Achilles' Verse: Oh Leberwurst, ab jetzt ohne dich

Julia SchweinbergerDie Leberwurst gehört für Achim Achilles' dazu. Doch für die Zeit von Aschermittwoch bis Ostern gelobt er, vegetarisch zu fasten. Nicht aus religiösen Gründen, sondern als Test, ob man als Freizeitsportler auch ohne Fleisch durchs Leben kommt.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-882790.html
  1. #1

    Sehr gut

    Finde ich gut, mache ich seit Jahren auch genau so.
    Ebenso nicht auch religiösen oder Tierschutz Gründen. Ich finde es bemerkenswert wie selbstverständlich einige Sachen im Alltag geworden sind. Darunter z.B. auch Fleisch. Eine Zeit lang gezielt darauf zu verzichten zeigt einem erst wie sehr es so ist.
    Nach der Fastenzeit fällt mir besonders auf, wie sehr man sich dann auch wiedre über die vermeintlich "einfachen" Gerichte freuen kann. Zu Anfang denkt man noch an das dicke Steak womit das Ende der Fastenzeit eingeläutet wird aber zum Schluss hat man viel mehr Lust auf eine gute Bolognese.
    Ich halte es zusätzlich auch noch so mit Süßspeisen und Alkohol. Aber da soll jeder machen wie er will. Das Ergebnis ist immer ähnlich.
  2. #2

    keine Angst

    Es wird Ihnen nichts fehlen, objektiv zumindest. Ihre Blutwerte bleiben stabil, vorausgesetzt Sie ernähren sich ausgewogen. Den Rat von Medizinern können Sie dann getrost vergessen, denken Sie an 30 Millionen Inder.
    Ich selbst ernähre mich seit über 30 Jahren vegetarisch und habe immer Sport betrieben, aber vielleicht lag es am isotonischen Gerstensaft, auch vegetarisch.
  3. #3

    Ps

    Schinken essen ist besser als Schinken denken
  4. #4

    Ich finde es schon komisch

    wie wichtig es Menschen ist zu betonen, dass Sie irgend etwas nicht aus religiösen Motiven tun - gerade beim Fasten hört und liest man das oft. Blos nicht als Christ wahrgenommen zu werden scheint heute sehr wichtig zu sein. Da kann man die Bischöfe schon verstehen, wenn Sie von Katholikenphobie sprechen...
  5. #5

    Ein lustiger Artikel gewuerzt mit Ironie.Aber eine fleischlose Zeit auszuprobieren hat noch keinem geschadet,um dann anschliessend das richtige Gleichgewicht in seiner Ernaehrung zu finden.Bezogen auf US Schlachthoefe habe ich ein altes Buch herausgekramt mit dem Titel:Der Dschungel von Upton Sinclair.Der Autor arbeitete 1905 fuer einige Wochen in den Schlachthoefen Chicagos.Seine gewonnenen Erfahrungen spiegeln sich in diesem Roman wieder.Sinclair wollte auch auf die schlechten Arbeitsbedingungen Aufmerksam machen und kam zu dem Schluss,als nach der Veroeffentlichung des Buches in Europa der Fleischverbrauch zurueckging:"Ich zielte auf das Herz der Menschen,aber ich traf sie nur in den Bauch"
  6. #6

    Bravo

    Kein Fleisch zu essen ist ein guter Schritt. Körperlich wird es ihnen sehr, sehr viel bringen. Dennoch muss man auch als Ovo-Lacto-Vegetarier einigermaßen diszipliniert essen, um nicht zuzulegen. Gesundheitlich "drohen" nur Vorteile und zu wissen, keine Tierteile mehr zu essen, ist für den kritischen Geist auch eine gute Sache.

    Ich hoffe, dass es nicht bei den sieben Wochen bleibt. Man muss sich aber in der Küche anfangs etwas bemühen, weil vegetarische Gerichte leider noch nicht zum Rüstzeug gehörten, das man von zu Hause aus mitbekommen hat.
    Persönlich bin ich als vegetarier ganzjährig als Radfahrer unterwegs (12h/Woche), seltener krank als die Fleischesser um mich rum und habe zudem meinen Bluthochdruck kurieren können...
  7. #7

    Respekt

    Für die Entscheidung meinen Respekt. Ich habe es letztes Jahr in der Fastemzeit auch gemacht. Wohlgemerkt gleiches Alter, gleiche Beweggründe. Ich würde es allerdings nie mehr tun. Das war mir zu hart - und hat mir meine Marathonvorbereitung mental erheblich erschwert. Dieses Jahr wird halt mal wieder auf Alkohol verzichtet.
  8. #8

    So unterschiedlich kann man's sehen ...

    Zitat von supersmith Beitrag anzeigen
    wie wichtig es Menschen ist zu betonen, dass Sie irgend etwas nicht aus religiösen Motiven tun - gerade beim Fasten hört und liest man das oft. Blos nicht als Christ wahrgenommen zu werden scheint heute sehr wichtig zu sein. Da kann man die Bischöfe schon verstehen, wenn Sie von Katholikenphobie sprechen...
    Wenn man erklären will, warum man etwas tut, ist es doch völlig normal, den weitaus häufigsten und damit offensichtlichsten Grund explizit auszuschließen, wenn er denn nicht zutrifft. Im übrigen sehe ich es als Privileg in einer Zeit und einem Land zu leben, in dem man sich als Nicht-Christ outen kann, ohne Probleme zu bekommen. Das war in der Geschichte des christlichen Abendlandes leider nicht immer so. Man lebte im Gegenteil die meiste Zeit ziemlich gefährlich, wenn man dieses Privileg für sich in Anspruch nahm.
  9. #9

    Katholikenphobie wegen Fastenbegründung

    Supersmith, Du bist mein Held. Endlich einmal jemand der von dem Gelaber über die nur etwa 5000 Jahre alte Menschengeschichte und die so lange verschämt und unverschämt zugleich verschwiegene sexuellen Verfehlungennicht nur mit Kindern, sondern auch Haushälterinner und gleichgeschlechtlichen Partnern ablenkt. Ja, katholisch ist gut, gerade wegen dem Fasten (oder wegen ihm?).