Atommülllager: Behörde will Asse-Wasser ins Meer leiten

DPAMillionen Liter Salzwasser laufen jährlich in das Atommülllager Asse. Das Bundesamt für Strahlenschutz erwägt, das Wasser in Flüsse und damit ins Meer umzuleiten - Probleme mit Radioaktivität seien nicht zu erwarten.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-881376.html
  1. #30

    Keine Macht dem Titel!

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Na bevor ein Fisch so verseucht ist dass er nicht mehr schmeckt, hat ihn die Radioaktivität längst umgebracht. Aber ein bisschen beneide ich Sie um Ihre "unkomplizierte Weltsicht".

    Knollenblätterpilze sollen übrigens auch vorzüglich schmecken.
    Die "unkomplizierte" Weltsicht scheinen sie zu haben. Unser Vorredner hat es lediglich sachlich auf den Punkt gebracht. Spielt allerdings nur eine Rolle, wenn sie nicht ohnehin vorhaben überall ein Drame reinzuinterpretieren.
    Es tut mir unendlich leid, falls es nicht in ihr ideologisches Weltbild passt, aber Fakt ist, dass Radioaktivität, welche tatsächlich in die Weltmeere gelangt, überhaupt keinen Unterschied macht.
    Grundlegende Physik/Chemie, sehr spannende Themen.
  2. #31

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Nun ja, die fraglichen Politiker haben ja über Jahrzehnte irrationale Ängste geschürt und fahren jetzt die Ernte ein.

    Es genügt, dass die Worte "Asse" und "Einleitung" in dem Artikel vorkommen. Das es um unbelastetes Salzwasser geht, bekommen die meisten schon nicht mehr mit.
    Anbetracht der anderen Artikel ueber den Zustand der eingelagerten Faesser,stellt man sich aber genau diese Frage:Ist dieses Wasser wirklich unbelastet?
  3. #32

    ...

    Zitat von Mac_Beth Beitrag anzeigen
    Die "unkomplizierte" Weltsicht scheinen sie zu haben. Unser Vorredner hat es lediglich sachlich auf den Punkt gebracht. Spielt allerdings nur eine Rolle, wenn sie nicht ohnehin vorhaben überall ein Drame reinzuinterpretieren.
    Es tut mir unendlich leid, falls es nicht in ihr ideologisches Weltbild passt, aber Fakt ist, dass Radioaktivität, welche tatsächlich in die Weltmeere gelangt, überhaupt keinen Unterschied macht.
    Grundlegende Physik/Chemie, sehr spannende Themen.
    Fakt ist, dass Tiere und Pflanzen, die an der Einleitungsstelle der Wiederaufbereitungsanlage leben, so stark strahlen, das sie als Sondermüll behandelt werden müssten.
  4. #33

    Die Halbwertszeit

    Zitat von michaelkaloff Beitrag anzeigen
    ...haben die Verantwortlichen bedacht, dass sich radioaktive Isotope auch bei einer relativ kurzen Halbwertszeit von Jahren bis Jahrzehnten in den Nahrungsnetzen bis hin zur "Enddeponie Mensch" anreichern können? Wirklich nur eine Frage, im konkreten Fall habe ich keine belastbaren Daten zu bieten. Weiß jemand mehr und kann mir weiter helfen? Danke schon mal!
    sagt es mit dem Begriff ja schon.
    nach einer Zeit X die stoffspezifisch ist, ist die Hälfte des Materials zerfallen.
    Nach einer weiteren Zeit X wiederum um die Hälfte.
    Man geht ungefähr davon aus das man nach 5 Halbwertszeiten unterhalb der Nachweisgrenze ist. Die Nachweisgrenze ist die Grenze an der ich eine Menge des radioaktiven Stoffes nicht mehr messtechnisch nachweisen kann.

    Des weiteren gibt es die biologische Komponente.
    Ist ein radioaktiver Stoff biologisch günstig oder nicht.
    Bedeutet ist er für den Stoffwechsel des menschlichen oder tierischen Körpers relevant.
    Ist er es dann wird er verarbeitet wie zum Beispiel das künstliche Jod oder das natürliche Kalium.
    Cs-137 ist biologisch nicht relevant und wird mit einer biologischen Halbwertszeit von ca. 3 Monaten aus dem Körper ausgeschieden.
    nach ca. 12 - 15 Monaten ist also kein Cs-137 mehr nachweisbar.
    Vorausgesetzt natürlich das dem Körper in der Zeit kein weiteres Material zugefügt wird.
    Es gibt dann noch verschiedene radioaktive Schwermetalle die zwar nicht biologisch relevant sind aber trotzdem den Körper schädigen können, wie zum Beispiel Polonium oder Plutonium.
    Wobei ich zumindest von Plutonium weiss das seine chemische Toxizität weitaus höher ist als seine radiologische.
    Ähnlich wie Quecksilberoxid.
    Entscheidend für die radiologische Wirkung eines Stoffes im Körper ist immer die absolute Menge und die spezifische Aktivität des Stoffes.
    daraus errechnet sich die entsprechende Strahlendosis welche dann evtl. schädigende Wirkung auf das umliegende Gewebe ausüben kann.
    Keine Radioaktivität ist natürlich besser als eine Radioaktivität.
    Wir dürfen aber nie vergessen das die biologische Natur schon seit Jahrmillarden von Radioaktivität umgeben ist, mal mehr mal weniger.
    Und es gibt und immer noch oder gerade deswegen.
    Es ist immer die Dosis die Ausschlag gebend ist.
    Und ich halte persönlich die derzeitigen Grenzwerte in Deutschland für mehr als ausreichend.
    Worüber man natürlich auch streiten kann.
    UND es gibt keine gute oder schlechte Radioaktivität. Es gibt nur DIE Radioaktivität.
    Ich hoffe ich konnte ihnen behilflich sein
  5. #34

    Ich würde es

    Zitat von gog-magog Beitrag anzeigen
    Zieht das Asse-Wasser auf Flaschen und stellt es bei Bundestags- und Ausschußsitzungen auf die Konferenztische. Probleme sind nicht zu erwarten.
    sofort trinken wenn es nicht so grässlich salzig wäre.
    Das aufgefangene Wasser welches durch die Deckschichten sickert
    entspricht, bis auf den Salzgehalt, einer besseren Qualität als deutschem Trinkwasser. zumindest in radiologischer Sicht.
    Ach ja das ist übrigens Herrn Gabriel zu verdanken.
    Mit seiner Massgabe das das Sickerwasser was abgeführt wird nicht mehr als 4 Bq H3 beinhalten darf. In der Trinkwasserverordnung wird von 10 Bq Aktivität gesprochen.
    Wir reden hier nicht von Wässern die hunderte von Metern tiefer unterhalb der Einlagerungskammern gefunden wurde.
    Diese Wässer werden gesammelt und NICHT mit dem Sickerwasser abgeführt.
    Aber informierte Bürger wissen das natürlich längst.
  6. #35

    Sie dürfen mich gern

    Zitat von n.rau Beitrag anzeigen
    Vergesst aber nicht der alten Garde der Generation Kohl täglich ein Fläschchen davon zu spendieren.

    Mal im Ernst, in Sachen Asse (und Gorleben) ist über die Jahrzehnte dermassen viel vertuscht und schön geredet (man könnte auch sagen gelogen) worden, dass ich nichtmehr bereit bin "amtliche" Messwerte unbesehen zu glauben.
    besuchen.
    Dann zeige ich ihnen amtliche Messwerte vom Ort der Entstehung bis zur Veröffentlichung. Ich würde mich freuen sie von dem ordnungsgemässen Zustand der Messungen überzeugen zu können.
  7. #36

    Der ASSE-Knüngel wird fortgesetzt.

    Zitat von Kalle79 Beitrag anzeigen
    Es ist zwar echt toll, dass hier absolut jeder der keine Ahnung von der Materie hat seinen Senf dazu gibt. Für einen vom Fach ist es auch ganz amüsant solch einen Stuß zu lesen. Dennoch sollten Sie sich ernsthaft mal damit auseinandersetzen wie viel Radioaktivität sie jeden Tag über ihre Nahrung aufnehmen, bzw. wie radioaktiv ihr Körper ist. Und dies ist in diesem Fall nicht die "böse" Radioaktivität aus Medizin und Kernkraft sondern sogar natürliche Radioaktivität, welche von Mutter Natur frei Haus geliefert wird! ......

    Die Grundlage ihrer Bildung scheint jedenfalls die verlogene Propaganda der teils kriminellen Atomlobby zu sein. Es ist der blanke Hohn, wie sie hier die radioaktive Strahlung als Naturprodukt aus deutschen Landen verkaufen wollen. Selbst ihnen sollte bekannt sein, dass ein erheblicher Anteil der Strahlendosis, die wir täglich über Trinkwasser, die Atmosphäre und die Nahrung aufnehmen, anthropogenen Ursprungs ist. Anders als beim Zigarettenkonsum haben wir als potentielle Opfer auf diese Art der radioaktiven Verseuchung unsere Körper leider keinen Einfluss. Ihre heiligen Grenzwerte können Sie sich hinter den Spiegel stecken, die werden bekanntlich den Bedürfnissen der Atomindustrie angepasst, denn jede Strahlendosis erhöht das Krebsrisiko und ist darum nicht zumutbar. Wir können alle nur hoffen, nicht selbst Geschädigte dieser moralisch fragwürdigen Atomwirtschaft zu werden, denn offensichtliche Zusammenhänge werden grundsätzlich mit Hilfe der Regierungen vertuscht und bestritten, so dass die Opfer nicht nur gesundheitlich geschädigt werden, sondern Ihnen auch jede angemessene finanzielle Unterstützung verwehrt wird. (siehe Strahlenfolgen Geesthacht)
    Die bisherigen, teils gesetzwidrigen Machenschaften um das Asse-Lager sind wohl kaum geeignet, den Verlautbarungen des Betreibers und der Politik zu vertrauen. So fragt man sich doch, warum das Sickerwasser bisher mit Tankwagen in ein Tiefenlager geschafft werden muss, wenn es doch angeblich so sauber ist, wie behauptet wird. Die offiziellen Erklärungen dazu sind recht fadenscheinig. Wird erst einmal die Salzlake über öffentliche Gewässer abgeleitet, dann ergeben sich genug Möglichkeiten, darüber auch Strahlenmüll zu entsorgen, man wird schon für ausreichend hohe Grenzwerte sorgen.
  8. #37

    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    besuchen.
    Dann zeige ich ihnen amtliche Messwerte vom Ort der Entstehung bis zur Veröffentlichung. Ich würde mich freuen sie von dem ordnungsgemässen Zustand der Messungen überzeugen zu können.

    Ziehen Sie die Proben direkt vor Ort, oder untersuchen Sie nur Proben, die jemand anders gezogen hat?
  9. #38

    Was soll`s?

    zu Zitat von Günter 1934..... Hauptsache, es gibt die Fische, die Ihnen immer noch vorzüglich schmecken, wenigstens doch noch, so lange S i e leben!
  10. #39

    und eine Antwort

    Zitat von michaelkaloff Beitrag anzeigen
    ...haben die Verantwortlichen bedacht, dass sich radioaktive Isotope auch bei einer relativ kurzen Halbwertszeit von Jahren bis Jahrzehnten in den Nahrungsnetzen bis hin zur "Enddeponie Mensch" anreichern können?
    die "Enddeponie Mensch" ist doch perfekt. Damit ist die Radioaktivität dem Nahrungskreislauf endgültig entzogen ;-))