Chinesischer Aktivist: Der furchtlose Herr Fu

Andreas LorenzMit seinem Protest gegen den Drei-Schluchten-Damm wurde der chinesische Bauer weltweit bekannt. Ein gefährlicher Kampf: Seit einem mysteriösen "Unfall" ist Fu Xiancai gelähmt. Doch er streitet noch immer für Gerechtigkeit - und hofft auf die neue Führung in Peking. Besuch bei einem Unbequemen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-879994.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit seinem Protest gegen den Drei-Schluchten-Damm wurde der chinesische Bauer weltweit bekannt. Ein gefährlicher Kampf: Seit einem mysteriösen "Unfall" ist Fu Xiancai gelähmt. Doch er streitet noch immer für Gerechtigkeit - und hofft auf die neue Führung in Peking. Besuch bei einem Unbequemen.

    Korruption in China: Fu Xiancai kämpft für Gerechtigkeit - SPIEGEL ONLINE
    "Aktivisten", die neuen Lieblinge des Westens, haben grundsätzlich die Opferrolle, ganz gleich was in ihrem Leben geschieht. Dieser Herr hat m.E. mit dem Versuch die Korruption aufzudecken zwar richtig gehandelt, sich allerdings mit Leuten angelegt, die in einer anderen Liga als er selbst spielen. Leider schafft man sich damit keine Freunde, dass ist auch in Deutschland nicht anders. Er hat nur nicht genug damit verdient, um sich rechtzeitig nach London absetzen zu können. So wird er ein Aktivist gegen alles und jeden bleiben, außer seiner Spender hoffe ich, bis seine Tage gezählt sind.
  2. #2

    Tendenziöser Artikel

    Und schon wieder wird der chinesischen Regierung (die natürlich beileibe keine weiße Weste hat) ein versuchter Mord in die Schuhe geschoben. Es kann ja gut sein, dass Herr Fu die Wahrheit spricht - was mich auch nicht wundern würde, der chinesischen Regierung würde ich so etwas durchaus zutrauen - aber derart einseitig zu berichten ist garantiert nicht Spiegel-Niveau.

    Die "rießige" [sic] Staumauer macht das auch nicht besser - solche Rechtschreibfehler sollten nicht einmal mehr einem Fünftklässler unterlaufen.

    Nichtsdestotrotz wünsche ich Herrn Fu und allen anderen Freiheitskämpfern in China natürlich weiterhin alles Gute.
  3. #3

    Bei aller Sympathie für Herrn Fu...

    ...sehe ich es doch leider so, dass wir im Moment keinen chinesischen Frühling brauchen können. Man stelle sich vor China würde auf den Spuren Libyens oder Syriens wandeln. Ein nicht zu beschreibendes Chaos und Schlachten würde einsetzen mit unabsehbaren Folgen für das ohnehin sehr fragile geopolitische Gleichgewicht. Cina ist weder reif für eine Demokratie noch übrigens für den wirtschaftlichen Erfolg den es hat. Da sind korrupte Lokalpolitiker und Parteibonzen noch das kleinste Problem mit dem sich die Chinesen herumschlagen.
  4. #4

    Wurde auch Zeit...

    Habe schon seit zwei Wochen einen China-kritischen Artikel vermisst. Normalerweise gibt es doch pro Woche mindestens einen.
  5. #5

    Gemach, Jerry,

    Zitat von JerryFletcher Beitrag anzeigen
    Habe schon seit zwei Wochen einen China-kritischen Artikel vermisst. Normalerweise gibt es doch pro Woche mindestens einen.
    Andreas Lorenz wird auch nicht jünger!
  6. #6

    Fu XianCai ist ein Held

    und sollte uns Allen ein leutendes Vorbild sein, z.B. Diesem hier:

    Zitat von krasmatthias Beitrag anzeigen
    "Aktivisten", die neuen Lieblinge des Westens, haben grundsätzlich die Opferrolle, ganz gleich was in ihrem Leben geschieht. Dieser Herr hat m.E. mit dem Versuch die Korruption aufzudecken zwar richtig gehandelt, sich allerdings mit Leuten angelegt, die in einer anderen Liga als er selbst spielen. Leider schafft man sich damit keine Freunde, dass ist auch in Deutschland nicht anders. Er hat nur nicht genug damit verdient, um sich rechtzeitig nach London absetzen zu können. So wird er ein Aktivist gegen alles und jeden bleiben, außer seiner Spender hoffe ich, bis seine Tage gezählt sind.
    Hallo krasmatthis,
    Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie 2006 zum ersten Mal über Fu Xiancai berichtet wurde. Ich war entsetzt über die Grausamkeit, die diesem armen Menschen wiederfahren, und habe entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten mich tatsächlich dazu hinreissen lassen, einen dreistelligen Eurobetrag an Humans Rights Watch zu spenden. Um für mich ein Zeichen zu setzen, damit das LEid dieses armen Mannes nicht umsonst ist.

    Die Kontonummer bei HRW müsste es immer noch geben, denn..
    ..der Mann ist ja noch immer gelähmt. Das ist jetzt sein Schicksal, auch sieben JAhre später noch. Das geht nicht mehr weg.

    Nur weil er den Mumm hatte für seine Überzeugungen und sein Verständnis von Gerechtigkeit mit seiner persönlichen Unversehrheit auch einzustehen. Niemand von uns, die sich hier feige hinter der Annonymität verstecken, sollte über diesen Mann spotten.