Bedeutender Jurist und Philosoph: Ronald Dworkin ist tot

DPAEr galt als wichtigster Rechtsphilosoph der USA, in seinen Werken beschäftigte er sich mit Freiheit, Gleichheit und moralischer Verantwortung - jetzt ist der Jurist Ronald Dworkin in London gestorben. Er wurde 81 Jahre alt.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...-a-883436.html
  1. #1

    Absolute Moral

    Zum Glück gibt es keine absolute Moral. Sie entwickelt sich weiter, sonst würden wir uns immernoch so gegenüber Anderen verhalten, wie zu den Zeiten, in denen die Bibel geschrieben wurde, die die barbarischen Moralvorstellungen von damals perfekt in sich vereint.
  2. #2

    Es gibt sie noch ...

    ...die Denker? Die Deutungshoheit über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Recht und Moral sollte natürlich weitestgehend unabhängigen Denkern überlassen werden, sonst werden diese ansich leere Worthülsen von unseren Politführer vereinnahmt.
  3. #3

    Danke, das Zitat trifft den Punkt !

    „Die "große Sache", von der die Igel im antiken Beispiel wissen, das sind Werte in all ihren Erscheinungsformen. Wenn wir verstehen wollen, was dem Leben Sinn verleiht und was die Gerechtigkeit verlangt, so müssen wir jenen moralgeprägten Denkmustern nachgehen, die das menschliche Denken und Handeln bestimmen. Füchse dagegen, das sind bei Dworkin die Spezialisten und Skeptiker, die Zyniker, die Viel- und Besserwisser, von denen es immer mehr gibt.“

    Ja, sehr schön zusammengefasst, leider aber übersah Dworkin schon immer was dies in der Realität bedeutet.

    Die Füchse sorgen nämlich in der Realität ganz einfach nur daür, dass die Igel weiter brav das glauben, was sie glauben sollen und, dass die Igel, man könnte auch ehrlicher: „Schafe“ sagen, bei den demokratischen Wahlen das wählen, was den Füchsen nützt.
    Funktioniert ganz prächtig. Kein Fuchs hat etwas dagegen, wenn sich die Schafe für die "Guten" halten.

    Der Begriff des Gut-Menschen ist ja nicht zufällig entstanden. Das Wesentliche an ihm ist jener Beigeschmack, den die Betroffenen ja immer so vehement ablehnen, weil der Verdacht, es könnte was dran sein, eben doch viel zu gross ist.

    Ist halt amerikanische Philosophie….. allerdings ist auch die europäische mittlerweile nicht mal mehr jener überlegen. Es ist die berüchtigte "normative Kraft des Faktischen" die alles abwürgt. Völlig zu Recht übrigens.
  4. #4

    Moral

    Zitat von tylerdurdenvolland Beitrag anzeigen
    „Die "große Sache", von der die Igel im antiken Beispiel wissen, das sind Werte in all ihren Erscheinungsformen. Wenn wir verstehen wollen, was dem Leben Sinn verleiht und was die Gerechtigkeit verlangt, so müssen wir jenen moralgeprägten Denkmustern nachgehen, die das menschliche Denken und Handeln bestimmen. Füchse dagegen, das sind bei Dworkin die Spezialisten und Skeptiker, die Zyniker, die Viel- und Besserwisser, von denen es immer mehr gibt.“

    Ja, sehr schön zusammengefasst, leider aber übersah Dworkin schon immer was dies in der Realität bedeutet.

    Die Füchse sorgen nämlich in der Realität ganz einfach nur daür, dass die Igel weiter brav das glauben, was sie glauben sollen und, dass die Igel, man könnte auch ehrlicher: „Schafe“ sagen, bei den demokratischen Wahlen das wählen, was den Füchsen nützt.
    Funktioniert ganz prächtig. Kein Fuchs hat etwas dagegen, wenn sich die Schafe für die "Guten" halten.

    Der Begriff des Gut-Menschen ist ja nicht zufällig entstanden. Das Wesentliche an ihm ist jener Beigeschmack, den die Betroffenen ja immer so vehement ablehnen, weil der Verdacht, es könnte was dran sein, eben doch viel zu gross ist.

    Ist halt amerikanische Philosophie….. allerdings ist auch die europäische mittlerweile nicht mal mehr jener überlegen. Es ist die berüchtigte "normative Kraft des Faktischen" die alles abwürgt. Völlig zu Recht übrigens.
    Soetwas wie Moral gibt es nicht,weil Sprache immer konkret ist,die Welt ist aber nicht sprachlich formalisierbar, es gibt kein vollendetes Modell der Welt,alle unsere in einer Sprache formulierte Sätze Menschenrechte,Gesetzte usw. sind herausgegriffene Abstraktionen der Sprache.Deswegen gibt es Rechtsunsicherheiten,deswegen müssen Gesetzte an Gerichten verhandelt werden um Wahrheitsfindung möglich zu machen.Deswegen gibt es gewaltige Finanzkrisen.Weil Mathematik und Logik die Welt nicht absolute 1:1 beschreiben,niemals wahr das deutlicher zu sehen als heutezutage.Moral,formulierte Prinzipien sind Alibi Verhalten,Sprache ist evolutionär nicht dafür da um die genau zu erklären und festzustellen sondern,Sprache evolutionär gewachsen um sich einen Vorteil zu verschaffen um zu betrügen.Da hilft es auch nicht weiter seine Begriffsapperat immer mehr zu verfeinern und Begriffe zu abstrahieren.Also lieber Quine als Dworkins.