Lebensmittel-Skandal: Risiko-Schmerzmittel im Pferdefleisch

DPA/ Vier PfotenIn französischen Tiefkühlprodukten sind Reste des Schmerzmittels Phenylbutazon gefunden worden. Die Arznei wird wegen schwerer Nebenwirkungen beim Menschen äußerst zurückhaltend eingesetzt. In Deutschland werden Patienten noch damit behandelt - andernorts ist es verboten.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-883438.html
  1. #1

    Erst wenn der letzte Baum

    Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, und die Lasagne verschreibungspflichtig wird, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann
  2. #2

    nene

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In französischen Tiefkühlprodukten sind Reste des Schmerzmittels Phenylbutazon gefunden worden. Die Arznei wird wegen schwerer Nebenwirkungen beim Menschen äußerst zurückhaltend eingesetzt. In Deutschland werden Patienten noch damit behandelt - andernorts ist es verboten.

    Phenylbutazon im Pferdefleisch: Schmerzmittel mit Nebenwirkungen - SPIEGEL ONLINE
    .....

    Auch dieser Skandal wird viel zu schnell abgehandelt werden, dabei ist er symptomatisch. Billig ist in und notwendig, weil viele Menschen sich teurere Nahrung gar nicht leisten können. Was ihnen bei dem verbrecherischen Medikamentenmißbrauch in der Massentierhaltung und bei den Sparexzessen in der Futterindustrie da letztlich auf den Teller kommt, insbesondere wenn die Rohstoffe stark verarbeitet wurden (Hack, Streichprodukte, Mischprodukte undundund), das will keiner wirklich wissen. Manchmal ist es ja auch erstaunlich, daß sich in diesen Produkten noch Spurenelemente der ganzen angegebenen Rohstoffe und nicht nur Chemikalien und künstliche Stoffe finden...
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  3. #3

    Gestückelte Information kann helfen diesen Skandal in geregelte Bahnen zu lenken

    Wirklich seltsam. Zunächst wird eine erste Empörungswelle tsunamiartig und publikumswirksam ausgelöst, mit Informationen, die Pferdefleisch in Lasagne und vermutlich in Hack ganz allgemein verkünden und den überraschten Genießer solcher Speisen nach einer Phase der Aufregung aus seinen auf Rind trainierten genussfreudigen Geschmacksträumen reißt. Nach einer Schonfrist und abgeebbter Empörung wird ihm nun der eigentliche Skandal nachgereicht. Das angeblich zu Rindfleisch gleichwertige oder gar höherwertige Pferdefleisch enthält das für den humanen Verbrauch verbotene Schmerzmittel Phenylbutazon, das Pferden zur Linderung bei Gelenkschmerzen verabreicht wird und das durch seine gefährlichen Nebenwirkungen nicht in Lebensmittel gelangen darf. Es wurden also derartig behandelte Gäule, die nach ihrem herbeigeführten Ableben hätten entsorgt werden müssen, klammheimlich mit ihrem Schlachtkörper der menschlichen Ernährung zugeführt. Der Lebensmittelskandal kann sich nunmehr in seiner vollen Pracht entwickeln und alle Politiker, die ausreichend Empörungsroutine haben, können nun ihre Anklagen erheben, dass solche kriminellen Machenschaften alle nur denkbaren Regularien unterlaufen hätten und völlig unvorhersehbar und unkontrollierbar diesen Skandal herbeiführen konnten.
  4. #4

    Maskieren von Fleischabfällen

    Sieht so aus, als das sich eine Tomaten-Hackfleischsauce besonders gut zum Maskieren von Fleischabfällen (oder Sondermüll?) eignet.
    Mein Tipp: Sucht doch mal in den Bolognese Gläsern der vielen Premium- und Billigmarken - ist doch geschmacklich ganz ähnlich wie Lasagne, oder? Hmmm…
  5. #5

    Was soll das?

    Wenn in Deutschland die Mittel noch nicht verboten sind, dann ist doch alles in Ordnung. Der Käufer wird ganz langsam an den Mist gewöhnt, er hat Freude am Genuss und weiß es nicht. Also wie gehabt, nichts Neues unter der Sonne.