Umfrage: EZB verliert das Vertrauen der Anleger

REUTERSDie Europäische Zentralbank hat bei Anlegern an Vertrauen eingebüßt. Weniger als ein Drittel der europäischen Investoren traut der Notenbank noch zu, die Inflation zu kontrollieren. Laut einer Umfrage glauben sie nur noch an Immobilien, Betriebsrenten und Gold.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-883489.html
  1. #60

    Zitat von tromsø Beitrag anzeigen
    Wenn ich die Wanderbewegungen der Südeuropäer so anschaue, muss Angola für Portugiesen ein Paradies sein, Lateinamerika scheint auch sehr schön zu sein. Wenn wir in Europa bleiben, dann gemäss Einwanderungsstatistik Norwegen und die Schweiz.
    Ich glaube nicht, daß es in der Schweiz oder Norwegen den menschen wirkich besser geht, als in Deutschland. Ok das BIP ist höher, die Preis aber auch.

    An Norwegen würde mich schon mal das Wetter stören...

    Das es in Angola oder Südamerika sich besser leben läßt als hier bezweifel ich stark. Vermutlich nur wenn man eienige Millionen und die notwendigen Waffen hat, diese zu verteidigen.
  2. #61

    Stimmt einfach nicht

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Was Sie unter „wertlosen Schulden“ verstehen, ist mir nicht klar. Schulden sind solange ein Vermögenswert, solange nicht Insolvenz angemeldet wird, (...)
    Forderungen müssen, nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, bewertet und abgeschrieben werden, sobald die Rückzahlung zweifelhaft erscheint. Außer Staatsschulden.

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Banken geben ausnahmslos Kredit auf die Solvenz, nennen Sie es von mir aus auch Bonität, wobei der Begriff in § 18 KWG nicht vorkommt.
    Bei Solvenz braucht man ja keinen Kredit. Um diesen Unterschied zu erkennen, reicht Wikipedia Bonität.

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Die EZB bzw. die europäischen Zentralbanken dürfen sowieso kein Geld an die Staaten „herausrücken“, dies ist ausdrücklich untersagt.
    1. akzeptiert die EZB seit jeher Pfandbriefe auf öffentliche Gebäude, 2. akzeptiert sie Anleihen über ppp-Unternehmungen
    3. kauft sie jetzt sogar Staatsanleihen.

    Dazu kommt, dass sie bei der Bewertung von Unternehmenswerten deren Pensionsrückstellungen, sofern sie durch Anleihen bedeckt sind, als okay einstuft. Sie ist also viel weiter in die Staatsfinanzierung verstrickt, als sie es sich selbst eingesteht.

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Was der zu erwartenden Produktivitätsgewinn mit den Staatsschulden zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

    Fakt ist, wir werden in 25 Jahren mit erheblich weniger Menschen erheblich mehr produzieren, was einerseits dem Staat und anderseist den privaten Wirtschaftssubjekten zugutekommen wird.
    Das haben Sie hier eingebracht, ich habe nur darauf hingewiesen, dass das Produktivitätswachstum nur einmal verteilt werden kann. Derzeit wird es aber für - mindestens - 3 unterschiedliche Bereiche fest eingeplant.

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Ich sehe kein demographisches Problem, sondern bestenfalls ein Verteilungsproblem
    Demografie IST ein Verteilungsproblem. Wer wie alt ist, könnte sonst ja sch***egal sein

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Die Nachfrage der „Alten“ bezieht sich nicht auf Sozialleistungen, sondern auf Waren und Dienstleistungen aller Art,
    Aber wovon sollen sie das bezahlen?

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Also im prinzip das Gleiche wie heuet auch, nur etwas verschoben.
    Nicht "etwas", sondern "gewaltig" - auch wenn sich diese Gewalt nicht von plötzlich, sondern in den nächsten 15 Jahren verwirklicht.

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Ich befürchte keinen Vermögensverlust
    So lange sie sich von ihrem Vermögen nichts kaufen wollen, kann das sogar funktionieren. Aber Gnade Gott, falls doch - und nicht nur Sie, sondern 30 Mio weitere Rentner (in de. / 100 Mio in EU) mit Ihnen.

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Im Übrigen darf man auch nicht vergessen, dass die rein nationale Betrachtung in 20 oder 30 Jahren obsolet sein wird. Wir werden dann europäische Entscheidungen treffen, da wir dann in einem vereinten Europa leben werden
    Sehen Sie - deshalb ist ja auch Ihre Verkürzung auf 70 Mrd Annuität pro Jahr falsch. Es geht EU-weit um ~ 600 Mrd jährlich (= 1 Jahr .de-Bundeshaushalt
  3. #62

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    ....
    In den traditionell, seit Jahrhunderten verwendeten kameralistischen Systemen gibt es kein Abschreibungen oder Neubewertungen. Sie entsprechen mehr einer Einnahme-Überschussrechung.

    Es besteht – von Ausnahmen abgesehen - kein Grund besteht, die Staatsschulden abzuschreiben oder neu zu bewerten. Die weitaus meisten Staaten erfüllen Ihre finanziellen Verpflichtungen problemlos.

    Selbstverständlich braucht man auch Kredite wenn man „solvent“ ist, bei kerngesunden, solventen Unternehmen können Sie von einer Fremdkapitalquote von bis 80% ausgehen, wenn sich Privatpersonen z.B. ein Haus kaufen, benötigen sie Kredit. Nach der Insolvenzordnung ist jemand zahlungsunfähig (insolvent wenn er „ seinen Zahlungspflichten“ nicht mehr nachkommen kann (§17 Inso) oder Überschuldung vorliegt (§ 19 Inso)

    Die EZB ist nicht in irgendwelche Staatsfinanzierungen verwickelt. Was Sie meien, sind die normalen Offenmarktgeschäfte, die einer Laufzeit zwischen 2 Wochen und 3 Jahren haben und ausschließlich zur Liquiditätsversorgung der Wirtschaft dienen.

    Als Sicherheit hierfür müssen Wertpapiere mit einem bestimmten Rating hinterlegt werden. Mit dem Staat hat dies nichts zu tun, dieser bekommt von der EZB keine Kredite.

    Ich kann gegenwärtig nicht erkennen, dass die zu erwartenden Produktivitätsgewinne überhaupt „eingeplant“ sind. Klar ist aber, dass sie kommen werden.

    Die heutige „alte“ Generation verfügt über Vermögen in Form von Renten, Anlagen, Immobilien und sonstigen Assets, da ist es für die allermeisten kein Problem, die gewünschten Waren und Dienstleistungen zu bezahlen.Es ist Geld da, die Nachfrage besteht und das Warenangebot ist im Überfluss vorhanden.

    Zu den Staatsschulden: Ich kenne die europäischen Zahlen nicht, es dürfte in Relation aber in den meisten anderen Ländern nicht anders sein als bei uns.

    Wenn Sie bei uns mal von 70 Mrd Annuität ausgehen, diese um 2% jährlich steigern, haben Sie die Staatsschulden innerhalb von 35 Jahren bezahlt.

    Wie ich schon sagt, dies wird nicht passieren, da der politische Wille dazu nicht vorhanden ist, aber diese Rechnung demonstriert, dass die Staatsschulden in Wirklichkeit kein großes Problem darstellen.

    Generell verstehe ich Ihre Sorgen nicht, wir haben einen gut funktionierenden Staat, mit einem Produktivvermögen auf höchstem Niveau, ein recht gut ausgebildete Bevölkerung und sind in Europa integriert.

    Um die – im Vergleich zu Vermögen und Einkommen – ziemlich geringen Staatsschulden, mache ich da kein sonderlichen Sorgen.

    Wir werden aus den BIP der nächsten Jahrzehnte auch problemlos die Belastungen wie Beamtenpensionen oder Renten tragen können und werden auch die Kosten für Infrastruktur und Pflegeleistungen ohne jedes Problem bezahlen.

    Es muss sicher gesetzliche Anpassungen an die geänderte Situation geben, so ist die Lohnsumme in Zukunft sicher kein sinnvolle Bezugsgröße für Sozialabgaben mehr.

    Insgesamt bin ich für die nächsten 2-3 Jahrzehnte sehr optimistisch was die weitere wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung anbelangt