Gewalt gegen Frauen: Die Bodyguards vom Tahrir-Platz

Heinrich HoltgreveTäglich werden in Ägypten Frauen auf der Straße beleidigt, begrabscht und vergewaltigt. In der Menschenmasse am Tahrir-Platz haben es die Täter besonders leicht. Nun übernehmen privat organisierte Aktivistengruppen die Aufgabe der untätigen Polizei - wenn nötig auch mit Gewalt.

http://www.spiegel.de/panorama/gewal...-a-880952.html
  1. #1

    Falsch verstanden?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Täglich werden in Ägypten Frauen auf der Straße beleidigt, begrabscht und vergewaltigt. In der Menschenmasse am Tahrir-Platz haben es die Täter besonders leicht. Nun übernehmen privat organisierte Aktivistengruppen die Aufgabe der untätigen Polizei - wenn nötig auch mit Gewalt.

    Gewalt gegen Frauen in Ägypten: Aktivisten gehen gegen Täter vor - SPIEGEL ONLINE
    Da grapschen dann Aktivistengruppen anstatt der Polizei - oder habe ich das falsch verstanden?
  2. #2

    optional

    Ganz sicher ist, dass die Frauen keine Schuld tragen. Aber vielleicht sollte mensch mal anfangen darüber nachzudenken ob eine der Ursachen nicht vielleicht in der generellen Diskriminierung von Frauen und vollkommen überholten "Moralvorstellungen" in dieser Re(li?)gion liegen könnte
  3. #3

    Vor der eigenen Haustür kehren

    Kriminalstatistik Berlin 2010
    Vergewaltigung und sexuelle Nötigung: 689
    Der Anteil der nicht-deutschen TV betrug 43,2%. 90 TV waren im Alter unter 21 Jahren (19,2%). 24,5% der aufge-klärten Fälle wurden unter Alkoholeinfluss begangen.
  4. #4

    Start thinking!

    Vielleicht fängt ja jetzt die ägyptische Regierung mal an, darüber nachzudenken, ob mit Ihrer Ideologie und landesweiten Erziehung net a biserl was schief läuft, wenn die männliche Bevölkerung bei sich jeder bietenden Gelegenheit anfängt, auszurasten wie die letzten Wilden und sich aufführen, wie die Axt im Wald! Das ist schon fremdschämen übelster Sorte.
  5. #5

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Täglich werden in Ägypten Frauen auf der Straße beleidigt, begrabscht und vergewaltigt. In der Menschenmasse am Tahrir-Platz haben es die Täter besonders leicht. Nun übernehmen privat organisierte Aktivistengruppen die Aufgabe der untätigen Polizei - wenn nötig auch mit Gewalt.

    Gewalt gegen Frauen in Ägypten: Aktivisten gehen gegen Täter vor - SPIEGEL ONLINE
    Ja, diese blame-the-victim Mentalität ist auch in der westlichen Hemisphäre ganz besonders beliebt.
  6. #6

    Religion ist nur eine Seite

    Zitat von Sgt.Moses Beitrag anzeigen
    ... anfangen darüber nachzudenken ob eine der Ursachen nicht vielleicht in der generellen Diskriminierung von Frauen und vollkommen überholten "Moralvorstellungen" in dieser Re(li?)gion liegen könnte...
    Die gesellschaftliche Stellung von Frauen wird stark durch die Religion geprägt, aber nicht nur. Und ich würde es nicht auf den Islam beschränken. Die Proteste in Indien (immerhin ein Schritt der hoffen lässt) zeigen, das nicht nur Moslems derart starke hierarchische Geschlechterdiskriminierung leben.

    Ich vermute den Hauptgrund eher in fehlender Bildung einhergehend mit eingeschränkten Entfaltungsmöglichkeiten. In solchem Umfeld ist die Religion ein Rettungsanker, der Rollen vorgibt und einem so das selbständige Denken und "seinen Platz finden" erspart. Zumal für viele "wenig gebildete" Männer eine derartige "Anerkennung" allein aufgrund ihres Geschlechts eine willkommene Bestätigung zum Selbstvertrauen darstellt, die man ungern in Frage stellt "wenn man sonst nichts zu bieten hat".
  7. #7

    Nicht nur Ägypten

    Zitat: "Das Perfide dabei: Ein Großteil der Männer gibt den Opfern die Schuld. Die Frauen, so ihre Logik, hätten sich einfach zu freizügig gekleidet und so die Belästigung unausweichlich und bewusst provoziert."
    Diese Haltung findet man in sehr vielen islamischen Ländern: die Frauen sollen sich anders kleiden, um nicht die Männer zu provozieren. Diese verquere Argumentation hört man immer wieder in Zusammenhang mit Burka etc.
    d.h. die Männer wissen, dass sie schwach werden. Statt nun selbst an sich zu arbeiten und diese Schwäche abzustellen werden generell die Frauen als Provokateure hingestellt ... eine für mein Verständnis verquere Logik, mit der die Männer ihr Verhalten jederzeit rechtfertigen - krank
  8. #8

    Was für ein Zahlenmaterial ist das denn?

    »83 Prozent mindestens einmal im Leben (???) belästigt. Über zwei Drittel aller Frauen behaupteten, täglich sexuelle Gewalt zu erleben.«
    66% täglich, quer durch alle Altersklassen und dann nicht Belästigung sondern Gewallt?
    Ich will hier für nichts und niemand Partei ergreifen.
    Aber veralbern lassen will ich mich auch nicht.
    Wenn man einen Artikel schreibt, sollte man halbwegs glaubwürdige Daten verwenden.
    Das 2/3 aller ägyptischen Frauen täglich misshandelt werden kann ich einfach nicht glauben.
  9. #9

    ...

    Zitat von Kometenhafte_Knalltüte Beitrag anzeigen
    Die gesellschaftliche Stellung von Frauen wird stark durch die Religion geprägt, aber nicht nur. Und ich würde es nicht auf den Islam beschränken. Die Proteste in Indien (immerhin ein Schritt der hoffen lässt) zeigen, das nicht nur Moslems derart starke hierarchische Geschlechterdiskriminierung leben.

    Ich vermute den Hauptgrund eher in fehlender Bildung einhergehend mit eingeschränkten Entfaltungsmöglichkeiten. In solchem Umfeld ist die Religion ein Rettungsanker, der Rollen vorgibt und einem so das selbständige Denken und "seinen Platz finden" erspart. Zumal für viele "wenig gebildete" Männer eine derartige "Anerkennung" allein aufgrund ihres Geschlechts eine willkommene Bestätigung zum Selbstvertrauen darstellt, die man ungern in Frage stellt "wenn man sonst nichts zu bieten hat".
    fehlende Bildung?
    Ich würde sagen es liegt ganz einfach daran das diese jungen Männer ((und Frauen) ihre Sexualität nicht ausleben können.
    Eine Freundin oder Freund geht ja leider nicht wegen dieser komplett unsinnigen religiösen Vorschriften.
    Ich werde niemals begreifen weshalb man sich selber (und anderen) das Leben durch Religionen schwer machen muss.