Arbeitskampf: Ver.di droht mit Warnstreiks im Öffentlicher Dienst

DPABereits ab kommenden Montag könnten Unterrichtsstunden an den Schulen ausfallen. Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes haben nach der zweiten ergebnislosen Tarifrunde Warnstreiks angekündigt. Die Angestellten fordern 6,5 Prozent mehr Lohn.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-883514.html
  1. #160

    Zitat von Danno Beitrag anzeigen
    Diese Erfahrung kann ich teilen. Das Gejammer über die niedrigen Gehälter im ÖD im Vergleich zur freien Wirtschaft ist ein Hohn. Gerade in den neuen Bundesländern wäre man froh, als Dipl.-Ing. mit 3.100 brutto anzufangen. Wenn überhaupt, erreicht man solche Zahlen erst mit vielen Jahren Berufserfahrung und nachdem man sich in endlosen Überstunden abgestrampelt hat. Dabei .....
    Man sollte aber nicht vergessen zu erwähnen, dass diese Gehälter für eine eher maximal durchschnitlichem Abschluss gezahlt werden sowie für Ings die nicht auf dem neuesten Stand der Technik befinden.

    Ich kenne keinen qualifizierten Ing, der unter 60k/a nach Hause geht.
    Nachzuvollziehen ist es auch ein einfaches, in dem man kurz nachdenkt, warum die schlecht bezahlten Ings nicht im ÖD anfingen umd dort richtig Kohle abzugreifen.
    Richtig, sie waren bzw. sind zu schlecht, um dort genommen zu werden
  2. #161

    Böse!

    Zitat von 1801 Beitrag anzeigen
    Man sollte aber nicht vergessen zu erwähnen, dass diese Gehälter für eine eher maximal durchschnitlichem Abschluss gezahlt werden sowie für Ings die nicht auf dem neuesten Stand der Technik befinden.

    Ich kenne keinen qualifizierten Ing, der unter 60k/a nach Hause geht.
    Nachzuvollziehen ist es auch ein einfaches, in dem man kurz nachdenkt, warum die schlecht bezahlten Ings nicht im ÖD anfingen umd dort richtig Kohle abzugreifen.
    Richtig, sie waren bzw. sind zu schlecht, um dort genommen zu werden
    Das sind schlimme Unterstellungen, die Sie hier tätigen. Sie werfen dem 56-jährigen Ing. veraltetes Wissen vor? Ich nehme mich dabei mal aus, bin noch nicht so alt. Aber Sie haben in Berlin offensichtlich noch keine Gehaltsverhandlung miterlebt. 60k/a verdienen dort die Abteilungsleiter. Wohl gemerkt, das sind natürlich keine DAX-Unternehmen! Absolventen werden schon gar nicht mehr eingestellt. Man erwartet Berufserfahrung gegen geringes Entgelt. Wem es nicht passt, der kann gleich wieder gehen. Vom viel beschworenen Fachkräftemangel ist hier wenig zu spüren. Ich gebe zu, dass Berlin evtl. nicht repräsentativ ist. Es steht ja jedem frei, nach Süddeutschland zu gehen und für das doppelte Gehalt zu arbeiten. Aber die Verhältnismäßigkeiten bei allem hier Geschriebenen müssen schon gewahrt bleiben. Sorry für offtopic!
  3. #162

    Mal zum nachdenken über Lehrer für Einige!

    Meine Frau ist Lehrerin.
    Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld gibt es keins mehr.

    Zu Weihnachten kam ein netter Brief, in dem für 2013 die Beihilfe gekürzt wird und die "Kostendämpfungspauschale" angehoben wird. Was das ist? Ganz einfach: Sie bekommen einfach für ein paar Jahre noch weniger ihres Gehalts ausbezahlt (als die Neider hier in den Tabellen finden).

    Sie arbeitet nie unter 50-60 Stunden pro Woche, ist jedoch angesehen und wird von Eltern immer gelobt. Gedankt wird es ihr ausserhalb von Niemandem (Man sehe nur hier: "Faule Lehrer. Halbtagsjob. Bringen Kindern nichts bei. Blablablubb"). Sie wird Zeit ihres Lebens belächelt für den Job und muss sich mit Vorurteilen rumschlagen.
    Verdienen tut sich deutlich weniger als ich. Ihr Werdegang, um Berufsschullehrerin zu werden:

    - 3 J. Abi
    - 5 Jahre Wirtschaftspädagogik (gleiche Veranstaltungen wie WiWis)
    - 1 Jahr Pflichtpraktikum in der Wirtschaft (oder 3 J. Ausbildung)
    - 0,5 Jahre Pflichtpraktikum in der Schule (während Studium in Semesterferien)
    1,5 Jahre Referendariat (in der Zeit weniger Gehalt als manche Azubis, die sie unterrichtet).
    _
    11,5 Jahre

    In den Sommerferien wird man natürlich gekündigt und wird erst danach eingestellt.
    Auswahl wo man später arbeitet? Fehlanzeige. Das können gern mal 70 KM einfache Strecke sein.

    ___
    Sie liebt ihren Beruf,
    geht morgens um 6 Uhr aus dem Haus kommt selten vor 17 Uhr aus der Schule. Abends wird regelmäßig bis 19.30 Uhr Unterricht vorbereitet/nachbereitet, Klassenfahrten organisiert, Elterngespräche telefoniert, Jugendamtskorrespondenz, etc. pp.

    Natürlich gibt es bei ihr auch Kollegen, die um 14 Uhr Feierabend machen. Aber genauso gibt es bei uns im Betrieb Kollegen, die unfähig sind, Kaffee trinken, Schwätzchen halten, etc. Aber da wird nie pauschalisiert "in der freien Wirtschaft sind alle faul". Ich finde es schlimm, dass man die Arbeit vieler, guter, engagierter Lehrer nicht wertschätzt (deren Gehalt usw schon längst nicht mehr feierlich ist).

    http://oeffentlicher-dienst.info/ver...wicklung-2.png


    Jetzt dürfen Sie Ihre eigenen Postings mal mit der Realität vergleichen und überlegen, ob Sie wirklich zu stolz sind auch mal eine Meinung zu revidieren.
  4. #163

    Neid, Missgunst und Fehlinformation - der öD als Prügelknabe der Nation

    Einige scheinen es immer noch nicht kapiert zu haben:
    Es geht um eine Anpassung der Tarifverträge der LÄNDER mit einer Laufzeit von ZWEI Jahren und zwar für die im ANGESTELLTEN-Verhältnis. (Das sind die NICHT-verbeamteten Beschäftigten).
    Hört endlich auf immer das Argument der Arbeitsplatzsicherheit zu verwenden. Sie können als Angestellter im öD genauso entlassen werden, wie jeder andere auch. An meiner TU sind über 2/3 der Akademischen Mitarbeiter (Diplom, Magister, Master, Doktor) befristet beschäftigt. Eine vollbezahlte Stelle ist ein Privileg - mal davon abgesehen, dass auch die akademischen Kollegen auf einer halben Stelle Vollzeit arbeiten.
    Eine volle Stelle bekommen Sie als Absolvent in der Regel nicht - dürfen aber Vollzeit arbeiten. Also, schaut euch die REALITÄT an, bevor IHR Vorurteile gegenüber dem öD äußert. Zur Thematik doppelte Abiturjahrgänge: Viele Akademiker an den TU's und FH's leisten teilweise unmenschliches zur Aufrechterhaltung der Qualität der Lehre. Dreimal dürfen Sie raten, wie uns das gedankt wird: Richtig, nämlich gar nicht!
  5. #164

    Angestellter im Polizeidienst?

    Zitat von kerle72 Beitrag anzeigen
    Mein Mann arbeitet als Polizeiangestellter im öffentlichen Dienst und muss z.B die Botschaften bewachen usw. Er hat eine 48-Stunden Woche und bekommt nur 37,... bezahlt und erhält einen Hungerlohn! Und dafür, dass er seinen Hintern für andere im 12 stunden Tag- u. Nachtdienst bei Minusgeraden in der Kälte steht und sich mit irgendwelchen Idioten auseinandersetzen muss! Da hat er 6,5 % mehr Lohn erst Recht verdient und wir wissen alle, was am Ende dabei rumkommt! Also kommt mir nicht so, die sollen mal in der freien Wirtschaft arbeiten! Das ist einfach mal so gesagt! Nur weil man nicht in der freien Wirtschaft arbeitet, hat man wohl auch keine Lohnerhöhung verdient. Auch die angestellten Lehrer nicht, die sich tagtäglich mit unseren verzogenen Gören auseinandersetzen müssen, die das Wort Respekt gar nicht mehr kennen! Arme Angestellte, Deutschland unterstützt Euch nicht, aber verlangen gute Arbeit von Euch! Ich übrigens arbeite in der freien Wirtschaft und kenne genau den Kampf um mehr Geld!
    Oder stellt er sich im Polizeidienst an? Wenn er von 48 Stundend nur 37 bezahlt bekommt, warum geht er dann nicht zur Gewerkschaft und beschwert sich über seinen Arbeitgeber. Etwa weiler Beamte ist?
  6. #165

    Zitat von wolowizard Beitrag anzeigen
    Ich als Schüler , muss sagen unverschämt was für ein leichtes Leben sich 60Prozent der Lehrer machen. Mathelehrer steht kurz vor der Rente und geht während dem Unterricht zum rauchen. Englischlehrerin spielt mit ihrem Ipad ( natürlich während des Unterrichtes , man hat ja zu wenig Ferien) Würde ich gerne Filmen und den Medien zu kommen lassen .
    OT:
    Wenn ich mir Ihren Beitrag unter dem Gesichtspunkt Grammatik und Rechtschreibung betrachte, sollten Sie den Medien eine korrigierte Fassung zukommen lassen.
  7. #166

    Einem Nackten in die Tasche greifen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bereits ab kommenden Montag könnten Unterrichtsstunden an den Schulen ausfallen. Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes haben nach der zweiten ergebnislosen Tarifrunde Warnstreiks angekündigt. Die Angestellten fordern 6,5 Prozent mehr Lohn.

    Öffentlicher Dienst: Gewerkschaften drohen mit Warnstreiks - SPIEGEL ONLINE
    Wenn Mitarbeiter eines Erfolgreichen Unternehmens mehr Lohn fordern - OK!
    Erfolglose Firmen gehen bankrott, Mitarbeiter werden arbeitslos.
    Bund, Länder und Kommunen sind (erfolglos) verschuldet, können aber scheinbar nicht pleite machen, die Arbeitsplätze offensichtlich sicherer als in der Wirtschaft.
    Lohnerhöhungen könnten wohl nur mit noch mehr Schulden finanziert werden.......
  8. #167

    Umverteilung nötig?!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bereits ab kommenden Montag könnten Unterrichtsstunden an den Schulen ausfallen. Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes haben nach der zweiten ergebnislosen Tarifrunde Warnstreiks angekündigt. Die Angestellten fordern 6,5 Prozent mehr Lohn.

    Öffentlicher Dienst: Gewerkschaften drohen mit Warnstreiks - SPIEGEL ONLINE
    Ich denke die öffentliche Hand kann sich keine höheren Lohnkosten insgesamt leisten.
    Aber scheinbar sind die Beamten im Gegensatz zum durchschnittlichen öffentlichen Dienst ziemlich überbezahlt und begünstigt. Man kann es ja nicht jedem recht machen, aber hier könnte man umverteilen! Verbeamtete Lehrer oder Krankenpfleger haben neben entscheidendem Lohnvorteil auch noch ihre Unkündbarkeit usw.!
  9. #168

    Zitat von arbeiter Beitrag anzeigen
    Ich denke die öffentliche Hand kann sich keine höheren Lohnkosten insgesamt leisten.
    Aber scheinbar sind die Beamten im Gegensatz zum durchschnittlichen öffentlichen Dienst ziemlich überbezahlt und begünstigt. Man kann es ja nicht jedem recht machen, aber hier könnte man umverteilen! Verbeamtete Lehrer oder Krankenpfleger haben neben entscheidendem Lohnvorteil auch noch ihre Unkündbarkeit usw.!
    Quo usque tandem....muss man hier noch verdeutlichen, klar machen, hervorheben, dass es NICHT um Beamte geht, sondern um Tarifbeschäftigte (die man mal Angestellte und Arbeiter nannte).