Vorwurf von Opferanwälten: Concorde-Mängel waren seit Jahrzehnten bekannt

AP / Toshihiko SatoDer Absturz der Concorde im Juli 2000 mit 113 Toten wäre womöglich vermeidbar gewesen - das behaupten nun Anwälte der Familie des Piloten. Der Vorwurf: Strukturmängel des Überschallflieger seien seit Jahrzehnten bekannt gewesen, die Behörden hätten aus Prestigegründen geschwiegen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...-a-881330.html
  1. #20

    @flyforcash

    Sie haben geschrieben:
    "...dann wird man feststellen, dass es manchmal gravierende Nachteile hat, zu den oberen 10.000 zu gehören. Abgesehen ist jeder selbst schuld der mit "Air Chance" fliegt. Es ist in Piloten- und Luftfahrtkreisen bekannt, dass französische Airlines was Ausbildung und Wartung betrifft sich eher an ihren ehemaligen afrikanischen Kolonialstanards denn an europäischen Vorgaben orientieren. Abgesehen, davon dass sich ein Großteil der französichen Piloten sich für eine Inkarnation von Saint-Expury hält - mit dem entsprechenden Risikoprofil. Deshalb sind sie im Kollegenkreis auch so "beliebt"."


    Stimmt das ernsthaft?
    Ich war einmal überrascht als ein Flugbegleiter bei Besagter Airline vor meinen Augen zusammengeklappt ist - er hatte schon 12 Stunden Dienst hinter sich.
    Dann hat seine Kollegin vergessen, den Klapptisch festzuzurren oben im Fach, er hat's geöffnet - es ist ihm auf den Kopf gestürzt. Das hätte auch anders ausgehen können..
    Aber dass auch die Piloten derart betroffen sind?

    Mann, mit welcher Kompanie soll man denn dann noch fliegen?
  2. #21

    sicher

    Die Anwälte werden nicht weit kommen. 16 incidents von 1976 bis zum Tag von Gonesse machen die Concorde zum sichersten Passagierflugzeug der Welt. Ich würde sofort wieder Concorde fliegen.
  3. #22

    Verglichen mit ...

    ..anderen Baumustern war die Concorde geradezu ein Ausbund an Sicherheit. Der tragische Absturz von Paris war schliesslich der einzige in einem jahrzehntelangen, intensiven Langstreckendienst. Unwirtschaftlich war sie allerdings immer ...
  4. #23

    Zitat von canUCme Beitrag anzeigen
    ..anderen Baumustern war die Concorde geradezu ein Ausbund an Sicherheit. Der tragische Absturz von Paris war schliesslich der einzige in einem jahrzehntelangen, intensiven Langstreckendienst.
    Nein. Die Concorde hat selbst mit nur einem Crash eine katastrophale Zuverlässigkeitsbilanz für ein Verkehrsflugzeug, da insgesamt von den wenigen Exemplaren nur eine kleine Anzahl an Flugstunden geleistet wurde. Das war also nur eine kleinere Testreihe – und trotzdem schon mit einem Totalverlust.
  5. #24

    Zitat von antooneo Beitrag anzeigen
    Bei Airbus gabe es ebenfalls eine ganze Reihe von Fast-Katastrophen und einige tatsächliche Unfälle. Auch dort wurden diese Ereignisse, die man bei aufmerksamer Verfolgung von Berichten aus der Presse, vor allem der Luftfahrtpresse, sehen konnte, unter den Teppich gekehrt.
    Was soll denn bitteschön wie "unter den Teppich gekehrt" worden sein?

    Zitat von antooneo Beitrag anzeigen
    Die weitgehend automatisierte Steuerung der Airbusse ist vielen Piloten, auch solchen der Lufthansa, die ich kenne, immer noch ein Dorn im Auge.
    Auf deutsch: Es gibt auch in der Lufthansa altgediente z.B. 737- oder 747-Piloten, die sich mit neuen Dingen schwertun, die sie nicht kennen.

    Es ist aber bezeichnend, daß Piloten, die sowohl die alten mechanischen und die neuen fly-by-wire-Maschinen auch tatsächlich selbst geflogen sind, generell keine solchen komischen Vorstellungen haben.

    Die Airbus-Maschinen werden genauso von den Piloten geflogen wie alte Boeings (neue Boeings seit der 777 haben natürlich auch fly-by-wire). Die Systeme unterstützen die Piloten lediglich dabei (selbst die Autopiloten, die es auch schon bei den älteren gab).

    Zitat von antooneo Beitrag anzeigen
    Auch die Airbus-Katastrophe Pfingsten 2009 hat mit dieser Steuerungs-Philosophie zu tun. Aber diskutiert werden diese Probleme eher unter vorgehaltener Hand.
    Kompletter Blödsinn. Diese wilden Theorien über AF447 sind von den entsprechenden Leuten lauthals herumkrakeelt worden, wurden von der offiziellen Unfall-Untersuchung aber schlicht widerlegt.

    Die Piloten haben das Flugzeug vollkommen unnötigerweise durch katastrophales, unprofessionelles Fehlverhalten in den Atlantik gecrasht, in ihrer Verwirrung sogar aktiv gegen den Widerstand der Flugzeug-Systeme. Das ist ja gerade das tragische.
  6. #25

    Air France

    Zitat von lafrench
    Sie haben geschrieben: "...dann wird man feststellen, dass es manchmal gravierende Nachteile hat, zu den oberen 10.000 zu gehören. Abgesehen ist jeder selbst schuld der mit "Air Chance" fliegt. Es ist in Piloten- und Luftfahrtkreisen bekannt, dass französische Airlines was Ausbildung und Wartung betrifft sich eher an ihren ehemaligen afrikanischen Kolonialstanards denn an europäischen Vorgaben orientieren. Abgesehen, davon dass sich ein Großteil der französichen Piloten sich für eine Inkarnation von Saint-Expury hält - mit dem entsprechenden Risikoprofil. Deshalb sind sie im Kollegenkreis auch so "beliebt"." Stimmt das ernsthaft?
    Ich sag' mal so:
    Vor einigen Jahren hatte ich die Gelegenheit, den Tower eines deutschen Verkehrsflughafens zu besuchen. Währenddessen landete ein Jet einer mir obskur erscheinenden Fluglinie aus einer ehemaligen Republik der Sowjetunion.

    Ich bemerkte, an Bord einer solchen Maschine würde ich nicht sitzen wollen, worauf ein Lotse antwortete, "Zu denen steige ich jederzeit ins Flugzeug. Aber niemals in eine Air France".