Sony-Fotopreis: Die ganze Welt im Auge

Andrea Gjestvang/ Courtesy of Sony World Photography Awards 2013Breivik-Opfer, das verseuchte Fukushima, Extremsportler Baumgartner - für den Sony World Photography Awards reichen Profis aus der ganzen Welt bewegende Bilder ein. Auch zwei Deutsche sind im Finale des Wettbewerbs. Ihre Fotos zeigen: eine Wüstenstadt von oben und Düsseldorf im Dunkeln.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-881319.html
  1. #1

    eines

    zumindest weiß der Herr: nämlich wo sich die Knöpfe für Sättigung und Kontrast bei Photoshop befinden.
  2. #2

    Spreu und Weizen - wieder alles dabei

    Der Beitrag von Heuckeroth über Dubai ist ausgesprochen gelungen. Die ensättigte Bildästhetik macht den Eindruck für den außenstehenden Betrachter noch surrealer als er ohnehin schon ist. Auf seiner Homepage gibt es übrigens auch Making-of-Filmchen vor Ort.
    Plümachers schwarze Bildanmutung ist zwar nicht überraschend neu, aber trotzdem habe ich diese Ansichten in der Architektur-Fotografie so noch nicht gesehen. Zu recht ist er mit seinen Arbeiten nominiert worden. Angenehm ist auch die Berücksichtigung der Bildkomosition in seiner Arbeit, was man von vielen anderen Finalisten nicht behauptet kann. So sind die Portraits von Gjestvang über Breiviks Opfer nur durch den Hintergrund des Ereignisses bedeutsam; die Kunst der Fotografie wird hierbei ausgeklammert und wesentliche Aspekte guter Portrait-Fotografie fallen hier für mich unter den Tisch.

    Ebenso austauschbar ist zB die Arbeit von Lee, in welcher ein Junge mittelachsig auf einem Sandhügel auf Ghoramara sitzt - banal. Gleiches trifft auf das Mongolen-Pärchen von Pacini zu: Unverständlich, wie solche Arbeiten in die Endrunde kommen konnten.
    Ausgesprochen gut hat mir Podavinis Pflege eines Demenzkranken gefallen. Große Portrait-Fotografie mit dem Esprit eines Henri Cartier-Bresson. Das Foto ist fast zu perfekt, so dass sich die Frage stellt, ob es montiert wurde oder nicht; ich gehe mal davon aus, dass das RAW geprüft wurde, mithin die Aufnahme echt ist.
    Als jemand, der selbst ausschließlich Menschen fotografiert hat mich Jens Juuls Portrait aus der Serie "Six Degrees of Copenhagen" neugierig gemacht. Ein Blick auf seine Homepage verrät jedoch, das dort keine weiteren Schätze warten.

    Abschließend bleibt anzumerken, dass hier wieder deutlich wird, dass bei großen Wettbewerben nicht fotografische Kunst prämiert wird, sondern soziale oder politische Dokumentation; und zwar frei von künstlerischem Anspruch. Schade, man kann beides gut verbinden, wie einige der Arbeiten hier eindrucksvoll beweisen.

    Ronald Daedalus Vogel
    Charakter-Portrait-Fotograf
  3. #3

    Das Recht am eigenen Bild

    Bei Fotoausstellungen fällt mir immer wieder auf, dass Menschen im Mittelpunkt von Fotos stehen, die (wahrscheinlich) nicht um Erlaubnis gefragt wurden. Darf man diese Fotos einfach verwenden nach dem Motto "Kunst darf alles"?
  4. #4

    Da hat man wohl bei einigen Arbeiten den HDR-Hebel zu weit rumgedrückt... es sind wirklich einige qualitativ schlechte Fotos dabei - aber wo der gesellschaftliche oder geschichtliche Hintergrund stimmt, mag das ja okay sein.
  5. #5

    Eine unfruchtbare Frau wird von Priestern in heiliges Wasser gelassen. Aus der Serie

    Hallo, wenn man das Bild spiegelt, wird es interessant: Alles unter dem Hakenkreuz??? aekru