Erstarkende Währung: Hollande fordert Wechselkurspolitik für den Euro

REUTERSFrankreichs Präsident François Hollande will den Euro im Zaum halten. Er fordert eine aktive Wechselkurspolitik - und eine stärkere Binnenkonjunktur in Deutschland.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-881554.html
  1. #1

    Wechselkurs ist eine gute Idee!

    Denn wenn der Euro zu stark ist, mindert das die Wettbewerbsfähigkeit der schwachen Länder im Euroraum, wie Spanien, Griechenland, Portugal, Irrland, Italien, Frankreich und die Erwerbslosigkeit steigt weiter. Sie ist jetzt schon auf einer unertärglichen Höhe, in vielen Euroländern fast 30 %. Deshalb müssen schwache Länder aus dem Euro austreten, um die eigene Währung abwerten zu können, damit wieder Investoren für Arbeitsplätze sorgen können, denn billige Löhne machen einen Standort interessant. Doch unsere Politiker verweigern sich dieser Wahrheit, lassen lieber die Erwerbslosenzahlen steigen und führen die breite Masse der Bürger in die Armut. Wir brauchen dringend einen Politikwechsel (www.wa2013.de). Ansonsten droht dem Euroraum nicht nur eine Schuldenkatastrophe, Erwerbslosenkatastrophe, ... sondern auch eine demokratische Katastrophe. Denn dauerhafte hohe Erwerbslosigkeit führt zu Volksaufständen und Kriegen. Unterdrückung dieser Erscheinungen wird man nur begrenzt verwirklichen können. Wir brauchen wieder mehr Subsidiarität, Basisdemokratie, .... kleiner Länder, deren Politik überschaubar ist und nicht viel bürokratischen Aufwand auf vielen Ebenen braucht wie jetzt im Euroraum. Dennoch bleiben wir Europäer im Herzen, aber in kleinen überschaubaren Einheiten wie z. B. es die Schweden oder Schweizer machen. Die sparen viel Geld durch eine kleine Verwaltung.
  2. #2

    Inflation Inflation Inflation

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankreichs Präsident François Hollande will den Euro im Zaum halten. Er fordert eine aktive Wechselkurspolitik - und eine stärkere Binnenkonjunktur in Deutschland.

    Hollande fordert Wechselkurspolitik für den Euro - SPIEGEL ONLINE
    hilft. Geld drucken, Jedem 50.000 € aufs Konto und die Konjunktur
    galoppiert. Haben die Amis doch vor 2 Jahren genauso gemacht.

    Ok, der Gallopp blieb aus, der Gaul lahmt immer noch.
    Aber der Exitus bleibt erstmal fern und der Plebs wird ruhiger.
  3. #3

    Binnenkonjunktur

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankreichs Präsident François Hollande will den Euro im Zaum halten. Er fordert eine aktive Wechselkurspolitik - und eine stärkere Binnenkonjunktur in Deutschland.

    Hollande fordert Wechselkurspolitik für den Euro - SPIEGEL ONLINE
    wollen wir auch, nur haben wir das Geld dazu nicht. Mini Jobs und Jobs die vom Staat subventioniert sidn sehen zwar gut in der statistik aus, bringem dem Binnenmarkt aber wenig Geld.
  4. #4

    optional

    Tja, und da liegt das Problem mit dem Euro: Fuer Deutschland waere ein staerkerer Euro sowohl im Hinblick auf den Exportueberschuss sowie auch fuer mehr Konsum im Binnenmarkt durch billigere Einfuhren noetig bzw. moeglich.
    Fuer andere Staaten gilt das Gegenteil.
    Das ist dann eben der "wirkliche Zustand der Volkswirtschaft".
  5. #5

    Zitat von ratschbumm Beitrag anzeigen
    hilft. Geld drucken, Jedem 50.000 € aufs Konto und die Konjunktur
    galoppiert. Haben die Amis doch vor 2 Jahren genauso gemacht.

    Ok, der Gallopp blieb aus, der Gaul lahmt immer noch.
    Aber der Exitus bleibt erstmal fern und der Plebs wird ruhiger.
    Echt, die US-Regierung hat jedem Einwohner 50.000 USD (oder gar 67.500 USD=50.000 EUR) überwiesen?
  6. #6

    Überfällige Aktion

    Ja er hat vollkommen Recht der Hollande. Ein nicht regulierter Wechselkurs führt zu Spekulationen! Das zeigt sich zum Beispiel bei Island oder der Ukraine. Oder ganz aktuell in der Schweiz. Weil der Schweizer Franken noch eine sichere Währung war investierten viele in den Schweizer Franken was nachhaltig die Schweizer Wirtschaft gefährdet hätte. Nur durch des Eingreifens der Regierung, durch einführens einer Obergrenze des Wechselkurses konnte diese Entwicklung aufgehalten werden. Wär das nicht einsieht und immer noch von der unsichtbaren Hand träumt die den Markt zum effizientesten Punkt führt, ist meiner Ansicht nach einer der die Wirklichkeit nicht wahr haben will, oder ganz andere Interessen vertritt als die des Volkes. Lieb ausgedrückt! Wenn die europäische Wirtschaft in der Krise steckt, wie aktuell, besteht kein Grund für eine Aufwertung der Währung. Der Wechselkurs ist schließlich kein Instrument was zukünftige Entwicklungen mit einbeziehen kann wie an der Börse. Er soll aktuelle Gegebenheiten wiederspiegeln.
  7. #7

    Also zurück

    zu DM, Peseten, Lire, Francs, Gulden, Schilling etc., oder wie stellt er sich sonst so eine Wechselkurspolitik vor? Wahlweise kann man natürlich auch die Namen Deutscher Euro, Spanischer Euro etc. einführen, so als Blendwert, als hätte sich mit der Bezeichnung Euro am Grundprinzip der verschiedenen europäischen Währungen von einst irgend etwas geändert.
  8. #8

    Gehts noch?

    In der Tat ist es ein globales Problem, dass es bei dem derzeitigen System der freien Wechselkurse zu extremen Fehlbewertungen einer Währung kommt (z.B. und vor allem Überbewertung des US-Dollars). Mein Vorschlag wäre feste Wechselkurse einzuführen die den Ausgleich der Leistungsbilanzen ermöglicht. Diese feste Wechelskurse könnten z.B. vom IWF bei Bedarf oder periodisch neu angepasst werden. Dies halte ich für eine sehr notwendige und sinnvolle Lösung.

    Wie Hollande das Problem angehen will ist schleierhaft. Haben wir überhaupt ein US-Dollar/Euro-Problem? Das läge vor, wenn der Dollar unterbewertet wäre. Das ist aber nicht der Fall und der Euro ist auch nicht überbewertet, die Leistungsbilanz des Euroraums zum Rest der Welt ist so gut wie ausgeglichen.

    Hollande will den Dollar zusätzlich schwächen? Gehts noch? Und wie will er das tun? Soll die EZB mit frisch gedrucktem Geld Dollar aufkaufen, wie es die Chinesen zwecks Erringung eines unfairer Wettbewerbsvorteil schon seit längerem tun? Oder soll die EZB einfach Euros drucken um den Markt zu überschwemmen und damit eine Abwertung herbeiführen?

    Und dann: Um Frankreich das Wachstumsmodell Exportüberschüsse zu ermöglichen, müsste der Euro so weit geschwächst werden, dass wir uns in D dumm und dämlich in den Rest der Welt exportieren würden. Das mag für den Augenblick attaktiv erscheinen, ist aber kein nachhaltiges Wachstumsmodell. Exportüberschüsse kommen irgendwann letzten Endes als Verlustabschreibung zurück. D hat diese Zeche in Hinblick auf die USA schon mal bezahlt, momentan ist Griechenland dran und weitere Länder werden folgen. Soll das nun noch weiter ausgedeht werden?
  9. #9

    optional

    Um die Binnennachfrage in Deutschland anzukurbeln müssen die Löhne, besonders im unteren Bereich, massiv erhöht werden - Mindestlohn 10 Euro! Natürlich hätten wir leichte Inflation als Folge...aber gleichzeitig schwächeren Euro. Das hätte auch positive Folgen für Arbeitsmarkt, denn Industriearbeitsplätze mit Löhne unter 10 Euro gibt es kaum in Deutschland...also könnten die auch nicht abgebaut oder ins Ausland verlagert werden!