Zahlen zur Berufsausbildung: Erst Abi, dann Azubi

Getty ImagesEin Rekord an deutschen Hochschulen: Rund 2,5 Millionen Studenten sind derzeit immatrikuliert. Gleichzeitig zeigen aktuelle Zahlen, dass immer mehr Abiturienten sich gegen die Uni entscheiden - und lieber eine Ausbildung machen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-883159.html
  1. #1

    .

    Hopla... eben verklickt...

    Interessant wäre zu erwähnen dass der Prozentuale Anteil an Anfängern im Übergangsbereich abnimmt. Bei den Deutschen waren es 2009 bis 2011 16%, 15% und 13%. Bei den Ausländern waren es im selben Zeitraum 26%, 24% und 22%. Die Kurven nähern sich zwar an aber die Anteil von Ausländern (darf man das Wort bei Spon eigentlich benutzen?) nimmt im Übergangsbereich immer noch zu. Ich bin mir sogar sicher, dass mehr Deutsche als Ausländer pro Jahr den Bereich verlassen - nur habe ich keine Daten gefunden. Ausländer aus dem nahen Osten oder dem arabischen Raum haben es bei uns besonders schwer. Die steigende Konzentration führt dort zu Frustration und was haben wir im Gesellschaftslehre gelernt? Frustration führt zu Aggression. Daher ist es meiner Meinung nach sinnvoll bei Ausländern andere Maßstäbe bei den Prüfungskriterien anzuwenden. Immerhin haben sie es ja schwerer und trotzdem geschafft. Na? Sollte das den 95% Linken hier nicht entgegen kommen?
  2. #2

    Das ist völlig vernünftig, auch mit Abi eine Ausbildung in Betracht zu ziehen. Warum sich in überlaufenen Studiengängen mit Menschen messen, die möglicherweise schlauer sind als man selbst? Dann hinterher monatelang unbezahlte Praktika machen, bis man endlich ein Job gefunden hat, den realistisch betrachtet auch ein Realschulabgänger mit etwas Einarbeitung erledigen könnte, weil er nämlich null mit dem Studium zu tun hat. So läuft es doch in vielen Fächern. Die richtige Ausbildung dagegen ermöglicht oft einen schnelleren und problemloseren Einstieg ins Arbeitsleben. Falls man sich doch zu Höherem berufen fühlt, kann man schließlich später immer noch studieren.
  3. #3

    erst Abi dann azubi danach Student

    weil die Gehälter sehr gesunken sind kann man von einer Ausbildung nicht mehr toll leben, bzw Familie gründen mit großem Auto kaufen.......außer man kommt in die Schichtjobs
  4. #4

    optional

    Wen wundert das? Es wird immer leichter, die Hochschulreife zu erlangen - das Studium selbst hingegen nicht. Das bedeutet, dass ein immer größer werdender Part der Abiturienten eben doch nicht dazu geeignet sind, zu studieren. Dann ist eine Ausbildung trotz Abitur doch die logische Folge. Davon abgesehen kann man mit den entsprechenden Ambitionen auch mit einer guten Ausbildung sein Brot verdienen, und das mitunter besser im Vergleich zu schlechten Hochschulabschlüssen.
  5. #5

    Zum sog. Übergangsbereich ist zu sagen, dass wir leider damit leben müssen, einen bestimmten Anteil kaum ausbildungsfähiger Jugendlicher zu haben. Parallel dazu sinkt das Arbeitsplatzangebot für Ungelernte.

    Eine Ausbildung ist für alle Abiturienten interessant, die im Bereich Wirtschaft- und Verwaltung tätig sein wollen. Hier gibt es ein breites Angebot an Möglichkeiten, während oder nach der Ausbildung eine qualifizierte Weiterbildung zu machen. Bachelors ohne Berufsausbildung - was kann man mit denen anfangen? Und nach einer Ausbildung studieren die Leute sehr viel zielgerichteter und effizienter, wenn sie denn noch eine Uni besuchen wollen. Problem ist allerdings auch für Abiturienten, einen qualifizierten Ausbildungsplatz zu finden.
    Da gibt es sicherlich nicht wenige, die studieren, weil sie keinen Ausbildungsplatz finden.
  6. #6

    Die meisten Abiturienten die ich aus meiner Ausbildungszeit kenne, haben die Ausbildung angefangen weil sie entweder im Studium gescheitert sind und nun eine Alternative her musste oder sie wollten halt Zeit totschlagen weil sie keinen Studienplatz bekommen hatten. Also nach der Ausbildung studieren oder die Ausbildung abbrechen wenn ein Platz frei ist.
  7. #7

    Kann ich nicht nachvollziehen.

    Eine Ausbildung ist für Leute die nur einen Realschulabschluss haben. Wer Abitur hat sollte selbstverständlich studieren, auch wenn man keine reichen Eltern hat die einem alles finanzieren, längerfristig gesehen machen nur die Leute mit einem gut abgeschlossenem Studium Geld...
  8. #8

    Das ist für viele eher eine Sackgasse

    eine Bekannte von mir wurde direkt für Arbeitslosigkeit und Minijob ausgebildet. Wenn man dann keinen Schulabschluss mitbekommt, ist man erstmal in einer Sackgasse. Wohnt man dann noch im ländlichen Raum, wird das noch mal wieder schwerer, sich irgendwie andersweitig zu qualifizieren.

    http://www.noz.de/lokales/69453024/berufliches-gymnasium-agrar-startet-im-august-in-lingen

    So wie hier muss die duale Ausbildung in DE überall sein. Immer mit dem entsprechenden weiterführenden Schulabschluss = Weiterqualifizierend. Gerade wenn über Bedarf ausgebildet wird und ähnliches.

    die ARGE bietet kaum Umschulungen und Wechselmöglichkeiten an.

    Als Oberstufenschüler haben die ein Recht darauf, sich damit auf weiterzuqualifizieren. Das ist anderswo auch der Standard. In Österreich schon, in der Schweiz zumindest fachbezogen, in GB, in Dänemark, in Norwegen.

    Das kann nicht zu viel verlangt sein.

    wir wollen denen das doch auch möglichst leicht machen, sich umzuorientieren, z.B. wenn sie mal arbeitslos werden, oder etwa nicht?
  9. #9

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    Zitat von kielerin78@icqmail.com Beitrag anzeigen
    eine Bekannte von mir wurde direkt für Arbeitslosigkeit und Minijob ausgebildet. Wenn man dann keinen Schulabschluss mitbekommt, ist man erstmal in einer Sackgasse.
    Auch mit dem falschen Schulabschluss kann man in einer Sackgasse landen. Billigjobs sterben in Deutschland aus da wir ein Hochtechnologieland sind und weiter bleiben wollen. Fachkräfte der MINT-Fächer sind daher unerlässlich. Wer nur einen Hauptschulabschluss besitzt, der eignet sich hauptsächlich nur als Lagerfachkraft oder Öl- und Schmiermittelfachkraft. Mit steigender Automatisierung nimmt das Jobangebot aber ab. Das führt dazu, dass manche Hauptschulen im Ruhrgebiet den Schülern beibringen wie man einen Harz 4 Antrag ausfüllt. hier ein Beispiel: Link Traurig aber war: Wir haben keine Verwendung für diese Menschen und müssen diese Bürde aus sozialer Verantwortung ertragen.