Großbritannien: Hartes Kreuzverhör vor Gericht - Missbrauchsopfer tötet sich selbst

In Großbritannien entbrennt eine Debatte über den Umgang mit Zeugen bei Missbrauchsprozessen. Eine Frau tötete sich selbst, nachdem sie vor Gericht einem harten Kreuzverhör ausgesetzt war. Ihr Sohn erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Justiz.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...-a-882377.html
  1. #1

    oha

    Britannia cruels, statt Britannia rules.....
  2. #2

    Wieder einmal eine Bestätigung für die Einschätzung...

    alles zu vermeiden was einen in die Mühlen der Justiz geraten lassen könnte.
  3. #3

    Fragwürdig Vorgänge

    Dieser Artikelbeschreibt, warum Menschen, denen körperliche Gewalt angetan wird nicht zur Polizei gehen. Eine parallel Story zum Misbrauch in der katholischen Kirche.

    Einfach dreist, dass Menschen 2.Klasse die Privilegierten anzeigen wollen.
  4. #4

    Beim Kreuzverhör geht es weniger um die Wahrheitsfindung, sondern darum, den eigenen Standpunkt zu stärken. Das führt zuweilen zu absurden Ergebnissen. Um es platt zusagen: Wer das größte Maul hat, gewinnt das Spiel. Das hat mit Gerechtigkeit nichts mehr zu tun. Ich bin froh, daß unser Justizsystem nicht diese Art des Kreuzverhörs kennt.
  5. #5

    Das ist ueberall in Europa so

    Ein Zeuge muss sich IMMER den Fragen der Verteidigung stellen. Sie selber war keine Klaegerin.
    Das ein Zeuge vorher mit dem Angeklagten spricht, ist sehr unueblich und laesstdessen Glaubwuerdigkeit schwinden.
    Das ein Verteidiger mit allen MItteln verteidigt, ist sein Job.

    also ich finde die Selbsttoetung fuer uebertrieben und man muss den Geisteszustnad hinterfragen.
  6. #6

    Sucht bei einem Gericht Gerechtigkeit.

    Anstatt sich selber umzubringen, das arme Mädchen, wäre es vielleicht sinvoller gewesen....
    So Junge, jetzt ist es an Dir! Es war deine Mammi und der Richter spricht das es richtig war. Willst du damit ewig leben?
  7. #7

    Das ist ja ein feines System

    Machen wir uns nichts vor - das englische System war nie human, es hat eher in verschiedenen Bereichen immer noch starre, kastenhafte Züge. Das Problem sind aber weniger die handelnden Personen - eine Verteidigerin muss tatsächlich alle Mittel ausschöpfen, um ihren Mandanten frei zu kriegen. Das Problem ist das System - indem es keine Grenzen für persönliche Angriffe und zugleich keinen Schutz, noch nicht mal psychologische Betreuung während der Verhandlungen - zulässt. Man lässt die Opfer allein, misshandelt sie also quasi nochmal, behandelt sie wie Rind. Untereinander mögen sich die feinen Pinkel ja den Rücken freihalten, aber macht das dieses System menschlich? Überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Etwas ist faul im Staate England...
  8. #8

    Ganz schlimm.

    im bistum hildesheim hat auch ein missbrauchopfer angeblich selbstmord begangen.
    Der kath. pfarrer wurde in der christopherusgemeinde
    in wolfsburg zwischengelagert.
    dort wurden ausserdem drei missprauchpfarrer versteckt.
    ein mitbewohner eines dieser täter begang auch
    dort angeblich selbstmord.
    eine ehemalige gemeindehelferin wurde in ihrer wohnung
    ermordet.
    Drei tote in dieser gemeinde.
  9. #9

    in Germany nicht besser

    Die Vorgänge Londons erinnern mich in fataler Weise an den deutschen "Staranwalt" Bossi, der Zeugen und Opfer vor Gericht auf perfideste Weise schikanierte. Die "Bossis" in Germany sind vermutlich heutzutage nicht seltener als in anderen Ländern der amerikanischen Subkultur.