Österreichische Küche: Ein fesches Backhendl

Peter WagnerParadeiser und Powidl, Fisolen und Faschiertes, Beugerl und Bummerl - die Nahrungsmittelnamen in Österreich erschweren vielen Deutschen die nachbarliche Kochbuchlektüre. Dabei lohnt sich der Blick in Richtung Alpen sehr: Dort wird richtig gut gekocht.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-882028.html
  1. #1

    Nachsitzen!

    Also bitte! Einer der größten Klassiker, das auch koch(buch)historisch wertvolle 'Sacher-Kochbuch', scheint Herrn Wagner völlig unbekannt zu sein. Nachsitzen, Wagner! ;-)
  2. #2

    Nennen wir es doch einfach "Geflügelfrikadellen mit Kartoffelsalat".
    Aber dann kommt Wagner nur auf eine Seite Text und kann solche Wortschöpfungen wie "Unterschichten Wasserlassen" nicht herauströten.
    Ein Faux pas, oder einfach nur "Schmarrn"!
  3. #3

    Die Österreichische Küche ist eine der besten weltweit!

    Das ist auch nichts Neues sondern allgemein anerkannt. In Deutschland hat das Kochen erst vor wenigen Jahren an Bedeutung gewonnen, bei uns in Österreich war gutes Essen und Kochen schon immer ein wichtiger Bestandteil des Alltags. Das merkt man auch ander Qualität der Ausbildung der Gastronomieberufe die weitaus höher und besser ist als jene in Deutschland!
  4. #4

    Es ist noch

    Diese Aussage prüfte ich vor Jahren auf einem österreichischen Schiff und fand, total überrascht, Filet vom Rind.

    Leicht zu verstehen war dagegen das Wiener Schnitzel, es hieß beim Koch "Bröselfetzen".
  5. #5

    optional

    Ich finde es ja schon beinahe eine Krankheit, dass man immer wieder versucht, Klassiker zu "modernisieren".... Aber hier kann von Modernisierung nun wirklich nicht mehr die Rede sein - wer so viel Phantasie aufbringt - bei dem sollte die Kreativität auch noch für einen neuen Namen des Gerichtes reichen!

    Meine Großmutter seelig - unter anderen Köchin in KuK-Landen - wäre entsetzt! Und wenn ich in einem Restaurant voll freudiger Erwartung Backhendl bestellen würde und bekäme dann diese ominösen Bratlinge vorgesetzt, wäre auch mehr als enttäuscht!
  6. #6

    "Stück" - Ich kann's nicht mehr sehen

    Hallo Herr Wagner,

    können Sie bei Ihren Rezepten nicht mal den inflationären Gebrauch von "Stück" weglassen? Letzte Woche ein Stück Biohuhn, ok, dass war zumindest noch lustig verschroben. Aber bei "ein Stück Gurke" kurz nach "ein Stück Keule" wird es dann einfach nur ungenau. Was meinen Sie denn nun damit? Eine ganze Gurke? Oder ein vier Zentimeter langes Stück? Oder wie jetzt?

    Andererseits, das beste an dieser Rubrik sind eh die Forumsbeiträge - also einfach so weiter wie bisher...
  7. #7

    Lieblingstier

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Paradeiser und Powidl, Fisolen und Faschiertes, Beugerl und Bummerl - die Nahrungsmittelnamen in Österreich erschweren vielen Deutschen die nachbarliche Kochbuchlektüre. Dabei lohnt sich der Blick in Richtung Alpen sehr: Dort wird richtig gut gekocht.

    Rezept für Wiener Backhendl mit Erdäpfel-Gurken-Salat - SPIEGEL ONLINE
    "Mein Lieblingstier heißt Schnitzel. Es lebt in Wien. Das ist in Österreich"

    gesehen auf einer Postkarte in der Albertina in Wien :-)
  8. #8

    Nachtrag

    Zitat von fxe1200 Beitrag anzeigen
    Diese Aussage prüfte ich vor Jahren auf einem österreichischen Schiff und fand, total überrascht, Filet vom Rind.

    Leicht zu verstehen war dagegen das Wiener Schnitzel, es hieß beim Koch "Bröselfetzen".
    Die Ueberschrift ist nicht komplett uebermittelt worden:

    Es sollte heissen: Es ist noch Lungenbraten im Frost.
  9. #9

    blunzn!? - Korrektur

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Paradeiser und Powidl, Fisolen und Faschiertes, Beugerl und Bummerl - die Nahrungsmittelnamen in Österreich erschweren vielen Deutschen die nachbarliche Kochbuchlektüre. Dabei lohnt sich der Blick in Richtung Alpen sehr: Dort wird richtig gut gekocht.

    Rezept für Wiener Backhendl mit Erdäpfel-Gurken-Salat - SPIEGEL ONLINE
    Lieber Autor,

    wenn Sie schon unbedingt halblustige Witze mit Ihrem Pseudowissen über das Österreichische machen müssen, dann bitte richtig.
    Blunzn hat nichts mit Wasserlassen zu tun. Sie verwechseln das Wort offensichtlich mit dem Verb "brunzn" welches umgangssprachlich für "urinieren" verwendet wird und in etwa mit dem Wort "pissen" zu vergleichen ist. Auch ist Blunzn kein Schimpfwort mit dem Frauen abfällig bedacht werden. Hier liegt offenbar auch eine Verwechslung vor. Das Wort das Sie meinen lautet "Funzn".
    Die einzige weitere Verwendung des Wortes Blunzn im Österreichischen ist "mir ist das Blunzn" was so viel bedeutet wie "dass ist mir wurscht".
    mfg
    eine Ösi