Leistungsdruck: Jeder Zweite geht trotz Krankheit zur Arbeit

CorbisBei den Kollegen kommt das oft nicht gut an, beim Chef vielleicht eher: Jeder zweite Angestellte geht krank zur Arbeit. Laut einer Studie stehen die Betroffenen häufig unter Leistungs- und Zeitdruck. Forscher warnen vor Langzeitfolgen, die am Ende auch den Arbeitgebern schaden könnten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-881623.html
  1. #1

    wie bloed

    muessen die denn sein.

    gerade in D ist man doch sicher solange man eine bescheinigung vom Arzt hat.
    In der probezeit kann ich das ja noch verstehen, aber danach nicht mehr.
    Ich denke viele rennen in die Firma weil die sich fuer unverzichtbar halten, was aber nie so ist.
  2. #2

    Des wenn einer macht

    Des wenn einer macht, der darf sich was anhören.

    Den ganzen Betrieb anstecken und nur die Hälfte leisten. Na merci.
  3. #3

    Definiere Krankheit...

    Lieber den Ball flach halten und nicht gleich dauerhaft beeinträchtigte Leistungsfähigkeit orakeln. Was von den Befragten als Krankheit bewertet wurde, war in einer nicht ermittelbaren Anzahl wohl eher Befindlichkeitsstörung.
    Es kann durchaus besser sein, auch mit einer leichten Erkältung oder einem drückenden Kopf business as usual zu betreiben, anstatt sich zu Hause selbst leid zu tun.
    Im übrigen soll es auch Leute geben, die trotz Gesundheit nicht zur Arbeit gehen...
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei den Kollegen kommt das oft nicht gut an, beim Chef vielleicht eher: Jeder zweite Angestellte geht krank zur Arbeit. Laut einer Studie stehen die Betroffenen häufig unter Leistungs- und Zeitdruck. Forscher warnen vor Langzeitfolgen, die am Ende auch den Arbeitgebern schaden könnten.

    Umfrage zum Job: Deutsche gehen krank zur Arbeit - SPIEGEL ONLINE
    Und wenn es dann später mal krankheitsbedingt nicht mehr geht, heisst es "so schlimm kann es ja nicht sein, sie hatten all die Jahre ja kaum Fehlzeiten"
    Wenn ich krank bin, bin ich krank. Kollegen die meinten die Krankkschreibung eines anderen Kollegen öffentlich anzuzweifeln und ihn als Blaumacher verleumdeten, haben eine Abmahnung kassiert.
    Seit dem ist im Kollegenkreis eh Ruhe bezüglich solcher Themen.
  5. #5

    Bei Kollegen

    kommt dieser "Präsentismus" zwangsläufig oft sehr wohl gut an, besonders etwa im Gesundheitswesen, da diese bei der meist sehr dünnen Personaldecke einspringen müssen. Diese Kollegialität ist doch meist auch der Grund vieler Angestellter, krank zur Arbeit zu kommen - insbesondere im Schichtdienst.
  6. #6

    Wie krank die Leute nun wirklich waren?

    Es gibt nach meiner Einschätzung auf jeden Fall mehr Leute, die obwohl gesund nicht zur Arbeit kommen, als Kranke, die dennoch zur Arbeit gehen. Beides ist blöd.
  7. #7

    Dr. med. Wurst

    In KMUs leider üblich. Wer dort wegen Karnkheit fehlt bekommt schnell mal kein Weihnachtsgeld mehr etc. oder die Kollegen schneiden einen, weil die dann die Arbeit mitmachen müssen, die ohnehin schon zu viel für das kleine Angesteltenheer ist.

    Bei Großbetrieben spielt das hingegen weniger eine Rolle. Wer sich dort nach der Probezeit krankschreiben lässt, hat idR. nichts zu befürchten.
    Kenne neides aus eigener Erfahrung. In kleinen und mittleren Betrieben (Familiengeführt) bekommt man leider all zu oft schnell einen Malus, wenn man krank ist.
  8. #8

    was machen die Leute?

    Ich verstehe das nicht. 17,4 Tage im Jahr krank zu Hause und 11,5 Tage im Jahr krank zur Arbeit - das bedeutet, dass die Leute im Durchschnitt 28,9 Tage im Jahr krank sind. Also fast ein Zwölftel ihres Lebens! Nun gibt es freilich einige wenige, die sind z. B. wegen eines Bandscheibenvorfalls mal ein Jahr am Stück krank geschrieben, aber trotzdem. Ich kann das nicht glauben.
  9. #9

    Ich kenne genug Leute, die obwohl sie ins Bett gehören, trotzdem arbeiten kommen: "Weil ein wichtiger Termin vorbereitet werden muss.", "Weil das Projekt sonst ins Stocken kommt.", "Weil schon das halbe Team krank ist und sonst die Monatsabrechnung zu spät raus geht". Kann sein, dass bei uns eine hohe Identifikation mit den eigenen Aufgaben besteht. Das kann auf Dauer ungesund sein. Andersherum muss ich aber auch fragen: wer will von Kollegen umgeben sein, die einfach nur Dienst nach Vorschrift machen!?