendlich weit zählen kann, scheinen diese Schimpansen die logischen Zusammenhänge zwischen den aufsteigenden Zahlen nicht zu erkennen. Stattdessen scheinen sie sich wohl auf ihr sensorisches und prozedurales Gedächnis zu verlassen. Da sie das gesehene nicht in logische Blöcke zu zerlegen versuchen, lässt sich Erlebtes wohl meist schlechter komprimieren, wofür sie ein besseres sensorisches Gedächnis brauchen als Menschen. Wenn die Menschheit nicht gelernt hätte, Information zu zerlegen und damit besser zu komprimieren, hätten wir Menschen bestimmt ein ähnlich gutes sensorisches Gedächtnis bei dieser Aufgabe. Ist natürlich jetzt nur reine Spekulation von mir, aber ich fänd das so herum logisch.
  9. #9

    Vor- und Nachteil

    Der Vorteil, dass es "in unserem Denken eine Vergangenheit und eine Zukuft gibt", ist auch ein Nachteil: Ohne Zukunftsplanung gäbe es weder Atombomben noch Klimawandel. Unsere Vernunft reicht noch nicht aus, um mit etwas mehr "im hier und jetzt leben" unseren Nachteil auszugleichen. Kommt aber (vielleicht) noch.