Franzosen in Mali: "Richtiger Krieg, bedeutende Verluste"

AFPFrankreich will schon bald mit dem Abzug seiner Soldaten aus Mali beginnen, aber die Islamisten leisten bei den Kämpfen in dem westafrikanischen Land jetzt zunehmend Widerstand. Verteidigungsminister Le Drian sprach von einem "richtigen Krieg mit bedeutenden Verlusten".

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-881749.html
  1. #1

    ...

    Es wäre ja auch zu schön gewesen,wenn sich diese islamistischen Kämpfer im angesicht einer technisch überlegenen Macht einfach in Luft aufgelöst hätten. Den Gefallen tun sie uns aber leider nicht, sondern nutzen die gigantischen Räume um sich zurückzuziehen - und zurückzukommen sobald die Franzosen abgezogen sind.

    Wenn man das verhindern will müsste man sich bemühen, die Islamisten nicht nur zurückzudrängen, sondern vernichtend zu schlagen.
  2. #2

    oje

    Das glaubt einer aber viel. Genau darauf haben die Islamisten gewartet. Den jetzt haben sie einen Grund anzugreifen. Nichts ist besser Propaganda als westliche Truppen auf den Rückzug.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankreich will schon bald mit dem Abzug seiner Soldaten aus Mali beginnen, aber die Islamisten leisten bei den Kämpfen in dem westafrikanischen Land jetzt zunehmend Widerstand. Verteidigungsminister Le Drian sprach von einem "richtigen Krieg mit bedeutenden Verlusten".

    Mali: Frankreichs Verteidigungsminister spricht von "richtigem Krieg" - SPIEGEL ONLINE
    Es ist mir schleierhaft wie man in einen Krieg ziehen kann ohne aber genügend Möglichkeiten zur Betankung oder gar Aufklärung zu haben.

    So richtig der Einsatz Frankreichs auch ist, so überstürzt wurde er angegangen.

    Alles Gute für Mali.
  4. #4

    Nagelprobe

    Vermutlich steht die Nagelprobe für die Franzosen noch aus. Bislang war es relativ leicht, bei absoluter Luftherrschaft in einem Land ohne natürliche Deckung einen Haufen Pickups zu zerbomben. Außerdem scheinen die Islamisten in Mali aus einem anderen Holz geschnitzt zu sein als die in Syrien. Während die Terroristen in Syrien den Kampf in den Städten suchen, um sich hinter der Zivilbevölkerung besser verstecken zu können, suchen die in Mali momentan ihr Heil in der Flucht. Das erinnert an Afghanistan 2001/02 - wie diese Geschichte weiterging ist bekannt. Vielleicht beginnt ja der eigentliche Kampf erst jetzt, als Guerillakrieg?
    Wie auch immer. So lang Frankreich damit beschäftigt ist, in Mali Islamisten zu erschießen, kann es wenigstens in Syrien keine größeren Dummheiten bei der Unterstützung der dortigen Islamisten machen.
    Das ist immerhin eine Entlastung für die syrische Armee, die einen ähnlichen Kampf führen muss, aber unter ungleich härteren Bedingungen.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankreich will schon bald mit dem Abzug seiner Soldaten aus Mali beginnen, aber die Islamisten leisten bei den Kämpfen in dem westafrikanischen Land jetzt zunehmend Widerstand. Verteidigungsminister Le Drian sprach von einem "richtigen Krieg mit bedeutenden Verlusten".

    Mali: Frankreichs Verteidigungsminister spricht von "richtigem Krieg" - SPIEGEL ONLINE
    Warum sollte das in Mali anders sein als in Afghanistan?
  6. #6

    Mission Accomlie

    http://creseveur.hautetfort.com/media/02/01/3391660604.JPG

    Das alles erinnert stark an Bushs "Mission Accomplished" im Irak, auch die Bilder aus Mali von angeblich jubelnden Menschen, die die Franzosen empfangen wirken sehr künstlich und gestellt, da kommt einem der für die Qualitätsmedien inszenierte Abriss der Saddam Hussein Statue in den Sinn.

    Vermutlich wird der Mali-Krieg noch sehr viel länger dauern als geplant und erwünscht, aber das wird natürlich von den verantwortlichen Politikern nicht gerne ausgesprochen und Siegespropaganda geredet. Man hat ja gesehen, wie schwer es die größte und teuerste Armee mit den Taliban-Kämpfern hatte. Ähnliches ist auch in Mali zu befürchten, der Einsatz der Franzosen wird Jahre andauern, mal sehen ob diese Aufgabe das wirtschaftlich und finanziell leicht angeschlagene Frankreich alleine stemmen kann.
  7. #7

    Halbherziges Eingreifen in Mali und vorschneller Abzug

    Leider haben die Franzosen es immer noch nicht begriffen. Die Ecowas - Truppen sind dieser Bedrohung nicht gewachsen. Die Westafrikaner sehen diesen Einsatz eigentlich nicht als Ihre Angelegenheit; vielmehr ist Ihnen ehr an den zu erwartenden Hiolfen gelegen. Es geht hier um "logistische und materielle Hilfen". Wie schon zu Zeites des Burgerkriegs in Liberia, Sierra Leone, Angola etc.. Der westen bezahlt Ecowas Einsätze und die Westafrikaner spenden dann halbherzig ihr Blut.
    Die Problematik der Islamisten ist jedoch weitaus komplexer. Strategisch erstreckt sich ein breites islamistisches Band quer durch Afrika. Von Somalia bis Senegal verstärken sich Terroraktivitäten, die eines gemeinsam haben. Die Terroristen nutzen bereits geschwächte Länder und andere politische Konflikte, um Ihr Unwesen zu treiben. Von Somalia über Nord Nigeria über Sudan und jetzt Mali verbreitet sich der Terror nach Süden. Die Front ist weitaus Größer als die Franzosen und der Westan es wahrhaben wollen. Abzug der Franzosen aus Mali im März? Damit wäre die sogenannte "Sub-Sahara verloren!
  8. #8

    ich stimme dir 100 % zu otto_iii, sonst werden sie am ende wie immer hoch jubeln dass sie den krieg gewonnen haben wie immer,und schon ist das rebelote.
  9. #9

    La lutte continue....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankreich will schon bald mit dem Abzug seiner Soldaten aus Mali beginnen, aber die Islamisten leisten bei den Kämpfen in dem westafrikanischen Land jetzt zunehmend Widerstand. Verteidigungsminister Le Drian sprach von einem "richtigen Krieg mit bedeutenden Verlusten".

    Mali: Frankreichs Verteidigungsminister spricht von "richtigem Krieg" - SPIEGEL ONLINE
    Nun tritt genau das ein, was ich vor einiger Zeit gesagt hatte und dafuer Spott erntete.
    Mali wird zu einem Tummelplatz fuer Djihadisten aus aller Welt werden, die es den Unglaeubigen auch dort zeigen wollen. Es wir ein langer und dreckiger Konfikt sein.
    Ich achte Frankreich fuer seinen Einsatz und schuettele wieder nur den Kopf, ob dieser Wackelei der Deutschen. Wenn schon in Afgh. Deutschland "verteidigt" wird, dann sollte es erst recht "vor der Tuer" geschehen. Frankreich hat vollste Unterstuetzung verdient....
    Der Abzug der Franzosen wird eine Wiedererstarkung der Islamisten und Terroristen in Mali und ganz Nordafrika mit sich bringen. Die franzoesischen Einheiten koennen nicht durch afrikanische Einheiten ersetzt werden, deren Kampfkraft und Ausstattung i.d.R. niedrig ist...wenn sie nicht gleich zum Feind ueberlaufen....wie schon geschehen....
    In Mali muesste der europaeische Westen wirklich Kante zeigen. Die Amerikaner werden sich raushalten....

    Mir schwant Ungutes dort....