Schuldenkrise: 62 Prozent der jungen Griechen haben keinen Job

APDie Krise auf dem griechischen Job-Markt verschärft sich. Im November stieg die Quote auf 27 Prozent. Besonders dramatisch ist es bei den Bürgern bis 24 Jahre: Hier hat die Arbeitslosigkeit mittlerweile 62 Prozent erreicht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-883467.html
  1. #80

    Mit Verlaub,...

    Zitat von derbergischelöwe Beitrag anzeigen
    ...Ich respektiere andere Völker, aber respektieren die auch Deutschland? Der Zahlmeister der Transferunion wird doch allerorten beschimpft, besonders beliebt: die Nazikeule...
    ... selbst mir als "sortenrein" bundesrepublikanisch Eingeborenem und im Westen unserer Republik Sozialisierten fällt es gelegentlich SEHR schwer, irrational-deutschtümliches Verhalten als Antwort auf die OFFENSICHTLICH EU-weit grassierende Gegenwartskrise des Kapitalismus zu verstehen, geschweige denn zu akzeptieren...!

    (i.) Der Begriff "Nazikeule" wird der bundesdeutschen Gegenwart AUGENSCHEINLICH nicht gerecht.
    Spätestens seit dem unbehelligt mörderischen Wirken der NSU ist es auch fürs Ausland klar, dass (Neo)Nazis in unserer schnuckligen Republik keine Keule zu fürchten brauch(t?)en.

    (ii.) Dass in Ländern wie Griechenland, wo heutig lebende Menschen ihre Eltern oder Grosseltern durch NS-Willkür verloren haben, Assoziationen zur unseligen deutschen NS-Vergangenheit aufkommen (können), ist ebenso zwangsläufig, wie von jedem empathisch nicht hirnleistungsbehinderten Otto-Normalo vorhersehbar.

    (iii.) Dass mittlerweile wieder Besorgnis erregende 18 % unserer bundesdeutschen Mitbürger (Ost: 22,7 %, West: 16,5 %) die knüppelhart rassistische Auffassung vertreten...
    "Eigentlich sind die Deutschen anderen Völkern von Natur aus überlegen"
    ... ist schlicht ein wissenschaftlich gut belegter Fakt...
    (Quelle: ARD-Tagesschau vom 12.11.2012)
    ... den unsere EU-Mitbürger ebenso verständlicher- wie vernünftigerweise in ihre Beurteilung deutschen Verhaltens einfliessen lassen.

    (iv.) Dass das ein Konglomerat aus homo-ökonomisch beschränkter Weltsicht und (wirtschafts)politischer Macht logischerweise keine Lösungsänsätze für ein friedliches menschliches Zusammenleben hervorzubringen vermag, war bereits dem Vordenker allen marktwirtschaftlich erzeugten "Wohlstand der Nationen" klar:

    Adam Smith, "An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations", 4. Buch (1776)
    Die Herrschaft einer privilegierten Gesellschaft von Kaufleuten ist wohl die schlimmste aller Regierungen für jedes Land. Eine Gesellschaft von Kaufleuten ist offensichtlich unfähig, sich als Landesherr zu begreifen. Selbst dann nicht, wenn sie diese Aufgabe selbst wahrnehmen. Sie betrachten nach wie vor den Handel als ihre entscheidende Funktion. Und in seltsamer Verkennung der Tatsachen sehen sie in der Aufgabe des Souveräns bloß ein Anhängsel zu den Pflichten des Kaufmanns.”
  2. #81

    jaja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krise auf dem griechischen Job-Markt verschärft sich. Im November stieg die Quote auf 27 Prozent. Besonders dramatisch ist es bei den Bürgern bis 24 Jahre: Hier hat die Arbeitslosigkeit mittlerweile 62 Prozent erreicht.

    62 Prozent der jungen Griechen haben keinen Job - SPIEGEL ONLINE
    ........

    Welche Erfolgsgeschichte: Noch nie waren in Europa so viele Menschen arbeitslos, noch nie war die Quote unter den Jugendlichen so hoch.
    Aber es wird nicht daraus gelernt, im Gegenteil, die gemachten Fehler werden noch intensiviert: Immer mehr Schulden, Förderung einzig der Finanzindustrie, die die Wirtschaft ja bekanntlich heruntergerissen hat, und Manifestierung der Dominanz des volkswirtschaftlichen Faktors Kapital bei gleichzeitiger Streichung des Faktors Arbeit.
    Und schon gar keine eigenen Weg gehen, sondern brav den Schulden- und Niedergangstaumel der USA nachmachen.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  3. #82

    Ohne Kapital keine Arbeitsplaezte

    Zitat von rabenkrähe Beitrag anzeigen
    ........

    Welche Erfolgsgeschichte: Noch nie waren in Europa so viele Menschen arbeitslos, noch nie war die Quote unter den Jugendlichen so hoch.
    Aber es wird nicht daraus gelernt, im Gegenteil, die gemachten Fehler werden noch intensiviert: Immer mehr Schulden, Förderung einzig der Finanzindustrie, die die Wirtschaft ja bekanntlich heruntergerissen hat, und Manifestierung der Dominanz des volkswirtschaftlichen Faktors Kapital bei gleichzeitiger Streichung des Faktors Arbeit.
    Und schon gar keine eigenen Weg gehen, sondern brav den Schulden- und Niedergangstaumel der USA nachmachen.
    rabenkrähe
    Frueher waren eine Baustelle und eine Schaufel und ein Pickel mehr oder weniger alles was man zum Strassenbau benoetigte und es war relativ einfach arbeit zu beschaffen,

    Heute benoetigt man bedeutend mehr und das alles benoetigt Kapital. Sogar im Buero ist man von einem Schreibtisch, einer Feder und einem Stuhl auf Komputer, Internet und alles moegliche aufgestiegen.

    Wir haben heute eine Generation in Europa welche aus dem Lehr und Lernbereich ausgeschlossen ist und diese Gruppe wird sich fuer die naechsten 50 Jahre durch die Wirtschaftsstrukturen durcharbeiten.

    Fuer Wachstumsprognosen bleibt das ein langfristiger Hemmschuh fuer bereits schwache Wirtschaften und je laenger diese Jugendarbeitslosigkeit anhaelt, je groesser der Bremseffekt.
  4. #83

    Ja und? Lösungsvorschläge????

    Was hilft die Erkenntnis, dass die Jugendarbeitslosigkeit so hoch ist? Wo ist ein Lösungsvorschlag?
    Was ist mit dem Tourismus? Wenn wir den Griechen wirklich helfen wollen, dann müssen wir Druck auf die öffentliche Verwaltung dort machen. Und dann müssen wir eben auch nationale Belange der griechischen Bürokratie verletzen. Anders geht es nicht. Wenn der griechische "Staat" (Stall des Augeias) so weitermacht, wie bisher, werden wir noch Jahrzehnte das gleich Problem haben. Es gibt drei Feinde der griechischen Jugend: 1. Ihre Eltern, die das System tragen 2. Neureiche 3. Politiker 4. Gewerkschaften, die jegliche Änderungen betreffen 5. Frau Merkel, die nicht die wahren Ursachen der Krise bekämpft.
  5. #84

    Mit Verlaub,...

    Zitat von localpatriot Beitrag anzeigen
    Frueher waren eine Baustelle und eine Schaufel und ein Pickel mehr oder weniger alles was man zum Strassenbau benoetigte und es war relativ einfach arbeit zu beschaffen,

    Heute benoetigt man bedeutend mehr und das alles benoetigt Kapital. Sogar im Buero ist man von einem Schreibtisch, einer Feder und einem Stuhl auf Komputer, Internet und alles moegliche aufgestiegen...
    ... Ihr Postulat eines fiktiv knappen Gutes "Kapital" ist doch AUGENSCHEINLICH Blödsinn.

    Die gegenwärtige Kapitalanlage-Krise lehrt uns doch Gegenteiliges:
    Kapital gibt es wie Sand am mehr...!

    OFFENSICHTLICH gibt es im Gegenwarts-Kapitalismus gloal (wieder mal) nicht mehr genügend privatwirtschaftliche Anlagemöglichkeiten mit hinreichendem Rendite/Risiko-Verhältnis!

    Anderenfalls würde doch sonst kein Kapitalanleger Aufbewahrungs-Gebühren dafür löhnen (Bau-Zinsen niedriger als Inflationsrate), wenn jemand sein Kapital temporär in einem (noch) halbwegs sicheren, bundesdeutschen Immobilienhafen ankern lässt.

    Auch würde sonst kein Kapitalist unserer staalicherseits nach Plan bewirtschafteten, schnuckligen Republik real Geld dafür bezahlen, wenn diese ein paar Jährchen auf die fremden Gelbündelchen aufpasst.

    Die mit den fiktiv pösen, pösen Staatsschulden verknüpfte Umlaufrendite, sprich: der Profit, den Kapitalisten aus ihrem der Planwirtschaft aufgenötigten Geld ziehen können, schrumpft doch bereits nachweislich seit mehr als 20 Jahren mit linearem Trend von damalig NOMINAL ca. 9 % auf heutig grob schlappe 1 %.
    Zieht man davon die Inflationsrate ab, wird unmittelbar klar, wie erbärmlich Kapitalisten heutzutage leiden müssen.

    Die sich im Verlauf genannter Umlaufrendite widerspiegelnde Abnahme der kapitalistischen Profitrate hat übrigens offensichtlich auch nichts mit Griechenland, Spanien, überhaupt der EU oder dem Euro zu tun.
    Denn während des ersten Jahrzehnts oben genannt mit linearem Trend fallender Umlaufrendite, fiel genannte Profitrate in der Währung deutsche Mark im Mittel genauso schnell, wie nachfolgend weitere gut zehn Jahre lang in der Währung Euro.
  6. #85

    Zitat von greece2012 Beitrag anzeigen
    ...5. Frau Merkel, die nicht die wahren Ursachen der Krise bekämpft.
    Meine Bitte, die ich gegenüber einem anderen Foristen erkennbar erfolglos gestellt habe, auch an Sie:
    Wie soll eine deutsche Bundeskanzlerin die von Ihnen aufgeführten vier Krisenpunkte bekämpfen und wie soll soll sie "die wahren Ursache der Krise", die Sie ja zu kennen scheinen, aber nicht benennen, bekämpfen?

    Es ist für mich immer wieder nicht nachvollziehbar, dass vor allen südeuropäische Länder die Ursache ihrer Misere nicht bei sich selbst, sondern bei der deutschen Regierung suchen.
  7. #86

    Nun ja,...

    Zitat von greece2012 Beitrag anzeigen
    Was hilft die Erkenntnis, dass die Jugendarbeitslosigkeit so hoch ist? Wo ist ein Lösungsvorschlag?...
    ... wenn die deregulierte Marktwirtschaft nicht mehr gewillt oder befähigt ist, die ihr zugeteilten hungerigen Mäuler ordentlich zu nähren, wird früher oder später wohl eine planwirtschaftliche Lösung eingeschlagen werden müssen...

    Hat in unserer schnuckligen Republik doch jüngst auch recht gut funktioniert:

    2008/2009 griff der pöse, pöse Staat bei uns mit den Kunjunkturpaketen I und II in den Markt ein.
    Der IWF beziffert den Umfang genannt planwirtschaftlicher Stützung des Kapitalismus mit 68 Mrd. €. Die Bundesregierung beziffert beide Konjunkturpakete mit 80 Mrd. Eurönchen.

    Hinzu kamen bei uns noch die "ausnahmsweise" staatlich-planwirtschaftlich bereitgestellten Bürgschaftsinstrumente (primär) für kreditsuchende Mittelstandsunternehmen im Umfang von 100 Mrd. €.

    Oben drauf kam dann noch der planwirtschaftliche Rettungsfond SOFFIN für "systemrelvante" Banken (die der Kapitalismus ruiniert hatte) mit einem Umfang von 19 Mrd. € Kapitalhilfen plus 328 Mrd. € Garantien und Bürgschaften

    Summa sumarum hat sich unsere schnucklige Rebublik 2008 bis 2011 zwecks planwirtschaftlicher Stützung des Kapitalismus um 0,5 Billiönchen Eurönchen, oder grob eines Fünftels unserer jährlichen Wirtschaftsleistung, neu verschuldet...!

    WARUM ausgerechnet unsere von ihren sauteuren, planwirtschaftlichen Eingriffen in den Markt profitierende Republik selbiges Vorgehen nun unbedingt der halben Welt verbieten will, verstehen doch ohnehin nur die absolut Konkurrenzgeilsten aus dem Randgrüppchen der homines oecconomici aus unserer Mitte...
  8. #87

    Imbalances sind die Ursache

    Zitat von UweZ+ Beitrag anzeigen
    ... Ihr Postulat eines fiktiv knappen Gutes "Kapital" ist doch AUGENSCHEINLICH Blödsinn.

    Die gegenwärtige Kapitalanlage-Krise lehrt uns doch Gegenteiliges:
    Kapital gibt es wie Sand am mehr...!

    OFFENSICHTLICH gibt es im Gegenwarts-Kapitalismus gloal (wieder mal) nicht mehr genügend privatwirtschaftliche Anlagemöglichkeiten mit hinreichendem Rendite/Risiko-Verhältnis!

    Anderenfalls würde doch sonst kein Kapitalanleger Aufbewahrungs-Gebühren dafür löhnen (Bau-Zinsen niedriger als Inflationsrate), wenn jemand sein Kapital temporär in einem (noch) halbwegs sicheren, bundesdeutschen Immobilienhafen ankern lässt.

    Auch würde sonst kein Kapitalist unserer staalicherseits nach Plan bewirtschafteten, schnuckligen Republik real Geld dafür bezahlen, wenn diese ein paar Jährchen auf die fremden Gelbündelchen aufpasst.


    Zieht man davon die Inflationsrate ab, wird unmittelbar klar, wie erbärmlich Kapitalisten heutzutage leiden müssen.

    Die sich im Verlauf genannter Umlaufrendite widerspiegelnde Abnahme der kapitalistischen Profitrate hat übrigens offensichtlich auch nichts mit Griechenland, Spanien, überhaupt der EU oder dem Euro zu tun.
    Denn während des ersten Jahrzehnts oben genannt mit linearem Trend fallender Umlaufrendite, fiel genannte Profitrate in der Währung deutsche Mark im Mittel genauso schnell, wie nachfolgend weitere gut zehn Jahre lang in der Währung Euro.
    Diese Polemik hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun.

    Gerade in der heutigen Zeit erhalten die Geldeliten ihre Mittel umsonst, schlimmern noch, bei 15 Zinsen und 2,5% Inflation erhaelt man des Geld sogar noch mit Bonus. Das letzte mal als es so etwas gegeben hat war waehrend der Zeit des Vietnamkrieges, nur waren die Groessenordnungen der Zinssaetze hoeher.

    Was sie hier ansprechen ist die Verteilung der Arbeitsplaetze unter den Menschen und unter den Regionen.
    Schon lange kann man viel mehr produzieren als die Menschheit in den heutigen Strukturen vernuenftigerweise verbrauchen kann. Knappheit gibt es in Gebieten welche wirtschaftlich nicht mithalten koennen.

    In den Randgebieten des Eurolandes bedueted das beschraenkte Arbeitszeit fuer den einzelnen, Ausstieg aus dem Arbeitsleben vor 65 damit die Jungen an die Reihe kommen und natuerlich eine allgemeine Verarmung der Gesellschaft welche nicht in der Lage ist genuegend Wertschoepfung zu leisten um die gewuenschten Technologie und Luxusgueter einzufuehren.

    Aber ohne Kapitalnasammlung gibt es keine Produktivitaetssteigerung und keinen allgemeinen Wohlstand wie man ihn seit dne 70er Jahren gewoehnt ist.

    Strukturwandel rapid und radikal ist die langfristige Antwort. Geldmittel in die Wirtschaften pumpen ist die kurzfristige Notbeatmung welche die Wirtschaft am Leben erhaelt aber nicht vergroessert.
  9. #88

    Was es gibt - und was logischerweise NICHT...

    Zitat von localpatriot Beitrag anzeigen
    ...Aber ohne Kapitalnasammlung gibt es keine Produktivitaetssteigerung und keinen allgemeinen Wohlstand wie man ihn seit dne 70er Jahren gewoehnt ist.
    Kapital-Akkumulation kann dann, und nur dann, "Wohlstand für alle" erzeugen, wenn schlagartig hoher Investitionsbedarf zwecks Durchsetzung deutlich produktiverer Wertschöpfungsketten besteht.

    Das war zweifelsohne der Fall bei der Industrialisierung mittels der Dampfmaschine, bei er dazu benötigten, infrastrukturellen Logistik (grossräumliche Trennung von Produktions- und Verbrauchsort mittels Eisenbahn), bei der Automatisierung komplexer Arbeitsabläufe (Elektrik und Elektronik) sowie bei der Individualisierung o.g. Transportlogistik (Individualverkehr und individualisierter Transport).

    Grosse Hoffnungen wurden diesbezüglich zur Jahrtauendwende in die Individualisierung der Kommunikationswege (z.B. Internet) gesetzt.
    Hoffnungen, die allerdings grösstenteils schon mit der dot.com Krise wieder im Orkus der Geschichte verschwanden.

    WO sehen Sie bei den zahlreichen, nahe der Produktivitäts-Sättigung rumdümpelnden, industriestaatlichen Hochleistungs-Volkswirtschaften denn exorbitanten, privatwirtschaftlichen Investionsbedarf...???

    P.S.:
    Wenn schon kein Schwein den Menschen mehr glaubhaft erklären kann, dass Marktwirtschaft auch ohne die ausbleibende technologische Revolution zukünftig noch zur Wohlstandmehrung für alle führen würde, ist es wohl an der Zeit, sich wieder daran zu erinnern, was die vorindustriellen Vordenker aller Marktwirtschaft noch wussten.

    Adam Smith - Wohlstand der Nationen (1776)
    "...Dienstboten, Tagelöhner und Arbeiter bilden die Masse der Bevölkerung, so daß man deren verbesserte Lebenslage wohl niemals als Nachteil für das Ganze betrachten kann. Und ganz sicher kann keine Nation blühen und gedeihen, deren Bevölkerung weithin in Armut und Elend lebt. Es ist zudem mehr als recht und billig, wenn diejenigen, die alle ernähren, kleiden und mit Wohnung versorgen, soviel vom Ertrag der eigenen Arbeit bekommen sollen, daß sie sich selbst richtig ernähren, ordentlich kleiden und anständig wohnen können."
  10. #89

    Adam Smith war ein einsichtsvoller Mann

    Zitat von UweZ+ Beitrag anzeigen
    WO sehen Sie bei den zahlreichen, nahe der Produktivitäts-Sättigung rumdümpelnden, industriestaatlichen Hochleistungs-Volkswirtschaften denn exorbitanten, privatwirtschaftlichen Investionsbedarf...???

    P.S.:
    Wenn schon kein Schwein den Menschen mehr glaubhaft erklären kann, dass Marktwirtschaft auch ohne die ausbleibende technologische Revolution zukünftig noch zur Wohlstandmehrung für alle führen würde, ist es wohl an der Zeit, sich wieder daran zu erinnern, was die vorindustriellen Vordenker aller Marktwirtschaft noch wussten.

    Adam Smith - Wohlstand der Nationen (1776)
    Zur Zeit Adam Smiths war die Welt noch klein. Die Bevoelkerung war ein achtel von heute und Europa ausserhalb GBs war in den Haenden des Absolutismus. Haette er das in Wuerttemberg geschrieben dann waere er in null komma nichts auf dem Hohen Asperg gelandet.
    Ausserdem war die wertvollste Kapitalansammlung der Mensch, oder eher ein Heer von Leibeigenen oder Sklaven.

    Sie haben mit ihrer Frage nach investittionsbedarf in der entwickelten Welt teils recht. Man invstiert in Verfeinerung und Verbesserung aber wer dabei nicht mithalten kann faellt zurueck und zum Schluss hinaus.
    Um konkurrenzfaehig zu bleiben muss die herstellende Industrie jaehlich 3 bid 5 Prozent effizienter werden. Das kostet riesige Mengen an Kapital, wobei man heute das intellektuelle Kaptial als wertvoll betrachten muss. Neue Prozesse, neue Methoden, neue Maschinen.

    Wer rastet fliegt raus, und wer das Kapital nicht aufbringen kann, fliegt ebenfalls raus.

    Kapitalakkumulation wie es z B gerade in den USA geschieht bringt auch Wirtschaftmacht. Bald wird man sehen wie US Firmen das billige Geld in den Zukauf von zukunftstraechtigen Firmen investieren werden wobei man in D das Intellektuelle Kapital der gekauften Firmen meistens mit einer Null bewertet.