Hilfe im Streit mit Fluggesellschaften: Entschädigung per Mausklick

DPAFlug stundenlang verspätet, ausgefallen oder überbucht? In solchen Fällen steht Passagieren oft eine Entschädigung zu. Doch die einzutreiben kann ziemlich mühsam sein. Ein Potsdamer Start-up kümmert sich ums Inkasso - und zieht notfalls sogar gegen die Fluggesellschaften vor Gericht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-881336.html
  1. #1

    Gibt es schon lange...

    Wir haben vor 3 Jahren erfolgreich die Iberia nach stundenlangen Verspätungen zur Kasse gebeten. Die Berliner EU-Claim hat für uns ca. 500 Euro eingefordert und erhalten. Wir brauchten nichts zu machen oder zu zahlen.
  2. #2

    Lufthansa

    Von meiner Seite grosse Unterstützung für dieses Projekt. Nach einer erfolglosen Diskusion mit der Lufthansa letztes Jahr bei einer 7h Verspätung nach NY wegen eines technischen Defekts, kann man dieses Projekt nur unterstützen. Selbst diese angebliche "Premium-Airline" lässt Kunden sonst gerne bis zum Gerichtsprozess auflaufen.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Flug stundenlang verspätet, ausgefallen oder überbucht? In solchen Fällen steht Passagieren oft eine Entschädigung zu. Doch die einzutreiben kann ziemlich mühsam sein. Ein Potsdamer Start-up kümmert sich ums Inkasso - und zieht notfalls sogar gegen die Fluggesellschaften vor Gericht.

    Flightright: Start-up entschädigt Flugreisende bei Verspätungen - SPIEGEL ONLINE
    Finger weg von den Betrügern!

    Zwar heißt es immer es wäre kostenlos nur ist es das nicht. Denn die schreiben zwar angeblich ein paar Briefe (die nie was bringen) übergeben das dann aber an Anwälte die was kosten. Und das Erstrittene Geld behalten die auch.

    Es lohnt sich einfach nicht. Kostet nur Zeit, Nerven und im Endeffekt Geld.
  4. #4

    Air Berlin...

    ...haben wir auch definitiv Fluggast unfreundlich wahrgenommen. Uns wurden bei eine Sicherheitskontrolle in Italien Gegenstände aus dem aufgegebenen Gepäck entwendet. Den Schaden haben wir sofort nach Ankunft gemeldet. Air Berlin bestritt dann die Zuständigkeit. Wir mögen bitte den italienischen Flughafen oder Staat verklagen. Wir haben uns dann doch lieber an Air Berlin gehalten und die Fluglinie verklagt - und vor Gericht Recht bekommen. Das Risiko wäre gewesen bei einem Schaden von Euro 800 noch einmal ca Euro 500 Gerichts- und Anwaltskosten zu verlieren. Das wirklich freche Verhalten von AB war uns das Risiko aber wert, zumal wir einen sehr guten und AB einen echt schlechten Anwalt vor Gericht hatte. Ich kann nur jedem empfehlen, nicht vor einer Klage zurück zu schrecken, sonst lernen die Fluggesellschaften nie.

    LH war übrigens bei einer Fluganullierung sehr viel schneller und hat sofort überwiesen.
  5. #5

    Hürdenlauf ...

    Endlich einmal ein positives Ereignis und erfolgsorientiert.
    Dieser Art Unternehmertum kann man nur eine Hochachtung aussprechen.
    Fluggesellschaften, die von vorn herein 'alles ablehnen' müssen sich nicht wundern, wenn irgendwann der 'Deich des Hürdenaufbaus' bricht.
    Berstend mit Überschwemmung.
    Interessant in diesem Zusammenhang ist die Rückzahlungskultur der 'Thai Airways'.
    Ist es doch deren 'Lebensweisheit und -ziel' sich 'ausgleichend' zu verhalten.
    Eine bessere Werbung kann es kaum geben.
    Dienst am Kunden eben - von Anfang bis Ende.
  6. #6

    Tendenziös

    Die Formulierungen in diesen Artikel sind so herzerweichend ! Der Betreiber einer kommerziellen Inkassoplattform geriert sich als Henry Ford des Rechts und als David der gegen Goliath kämpft ! Dabei lässt sich dieser "David" seine vollkommen anspruchslose Tätigkeit, die mittels standardisierter Verfahren gesteuert wird mit einem kleinen Obolus von 25 Prozent pauschal vergüten - ein wahrer Robin Hood des Verbraucherschutzes! In ihrem Artikel erscheint keine Silbe über die zweifellos kritikwürdige Gesetzgebung und Rechtsprechung auf diesem Gebiet. Kein Wort darüber wie unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes ein den europäischen Rechtsordnungen eigentlich widersprechender Strafschadensersatz eingeführt wurde! Zudem sind auch Geschäftsmodelle wie das vorliegende durchaus kritikwürdig!
  7. #7

    Air Berlin...

    Was ist bei Air Berlin denn eine EU-konforme Bearbeitung im rechtlich vorgegeben Rahmen? Genau diese Hinhaltetaktik wie oben beschrieben kenne ich von denen. Mein Rat: Wenn die Sache sicher ist, nach abgelaufener Frist von sechs Wochen zum Anwalt gehen. Dann bekommt der Kunde im Erfolgsfall sein Geld und der Anwalt auch. Bei Unsicherheit kann man natürlich auch zu so einem Portal gehen.
  8. #8

    Leider notwendig

    Okay das ist eine schöne Geschichte, nur Flightright kam 2 Jahre nach EU-Claim auf den Markt. Ein Schelm wer Böses dabei denkt....
    Unabhängig davon kann ich mich gerade über die Aussagen von AirBerlin und Condor amüsieren. Nur aus meiner persönlichen Erfahrung, AirBerlin 6h Verspätung innerhalb Europas abgespeist mit einem 200 Euro Fluggutschein, Condor 10h Verspätung innerhalb Europas nach 14 Monaten Rückzieher vor Gericht gemacht, dank EU-Claim 0 Stress und 276 Euro kassiert. Beides waren technische Probleme mit dem Fluggerät also lt. Rechtsprechung Entschädigungsfälle.
  9. #9

    optional

    Puh, wenn man die 3500 Fälle wo alleine Klage erhoben wurde, abgezogen mit den 5%, bei denen man nicht erfolgreich war, multipliziert mit der Durchschnittshöhe der jeweiligen Fälle ist da ja schon einiges an Schotter durchgefloßen (ca. 1,9mio)