Kritik an der Bahn: Die wichtigsten Punkte aus dem S21-Papier

dapdDas Bundesverkehrsministerium rückt vom Bahnprojekt Stuttgart 21 ab. Ein internes Papier zeigt, wie misstrauisch die Regierungsexperten den Angaben der Bahn gegenüber stehen. SPIEGEL ONLINE dokumentiert die Hauptkritikpunkte.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-881585.html
  1. #1

    Seltsam

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Bundesverkehrsministerium rückt vom Bahnprojekt Stuttgart 21 ab. Ein internes Papier zeigt, wie misstrauisch die Regierungsexperten den Angaben der Bahn gegenüber stehen. SPIEGEL ONLINE dokumentiert die Hauptkritikpunkte.

    Internes Dossier zu Stuttgart 21: So kritisieren die Experten die Bahn - SPIEGEL ONLINE
    Die Fachleute im Verkehrsministerium sehen sich also nicht in der Lage die Wirtschaftlichkeit von Projekten zu beurteilen, da man den Berechnungen der Bahn nicht traut.

    Die selbstverständliche und logische Konsequenz ist dann, sich von den Vorständen der Bahn zu verabschieden.

    Es bleibt dann die Frage, warum der AR ohne Not den Vertrag von Herrn Grube im Dezember vorzeitig um 5 Jahre verlängert hat und eben nicht bemerkt haben will, daß man diesem Mann nicht vertrauen kann. Diese Abnicker dürften dann nicht über die in einem solchen Kontrollorgan notwendigen Fähigkeiten verfügen und sind ebenfalls zu entlassen.
  2. #2

    Zitat von solomong. Beitrag anzeigen
    Es bleibt dann die Frage, warum der AR ohne Not den Vertrag von Herrn Grube im Dezember vorzeitig um 5 Jahre verlängert hat
    Schweigegeld?
  3. #3

    Die Fläche machts

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Schweigegeld?
    Späth, Wissmann und Dürr.

    Ich Frage mich was haben diese 3 Herren zu verheimlichen.

    Lothar Späth ist nicht wegen der Segelreise zurück getreten, sondern weil er in die Kasse gelangt hat um die Reitstunden seiner Tochter zu bezahlen. Auf Druck seiner Parteispezies hat er den Betrag ausgeglichen und ist zurückgetreten. Leider fehlt dieser Ausrutscher von Lothar Späth auf Wikipedia! Auszug: Nachdem Späth im Zusammenhang mit der „Traumschiff-Affäre“

    Warum wohl?
    Könnte es damit zusammenhängen, dass die Bahn (1991) ursprünglich gar keinen Tiefbahnhof bauen, sondern nur den Kopfbahnhof modernisieren, aber auf drängen von Land und Stadt bauen sollte, deshalb gibt es meiner Meinung nach so einen ausgefeilten Finanzierungsvertrag.
  4. #4

    Ja, die Demonstranten hatten wohl recht....

    mit ihrer Ablehnung von Stuttgart 21
  5. #5

    Zitat von huuhbär Beitrag anzeigen
    Späth, Wissmann und Dürr.

    Ich Frage mich was haben diese 3 Herren zu verheimlichen.

    Lothar Späth ist nicht wegen der Segelreise zurück getreten, sondern weil er in die Kasse gelangt hat um die Reitstunden seiner Tochter zu bezahlen. Auf Druck seiner Parteispezies hat er den Betrag ausgeglichen und ist zurückgetreten. Leider fehlt dieser Ausrutscher von Lothar Späth auf Wikipedia! Auszug: Nachdem Späth im Zusammenhang mit der „Traumschiff-Affäre“

    Warum wohl?
    Könnte es damit zusammenhängen, dass die Bahn (1991) ursprünglich gar keinen Tiefbahnhof bauen, sondern nur den Kopfbahnhof modernisieren, aber auf drängen von Land und Stadt bauen sollte, deshalb gibt es meiner Meinung nach so einen ausgefeilten Finanzierungsvertrag.
    Ich frage mich auch, woher dieses Zurückrudern kommt. Möglicherweise hat sich herausgestellt, daß die nach der Tieferlegung zur Verfügung stehenden innenstadtnahen Grundstücke doch nicht ein solches Schweinegeld bringen, wie erhofft? Denn um diese Grundstücke ging es doch eigentlich immer nur, das war zumindest die einhellige Meinung der mir bekannten Stuttgarter in den 90er Jahren, als ich dort öfters war.
  6. #6

    Zitat von loeweneule Beitrag anzeigen
    Ich frage mich auch, woher dieses Zurückrudern kommt. Möglicherweise hat sich herausgestellt, daß die nach der Tieferlegung zur Verfügung stehenden innenstadtnahen Grundstücke doch nicht ein solches Schweinegeld bringen, wie erhofft? Denn um diese Grundstücke ging es doch eigentlich immer nur, das war zumindest die einhellige Meinung der mir bekannten Stuttgarter in den 90er Jahren, als ich dort öfters war.
    Die Grundstücke sind aber bereits an die Stadt Stuttgart verkauft worden, haben also nichts mehr mit den Entscheidungen des Bundes oder der Bahn zu tun. Falls das Projekt fertiggestellt werden wird, wird die Stadt wohl der einzige Gewinner bei der Sache sein.

    Selbst wenn das Projekt am Ende 8 Milliarden Euro Kosten sollte - das sind die Kosten, die wir Bürger jährlich durch die neue Zwangsabgabe an die öffentlich rechtlichen Anstalten abgeben müssen, ohne dafür einen nennenswerten Mehrwert zu bekommen. Lieber zahle ich als Steuerzahler in ein Projekt, das den Bahnverkehr sowie die Stadt Stuttgart (und das Land Baden-Würtemberg) als Wirtschaftsstandort stärkt, als die unsinnig hohen Kosten für Lanz, Jauch, Illner und co. und den tausendsten Tatort mitzufinanzieren. Man muss auch bedenken, dass durch den Bau mindestens 10 Jahre lang unzählige Jobs gesichert sind bzw. neue entstehen (vor allem nach Fertigstellung). Man kann das Geld alternativ natürlich in das Arbeitslosengeld stecken, aber dadurch erhält man im Enddefekt keinen Mehrwert. Dann doch lieber einen leistungsfähigen Bahnhof und eine wachsende Stadt mit mehr Arbeitsplätzen.

    Natürlich hätten Bahn und Bund bereits im voraus die Kosten und den Nutzen besser kommunizieren müssen, das sehe ich als den größten Kritikpunkt bei diesem Projekt. Die Verzögerungen würde ich in erster Linie den Gegner zuschreiben, und damit meine ich nicht unbedingt die Demonstranten auf der Straße, sondern die Menschen, die über den Fortschritt des Baus bestimmen und sich von der Protestbewegung haben mitreißen lassen und seitdem auf Verzögerung setzen, in der Hoffnung, das Projekt wird gestoppt. Leider denken viele Menschen nicht sehr weit, sondern lassen sich eher von Emotionen leiten.

    Falls Stuttgart 21 mal ein Prestigeobjekt gewesen sein soll, ist es das längst nicht mehr (und wird es auch nie sein). Es ist bereits seit dem Jahre 2010 nur noch das meistkritisierte Projekt der gesamten Bundesrepublik. Würde das Projekt nichts bringen, hätte man schon längst rechtzeitig die Reißleine gezogen und das Projekt gestoppt.

    Lasst sie doch einfach bauen und wir schauen dann einfach, was am Ende dabei rauskommt. Im Gegenzug können wir doch einfach mal ein Jahr lang das öffentlich rechtliche Fernsehen abschalten (vielleicht bis auf Phoenix, Arte und KiKa) dann haben wir die Kosten wieder drin.
  7. #7

    Vielleicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Bundesverkehrsministerium rückt vom Bahnprojekt Stuttgart 21 ab.]
    liegt es ja ganz einfach daran, das man nicht gerne selbst in die Haftung genommen wird als Aufsichtsratsmitglied wegen Untreue und Geschäften zum Schaden der AG.
    Sollten die Vertragsverlängerungen für die Herren Grube und Keifer unter falschen Prämissen zustande gekommen sein, wäre sicherlich eine Auflösung der Verträge ohne Abfindung möglich. Von in Regress Ansprüchen ganz abgesehen. Täuschung Vorlage falscher Berechnungen, Zurückhaltung von Informationen gegenüber den Aufsichtsräten halte ich für kein Kavaliersdelikt.
  8. #8

    Zitat von queron Beitrag anzeigen
    Die Grundstücke sind aber bereits an die Stadt Stuttgart verkauft worden, haben also nichts mehr mit den Entscheidungen des Bundes oder der Bahn zu tun. Falls das Projekt fertiggestellt werden wird, wird die Stadt wohl der einzige Gewinner bei der Sache sein.

    Selbst wenn das Projekt am Ende 8 Milliarden Euro Kosten sollte - das sind die Kosten, die wir Bürger jährlich durch die neue Zwangsabgabe an die öffentlich rechtlichen Anstalten abgeben müssen, ohne dafür einen nennenswerten Mehrwert zu bekommen. Lieber zahle ich als Steuerzahler in ein Projekt, das den Bahnverkehr sowie die Stadt Stuttgart (und das Land Baden-Würtemberg) als Wirtschaftsstandort stärkt, als die unsinnig hohen Kosten für Lanz, Jauch, Illner und co. und den tausendsten Tatort mitzufinanzieren. Man muss auch bedenken, dass durch den Bau mindestens 10 Jahre lang unzählige Jobs gesichert sind bzw. neue entstehen (vor allem nach Fertigstellung). Man kann das Geld alternativ natürlich in das Arbeitslosengeld stecken, aber dadurch erhält man im Enddefekt keinen Mehrwert. Dann doch lieber einen leistungsfähigen Bahnhof und eine wachsende Stadt mit mehr Arbeitsplätzen.

    Natürlich hätten Bahn und Bund bereits im voraus die Kosten und den Nutzen besser kommunizieren müssen, das sehe ich als den größten Kritikpunkt bei diesem Projekt. Die Verzögerungen würde ich in erster Linie den Gegner zuschreiben, und damit meine ich nicht unbedingt die Demonstranten auf der Straße, sondern die Menschen, die über den Fortschritt des Baus bestimmen und sich von der Protestbewegung haben mitreißen lassen und seitdem auf Verzögerung setzen, in der Hoffnung, das Projekt wird gestoppt. Leider denken viele Menschen nicht sehr weit, sondern lassen sich eher von Emotionen leiten.

    Falls Stuttgart 21 mal ein Prestigeobjekt gewesen sein soll, ist es das längst nicht mehr (und wird es auch nie sein). Es ist bereits seit dem Jahre 2010 nur noch das meistkritisierte Projekt der gesamten Bundesrepublik. Würde das Projekt nichts bringen, hätte man schon längst rechtzeitig die Reißleine gezogen und das Projekt gestoppt.

    Lasst sie doch einfach bauen und wir schauen dann einfach, was am Ende dabei rauskommt. Im Gegenzug können wir doch einfach mal ein Jahr lang das öffentlich rechtliche Fernsehen abschalten (vielleicht bis auf Phoenix, Arte und KiKa) dann haben wir die Kosten wieder drin.
    Interessante Logik in Ihrem letzten Absatz: die im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen Beschäftigten sollten dann ja wohl entlassen werden (sonst würde man ja nichts einsparen, verstehen Sie?) und beim Bau von diesem lustigen Bahnhof eingesetzt werden eventuell? Dann würde der aber keine neuen Arbeitsplätze schaffen, sondern es würden nur neue Arbeitslose anderweitig verwenden werden.
  9. #9

    Zitat von loeweneule Beitrag anzeigen
    Interessante Logik in Ihrem letzten Absatz: die im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen Beschäftigten sollten dann ja wohl entlassen werden (sonst würde man ja nichts einsparen, verstehen Sie?) und beim Bau von diesem lustigen Bahnhof eingesetzt werden eventuell?
    Ja, gerne. Dann würden diese Menschen endlich was Sinnvolles und Nachhaltiges erschaffen.

    Zitat von loeweneule Beitrag anzeigen
    Dann würde der aber keine neuen Arbeitsplätze schaffen, sondern es würden nur neue Arbeitslose anderweitig verwenden werden.
    Einfach (fast) allen Beschäftigten ein Jahr bezahlten Urlaub geben, kann man locker aus den Top-Gehältern der öffentlich rechtlichen Bonzen finanzieren (die jedoch keinen bezahlten Urlaub bekommen sollten, die haben eh schon genug und sollten sich einfach mal in ihren Villen ein Jahr auf die faule Haut legen).

    Ne, mal im Ernst: In Deutschland wird viel zu wenig in die Bahninfrastruktur gesteckt, dafür aber massig Geld in den öffentlich rechtlichen Rundfunk gepumpt, um über 23 Fernsehsender die Leute größtenteils zu verdummen (mal ganz abgesehen von den ganzen unnötigen Radiosendern). Und wenn man mal viel Geld in ein Infrastrukturprojekt steckt, das sowohl für den Bahnverkehr, als auch für die Menschen und die Wirtschaft enorme Vorteile bringt, hängt man sich plötzlich an den Kosten auf und behindert das Projekt, wo man nur kann, um die Kosten noch weiter in die Höhe zu treiben und die Fertigstellung zu verzögern. Die Deutschen sind schon ein komisches Volk...