Fall Bahlsen: Der Keks ist offenbar zurück

DPADie Firma Bahlsen hat offenbar sein Wahrzeichen zurück: Am Dienstagmorgen hing vor der Universität Hannover ein goldener Keks an einer Statue. Tags zuvor hatte das "Krümelmonster" angekündigt, seine Beute zurückzugeben.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...-a-881528.html
  1. #100

    Na und?

    Zitat von mitchomitch Beitrag anzeigen
    Der Begriff Verwerflichkeit im strafrechtlichen Sinne hat nichts mit einer ethischen Bewertung der Beweggründe des Täters zu tun, sondern es geht allein um den angestrebten Zweck, das eingesetzte Mittel und die Relation der Beiden. Sofern eine dieser drei Stufen verwerflich ist, ist das Merkmal zu bejahen. Im vorliegenden Fall ist bereits das Mittel, die Wegnahme des Kekses, für sich genommen als verwerflich einzustufen, weil der Täter für die Wegnahme keine rechtliche Legitimation besaß. Ich bezweifle, dass sich ein Richter finden wird, der es im Ernstfall anders sehen wird. Eine ganz andere Frage ist dann die Strafzumessung. § 253 StGB sieht hier einen Strafrahmen vor, der von Geldstrafe bis hin zu Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren reicht. Je nachdem, ob der Richter gut oder schlecht gelaunt ist, würde es wohl auf eine Geldstrafe oder Bewährungsstrafe hinauslaufen. Vorausgesetzt, der oder die Täter werden tatsächlich geschnappt.
    Na klar, der Keks hat einen Wert von 70 Euro. Dafür kannst du zweimal schwarzfahren und dafür fünf Jahre Freiheitsstrafe? Träum weiter!
  2. #101

    Blödheit?

    Zitat von tom3tom Beitrag anzeigen
    Naiv zu glauben, Bahlsen sei erpresst worden. Naheliegend ist, dass eine professionelle Guerillamarketing-Agentur die Aktion geplant und durchgeführt hat. Wie die Lemminge stürzen sich dann alle Medien auf diesen Fall, die Exposure von Bahlsen und Leibnizkeks schnellt in die Höhe, dazu jede Menge bester Nettokontakte, nicht immer der gleiche Brutto-Kontakttrash aus den Privatkanälen, und dass alles für (fast) lau! Ist schon bemerkenswert, dass Spiegel&Co solche Gags, die voll zulasten des klassischen Werbeetats der Firma gehen, nicht konsequent ignoriert. Damit wir uns nicht falsch verstehen, es geht nicht nur das Geld verloren, dass die Agentur einstreicht, der Werbewert wird voll aus der Mediaplanung für TV, Print und Online geenommen. Das ist ein X-Faches der eigentlichen Kosten, eine Riesenersparnis für Bahlsen, eine Katastrophe für werbefinanzierte Medien. Virales Marketing als wiederkehrendes Programmelement einzusetzen ist schon dumm genug, auf solche Guerillasachen auch noch reinzufallen, und das über Tage, grenzt aber schon - mit Verlaub - an Blödheit. Da sitzen die Medienfrösche im Sumpf und quaken denen Beifall, die ihr Biotop gerade trocken legen...
    Unterstelle ich hier mal den Verschwörungstheorikern. Die Vortäuschung einer Straftat ist auch strafbar und würde das Image von Bahlsen total ruinieren. Nachdenken, nachdenken, nachdenken und dann schreiben.
  3. #102

    Heiter

    "Krümelmonster"hat wirklich für tolle Schlagzeilen gesorgt in einer Zeit wo es nur Katastrophen- und sonstige Unheilmeldungen gibt.
    Da lacht das Herz!
  4. #103

    Warten wir mal noch ein paar Monate ab. Dann gibt es bestimmt das erste Interview mit dem anonymen "Krümmelmonster". Sieht für mich ganz klar nach einer Studentenaktion aus. Man kann den Firmen und ihren PR-Abteilungen viel vorwerfen aber selbst die würden niemals soweit gehen und eine Straftat vortäuschen.
  5. #104

    .. das war niemals ein Bahlsen PR GAG !

    .. wer das glaubt, dem ist nicht zu helfen !
    die negativ PR bei aufdeckung des schwindels dürfte das unternehmen zum medialen bashing opfer für ewige zeiten machen.
    ein richtig guter streich, das wars, mehr nicht. hut ab !!
  6. #105

    Zitat von otto_lustig Beitrag anzeigen
    Na klar, der Keks hat einen Wert von 70 Euro. Dafür kannst du zweimal schwarzfahren und dafür fünf Jahre Freiheitsstrafe? Träum weiter!
    Bitte das nächste Mal etwas aufmerksamer lesen. Der Strafrahmen liegt bei bis zu fünf Jahren. Das heißt nicht, dass der oder die Täter auch tatsächlich für fünf Jahre einfahren würden. Für die Verwirklichung des Tatbestandes an sich ist es auch völlig unerheblich, ob der Keks 5 Euro, 70 Euro oder 7 Millionen Euro wert war. Auch dies spielt nur bei der Strafzumessung eine Rolle.
  7. #106

    Ich tippe auch auf einen Studenten- oder Schülerscherz. Hoffentlich wird der Täter nie gefasst und wir werden ihn auf ewig als das nette Krümelmonster aus der Sesamstraße in Erinnerung behalten.