Milliardenprojekt der Bahn: Ramsauer distanziert sich von Stuttgart 21

DPADie Bundesregierung sieht derzeit "keine ausreichende Grundlage" dafür, das Milliardenprojekt Stuttgart 21 weiterzuführen. Das geht aus einem internen Papier des Verkehrsministeriums hervor. Die Experten kritisieren zudem die Bahn wegen falscher Informationen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-881476.html
  1. #540

    Zitat von Direwolf Beitrag anzeigen
    Hauptsache ist, dass der Fernverkehr nicht mehr langsam in die Stadt hinein läuft, sondern am Rand bleibt. Dafür dann eben eine Regio Anbindung an den alten Knotenpunkt hbf mit hoher Taktfrequenz. Dabei spart der Fernreisende eine menge Zeit, nur der Stuttagarter der einsteigen will könnte ein paar Nachteile haben
    Mit Verlaub: So ein Quatsch. Dann haben Sie den besten Fernverkehr, wenn Sie eine lange gerade Rennstrecke durch die Sahara oder das australische Outback bauen. Schön weit weg von allen Städten.
    Oder noch besser einen Ring. Da können Sie dann nostop mit 350 Sachen im Kreis fahren und verlieren gar keine Zeit.
  2. #541

    Dilettantismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung sieht derzeit "keine ausreichende Grundlage" dafür, das Milliardenprojekt Stuttgart 21 weiterzuführen. Das geht aus einem internen Papier des Verkehrsministeriums hervor. Die Experten kritisieren zudem die Bahn wegen falscher Informationen.

    Ramsauer-Papier: Bund distanziert sich von Stuttgart 21 - SPIEGEL ONLINE
    Nach dem Fluchhafen BER das nächste Projekt, das von der Inkompetenz der politischen Führung, in diesem Fall der CDU gegen die Wand gefahren wurde. Hinzu kommt ein Verkehrsminister, den beide Projekte nicht zu interessieren scheinen, obwohl er für sie mitverantwortlich ist. Und außerdem hat das Management der Deutschen Bahn ihr Unvermögen im Umgang mit Großprojekten bewiesen.
  3. #542

    Nicht schon wieder..

    Zitat von spon-1317319864453 Beitrag anzeigen
    Und wer will nach Bratislava ?
    Und wer will nach Ischim in Sibirien? (Das ist der Endpunkt der Europastraße 22.)
    Also kann man den Elbtunnel dichtmachen, denn die E22 führt da durch.
  4. #543

    Verschwendung wird gemildert-aus Baugrube kann eine Tiefgarage werden

    Zitat von yaba Beitrag anzeigen
    Wieviel Milliarden Steuergelder hätte man sich wohl vor 2 Jahren sparen können, wäre man da ausgestiegen?

    Herr Ramsauer, das wollen Sie sich sicher nicht ausrechnen, wieviel Geld Sie mittlerweile auf dem Gewissen haben.
    Herr Ramsauer. es könnte ihr Gewisssen erleichtern, wenn die bereits angearbeitete Baugrube - siehe Titelbild- für die Technikeinrichtungen zur dringen denötigten Tiefgarage für den Bahnhofsverkehr umgewidmet würde. Vielleicht auch ein wenig teuer, aber doch nicht vollständig verloren. Es seien ja bereits ca. 1,5 Mrd. € in das Projekt geflossen. Investiert klingt viel zu positiv angesichts der Tatsache, dass es fehlinvestiert, verschwendet wurde.
  5. #544

    Zitat von pfälza Beitrag anzeigen
    Nur ein Beispiel (und jaaa, die Beamten saufen eh nur zu viel Kaffee, das geschieht denen recht *gääähn*):

    - die Bundesagentur für Arbeit baut bis 2015 knapp 20.000 Stellen ab, um dem Schäuble EINE Milliarde einzusparen. Klar werden woanders Gelder verprasst, aber man muss sich auch mal die Folgen ankucken, die auf anderer Seite entstehen, wenn irgendwo fahrlässig mit Milliarden hantiert wird. Und für ein Bundesland oder eine Stadt ist eine Milliarde eine Unsumme, aber leider sind wir aufgrund der Griechenlandzahlungen schon vollkommen abgestumpft, was Milliarden-Beträge betrifft.
    Unfug.

    Das Gehalt von Beamten ist Konsum, keine Investition. Das ist qualiativ was völlig anderes. Für eine Investition sind viele von uns bereit, sich zu verschulden. Bestes Beispiel: Hausbau. Es ist okay, für einen Kredit von 150000 € aufzunehmen, um zu bauen. Wenn man aber die 150000 € nimmt, um eine Weltreise und ein schickes Auto zu kaufen, dann würde man abgeholt, bekäme ein schickes Jäckchen mit dem Reißverschluss hinten.

    Und was heißt, Schäuble spare eine Milliarde? Pro Jahr? Bei 20000 Mitarbeitern entspricht das 50000 € pro Nase, also ein typischer Beamtensold. S21 kostet während der Bauphase weniger als 1 Milliarden € pro Jahr.
  6. #545

    Zitat von loddarcontinua Beitrag anzeigen
    Sie wissen es , die kriminelle DB AG weiß es, sogar Ramsauers Leute wissen es: es geht weit über die 10 Milliarden. Kosten-Nutzen-Verhältnis weit unter 1!!!
    Sehe ich auch so. Kosten geteilt durch Nutzen ist weit kleiner als 1. Das spricht für S21. Entscheidend ist aber nicht das Kosten-Nutzen-Verhältnis, sondern ob der Endwert positiv ist.

    Die wider alle Norm schräge, enge und zu kleine Kellerhaltestelle - kein Bahnhof! - soll als minderwertiges Abfallprodukt einer Immobilienspekulation durchgedrückt werden, zum Schaden des
    Bahnverkehrs im Knoten Stuttgart! Es bleibt nur zu hoffen, dass die DB-Mafiosi nicht weitere verbrannte Erde in stuttgart hinterlassen!
    Übrigens, in der Eisenbahn Revue International 2/2013 ein sehr sachlicher Artikel zum Murks 21.
    1. Der Bahnhof wird groß genug. Die Bahnsteige sind breit genug und die Anzahl der Gleise ist ausreichend.

    2. Ich höre immer nur Immobilienspekulation und die übliche Tiraden über Spekulanten. Leute, das ist kein Argument, das ist ein Ressentiment.

    3. Verbrannte Erde haben bislang nur die S21-Gegner hinterlassen. Erst wird das Projekt verzögert, um den Bauherren vorwerfen zu können, das Projekt hätte Terminschwierigkeiten.
  7. #546

    Zitat von bocklos851 Beitrag anzeigen
    Wenn es nur Hand und Fuß hätte! Nichts dagegen! Aber das Projekt ist einfach nur unterdimensioniert: Aus Kostengründen werden Gleise wegrationalisiert, Bahnsteige verkleinert, das Brandschutzkonzept ist unausgegoren und würde nach heutigem Stand der Technik so auch nirgends realisiert. Irgenwo hatte ich mal gelesen: "Schlimmer als Kaprun!"
    Sollen Sie 20 Milliarden reinbuttern. Realisierung ja und wenn dann aber richtig! Von Anfang an mit offenen Karten spielen. Oder gar nicht.
    Falsch. Acht Gleise sind ausreichend. Das hat die Simulation ergeben und andere Bahnhöfe haben nicht mehr Gleise. Hamburg Hauptbahnhof hat 10 Gleise für die Bahn und 4 für die S-Bahn. Dann wird Stuttgart mit 8 Gleisen hinkommen + Gleise für die S-Bahn. Und wenn es doch nicht reichen sollte, kann man hinzubauen. Die Option eines Zubaus ist Teil des Konzepts.

    Man kann nicht sage, dass mit verdeckten Karten gespielt wurde. Leider bringen ausgerechnet die Umweltgesetze die Bauherren dazu, den Baubeginn Jahr für Jahr zu verschieben. Ständig wird geklagt, ständig wird gemosert, ein Gutachten folgt auf das andere, mit der Folge, dass Zeit ins Land geht und die Berechnungsgrundlage nicht mehr stimmt. - Wenn das unsere Ansprüche sind, dann kann man gar keine Großprojekte mehr umsetzen.

    Und mir ist es lieber, wenn hochqualifzierte Bauarbeiter zu einem guten Lohn S21 oder andere sinnvolle Projekte umsetzen, als dass sie Hartz IV kassieren müssen, dessen Erhöhung die Linkspartei wohlgefällig fordert.

    Und was die Grünen angeht: In Stuttgart sind sie gegen die Tunnel, aber woanders sind sie dafür, wenn eine Eisenbahntrasse an Kleinkleckersdorf vorbeiführt. Dann entdecken die Grünen plötzlich den Lärmschutz.
  8. #547

    Armer Ramsauer

    Da muss dieser geplagte Minister vor die Presse treten und zugeben, dass ein Beamter aus der untersten Ebene das ausspricht, was jeder Entscheidungsträger mit gesundem Menscherverstand denkt aber öffentlich nicht gesagt werden darf. Verhandlungspartner Bahn - fragen sie mal einfache Kommunalpolitiker/beamte. Konstruktive, ergebnisorientierte Gespräche sind mit der DB nicht machbar.

    Aber sich als Minister hinter Unterbänklerbeamte zu verschanzen, darf an sich kein Minister machen. Aber seine Äußerungen zum BER oder Flugabkommen am Hochrhein passen hierzu.
  9. #548

    Falsch

    Zitat von gustavsche Beitrag anzeigen
    Falsch. Acht Gleise sind ausreichend. Das hat die Simulation ergeben und andere Bahnhöfe haben nicht mehr Gleise. Hamburg Hauptbahnhof hat 10 Gleise für die Bahn und 4 für die S-Bahn. Dann wird Stuttgart mit 8 Gleisen hinkommen + Gleise für die S-Bahn. Und wenn es doch nicht reichen sollte, kann man hinzubauen. Die Option eines Zubaus ist Teil des Konzepts.
    Die Simulation (genannt "Stresstest") wurde als erfolgreich gewertet für den Fall dass man auf 8 Gleisen innerhalb einer Stunde 49 Züge abwickeln kann. Anders gesagt: Insgesamt alle 73 sec ein Zug, auf jedem Gleis alle 7min 20sec ein neuer Zug. Das funktioniert natürlich nur wenn es nur wenige, zudem sportliche Fahrgäste gibt. Gehbehinderte, Rentner und andere, die möglicherweise etwas langsamer sind, scheiden damit aus.
    Die angepeilten 49 Züge werden auch in keinem vergleichbaren Bahnhof in Europa erreicht, bei 8 Gleisen geht man von einer Obergrenze von ca. 30 Zügen/h aus.
  10. #549

    Ich wohne in Stuttgart

    Zitat von spätzlesschwoab Beitrag anzeigen
    Kluge Unternehmer ...
    nicht. Was Du hier schreibst, nehme ich Dir ab - ich kann es nicht beurteilen, es klingt aber glaubwürdig und gut auf den Punkt gebracht.
    Hört diesen Mitbürger an!