Parteisponsoring: Apotheker geben FDP kein Geld mehr

dapdMit großen Ständen war der Bundesverband der Apotheker immer auf den Treffen der FDP vertreten - doch seit die Liberalen der Branche Privilegien entziehen, kriselt es in der Freundschaft. Auf dem Bundesparteitag der FDP Anfang März werden die Pharmazeuten nicht mehr vertreten sein.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-883059.html
  1. #40

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit großen Ständen war der Bundesverband der Apotheker immer auf den Treffen der FDP vertreten - doch seit die Liberalen der Branche Privilegien entziehen, kriselt es in der Freundschaft. Auf dem Bundesparteitag der FDP Anfang März werden die Pharmazeuten nicht mehr vertreten sein.

    Apotheker geben FDP kein Geld mehr - SPIEGEL ONLINE
    Apothekensterben *hüstel* das mag für einige Regionen gelten aber nicht für BW und schon gar nicht für den Großraum Stuttgart, hier kann man stolpern und steht vor der nächsten Apotheke. Ich war um Weihnachten herum in Ludwigsburg dort gab es schon früher einige Apotheken aber die haben sich in den letzten Jahren wie Pilze vermehrt.
  2. #41

    Zitat von spon-facebook-10000259775 Beitrag anzeigen
    Werte Leser, wenn sich jemand wirklich in der Materie auskennen würde, wüsste er, dass die Apotheken im Gesundheitswesen die schlechteste Lobby haben.
    Das liegt aber auch an den Patienten selbst, die durchs Internet bewaffnet, alles lesen und denkn, sie hätten dann mehr Arzneikompetenz als der Apotheker und gehen dann zum Arzt, der sich auch oftmals selbstüberschätzt und via Arznei definiert, obwohl er auch nicht die Kompetenz des Apothekers hat.
    Würden alle mehr ehrlich, v.a. zu sich selbst sein, dann würde hier auch nicht auf Apothekern rumgemeckert.

    Die wenigsten, die hier auf dem Akademiker Apotheker rumtritt, würden sich für umgerechnet 9,-€ bis 14,-/ Stunde 3000-4000Std p.a. arbeiten gehen und dann noch Notdienste schieben, Arbeitsplätze schaffen wollen un Verantwortung tragen!
    nur der Apotheker hat den Durchblick geht es auch etwas weniger hochmütig? Ich frage ich mich ja immer wenn es den Apotheker den so schlimm geht warum gibt es, dann immer mehr Apotheken? Und nein nicht nur die Ketten nehmen zu auch ganz normale Apotheken. Normalerweise müsste es ja, dann weniger geben? Aber das ist hier in BW wie schon vorhin geschrieben nicht der Fall in der Ludwigsburger Innenstadt musste ich 50m laufen und stand vor der nächsten Apotheke.
  3. #42

    Zitat von spon-facebook-10000259775 Beitrag anzeigen
    Kein unternehmerisches Risiko? Sie haben definitiv keine Ahnung.
    Baustellen, Umsatzverluste, Ertragsverluste. Das "einfache" Volk kann sich nicht vorstellen, dass es auch konsumabhängige Apotheken gibt.
    Es drohen immer mehr Insolvenzen, da der Apothekenpreis auf der Verkaufsseite EINEN Grund hat:
    Den Apothekerpreis beim EInkauf - egal ob, Handwerker, EDV, Vermieter, Werbegeschenke, Umschau - alle schlagen wegen der angeblich gut verdienenden Apotheker drauf.

    Und noch etwas: Der Apotheker war schon zu den guten Zeiten 1999(!) der schlechtbezahlteste Universitätsabsolvent - sowohl als Angestellter als auch als Selbstständiger!
    dann muss man eben als Unternehmer handeln und die den Leuten verhandeln. Selbst ich als Privatperson lasse mir bei Handwerksleistungen Angebote machen und verhandle. Warum sollte das ein Apotheker nicht auch hinbekommen? Und auch bei der EDV es gibt viele Anbieter.
  4. #43

    Zitat von spon-1317319864453 Beitrag anzeigen
    Ich habe viele Apotheker als Schubladenzieher kennen gelernt.
    Meisten sind nicht mal die gängisten Mittel drin, dann wird bestellt und darf nochmal antanzen.
    Bis zum nächsten mal, auf ein Neues.
    so eine Apotheke kenne ich nur zu gut alles mit Nippes vollstellt ansonsten noch Vitaminpräparate etc. Aber die gängigen vom Arzt oft verschriebenen Medikamente bekommt man nicht. Als mein Arzt Ende letzten Jahre zufällig Urlaub hatte war ich bei seiner Vertretung und der dortigen Apotheke die hatten alles da was der Arzt oft verschreibt, es geht also auch anders.
  5. #44

    Wenn jetzt noch die

    Tabakindustrie, die Alkoholindustrie, die Pharmaindustrie, die Energiemonopolisten, die Agrar-, Billigfleisch-, Lebensmittel- und Genfoodindustrie und die Autolobby beim FDP-Parteitag ihre Stände zuhause lassen, erst dann ist das ein gutes Zeichen für die Steuerzahler.
  6. #45

    Gibt es

    Zitat von boeseHelene Beitrag anzeigen
    so eine Apotheke kenne ich nur zu gut alles mit Nippes vollstellt ansonsten noch Vitaminpräparate etc. Aber die gängigen vom Arzt oft verschriebenen Medikamente bekommt man nicht. Als mein Arzt Ende letzten Jahre zufällig Urlaub hatte war ich bei seiner Vertretung und der dortigen Apotheke die hatten alles da was der Arzt oft verschreibt, es geht also auch anders.
    Gibt es tatsächlich. Ich habe inzwischen eine gefunden, gibt ja mehrere (8000 Einwohner = 4 Apotheken, Metzger = 2, Bäcker = 2).
  7. #46

    Eigeninteressen

    Zitat von dede4010 Beitrag anzeigen
    Das einmal zur Einordnung. Von einem Forum wie dem Spiegel hätte ich eigentlich ein bißchen mehr Objektivität und Sachverstand erwartet und nicht nur billige Polemik.
    Respekt, Sie haben sich aber ganz schön viel Mühe gemacht, und das wecht den Verdacht das Ihr Groll, da persönlich betroffen recht tief sitzt.

    Nichts desto Trotz kann man nur zu dem Schluß kommen, das es mehr als nötig war, die Kosten verursachende Apothekenschwämme
    einzudämmen.
    Die meißten der Foristen hier sind der einhelligen Meinung und zu denen gehöre ich auch, das wir eine Apothekenschwämme ohne Rechtfertigung haben.Zumal für Arzneien eine Preisbindung gilt.

    Ich würde mir sogar wünschen, das Rezeptfreie Arzneien im Supermarkt erhältlich wären, das ist in vielen Ländern schon lange gängige Praxis.

    Daran hat der Apothekerverband natürlich keinerlei Interesse.
    Genauso wird mit allen verfügbaren Mitteln gegen Internetversandapo-theken agiert.Das alles ist im Sinne des Apothekenverbandes durchaus
    legitim aber leider unter dem Strich leider Monopo- oder Oligopolfördernt und in keinster Weise verbraucherfreundlich auch im Sinne als
    Krankenversicherungsnehmer.
  8. #47

    yoooh

    Und somit zeigt sich hier die Käuflichkeit der FDP. Seitdem die FDP nichts mehr für die Apotheker tut, wird das Bestechungsgeld (öffentlich Parteispenden genannt) zurückbehalten. Klarer geht es kaum noch! Wer das jetzt noch nicht erkannt hat, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen!
  9. #48

    Und nun......?

    Ist der verband auch noch beleidigt...? Erst ein Ministerium ausspionieren und dann arrogant die beleidigte Leberwurst spielen; wie sehr ich diese "nicht" kausalen Zusammenhänge liebe. Sage nur viel Glück bei der Lobbyarbeit!!!
  10. #49

    Lieber de-facto....!

    Es ist nicht so, dass ich Groll hege, ich würde mich nur freuen wenn sich einige Foristen bei SPON etwas objektiver und differenzierter äußern würden. Außerdem stört es mich, dass der Eindruck erweckt wird, den Apotheker/innen würde es nur darum gehen so viel Geld wie möglich zu verdienen und den Kunden über den Tisch zu ziehen. Dass auch etwas anderes Motivation für den Beruf sein könnte und wir eigentlich für Sie da sind, wird überhaupt nicht gesehen. Das klingt ja immer so, als wären wir der/die Feind/in der Patienten/innen! Aber noch einmal zu den Fakten. Ich hatte Ihnen versucht aufzuzeigen, dass wir bei der Gesamtzahl der Apotheken, 1 auf ca. 3800 Einwohner, im europäischen Mittelfeld liegen. Ob man deshalb von einer Apothekenschwemme reden kann weiß ich nicht. Sicher ist es so, dass in manchen Städten der Eindruck entsteht es gäbe diese, wenn 10 Apotheken auf ein paar hundert Metern nebeneinander liegen. Aber wie gesagt, man muss die Gesamtverteilung sehen. Desweiteren hatte ich Ihnen versucht klar zu machen, dass die Ausgaben der GKV für verschreibungspflichtige Arzneimittel primär davon abhängen wie viele Einwohner ein Land hat, wie viele davon erkranken und wie viele Arzneimitte ein Arzt verordnet. Was den Preis für apothekenpflichtige bzw. freiverkäufliche Arzneimittel anbetrifft, glauben Sie dass er sinkt, wenn es weniger Apotheken gibt? ich habe auch nichts gegen Wettbewerb, aber bitte zu gleichen Bedingungen! Was die Inhaber von Vor-Ort-Apotheken zu recht stört ist, dass sich ausländische Apotheken nicht an die Pflichten (z.B. deutsches Apothekengesetz und deutsche Apothekenbetriebsordnung) halten müssen. Da ist es nicht verwunderlich, wenn diese nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel billiger anbieten können. Weder müssen sie pharmazeutisches Personal in der Form wie eine Vor-Ort-Apotheke vorhalten (sie glauben doch nicht, dass eine pharmazeutische Kraft Ihr Päckchen packt und dass an der Hotline immer eben jene am Telefon sitzt), muss keinen Nacht- und Notdienst leisten, muss kein Labor haben und Rezepturen herstellen, darf keine Betäubungsmittel liefern etc. Sicher gibt es auch deutsche Versandapotheken, die ein Apotheker/in neben der Vor-Ort -Apotheke betreibt, aber bei manchem glaube ich,dass es eher der Mut der Verzweiflung ist, dass sie sich darauf einlassen, in der Hoffnung sie können damit Kunden gewinnen oder halten. Betriebswirtschaftlich werden sich viele davon nicht rechnen. Sie müssen auch nur einmal schauen, was mit vielen ausländischen Versandapotheken und auch deutschen passiert ist. Googlen Sie einmal Doc Morris, EAV und Sanicare. Was die Preisbindung für rezeptpflichtige Arzneimittel anbetrifft, schauen Sie sich einmal das Urteil des Gemeinsamen Senats der Obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 22.8.2012 und die Begründung des Urteils welche seit ein paar Tagen öffentlich ist, an. Ich denke man kann davon ausgehen, dass der Gemeinsame Senat unabhängig entscheidet. Ob es eine gute Idee ist, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel in Supermärkten zu verkaufen weiß ich nicht. Arzneimittel sind keine Ware wie jede andere. Selbst die die "harmlose" Tablette Aspirin,oder Paracetamol oder das Nasenspray kann in Kombination mit anderen Arzneimittel oder falsch dosiert schwerwiegende Nebenwirkungen haben und bedarf der Information und Beratung. Die muss natürlich auch erfolgen! Auch in der Apotheke dürfen die Tabletten nicht einfach so über den Tresen gereicht werden! Nicht umsonst ist die Zahl der Vergiftungsfälle mit stationärer Einweisung in den USA mit z.B. Paracetamol höher als in Deutschland. Vielleicht denkt der eine oder andere im Forum noch einmal nach, bevor er/sie jetzt weitere Urteile über die Apotheken fällt. Ich würde es mir wünschen!