Nordkoreas Schulen in Japan: Unterricht mit Kim und Kim

Getty ImagesAuf Klassenfahrt geht es nach Pjöngjang, der Unterricht findet unterm Diktatorenporträt statt: Eine Schule in Tokio will Kindern Sprache und Kultur Nordkoreas näherbringen. Viele Japaner beobachten die pädagogischen Bemühungen argwöhnisch.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...-a-881427.html
  1. #10

    Zitat von jskor Beitrag anzeigen
    Ob in der Schule nun ein Portrait von KJU und KIS hängt oder ein Kruzifix oder ein anderes Zeichen einer nicht nachvollziehbaren Sekte?
    Zum Beispiel ein Hakenkreuz in einer europäischen Schule?

    Bitte kurz mal nachdenken. Erst dann schreiben. In dieser Reihenfolge.
  2. #11

    Das ist schon sehr befremdlich

    Man stelle sich mal vor, die Sowjetunion hätte in der alten BRD eine Schule betrieben mit Morgenappell vor der Roten Fahne und Portraits von Leonid Breschnew in den Klassenräumen. Abgesehen davon ist das Geld, welches die Auslands-Nordkoreaner in ihre Heimat transferieren (müssen?) ein nicht unerheblicher Beitrag, dieses Regime am Leben zu erhalten. Ich denke dabei vor allem an die Umsätze aus den allgegenwärtigen Pachinko-Glücksspielautomaten. Das ist, um einen Vorposter zu zitieren, kontraproduktiv und gefährlich, weil es Vorurteile gegen die koreanische Minderheit schürt, die ja ohnehin schon zahlreichen Diskriminierungen in der japanischen Gesellschaft ausgesetzt ist. Was an Tests von Trägerraketen, die japanisches Territorium überfliegen, und Kernwaffen nicht provokativ sein soll, muss mir noch jemand erklären.
  3. #12

    Bildungseinrichtugnen

    es ist nichts neues, dass in Japan beide koreanische staaten schulen, kindergärten, krankenhäuser und sogar universitäten betreiben. als ich 1998 bei den jugendweltfestspielen war, war die nordkoreanische delegation neben der us-amerikansichen eine der zahlenmäßig größten delegationen vor ort. in dem mehr als merkwürdigen nordkoreanischen pavillon waren die meisten propagandamaterialien "made in Japan"; mein eindruck war (soweit man überhaupt kommuniziern konnte), dass auch eine große anzahl der Koreaner aus Japan gewesen sind. dies hatte mich seinerzeit sehr überrascht, da diese leute auch zugang zu anderen informationsquellen haben. als ich mich danach ein wenig sachkundig gemacht hatte, konnte ich feststellen, dass diese schulen schon sehr lange existieren und ursprünglich auch weit mehr koreaner zu den nordkoreanischen bildungsstätten gegangen sind. dies hatte primär was mit der situation der Koreaner in Japan zu tun.wie ein poster zuvor schrieb, hat sich dies erst in den letzten jahren wohl massiv gewandelt, so dass aktuell die südkoreanischen einrichtungen stärker frequentiert werden.

    die hierzulande bekannteste person als besucher nordkoreansicher bildungseinrichtungen in Japan dürfte der fussballer Jong Tae-se sein

    Jong Tae-se