Geheimberuf Doktormacher: "Ich verhelfe Nieten zum Karriereschub"

Fabienne HurstChristian Arnig könnte Dutzende Doktortitel vor seinen Namen stellen - er ist Doktor-Ghostwriter, vier Dissertationen schreibt er im Jahr für fremde Auftraggeber. BWL, Jura, Kunstgeschichte? Kein Problem. Seine Jobwahl, sagt er, hat zwei Gründe: Er ist einfach zu schlau und die Uni zu unfähig.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-883008.html
  1. #1

    Wenigstens sind seine Kunden

    schlau genug um nicht abzuschreiben.
    Das ist doch auch schon mal eine Qualifikation.
  2. #2

    Ein paar Fragen

    Zitat von a.vomberg Beitrag anzeigen
    schlau genug um nicht abzuschreiben.
    Das ist doch auch schon mal eine Qualifikation.
    Wenn der Mann so schlau ist, warum lässt er es dann zu, dass eine Agentur die Hälfte seines Lohns kassiert? Warum macht er sich nicht selbstständig? Ich kapiere nicht ganz, worin die Arbeitsleistung der Agentur besteht.Nur darin, den Kontakt herzustellen? Ich glaube ich mache auch so `ne Agentur auf...

    In drei Monaten `ne Dissertation zu schreiben halte ich im Übrigen für ziemlich unmöglich. Völlig egal, wie (ein-)gebildet jemand ist.
  3. #3

    Wasserdicht

    Ich gönne dem Typen jeden Cent, immerhin scheinen seine Doktorarbeiten wasserdicht zu sein.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jura, Politik, BWL, Kunstgeschichte und Soziologie
    Und wieder mal die üblichen Laberfächer. Leute mit einem Dr. jur. habe ich sowieso noch nie als Akademiker betrachtet.
  5. #5

    Ein Troll

    Er ist angeblich hochbegabt und vielseitig interessiert, und deshalb für keinen Arbeitgeber interessant? Ich denke, er hat auf Taxifahrer studiert, anschließend promoviert (und dabei kräftig plagiiert) und lebt nun von Hartz IV und reichlich Schwarzarbeit. In seinem sozialen Umfeld dürfte es ähnlich mau aussehen wie bei der Qualifikation seiner Kunden. Einfach nur traurig, dass solchen Leuten auch noch Gehör verschafft wird. Merkt denn bei SPON niemand, dass hier jemand versucht, sich "aus gegebenem Anlass" zur Schau zu stellen?
    Klar gibt es soche illegalen Machenschaften. Aber die gibt es schon erheblich länger, als erst zu Zeiten des Guttenberg. Also was soll dieser Bericht? Habt ihr nichts besseres zu berichten?
  6. #6

    Zitat von a.vomberg Beitrag anzeigen
    Wenigstens sind seine Kunden schlau genug um nicht abzuschreiben. Das ist doch auch schon mal eine Qualifikation.
    Ich befürchte, dass aber manch anderer Ghostwriter genau das macht (ohne es diesem hier unterstellen zu wollen) und die Kunden sind nicht schlau genug das zu merken, oder es ist ihnen einfach egal, solange es niemand merkt, da sie erwarten, dass die Schriften in den Archiven doch nur Staub ansetzen werden.
  7. #7

    Zitat von Ostwestfale Beitrag anzeigen
    Wenn der Mann so schlau ist, warum lässt er es dann zu, dass eine Agentur die Hälfte seines Lohns kassiert? Warum macht er sich nicht selbstständig? Ich kapiere nicht ganz, worin die Arbeitsleistung der Agentur besteht.Nur darin, den Kontakt herzustellen? Ich glaube ich mache auch so `ne Agentur auf...
    Wenn Sie das richtige Netzwerk haben? Manches läuft ja auch unter Promotionsberatung. Da gilt es nicht nur einen Schreiber zu finden, sondern auch einen Doktorvater, der derartige Werke:

    In drei Monaten `ne Dissertation zu schreiben halte ich im Übrigen für ziemlich unmöglich.
    durch die Fakultät lotst. Zu einem unfähigen Doktoranden gehören immer auch Professoren, die sie gewähren lassen. Gründe dafür dürften von Ignoranz bis Parteiräson reichen.
  8. #8

    "Feindliche Umgebung", oder

    "Warum es an den Universitäten immer schwieriger wird, sich vertieftes Wissen anzueignen", von Prof. Dr. Klaus P. Hansen, Leiter der Forschungsstelle Grundlagen Kulturwissenschaft Uni Passau, schreibt im UniSPIEGEL, wie die moderne Universität Kreativität abwürgt. Ghostschreiber sind die logische kapitalistische Konsequenz, Schein (in doppelter Bedeutung) ist eben mehr als Sein.
    Der Endstatus ist wohl die Privatisierung der Universitäten, in Bochum und anderswo arbeitet man schon daran. Gut, daß ich das nicht mehr erleben muß.
  9. #9

    Zitat von eu-citizen Beitrag anzeigen
    anschließend promoviert (und dabei kräftig plagiiert)
    Woher wissen Sie, dass er bei seiner eigenen Arbeit abgeschrieben hat?

    und lebt nun von Hartz IV und reichlich Schwarzarbeit.
    Wo haben Sie diese Info her?