Geld aus ESM: Schäuble will Banken höchstens 80 Milliarden geben

AFPDie EU-Finanzminister wollen die Hilfen für Banken aus dem Euro-Rettungsfonds ESM begrenzen. Direkte Geldspritzen dürften höchstens 80 Milliarden Euro umfassen, sagte Finanzminister Schäuble. Die Ankündigung könnte noch zu Konflikten führen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-882989.html
  1. #1

    „Es wird keine Ausweitung der Haftung geben“

    War das nicht von vornherein klar dass dies ein blanke Lüge ist? Ähnliche Sätze hören wirr trotz Ausweitung schon seit Beginn der sogenannten Krise. Das Hemd wird ewig zu kurz sein und der Streit um die Verteilung wird sicherlich hinter den Kulissen noch um einiges heftiger geführt.

    Wir sollten die Debatte vom anderen Ende her am Leben erhalten, denn die ist nach dem BVerfG Urteil offenbar gänzlich zum erliegen gekommen. Der Deutsche Michel wurde damit abgespeist, dass die Regierung entsprechende Vorbehalte formulieren soll und fertig.

    Am eigentlich Konstrukt, dem ESM, seiner undemokratischen Art und filzmäßig angelegter Strukturen hingegen wurde bislang nicht ein Buchstabe nachgebessert. Hier zu Erinnerung:

    ESM – die neue EU-Heilslehre kindgerecht erklärt … sollte man sich von zeit zu Zeit vergegenwärtigen. Genau damit ist der Grundstein fürs Verderben gelegt und die Herrschaften in der EU werden schon Mittel und Wege finden die Deutsche Position mehrheitlich auszuhöhlen, da wird uns auch der schlappe Satz des BVerfG am Ende nicht retten.

    Das ganze Konstrukt ist von Grund auf falsch und gegen die Menschen in Europa gerichtet und nur für den Geldadel errichtet worden. So ein Europa können wir getrost in die Tonne treten, denn das brauchen nur die wenigen die es konstruiert haben. Und der ESM ist eines der größten Übel in dieser Palette.
  2. #2

    Es werde keinen ständigen

    "Rettungsschirm" - sprich ESM - neben dem ESFS geben hatte Schäuble doch sogar gelogen - er bleibt sich eben treu, dem Volk ständig vergifteten Wein einzuschenken und dafür auch noch Dank ernten zu wollen.
  3. #3

    Schäuble will ...

    ... will uns schon mal darauf vorbreiten, dass Draghi ihm deutlich mehr als 80 Milliarden Euro abfordern wird.
    Wann hat Schäuble denn eigentlich das letzte Mal wortgehalten? Ich kann mich daran nicht mehr erinnern.
  4. #4

    80 Milliarden € ? Selbst gehebelt wäre das nur ein Tropfen auf den heißen Stein!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die EU-Finanzminister wollen die Hilfen für
    Banken aus dem Euro-Rettungsfonds ESM begrenzen.
    Direkte Geldspritzen dürften höchstens 80 Milliarden Euro umfassen,
    sagte Finanzminister Schäuble.
    Die Banken betreiben eine vorsätzliche Misswirtschaft, weil sie
    kein ausreichendes Risiko-Ertrags-Verhältnis erwirtschaften.
    Sondern stattdessen ihre Risikovorsorge mit Personalkosten
    verfrühstücken.

    Frau Merkel und Schäuble haben den deutschen Banken schon
    Steuergelder in Höhe mehrerer Milliarden zugeschoben. Dutzende
    Milliarden für die ausländischen Euro Banken werden jetzt
    zusätzlich zu den bereits hunderten Milliarden Euro für die Rettung
    der deutschen Banken freihändig vergeben.

    Eigentlich werden aber wohl eher 80 Mrd. € pro Monat von den
    maroden Euro Banken benötigt. Hat Schäuble da etwas nicht
    ganz richtig verstanden?
  5. #5

    Hat unser Buchhalter immer noch nicht gemerkt, daß die Entscheidungen hierüber nicht mehr von ihm getroffen werden ? Wer ohne Not (wie diese Regierung) Kompetenzen abgibt, darf sich nicht wundern, daß der Handlungsspielraum gleich null ist und man nur noch als Melkkuh (leider sind dies die Steuerzahler)gebraucht wird. Goldman Sachs und seine Stellvertreter haben ganze Arbeit geleistet !!
  6. #6

    80 Milliarden

    Zitat von Dr.pol.Emik Beitrag anzeigen
    War das nicht von vornherein klar dass dies ein blanke Lüge ist? Ähnliche Sätze hören wirr trotz Ausweitung schon seit Beginn der sogenannten Krise.
    Hallo Dr.pol.Emik,

    woher kommt denn der Sinneswandel des amtierenden Finanz-
    ministers? Das hörte sich doch im Juli 2012 noch ganz anders an:

    "Der Bundestag hat die 100 Milliarden Euro umfassende Hilfe für Spaniens Banken beschlossen. Finanzminister Schäuble hatte eindringlich vor einer Pleite Spaniens gewarnt."

    Spanische Banken: Bundestag stimmt mit großer Mehrheit für Milliardenhilfe | Politik | ZEIT ONLINE

    Warum 80 Milliarden EUR aus dem ESM?

    "Doch für ihn sei klar, dass sie deutlich unter 80 Milliarden Euro liegen müsse. Diese Summe stellen die Euro-Staaten dem ESM als Stammkapital zur Verfügung." (aus dem SpOn-Kommentar)

    Wieder einmal "großes Kino".

    Wenn mehr Finanzierungsbedarf gemeldet wird, wird bezahlt, sonst
    bricht das EUR-Kartenhaus zusammen.

    LUNY
  7. #7

    Der war ...

    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    Eigentlich werden aber wohl eher 80 Mrd. € pro Monat von den maroden Euro Banken benötigt. Hat Schäuble da etwas nicht ganz richtig verstanden?
    Hallo Wibo2,

    der war gut :-) 80 Milliarden PRO MONAT!

    Die 80 Milliarden EUR sind ausnahmsweise einmal nicht gewürfelt. Es
    handelt sich um die Einlage der EUR-Länder in den ESM. Die wäre
    dann schon einmal futsch, wenn entsprechender Finanzierungs-
    bedarf von Banken in der EUR-Zone angemeldet wird.

    Daran besteht wohl kein Zweifel. Die ganzen toxischen Papiere
    liegen ja noch in den Tresoren und die Zockerei ging seit 2008
    ungebremst weiter.

    Wenn die 80 Milliarden EUR ausgegeben sind, wird aufgestockt. Die
    Hebelwirkung des ESM sollte bei 2 Billionen EUR liegen.

    Davon hört man rein gar nichts mehr, oder?

    Banken pleite gehen zu lassen, ist jedenfalls für unseren amtierenden
    Finanzminister keine Option, das steht fest, egal, was es kostet.

    LUNY
  8. #8

    Aber sicher ...

    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    Die Banken betreiben eine vorsätzliche Misswirtschaft, weil sie
    kein ausreichendes Risiko-Ertrags-Verhältnis erwirtschaften.
    Sondern stattdessen ihre Risikovorsorge mit Personalkosten
    verfrühstücken.

    Frau Merkel und Schäuble haben den deutschen Banken schon
    Steuergelder in Höhe mehrerer Milliarden zugeschoben. Dutzende
    Milliarden für die ausländischen Euro Banken werden jetzt
    zusätzlich zu den bereits hunderten Milliarden Euro für die Rettung
    der deutschen Banken freihändig vergeben.

    Eigentlich werden aber wohl eher 80 Mrd. € pro Monat von den
    maroden Euro Banken benötigt. Hat Schäuble da etwas nicht
    ganz richtig verstanden?
    ... hat er das richtig verstanden. Wir müssen ihm aber zugute halten, daß die Zeitkomponente den deutschen Bürger vollends verwirren würde. Deshalb hat er das unwichtige Detail "pro Monat" nicht ausgesprochen.

    Wir werden uns bald über einen neuen #aufschrei freuen dürfen, der solche Detailversessenheit mit "Defätismus" brandmarken wird, damit solche D-Worte schlicht aus dem Sprachschatz ausgemerzt werden. So einer, wie Pofalla wäre doch der Richtige, das zu befördern.

    Was sich aber heute wieder tiefer ins Bewusstsein des deutschen Wahlbürgers fressen wir, ist die Überzeugung, daß Schäuble und dahinter Merkel die deutschen Steuergelder eisern zusammenhalten und jeden Übergriffsversuch mit Klauen und Zähnen abwehren werden.
  9. #9

    Des einen Ulbricht ist des anderen Schäuble.
    Auch für 80 Mrd. muss eine Oma lange stricken, aber dabei wird es mit Sicherheit nicht bleiben.
    Dies ist nur eine weitere "rote Linie", die die Bundesregierung aufbaut, um sie zeitnah überschreiten zu können.
    Wie auch im Fall von Zypern, das "zypriotische Hilfspaket" (=Hilfe für staatliche Steuerhinterziehungsgehilfen und russische Anleger) kommt Mitte März.

    Diese EU (mit Bankenunion, ESM, target2) ist die reine Freude...