Forderungen an neue Bildungsministerin: Wunschzettel für Wanka

DPAOffiziell ist Johanna Wanka (CDU) noch gar nicht Bildungsministerin, und trotzdem hat sie schon eine lange To-Do-Liste: Studentenvertreter, Verbände und Länderminister haben bereits ihre Wünsche an die Neue im Ministerium für Wissenschaft und Forschung formuliert.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-882944.html
  1. #1

    mir würde

    einfach eine bitte reichen: einfach auf das bisherige geblubber verzichten und nicht so viel sturköppigen unsinn reden wie die abschreiberin. das wär schon was...
  2. #2

    Bildungswende?

    Mal waren die Eltern schuld, dann das Fernsehen, dann die Freunde und wenn dann alles durch ist, auch noch der böse Kapitalismus, durch den die Eltern angeblich keine Zeit mehr haben. Danach müssten HartzIV-Eltern doch die besten Schüler haben(?)
    Seit 40 Jkahren wird die Schuld immer bei den anderen gesucht. Wir haben eine Gruppe mit viel Geld (93 Milliarden jährlich) damit beauftragt, das beste aus unseren Kindern zu machen und das sind die Lehrer. Dass diese sich aber angemessen anstrengen, ist leicht zu widerlegen. Der Staat stellt heute bereits für je 11 Schüler einen Vollzeitlehrer (amtliche Statistik). Wenn also in einer Klasse*durchschnittlich 22 Schüler sind (und nicht selten sind es sogar 33) bedeutet dies, dass mindestens jeder 2te Lehrer heute ganztägig und ganzjährig vom Unterricht völlig freigestellt ist (Was machen die eigentlich?).
    Und diese eingeteilte Hälfte unterrichtet nur die Hälfte eines Jahres, weil in der anderen Hälfte die Schulen völlig geschlossen sind (104 Sonn- und Samstage, 75 Ferien- und ca. 8 Feiertage = 187 Tage).*Und in dieser Hälfte des Jahres, wird dann nur die Hälfte einer Woche unterrichtet (27 Unterrichtstunden a 45 Min). Und*in diesen Stunden* wird dann nur die Hälfte planvoller Unterricht durchgeführt. (weil Lehrer krank, verspäteter Stundenbeginn, Fortbildung, Konferenzen Plauderstunden usw. Mal die Kinder fragen!
    Mit dieser Betrachutng dürfte man den wirklichen*Ursachen unserer Bildungsprobleme schon näherkommen.
    Gerolf Kurowski, Burgwedel
  3. #3

    Gründe einer Bildungskatastrophe

    [QUOTE=sysop;12000536]Offiziell ist Johanna Wanka (CDU) noch gar nicht Bildungsministerin, und trotzdem hat sie schon eine lange To-Do-Liste: Studentenvertreter, Verbände und Länderminister haben bereits ihre Wünsche an die Neue im Ministerium für Wissenschaft und Forschung formuliert.


    Sehr geehrte Fr. Wanka,
    Mal waren die Eltern schuld, dann das Fernsehen, dann die Freunde und wenn dann alles durch ist, auch noch der böse Kapitalismus.
    Seit 40 Jahren wird die Schuld immer bei den anderen gesucht. Wir haben aber eine Gruppe mit viel Geld (93 Milliarden jährlich) damit beauftragt, das beste aus unseren Kindern zu machen und das sind die Lehrer. Dass diese sich aber angemessen anstrengen, ist leicht zu widerlegen. Der Staat stellt heute bereits für je 11 Schüler einen Vollzeitlehrer (amtliche Statistik). Wenn also in einer Klasse*durchschnittlich 22 Schüler sind (und nicht selten sind es sogar 33) bedeutet dies, dass mindestens jeder 2te Lehrer heute ganztägig und ganzjährig vom Unterricht völlig freigestellt ist (Was machen die eigentlich?).
    Und diese eingeteilte Hälfte unterrichtet nur die Hälfte eines Jahres, weil in der anderen Hälfte die Schulen völlig geschlossen sind (104 Sonn- und Samstage, 75 Ferien- und ca. 8 Feiertage = 187 Tage).*Und in dieser Hälfte des Jahres, wird dann nur die Hälfte einer Woche unterrichtet (27 Unterrichtstunden a 45 Min). Und*in diesen Stunden* wird dann nur die Hälfte planvoller Unterricht durchgeführt. (weil Lehrer krank, Fortbildung, verspäteter Stundenbeginn, Konferenzen Plauderstunden usw. Mal die Kinder fragen!
    Mit dieser Betrachtung dürfte man den wirklichen*Ursachen unserer Bildungsprobleme schon näherkommen.
    Wird es je eine Bildungsverbesserung geben ??]

    Gerolf Kurowski, Burgwedel
  4. #4

    Wegen der Bildungshoheit der Länder

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Offiziell ist Johanna Wanka (CDU) noch gar nicht Bildungsministerin, und trotzdem hat sie schon eine lange To-Do-Liste: Studentenvertreter, Verbände und Länderminister haben bereits ihre Wünsche an die Neue im Ministerium für Wissenschaft und Forschung formuliert.

    Was Studentenvertreter, Länder und Verbände von Johanna Wanka fordern - SPIEGEL ONLINE
    ist dieses Ministerium so überflüssig wie ein Kropf! Abschaffen!
  5. #5

    Wankas Diss schon gecheckt?

    Ich nehme an, dass Wankas Dissertation vorsichtshalber schon mal im Detail auf Plagiate usw. gecheckt worden ist?
  6. #6

    Genau so ist es,

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    ist dieses Ministerium so überflüssig wie ein Kropf! Abschaffen!
    und mit ihr noch andere Ministerpositionen, die lfd. künstlich geschaffen werden um Parteimitglieder mit hochdotierten Posten zu versehen.
  7. #7

    Lehrer-Wunschzettel

    Als Lehrer wünsche ich mir mehr Investition in die Basis: Statt realitätsfremder Konzepte an Schulen (z.B. Sprachförderung in einem Alter, in dem der Zug für Schüler lägst abgefahren ist), bauen Sie doch bitte endlich die Kitas aus. Geben Sie Geld aus für eine wirklich gute Ausbildung und Bezahlung der Erzieher, damit hier endlich deutlich mehr qualifiziertes Personal arbeiten kann und vor allem will. Wenn alle Kinder frühstmöglich frühkindliche Bildung weit vor der Schule genießen können, muss ich an meiner Berufsschule meinen 18-jährigen Schülern vielleicht nicht mehr erklären, dass man Bewerbungen anders schreiben muss als Postings bei Facebook (leider kein Scherz). Propagieren Sie bitte nicht mehr, dass Kitas ein Angebot für all die armen alleinerziehenden Mütter sind, die arbeiten MÜSSEN. Die Zeit ist überreif für einen Paradigmenwechsel in Deutschland: Unglaublich, aber wahr - In der Kita werden Kinder besser gebildet als alleine auf dem Trampolin springend im eigenen Garten (Idealfall, ansonsten gerne TV schauend)! Dass ein Teil der deutschen Gesellschaft es auch ohne Kita schafft, keine Frage. Aber die meisten meiner Schüler haben außerhalb der Schule noch nie ein Buch gelesen - dabei bin ich noch nicht mal im sozialen Brennpunkt tätig...Wie diese Schüler schreiben, können Sie sich und auch die SPIEGEL-Leserschaft wirklich nicht vorstellen.
    Am Ende sparen Sie Geld, denn Sie brauchen all die schweineteuren Maßnahmen nicht mehr, um "unversorgte Jugendliche" (schönes Wort, nicht?) in eine gute Statistik zu schieben.
    Dann müssen sich auch Wissenschaftler nicht mehr den Kopf zerbrechen, wie wir als Lehrer es endlich schaffen, aus Schülern was Gescheites zu machen: http://goo.gl/Em1ND
  8. #8

    Keine Ausweitung der Masse statt Klasse Politik

    Meine Wünsche:

    Verhinderung der Ausweitung der „Masse statt Klasse Schulpolitik“ auf die Unis. Die Vorbildung, die Studierende heute von der Schule mitbringen, wird immer schlechter. Hier nur ein Beispiel:

    http://www.fr-online.de/wissenschaft/studium-beim-wurzelziehen-versagt,1472788,17574924.html

    Grund ist die Forderung vieler Landesbildungspolitiker, dass immer mehr eines Jahrgangs auf Biegen und Brechen zum Abitur geführt werden sollen, was immer mit Niveauabsenkung einher geht:

    Zitat Löhrmann (NRW):
    „Für ein Gymnasium wird es zukünftig nicht mehr nur darauf ankommen, Kinder zum Abitur zu führen, sondern jeden Jugendlichen mindestens zu einem mittleren Bildungsabschluss zu bringen und auf Abschulung zu verzichten.“
    http://www.taz.de/!75626/

    De facto verkommen in bestimmten Bundesländern die Gymnasien immer weiter zu Gesamtschulen. Besonders gerne wird in den Lehrplänen daher auch das gestrichen, was man als Bildungspolitiker gemeinhin für „schwer“ hält, d.h. im MINT-Bereich.

    Es kann nicht sein, dass in Folge dann die Universitäten, bei gleichzeitiger Beibehaltung der Studienzeiten, auch noch die Lehrinhalten vermitteln sollen, die früher Gymnasialstoff waren.

    Jeden Studierenden da abzuholen, wo er gerade steht (wir lassen keinen Studierenden zurück) und niemanden „auszusieben“, ist einfach ein Ding der Unmöglichkeit, wenn gleichzeitig ein hohes Studienniveau gehalten werden soll. Oder sollen die Unis kurz oder lang zur Volkshochschule mutieren?

    Dass bereits jetzt finanzielle Zuweisungen daran gekoppelt sind, dass die Abbruchquote möglichst klein ist, ist schon der erste Schritt in Richtung Niveauabsenkung und Gängelung der Universitäten durch unfähige Landespolitiker.


    Zusätzlich benötigen die Unis viel mehr Geld, z.B. für die Ausgestaltung der Lehre. Statt immer weiter Stellen zu streichen, müssten mehr Stellen eingerichtet werden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass nicht von der Universität bezahlte Mitarbeiter die Lehre massiv „quersubventionieren“. Würden nur die paar Leute lehren, die eine offizielle Lehrverpflichtung haben und dann auch nur in dem Umfang, wie sie zur Lehre verpflichtet sind, würde die gesamte universitäre Lehre zusammenbrechen.
  9. #9

    Noch ein Wunschzettel:

    Da gerade andere auch einen Wunschzettel formulieren, füge ich meinen einfach mal hinten an und stimme dem Lehrer-Wunschzettel und dem anderen in den Kommentaren über mir stehendem erst einmal uneingeschränkt zu.

    Nur eine Ergänzung hätte ich da: Bitte überarbeitet endlich dieses grauenhafte Schulsystem. Lehrpläne, Prüfungen etc. pp. gehören auf Bundesebene. Kein Wunder, dass innerhalb Deutschlands unter den Schülern verschiedener Bundesländer teils derart krasse Bildungsunterschiede zu verzeichnen sind, wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht.
    Und überhaupt, der Unterricht ist teilweise wirklich... entsetzlich. Wieso gibt es eigentlich so wahnsinnig viele ... schlechte Lehrer? Überprüft denn wirklich niemand deren Arbeit in den Klassenräumen? Wenn ich meine Nachhilfeschüler (hatte schon ein paar) sehe und mir überlege, dass die in der neunten Klasse dasselbe mathematische Verständnis vorweisen wie mein 5-Jähriger Nachwuchs... und ich dann noch im selben Atemzug einsehen muss, dass ich dieses Kind auch hier in die Schule schicken muss, wird mir schlecht.
    Gerade der Mathe- und Deutschunterricht scheint an manchen (vielleicht mehr, als ich meine oder fürchte) Schulen wirklich unterirdisch zu sein.

    Daher, liebe Wanka: Dieses Problem löst man _nicht_, indem man an den Hochschulen anfängt herumzudoktorn. Bildung fängt mit dem Schnuller im Mund an und klappert noch ganz viele (hierzulande leider völlig unzureichende) andere Stationen ab, ehe ein Mensch in den Genuss kommt, an einer Hochschule lernen zu können... Wenn er's überhaupt dahin schafft und nicht aufgrund seiner bescheidenen Rechtschreibung, noch bescheideneren Lesefähigkeiten und ganz und gar grausigen Mathekenntnissen am Ende zu jenen gehört, die man in keinem Ausbildungsbetrieb aufnehmen kann, weil sie einfachste Additionen nicht lösen können.

    Um meinen Wunsch abschließend also auf den Punkt zu bringen: Ich wünsche mir auch nur _einmal_ einen Bildungsminister (oder auch eine Bildungsministerin) der/die das Problem DA anpackt, wo es entsteht und nicht irgendwelche symptomatischen Maßnahmen ergreift und möglichst engagiert und überlegt zu wirken.