Milliardenverschwendung: Schröder verteidigt ihre Familienpolitik

dapdMinisterin Kristina Schröder wehrt sich gegen die massive Kritik an ihrer Familienpolitik: Ihr gehe es nicht um "Profit-Maximierung". Die SPD kündigte im Falle eines Wahlsieges den flächendeckenden Ausbau der Ganztagsbetreuung an.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-881497.html
  1. #80

    Sprechen wir doch mal über sehr effektive Anti-Kinder.Maßnahmen

    In Deutschland gibt es Abtreibung auf Rezept, und das unabhängig davon ob die Schwangerschaft das Ergebnis eines Verbrechens oder, wie in über 99% der Fälle, das Ergebnis eines gewollten Beischlafs war.

    Je nach Statistik wurden seit 1975 5-10 Millionen Kinder dadurch nicht geboren, enstprechend ca. 5-10% der Bevölkerung.
    Mein Vorschlag hierzu:
    1. Abtreibung aus dem KV Leistungskatalog streichen und statt dessen Kinderwunschtherapien fördern.
    2. Abtreibung nur bei Vergewaltigung und bei Gefahr für das Leben der Frau oder des Kindes. In allen anderen Fällen das Kind zumindest austragen und zur Adoption freigeben.
    In 2011 standen 662000 Lebendgeburten ca. 110000 Abtreibungen gegenüber. Ich kenne keine einfachere Maßnahme mit der man die Geburtenrate kurzfristig um15% steigern kann.
  2. #81

    Kinderdepot

    So, jetzt ernennt sich also die SPD zum Retter der Familie und will in vier Jahren flächendeckend die Ganztagsbetreuung ausbauen.
    Jetzt zur SPIEGEL-Titelstory:
    1. Da wurden ja die tollsten Vorzeigefamilien ausgewählt. Familie Coenenberg: Reiche Eltern, die schlicht und einfach keine Lust haben, sich mit ihren Kindern zu beschäftigen. Nicht nur, dass sie die Ausgaben für ihre Kinderbetreuung von der Steuer absetzen kann, nein, sie möchte bitte auch noch ihre Haushaltshilfe vom Staat bezahlt kriegen und die Lehrer ihrer Kinder sollen sich nachmittags mit ihnen vergnügen. Überhaupt scheinen sich die Eltern herzlich wenig um die Gesundheit ihrer Kinder zu scheren, wie auf dem gestellten Foto deutlich wird: Nutella, Marmelade, Honig und Sirup für die Pfannkuchen auf dem Frühstückstisch. Dazu ein Hello-Kitty-Teller, daneben ein Daddelplastikspielzeug.
    Dann: Ein 11jähriger Junge ist nicht in der Lage, sich morgens vom Handy wecken zulassen und sich sein fertig geschmiertes Brot aus dem Kühlschrank zu nehmen.
    Die Menschen um die es geht, kommen gar nicht zu Wort, nämlich die Kinder. In Ihren Lobhudeleien auf 24-Stunden-Kinderbetreuung vergessen Sie, die Kinder zu fragen, ob sie es toll finden, nicht zu Hause zu schlafen, morgens von der Kindergärtnerin, pardon politisch korrekt heißt es Erzieherin, geweckt zu werden.
    Im Übrigen erinnert mich diese Debatte an den Roman Momo von Michael Ende. Die grauen Herren reden den Menschen ein, immer mehr zu arbeiten, um immer mehr zu verdienen. Daher haben sie keine Zeit mehr für die Kinder. So beklagt sich ein Junge bei Momo, dass sein Vater abends nach der Arbeit keine Zeit mehr habe, ihm Geschichten zu erzählen. Die ganze Debatte um die Kinder im Roman gipfelt in der Idee, die Kinder von der Straße zu holen (wo sie frei spielen), weil sie ja dort verwahrlosen könnten und sie in Kinderdepots zu bringen. Dort, ich zitiere wörtlich, "lernen wir [die Kinder] spielen". Ein grauenhafter Ausdruck, aber er beschreibt die Diskussion, um die es heute geht sehr treffend. Schließlich beschreiben Begriffe wie "Elementarpädogogik" und "frühkindliche Bildung" das Spielen als Prozess, den es von "qualifizierten" Erwachsenen zu lernen gilt.
    Überhaupt finde ich den Begriff Kinderdepot sehr passend. Er sollte flächendeckend eingeführt werden. Schließlich ist das sehr schöne Wort Kindergarten politisch unkorrekt und das Wort Kindertagesstätte mit der grauenhaften Abkürzung Kita schrecklich, aber auch in Zeiten, wo es jetzt auch Kindernachtstätten gibt nicht mehr angebracht. Daher finde ich Kinderdepot sehr passend.
    In der ganzen Diskussion geht es immer nur darum, die Kinderdepots quantitativ auszubauen. Die Reichen können sich diese natürlich ohne Probleme leisten und die Armen haben kostenfreien Zugang. Wer zahlt also die Zeche? Genau, wir!
  3. #82

    Zitat von gruenbonz Beitrag anzeigen
    man denke nur an ihre Fahrten nach Spanien und die Einführung der Praxisgebühr.
    Aua, das tut ja richtig weh.

    Wer so aufsprechen will wie Sie der sollte schon wissen wer Renate Schmidt (Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und wer Ulla Schmidt (Bundesministerin für Gesundheit) war.

    Übrigens wurde die Praxisgebühr von Horst Seehofer bei den Verhandlungen mit der SPD zur Gesundheitsreform, für die CDU/CSU durchgesetzt.
  4. #83

    Bravo Frau Schröder!

    Sie bringt die Sache auf den Punkt. Meine Arbeitskraft und die meiner Frau sind nicht zuerst ein volkswirtschaftlicher Faktor sind Gegenstand unser individuellen Lebensplanung, über die wir frei verfügen wollen und in die uns kein linker Überwachungsstaat reinzureden hat. Frau Schwesig soll besser mit ihren Vorschlägen in eines der letzten verbliebenen Kommunistenländer auswandern!
  5. #84

    Zitat von haarer.15 Beitrag anzeigen
    würde Familien mit Kindern berücksichtigen und nicht kinderlose Ehen wie das derzeit der Fall ist. Man denke auch an die steigende Zahl Alleinerziehender, die man offenbar vergessen hat. Das neue Modell ist zeitgemäßer, gerechter und sicher auch gesellschaftlich konsensfähiger als das alte Modell. Dieser Weg von SPD, Grünen und Linken ist nun einmal der sinnvollere. An das Kindergeld geht man sicher nicht heran bzw. könnte es gestaffelt werden, wenn man im Gegenzug die ungerechten Kinderfreibeträge abschafft. Es gibt viel zu tun, was diese Regierung leider nicht imstande ist, zu lösen.
    Kindergeld/Kinderfreibeträge ist Steuersache und hat etwas mit dem Nichtbesteuerndürfen des Eixstenminimum des Kindes zu tun. Da gibt es nicht zu staffeln. 199..... gab es ja ein Grundkindergeld für alle Kinder und ein zusätzliches einkommensabhängiges Kindergeld und nebenbei noch einen Kinderfreibetrag. Das Existenzminimum des Kindes darf nicht besteuer werden. Das deutsche Steuerrecht kennt keine negative Steuer, daher lieft bei den Niedrigverdiendenen Eltern der Kinderfreibetrag ins Leere, zu gut Deutsch, sie hatten nichts davon. Also ist man zum höheren Kindergeld/Kinderfreibetrag bei höhreren Einkommen übergegangen, somit hatten die niedrigverdienen Eltern auch was davon.

    Das Ehegattensplitting gibt es nur für Eheleute die steuerlich zusammenveranlagt werden, egal ob die Eheleute nun Kinder haben oder nicht, weil dies ist Steuerrecht.

    Alleinerziehende sind nicht vergessen, denn es gibt die Steuerklasse II genau für diese Alleinerziehenden.

    Glauben Sie wirklich, dass bei den Linken/Grünen/SPD-Modell es dann Kindergeld gibt während man den Kinderfreibetrag wieder für alle Steuerzahlenden Eltern einführt? Ach es ist ja so gerecht das neue Modell, weil man als Unverheirateter meint, er/sie wird ungerecht besteuert.
  6. #85

    Zitat von tulius-rex Beitrag anzeigen
    Haben Sie noch nie eine Einkommensteuererklärung durchgeführt? Die Einkommen beider Ehegatten kommen bei Zusammenveranlagung in einen Topf und werden nach der Splittingtabelle versteuert. Alle Ehepaare werden gleich behandelt. Die Ungerchtigkeit ist .....
    Gegen gefühlte Ungerechtigkeit kann niemand etwas machen.
  7. #86

    Sie hat diesmal recht!

    Man kann ihre Amtsführung beanstanden. Aber Familienpolitik einer einseitigen Kosten-Nutzen-bewertung zu unterziehen, ist ein Skandal. Nach diesen Massstäben einer pseudopädagogischen Vollversorgung hätte man die skandalöse Familienpolitik im 3. Reich vermutlich mit "effizient" beurteilt. Die Folgen haben wir alle beobachten können. Und wie stand es mit der angeblich so wirksamen Kita-Betreuung in der DDR? Klarheit könnte nur eine auf Biographien basierende vergleichende Untersuchung auf der basis wissenschaftlicher Methoden bringen. Der angebliche Zwischenbericht ist wohl nichts anderes als ein Tendenzpapier, von Rot-Grün dankbar aufgegriffen. Ein weiterer Skandal: Die Witwenrenten in dieses Kahlschagmodell einzubeziehen und wohl gleichfalls auf Effizienz zu prüfen.
  8. #87

    Korrektur: Gemeint ist Ulla Schmidt!

    Zitat von gruenbonz Beitrag anzeigen
    man denke nur an ihre Fahrten nach Spanien und die Einführung der Praxisgebühr.
    Renate Schmidt war nach meiner Meinung eine respektable Ministerin. Die wohl nie auf den gedanken Steinbrücks gekommen wäre, die gesamte Familienpolitik auf den Prüfstand zu stellen. Sie hatte auch nicht diese Millioneneinnahmen durch Vorträge!
  9. #88

    @Bine2707: Ihr Posting ist köstlich!

    Zitat von Bine2707 Beitrag anzeigen
    So, jetzt ernennt sich also die SPD zum Retter der Familie und will in vier Jahren flächendeckend die Ganztagsbetreuung ausbauen.
    Jetzt zur SPIEGEL-Titelstory:
    1. Da wurden ja die tollsten Vorzeigefamilien ausgewählt. Familie Coenenberg: Reiche Eltern, die schlicht und einfach keine Lust haben, sich mit ihren Kindern zu beschäftigen. Nicht nur, dass sie die Ausgaben für ihre Kinderbetreuung von der Steuer absetzen kann, nein, sie möchte bitte auch noch ihre Haushaltshilfe vom Staat bezahlt kriegen und die Lehrer ihrer Kinder sollen sich nachmittags mit ihnen vergnügen. Überhaupt scheinen sich die Eltern herzlich wenig um die Gesundheit ihrer Kinder zu scheren, wie auf dem gestellten Foto deutlich wird: Nutella, Marmelade, Honig und Sirup für die Pfannkuchen auf dem Frühstückstisch. Dazu ein Hello-Kitty-Teller, daneben ein Daddelplastikspielzeug.
    Dann: Ein 11jähriger Junge ist nicht in der Lage, sich morgens vom Handy wecken zulassen und sich sein fertig geschmiertes Brot aus dem Kühlschrank zu nehmen.
    Die Menschen um die es geht, kommen gar nicht zu Wort, nämlich die Kinder. In Ihren Lobhudeleien auf 24-Stunden-Kinderbetreuung vergessen Sie, die Kinder zu fragen, ob sie es toll finden, nicht zu Hause zu schlafen, morgens von der Kindergärtnerin, pardon politisch korrekt heißt es Erzieherin, geweckt zu werden.
    Im Übrigen erinnert mich diese Debatte an den Roman Momo von Michael Ende. Die grauen Herren reden den Menschen ein, immer mehr zu arbeiten, um immer mehr zu verdienen. Daher haben sie keine Zeit mehr für die Kinder. So beklagt sich ein Junge bei Momo, dass sein Vater abends nach der Arbeit keine Zeit mehr habe, ihm Geschichten zu erzählen. Die ganze Debatte um die Kinder im Roman gipfelt in der Idee, die Kinder von der Straße zu holen (wo sie frei spielen), weil sie ja dort verwahrlosen könnten und sie in Kinderdepots zu bringen. Dort, ich zitiere wörtlich, "lernen wir [die Kinder] spielen". Ein grauenhafter Ausdruck, aber er beschreibt die Diskussion, um die es heute geht sehr treffend. Schließlich beschreiben Begriffe wie "Elementarpädogogik" und "frühkindliche Bildung" das Spielen als Prozess, den es von "qualifizierten" Erwachsenen zu lernen gilt.
    Überhaupt finde ich den Begriff Kinderdepot sehr passend. Er sollte flächendeckend eingeführt werden. Schließlich ist das sehr schöne Wort Kindergarten politisch unkorrekt und das Wort Kindertagesstätte mit der grauenhaften Abkürzung Kita schrecklich, aber auch in Zeiten, wo es jetzt auch Kindernachtstätten gibt nicht mehr angebracht. Daher finde ich Kinderdepot sehr passend.
    In der ganzen Diskussion geht es immer nur darum, die Kinderdepots quantitativ auszubauen. Die Reichen können sich diese natürlich ohne Probleme leisten und die Armen haben kostenfreien Zugang. Wer zahlt also die Zeche? Genau, wir!
    Selten so gelacht. Aber Sie haben recht. Genauso läuft das. Und dann behandeln wir die Kinder, die nicht mehr im Freien spielen können, mit ADHS. Dadurch wird natürlich das Bruttosozialprodukt gesteigert. Was der "Zwischenbericht" im Spiegel sicher positiv vermerken würde.
  10. #89

    Zitat von gruenbonz Beitrag anzeigen
    dann ist das Problem der unverheirateten Paare gelöst. Und die Ror-grüne Regierung hat im Zusammenwirken mit CDU und FDPsogar die Voraussetzungen für gleichgeschlechtliche Ehepaare geschaffen. Wo also liegt Ihr Problem?
    Man will nur die Rechte der Eheleute haben, aber gefälligst von den Pflichten verschont bleiben, und weil es so richtig hipp ist, Hilfe ich werde diskriminiert weil ich nicht heiraten will