Ski-WM in Schladming: Tragödie statt Spektakel

APEs sollte eine riesige Party werden - und entpuppte sich schon am ersten Tag als Trauerspiel: Die Ski-WM in Schladming krankt an sturer Perfektionssucht. Die Leidtragenden sind die Sportler, wie der Sturz von Lindsey Vonn zeigt. Sie können kaum auf Rücksicht der Veranstalter hoffen.

http://www.spiegel.de/sport/wintersp...-a-881774.html
  1. #1

    Ösis

    So vollmundig im Vorfeld - und dann nicht einen Deut besser als die Kollegen kürzlich beim Marathon-Vermessen in Wien (1,8 km zuwenig)
  2. #2

    Ösis

    So vollmundig im Vorfeld - und dann nicht einen Deut besser als die Kollegen kürzlich beim Marathon-Vermessen in Wien (1,8 km zuwenig)
  3. #3

    Nicht übertreiben

    Die letzte Entscheidung liegt immer noch bei den Athleten. Die gute Frau hätte jederzeit nein sagen können. Mit ihrer Erfahrung als Porfi, hat sie die Situation abschätzen können. Wie beschrieben, war genug Zeit sich selbst, mit Trainern & Beratern über die Bedingungen kundig zumachen. Insofern haben die Veranstalter allenfalls eine Teilschuld.
  4. #4

    Werden denn alle gezwungen zu starten?
    Richtig der Wunsch nach Perfektion treibt sie an. Sie gehen freiweillig hin und tun dies bestimmt nicht, weil es keiner Alternative gibt.

    Baumgartner ist sicherlich auch gesprungen weil der Matteschitz ihn geschubst hat.
    Sie tun es weil Sie 'geschichte' schreiben wollen. Das haben sie getan.
  5. #5

    Rechtlose, lebende Werbegegenstände

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es sollte eine riesige Party werden - und entpuppte sich schon am ersten Tag als Trauerspiel: Die Ski-WM in Schladming krankt an sturer Perfektionssucht. Die Leidtragenden sind die Sportler, wie der Sturz von Lindsey Vonn zeigt. Sie können kaum auf Rücksicht der Veranstalter hoffen.

    Unfälle bei der Ski-WM in Schladming - SPIEGEL ONLINE
    Die Skirennläufer und -läuferinnen sind nichts anderes als lebende und rechtlose Werbemittel. Sie müssen zu vorher exakt geplanten Zeiten für Einschaltquoten und Werbeeffekten zur Verfügung stehen und sich vermarkten lassen. Die Persönlichkeit und die Würde eines Menschen spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Genauso wie das Skifahren an sich. Es dient primär finanziellen Zwecken. Wozu auch die Werbeeinnahmen der Fernsehsender zählen.
  6. #6

    Fahrfehler

    Nun hat es Vonn "erwischt". Das Trara wäre sicherlich geringer, wenn eine Fahrerin aus den hinteren Rängen gestürzt wäe. Die Stockerl-Damen gehören allesamt zur Weltspitze. Alle hatten die gleichen Bedingungen, was Besichtigungsmöglichkeit und Schneeverhältnisse betrifft. Wenn einige an ein und demselben Tor vorbeigefahren sind, spricht das für die Selektivität der Strecke und ist allenfalls Sache des Kurssetzers. Im Skiweltcup hat es schon bedenklichere Rennen gegeben. Aus meiner Sicht war es ein Fahrfehler von Vonn.
  7. #7

    Spitzensport = Streben nach Perfektion

    Ich darf daran erinnern, dass sich Frau Vonn noch vor kurzem großspurig mit den Männern messen wollte.
    Wer die Nummer 1 sein will strebt nun mal nach Perfektion. Aber man sollte doch immer seine Grenzen kennen.
  8. #8

    Streckenposten?

    Wie geht es eigentlich dem Streckenposten der bei dem Rennen auch gestürzt ist und mit dem Heli abtransportiert werden musste?
    Überall gibt's nur Berichte zu Vonns Schienbeinbruch...
  9. #9

    Freiluftsport - schon mal davon gehört?

    Dass einige Athletinnen am Tor vorbeigefahren sind, war deren eigenes Versagen. Dass Lindsey Vonn gestürzt ist, war ebenfalls ihr eigener Fahrfehler - auch wenn ihre Verletzungen schrecklich sind. Die Bedingungen waren fair, wie eben eine Freiluftsportart gleiche Voraussetzungen bieten kann: im Verlauf eines Rennens verändern sich Pisten- und Wetterbedingungen eben. Das war bei diesem Rennen nicht zum ersten mal der Fall. Wolfgang Maier hätte keinen Mucks gemacht, wenn die deutschen Fahrerinnen besser abgeschnitten hätten. Fairness bedeutet auch, anzuerkennen, dass sehr wohl die meisten Starterinnen eine Topleistung bringen konnten!