Grundgesetzänderung: Finanzpolitiker zerpflücken Brüderles Inflations-Idee

DPARainer Brüderle setzt auf Tradition - auf Ludwig Erhard. Er will wie schon der Wirtschaftswunderminister den Schutz vor steigenden Preisen ins Grundgesetz schreiben lassen. Die Opposition spricht von "Wahlkampf-Geblubber" und die Koalitionspartner winken ab.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-881657.html
  1. #30

    ...

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Wieso erachten Sie den Warenkorb für unrealistisch?
    Das fängt schon da an, dass "Freizeit, Unterhaltung und Kultur" höher gewichtet wird als "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke".

    Nahrungsmittel haben eine Gewichtung von 10,4%. Selbst mit 5 Euro pro Tag fürs Essen käme man so auf 150 Euro und bräuchte demnach grob 1500 Euro NETTO. Realistischer ist es, wenn man 200-300 Euro ansetzt. Der Warenkorb geht also davon aus, dass 2000-3000 Euro NETTO zur Verfügung stehen. Ohne Sparen.
    Für Unterhaltung etc gibt man dann scheinbar sogar 11,6% aus, also noch mehr als fürs Essen. Fünf-Sterne Urlaub und jährlicher Rechnerneukauf für alle. Was für ein Schlaraffenland.
    Ähnliches bei "Verkehr": der jährliche Kraftwagen wird immer günstiger, juhuu. Vor allem die spanische und griechische Jugend jubiliert!

    Die Rubrik "Andere Waren und Dienstleistungen", immerhin mit 7,4% gewichtet, weist sogar einen negativen Wert auf ( und zwar weil Finanzdienstleistungen um 27,4% günstiger geworden sind).
    Usw usf.


    Und damit ist man noch gar nicht darauf eingegangen, wie da überhaupt die Preise der einzelnen Unterrubriken ermittelt werden.
  2. #31

    lächerlich

    als wenns noch irgendwen juckt was da drin steht.Ständig geschehen Grundgesetzbrüche und das seit Jahrzehnten.Wie die Gehirnwäsche von oben funktioniert sieht man auch mal wieder daran wie auch der Autor Böcking einen der größten GG Brüche wegschreibt indem er von der immer noch nicht existierenden deutschen Verfassung schreibt.
  3. #32

    Sehr glaubwürdig...

    Eine Verfassung auf diese Art mit frommen Wünschen zu überladen, zerstört sie langfristig. Das Ergebnis wären auch nur Aktionen, die die Inflation unterdrücken oder verstecken. Am Schluss kommt sie doch.
  4. #33

    Zitat von fortion Beitrag anzeigen
    Ich schließe daraus, das SPD und Grüne uns per Inflation um unser Geld bringen wollen, nur um die Schulden fremder Länder und die Schwarzgeldspekulationen dubioser Kapitalisten zu bezahlen.

    Die SPD war ja schon immer der treueste Diener des großen Geldes und hat schon immer die Arbeiter verraten.
    Wenn sie "Geld" als Objekt betrachten das sie festhalten können haben sie sich schon selber betrogen!

    Geld ist ein Virtueller Vertrag - etwas was "zwischen" den Handelnden Parteien steht , und was von keiner Seite einseitig irgendwie "festgeschraubt" werden kann - egal welche seltsamen Regeln sie in Verträge schreiben!
    Das was sie als Banknote oder Giralgeld haben ist nichts anderes als eine Erinerung an "Das sie einen Vertrag" einhalten müssen -mehr nicht! oder kurz "Der Bäcker gibt ihnen ein Brot gegen geld, wenn er für dieses Geld von ihnen auch wieder Weizen bekommt" - sie sind also immer "Gläubiger und Schuldner" gleichzeitig - und die Banknote erinnert sie nur daran .. liefern sie keine Weizen mehr, dann nimmt ihnen auch keiner mehr ihr Geld ab .. dann haben sie genau das was Geld in der Summe ist , nämlich Nichts!
  5. #34

    Zitat von Schäfer Beitrag anzeigen
    Besser wäre ein Gesetz, welches die Bundesbank befugt oder besser verpflichtet, der EZB ihre Kompetenzen wieder zu entziehen, wenn sie die Währungsstabilität nicht hinbekommt. Die Folge wäre dann eine neue DMark.

    Eine Währungsstabilität als Artikel im Grundgesetz halte ich unter den gegebenen Umständen für überflüssig. Wenn der deutsche Staat sie nicht durchsetzen kann, nützt er niemandem. Prozesse vor dem BVG werden nichts ändern, weil die Bundesbank keine Sanktionsmöglichkeiten hat.
    Niemand kann den "Wert" von Geld selber festlegen - und so ist es egal ob sie das Euro/DM oder Glasmurmeln nennen! Der Aussenwert einer Währung wird immer von den "Annehmerländern" bestimmt - egal was die Notenbank da macht , und der Innenwert vom "Gegengeschäft" den "der Bäcker nimmt Geld nur gegen Brot an, wenn sie ihm morgen für das Geld auch den Weizen liefern"!

    Geld alleine oder selbstgedrucktes hat keinen Wert - deshalb können sie das auch nicht irgendwie festhalten!

    NIemand kann "Geld" festschreiben - das ist einfach nonsens - Geld hängt immer vom Gegenüber ab - was sie selber da wollen ist immer vollkommen irrelevant!
  6. #35

    Wäre

    mit einer richtigen "Verfassung" gar nicht möglich. Da fehlt nun mal schlicht und einfach eine Nationalversammlung als verfassunggebendes Instrument. Hier kann jeder, dem Irgendetwas nicht passt im Grundgesetz rummachen wie es ihm beliebt. Schlimme Situation - hat das Volk in dieser "Demokratie" überhaupt noch was zu sagen? Gebe Gott, das dieser Zustand endlich beendet wird!
  7. #36

    Zitat von schnitteuk Beitrag anzeigen
    Ich warte gespannt auf Ihre ökonomisch fundierte Erklärung, warum die Abschaffung der Zinsen Inflation beenden würde.
    Weil die Zinsen haupttreiber des "Geldgewinnes" sind!
    Wenn sie in einer Geldmenge die "Menge" des Geldes durch "Geldgewinn" erhöhen, dann addiert sich dieser "Gewinn" zu der alten Geldmenge GM(neu) = GM(alt)+GW .. und dieses Anwachsen der Ziffern verteilt sich aber gegenüber einer Kontanten (Waren/Gütern) immer im Verhältnis des Güterwertes / GM .. sprich sie "gewinnen" damit nichts -sie machen nur die Zahlen grösser!
    Die Aktienbesitzer kennen das als "Verwässerung" - der Zustrom von Geld bei Aktien durch Neuemmissionen verwässert (senkt) den Wert der einzelnen Aktien!

    Oder anders - ihr "Vermögen" ist nicht die Zahl der Banknoten - sondern immer die "Zahl der Banknoten" dividiert durch die Geldmenge - egal wie hoch sie die treiben!

    Und, menschliche Wirtschaftsysteme sind immer kreisläufe ,weil alle "Materie" sich direkt oder indirekt immer durch Entropie zerlegen - und "Wirtschaft" heißt nichts anderes als diesen Zerfall durch neuproduktion zu ersetzen - was in Folge auch die "Banknoten" regelmäßig entwertet (die güter sind ja weg) und damit ein "reuse" der Banknoten erlauben!

    Sollten sie das ändern wollen durch "Gewinne" - dann würden innerhalb von wenigen Monaten die Banknoten in der Hand der "Verkäufer" sein - und das Thema Wirtschaft hätte sich dann erledigt - weil es keinen Geldkreislauf mehr gibt!

    Man kann das noch weiter ausführen - aber egal wie - math. können sie in "Geld" überhaupt nicht gewinnen - jeder "Zins" verwässert nur ihr Vermögen im gleichen Maße wie sie glauben dort "mehr" bekommen zu haben!

    Ansonsten .. siehe Mengenlehre von Cantor und Geldbasis, Geldmengenmultiplikator und VWL Handbücher!

    Kurz , Zinsen bringen ihnen so überhaupt nichts .. sie spielen da nur Hase und Igel mit der Geldmengenverdünnung!
  8. #37

    mit einem wisch

    alle finanziellen Sorgen der Wähler vom Tisch?
    Dieser Bruder mit seinen Busenfreunden sorgt mit Eifer für inflationäre Grundbedingungen. Beispielsweise mit dem neuen Mietgesetz.
  9. #38

    Wahlkampfgetue

    Mit dieser Bemerkung hat sich der Spitzenmann für das EU-Parlament in Brüssel beworben.
  10. #39

    "Die Opposition spricht von "Wahlkampf-Geblubber""

    Wer mag mit 'Opposition' wohl gemeint sein?
    Ist dazu, kurz vor Ende der Legislaturperiode, eine solche ausmachbar?
    Dreieinhalb Jahre nix, null, keinerlei "Opposition", und nun aber, im Wahlmodus der Sitz- und Pfruendessicherungen, wird ein catwalk-Schaulaufen der schoensten Politdesigns inszeniert?

    Aber gut, "Wahlkampf-Geblubber" der aktuellen Politszene, des passt scho.
    Wobei im Wortteil "_kampf", mit 'r' nach dem 'k', und vor 'a', traefe es weit exakter.