Kampf gegen Spekulanten: Europa will weltweit Finanzsteuern erheben

DPADie EU-Kommission forciert eine Anti-Zocker-Steuer, die weit über Europas Grenzen hinausreicht: Laut "Süddeutscher Zeitung" soll selbst eine chinesische Bank noch Steuern zahlen, wenn sie etwa in Singapur einem US-Institut eine deutsche Staatsanleihe verkauft.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-883052.html
  1. #1

    Populismus pur

    Die Idee einer universellen Finanztransktionssteuer könnte auch von Realitätsverweigerern wie der Linkspartei oder der Piratenpartei stammen.

    Warum nicht gleich ganz Märkte abschaffen? Braucht doch eh keiner oder?

    Anscheinend haben die Menschen in der Finanzkrise völlig vergessen das Wirtschaft und Gesellschaft nur mit Märkten funktionieren.
  2. #2

    geringer Nutzen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die EU-Kommission forciert eine Anti-Zocker-Steuer, die weit über Europas Grenzen hinausreicht: Laut "Süddeutscher Zeitung" soll selbst eine chinesische Bank noch Steuern zahlen, wenn sie etwa in Singapur einem US-Institut eine deutsche Staatsanleihe verkauft.

    Finanztransaktionssteuer soll auch im Ausland wirken - SPIEGEL ONLINE
    Das macht europäische Staatsanleihen ein bischen teurer, aber was soll dadurch besser werden ?

    Keine der Probleme, die zur letzten Finanzkrise geführt haben, wird damit adressiert.

    Klar kann man eine neue Art "Börsenumsatzsteuer" einführen, hatten wir schon mal, bringt keinen um. Die 35 Mrd. Euro sind ziemlich unrealistisch, das Aufkommen wird eher bei 10 Mrd. Euro liegen. Aber das entscheidende ist: Am Ende zahlt das der Verbraucher.

    Fazit: Blanker Populismus.
  3. #3

    Eine Russe, eine Chinese und ein Amerikaner

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die EU-Kommission forciert eine Anti-Zocker-Steuer, die weit über Europas Grenzen hinausreicht: Laut "Süddeutscher Zeitung" soll selbst eine chinesische Bank noch Steuern zahlen, wenn sie etwa in Singapur einem US-Institut eine deutsche Staatsanleihe verkauft.

    Finanztransaktionssteuer soll auch im Ausland wirken - SPIEGEL ONLINE
    Wenn eine Russe von einem Chinesen in Amerika eine griechische Anleihe kauft, dann sollten wir auf jeden Fall Steuern einziehen, denn wir sind die Herrscher der Welt und der sieben Weltmeere.

    Wer nicht zahlt muss mit einer militärischen Intervention rechnen.Insbesondere Russland, China und die USA!
  4. #4

    Hirnrissig

    Und wer, glauben die denn, wird die Steuer am Schluss tragen?
    Auf alle Fälle werden die Anleger sich von den europäischen Anleihen abwenden. Deutsche freut euch, dass ihr mehr Zinsen zahlen müssen. Denn dann werden wir auch die griechischen Anleihen übernehmen müssen, weil die kein Hund mehr anpinkelt!
  5. #5

    Fragen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die EU-Kommission forciert eine Anti-Zocker-Steuer, die weit über Europas Grenzen hinausreicht: Laut "Süddeutscher Zeitung" soll selbst eine chinesische Bank noch Steuern zahlen, wenn sie etwa in Singapur einem US-Institut eine deutsche Staatsanleihe verkauft.

    Finanztransaktionssteuer soll auch im Ausland wirken - SPIEGEL ONLINE
    Wie soll das praktisch denn funktionieren?

    1) Wie will die EU überhaupt von einem getätigten Geschäft in Singapur erfahren?

    2) Wenn die chinesische Bank oder das US-Institut sich weigern die erhobene Steuer zu zahlen, wie will die EU das sanktionieren und das Geld eintreiben?
  6. #6

    Was immer sie rauchen...

    ...ich will auch etwas haben ;-)

    Ich wundere mich, dass man solche Spinner höchste Gehälter und reichliche Pensionen bezahlt. Hat wohl damit zu tun, dass sie es in ihrem Heimatland zu nichts gebracht haben, aber wegen ihr "Vitamin B" nicht einfach fallengelassen werden können.

    Weder Deutschland noch die EU ist Nabel der Welt - und das sollte man endlich begreifen, wenn man hochtrabende "Pläne" für die ganze Welt hinausposaunt. Im Ausland lacht man sich schlapp über sowas.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Laut "Süddeutscher Zeitung" soll selbst eine chinesische Bank noch Steuern zahlen, wenn sie etwa in Singapur einem US-Institut eine deutsche Staatsanleihe verkauft.
    Dann wird der Chinese demnächst ein paar europäische (deutsche) Staatsanleighen weniger in Singapur kaufen. Wenn das Viele machen steigen die Zinsen/"Risikoaufschläge" und das Gejammer ist wieder gross...

    Ich freue mich auch schon auf die nächste Privatisierung eines Staatsbetriebes. Aber da könnte ich mir vorstellen, dass irgend eine Ausnahmeregelung bezüglich Finanztransaktionssteuer geschaffen wird.
  8. #8

    Zitat von Bahnix Beitrag anzeigen
    Und wer, glauben die denn, wird die Steuer am Schluss tragen?
    Auf alle Fälle werden die Anleger sich von den europäischen Anleihen abwenden. Deutsche freut euch, dass ihr mehr Zinsen zahlen müssen. Denn dann werden wir auch die griechischen Anleihen übernehmen müssen, weil die kein Hund mehr anpinkelt!
    Es geht um Prozente (!) am Preis. Wer sich eine Anleihe kauft, lässt es nicht, weil ein 20 Euro-Teil jetzt 50 Cent teurer ist. Warum soll die Bank keine Gebühren nach Europa abführen? Der Verkauf ist doch nachweisbar. Der Kaufpreis wird doch auch dem Verkäufer überwiesen.

    Ziel ist doch, mit einer solchen Stempelsteuer Spekulanten, die Millionen auf sinkende Kurse setzen um im nächsten Augenblick das Gegenteil zu tun, Gebühren aufzudrücken. Könnte extreme Kursschwankungen einschränken - mir recht.

    Den konstruierten Zusammenhang mit Griechenland muss ich ja nun nicht bei jedem Thema lesen.
  9. #9

    optional

    Genial ist dabei daß die Handelswege mal offengelegt werden ...